LACT hat seit 0.9 einen
echten V/F-Kurven-Editor für NVIDIA – also Afterburner-Niveau, du regelst Spannung/Takt punktgenau. Das Feature bietet Undervolting-Kontrolle auf Windows-Niveau, beruht aber auf komplett undokumentierter NVIDIA-Treiber-Funktionalität – ohne Stabilitätsgarantie, falls NVIDIA seine internen APIs in einem künftigen Treiber ändert. Wichtig für dich: die per-Punkt-Kurve ist auf einer RTX 5090 mit Treiber 590.48.01 bestätigt, und in der Community laufen 4090 + 5090 + 3090 genau so headless unter Linux mit LACT-Undervolt. Dazu: LACT besteht aus GUI, einem System-Daemon (lactd) und CLI; der Daemon kommuniziert über SysFS/Kernel-Schnittstellen und funktioniert auch auf Headless-Systemen oder Remote-Servern. Heißt:
lactd wendet die Settings beim Boot an, ohne eingeloggten Desktop. iTechs Online + 2
Damit fällt mein Hauptargument für nvidia-smi (headless + persistent) – das kann LACT auch, und es kann mehr. Ich revidiere also: LACT ist hier kein Rückschritt.
LACT 0.9 (Kurven-Editor)
- ➕ Echte V/F-Kurve → bestes Perf/Watt, nicht nur stumpfer Power-Cap.
- ➕ Daemon persistiert beim Boot, headless-tauglich; natives .deb für Ubuntu 24.04 (hat das nötige GTK 4.14+).
- ➕ Ein Tool für Power-Limit + Takt + Offset + Lüfter, bequemes interaktives Tunen.
- ➖ Kurve nutzt undokumentierte NVIDIA-API → ein Treiber-Update kann sie brechen; die Karte fällt dann still auf Stock zurück (mehr Watt/Hitze, bis du's merkst). Gegenmittel: Treiberversion pinnen/überwachen.
- ➖ GUI ist Desktop-App (kein Web-UI wie CoolerControl) → zum Tunen einmal per NoMachine rein oder via Config. Selten nötig, aber unbequemer.
- ➖ Offset/Kurve = mehr Absturzfläche → fehlerhafte WUs kosten Punkte, sorgfältig testen.
nvidia-smi + systemd (mein Original)
- ➕ Bombenfest: offizielle API, beim Boot per Dienst, kein X/GUI, übersteht Treiber-Updates.
- ➕ Reiner Power-Cap kann die Karte praktisch nicht abstürzen lassen → sicherste Variante fürs unbeaufsichtigte Falten.
- ➕ Minimal, scriptbar, von Claude Code in einer Datei änderbar.
- ➖ Grob – Power-Limit + fixer Takt lässt etwas Perf/Watt liegen.
- ➖ Nur CLI.
Folding-Nuance: Bei Dauerlast bringt dich schon ein Power-Limit nah an den effizienten Punkt der Kurve. Die echte V/F-Kurve obendrauf holt real noch etwas, aber
weniger als beim Gaming – bei mehr Absturzrisiko. Power-Cap = Großteil des Nutzens bei maximaler Stabilität; Kurve = das letzte Quäntchen.
Meine Empfehlung (= deine „stabilste Lösung"): Hybrid.
Offizielles
Power-Limit als „Boden" per systemd (kann nicht brechen, deckelt Watt/Hitze immer)
plus LACT-Kurve obendrauf fürs Feintuning. Bricht ein Treiber-Update LACT mal, schützt der Power-Cap weiter. Beide Knöpfe sind unabhängig und koexistieren problemlos. Konservativ starten, ein paar Falt-Tage auf fehlerfreie WUs prüfen.
- Maximal simpel & wartungsarm → nur Power-Limit/systemd.
- Maximal Perf/Watt, mit gelegentlichem Nachziehen → LACT-Kurve (mit Power-Cap-Boden).