[User-Review] Endorfy Thock v2 75% Wireless Lesertest

mod666

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Im Rahmen eines Lesertests von Hardwareluxx mit Endorfy wurde ich für den Test einer Endorfy V2 Thock 75% Wireless ausgewählt bzw. ich durfte mich für diese Variante der Tastatur entscheiden. Dafür möchte ich mich recht herzlich bei Hardwareluxx und Endorfy bedanken. Die kostenlose Bereitstellung der Tastatur hat keinen Einfluss auf die Bewertung der Tastatur.

Die Tastatur erreichte mich vor einigen Wochen mit viel Luftpolsterfolie umhüllt gut verpackt per DPD direkt aus dem Firmensitz Endorfys aus Polen.

Der Lieferumfang besteht aus der Tastatur, dem USB-C Kabel, einem KeyCap Removal Tool, einem Switch Puller, dem USB-C Wireless Receiver, den grauen ESC + Enter-Tasten sowie einem mehrseitigen Handbuch in A5.

Die Verpackung der Tastatur ist im typischen grau/silber Design von Endorfy gehalten inkl. aller aufgedruckten Infos zur Tastatur und dem Lieferumfang derselbigen. Die Innenseite der Verpackung ist in „Endorfy blau“

Das mehrseitige Handbuch hat nur eine hilfreiche Seite, da der Großteil der Seiten Sicherheitshinweise in verschiedenen Sprachen sind. Die einzige Seite mit wichtigen Informationen ist eine bebilderte Seite auf der der Switch auf der rechten Seite, das Anstecken des Wireless Dongles und des USB-Kabels gezeigt wird, sowie die Tastenkombinationen für die verschiedenen Profile. Über einen QR-Code gelangt man auf die Endorfy Seite und kann sich dort ein „Extended Safety Manual“ herunterladen, welches etwas umfangreicher ist und die Funktionen der Tastatur bebildert und teilweise auch in Textform darstellt. Ebenso findet man darin eine Übersicht über die Doppelbelegungen der Tasten, die per FN und der entsprechenden Taste aufgerufen werden. Dieses erweiterte Sicherheitsmanual umfasst zwar insgesamt 53 Seiten, die deutschen Infos sind allerdings auf 3 Seiten begrenzt. Die anderen Seiten beinhalten die gleichen Informationen in anderen Sprachen. Das beiliegende Handbuch hätte man sich komplett sparen können und stattdessen nur einen Zettel mit QR-Code beilegen, mit dem man zum „umfangreicheren“ Handbuch Download gelangt.

Die Tastatur selbst ist (fast) komplett in grau gehalten, die Enter und ESC-Taste sind dann wieder im „Endorfy Blau“, ebenso der Schalter auf der rechten Seite um zwischen Ein/Aus, USB und Bluetooth zu switchen. Im Lieferumfang sind aber auch 2 graue ESC + Entertasten dabei, um die Tastatur auf ein einheitliches Design umzubauen. Die Tastatur kann in 3 Winkeln auf dem Tisch aufgestellt werden, für sicheren Stand im steilsten Winkel sorgen die beiden stabilen Tastaturstandfüße, für einen etwas flacheren Winkel sorgen 2 schmalere Füße. Die Tastatur bringt selbst gemessene 736 g auf die Waage. Das Gewicht ist dem Umstand geschuldet, dass die Oberseite der Tastatur sowie der Drehregler für die Lautstärke aus Alu ist. Der Rest des Tastaturgehäuses besteht aus Kunststoff. Insgesamt macht die Tastatur einen guten Eindruck. Der Auslösepunkt der Tasten war anfangs für mich etwas ungewohnt, allerdings gewöhnt man sich schnell daran. Durch den Einsatz von Aluminium macht die Tastatur einen guten Eindruck bei der Verarbeitung oder wirkt nicht wie eine billige Kunststofftastatur.

Die Tastatur kann auf 3 Arten mit dem Rechner verbunden werden, entweder mit dem beigelegten USB-C zu USB-A Kabel, über den beigelegten Dongle, aber auch ohne Dongle direkt per Bluetooth. Um das Bluetooth Pairing zu starten, muss der Schalter auf der rechten Seite der Tastatur entsprechend auf Bluetooth eingestellt sein und die FN-Taste und entweder 1, 2 oder 3 für 3 Sek gedrückt halten. Die Tastatur kann mit 3 Geräten gleichzeitig verbunden sein, das Switching erfolgt dann über die FN-Taste und dem einmaligen Drücken von 1,2 oder 3. Das Pairing sowohl über Dongle als über direkt über Bluetooth stellte kein Problem dar und ließ sich sowohl am privaten Rechner als auch am Arbeitsnotebook problemlos vornehmen.

Die Endorfy Software, welche man über die Endorfy Seite herunterladen kann, bietet aus meiner Sicht keinen wirklichen Mehrwert, die meisten Settings kann man direkt über die Tastatur anpassen, die Software bietet dafür nur eine grafische Übersicht. In der Software kann man RGB einstellen, Buttonbelegungen anpassen und Makros programmieren sowie die Pollingraten und Helligkeit der Tastatur ändern.

Grundsätzlich ließ sich gut mit der Tastatur arbeiten, allerdings musste ich mich an das schmalere Layout, die andere Anordnung von Tasten und das Fehlen des Numpads gewöhnen. Dieser Umstieg zu meiner bisherigen genutzten Logitech G213 Tastatur war doch etwas schwieriger als gedacht.

Während des Zockens (hauptsächlich Strategiespiele) kam ich ganz gut mit der Tastatur klar, auch beim täglichen Surfen im Internet. Bei meiner Arbeit habe ich allerdings deutlich das Fehlen des Numpads bemerkt, wenn ich nur an meinem Notebook oder Numpad arbeite, fiel das bisher nicht auf, habe ich aber eine Tastatur vor mir liegen benötige ich ein Numpad, weil ich daran gewohnt bin. Was mir an der Tastatur gar nicht gefallen hat, ist das RGB. Die transparenten Tasten sollten beleuchtet sein, stattdessen sieht man das Licht zwischen den Tasten, aber kaum auf den Buchstaben der Tasten, egal welche Farbe man dazu eingestellt hat. Ich habe verschiedene Einstellungen getestet aber keine wirklich gute gefunden und bin schlussendlich bei einem weiß gelandet in 100% Ausleuchtung. Es gibt für die Helligkeit insgesamt 5 Stufen (0%/Aus; 25%, 50%, 75%; 100%), in meinem Setting waren die Abstufungen so gering, dass es kaum einen Unterschied, ob ich 25% oder 100% hatte;

Die Akkuleistung der Tastatur ist auch nicht die beste. Vergisst man die Tastatur auszuschalten geht die Tastatur bei ausgeschaltetem Rechner nicht etwa in ein Standby, die Tastatur bleibt durchgehend an, auch wenn das RGB sich ausschaltet. Laut der PDF blinkt die FN-Taste rot, wenn der Ladezustand zwischen 0-10% ist, ansonsten muss man den Ladezustand per FN-Taste + Leertaste abfragen. Verschiedene Farben zeigen verschiedene Ladestände an. Zum einen passt dies nicht mit meiner Erfahrung, die ich damit gemacht habe, da bei mir die ESC-Taste in der entsprechenden Farbe leuchtet, zum anderen funktionierte das Abfragen per FN + Leertaste nicht. Zudem sieht man bei aktivem RGB auch nicht wirklich gut, in welcher Farbe die Taste leuchtet. In der Software zur Tastatur sieht man auch keinen Ladezustand. Das führte dann dazu, dass ich das beigelegte USB-C Kabel einfach angeschlossen ließ, da ich eh ständig aufladen musste und die Tastatur über die USB-Verbindung nutzte.

Die Yellow Switches empfinde ich auch als sehr laut, obwohl diese im Gegensatz zu den Red Switches der 100% Variante ruhiger sein sollten.

Die Endorfy Thock V2 gibt es in verschiedenen Größen (100% Fullsize, Endorfy Red Switches), 85% ISO (Endorfy Red Switches) und 75% ISO (Endorfy Yellow Switches)

Grundsätzlich muss man eine Tastatur mit kleinerem Layout wirklich wollen, für mich selbst ist das tatsächlich nichts. Ich wäre mit der Fullsize Tastatur wahrscheinlich besser klar gekommen. Die 100% Variante gibt es ab 65€; die 85% ab 50€, die getestete 75% Version ab 75€. Wenn man wenig Platz auf dem Schreibtisch hat und sich deshalb für eine mechanische Tastatur mit 75% entscheidet, sollte man diese zuvor erst testen. In dem Preissegment unter 100€ gibt es einige Hersteller, die mechanische Tastaturen mit dem Layout anbieten, es könnte also sein, dass man bei einem anderen Hersteller besser aufgehoben ist.
 

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