[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Also spätestens bei letzterem Beispiel ist ja dann offensichtlich, das der verkaufte Arbeitstag nicht mit einem tatsächlichen 8h Arbeitstag eines Angestellten korreliert oder?
 
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Klar, wenn ein abgerechneter Arbeitstag real vlt. nur 4-5h beträgt, dann ist es logischerweise möglich.
 
ich weiß nicht, von welcher Branche wir in dem Beispiel reden.
In der IT-beratung sind 180 Fakturatage Standard für eine 100%-Bonuserreichung.
Viele Unternehmen capen das irgendwann; andere Unternehmen honorieren enorm: bspw. ab dem 220sten Tag wird jeder weitere doppelt gewertet.
Man schafft das in der IT-Beratung mit Wochenendarbeit/Bereitschaft und Doppelfaktura: es ist durchaus üblich, dass man für Kunde A an einem Dokument/Guide arbeitet, während man für Kunde B parallel eine Bereitschaft abbildet. Geht natürlich nicht in jeder Branche...
 
Ich frage mich grad: Wie werden die Tage gezählt?
Gesamtstunden / 7,8h? Dann kommt man mit Überstunden ja auch recht schnell dort hin.

Würde zu der Logik mit "150 %" passen.

(150 % sind 10 % mehr als 100 %, also ca. 9 h statt 8 h pro Tag. 10 h sind meist das Maximum. ca. 8 h die Norm.)
 
Das ist ja fast so wie bei uns, Abteilungen schrumpfen auf 1/3 zusammen weil die Leute keinen Bock mehr haben, Vertrieb existiert quasi nicht mehr, das letzte Jahresziel hat unsere Abteilung auch nur mit trickserei bei der Abrechnung von Januar-Projekten im Dezember geschafft. Dann sind die ganzen Leute weg, Firma schraubt das Ziel weiter hoch. Auf Nachfrage ob das Ziel angepasst wird, ja ne, ihr habt ja jetzt KI und blah und könnt das ruhig ausgleichen :fresse2:
 
Da wäre dann doch einmal zu "prüfen" ob diese 4-Tage-Woche Kollegen denn wirklich auf einer 4-Tagebasis angestellt sind, oder ob sie ihren 6,4 Stunden 5 Tagevertrag nur in den 4 Tagen abarbeiten und dieses dann intern trotzdem als 5 verkaufte Tage gebucht wird. Zusätzlich könnte es auch eine Verrechnung der abgerechneten Überstunden zu Arbeitstagen geben.
Gegenüber Kunden werden Stunden abgerechnet. Da spielts also kein Rolle ob die an 4 oder 5 Tagen erarbeitet werden.

Wobei dieser 220 Tage Bonus vermutlich noch nie gezahlt werden musste. Da wären auch ohne Krankheitsfälle noch die Schulungen und Betriebsversammlungen als Negativpunkte zu sehen.
Natürlich haben wir 220 Tage noch nie erreicht. :d Schulungen sind sehr selten, Betriebsversammlungen (oder auch wenn ein Kollege mal nicht in einem abrechenbarem Projekt tätig ist) werden "intern" verbucht, die werden ja auch keinem Kunden in Rechnung gestellt.

Außer es werden auch Leiharbeitskräfte zu den Durchschnittsarbeitstagen der Angestellten angerechnet.
Die glaube ich werden separat berechnet bzw. gar nicht eingerechnet, weil die sind ja nicht bei uns angestellt, werden also vermutlich auch den Firmen-Jahresbonus nicht kriegen. Dafür wurden zumindest beim Umsatz sogar extra 2 Zahlen genannt. Einmal die komplette Summe und einmal nur "Intern", also ohne externe Mitarbeiter oder Freelancer.

Ich gehe mal davon aus das ein verkaufter Arbeitstag 8 abgerechneten Stunden entspricht. Ist dann wohl richtig, das man das mit Überstunden erhöhen könnte. Nur die macht kaum jemand, weil die werden ja auch nicht bezahlt.
Vielleicht werden die 4-Tage-Wochler auch anteilig eingerechnet, also berücksichtigt das das nur 80% sind. Aber selbst ohne die sind 220 Tage ja schon theoretisch gerade so zu erreichen.
Es muss ja irgendwie auch rausgerechnet werden, wenn z.B. im Oktober eingestellt wird. Wenn der als "hat von Januar bis September 0 Tage", würde der alleine ja den ganzen Wert komplett nach unten reissen. :d
Und soviele Überstunden machen, nur damit der Jahresbonus am Ende ein bisschen höher ausfällt ist ein gaaaaanz schlechter Deal. :d


Das ist ja fast so wie bei uns, Abteilungen schrumpfen auf 1/3 zusammen weil die Leute keinen Bock mehr haben,
Ein Problem ist das bei uns in der Firma nicht wirklich. Die Zufriedenheit würde ich als sehr hoch einschätzen.
Ich hab nur die dumme Angewohnheit, das ich solche Sachen auch mal nachrechne, vorallem wenn mir bei einer Zahl so ein Gedanke ala "moment, ist das überhaupt möglich" kommt. :d
Ansonsten passt das schon. Ich werde dann wohl mal gezielter danach fragen. Wollte nur sicherstellen das mein Gedankengang nicht vorher irgendwo schon unbemerkt falsch abgebogen ist. ;)
 
Ergänzend könntest du auch versuchen die Erfahrungswerte/Berechnungen der letzten Jahre zu bekommen.
 
Insgesamt oder einfach?
Einfach.
Mal als Beispiel, in dem Ingenieurbüro in dem ich früher gearbeitet habe wars ganz normal, dass man für 4-500 Tage im Jahr verkauft wurde. Wie man das leisten kann ist eine andere Rechnung.
Werden da Stunden oder "Einheiten" abgerechnet?
Auf Nachfrage ob das Ziel angepasst wird, ja ne, ihr habt ja jetzt KI und blah und könnt das ruhig ausgleichen :fresse2:
Haha, wenn ich nicht wüsste, dass du in einem anderen Laden arbeitest als ich würde ich vermuten dass du in meiner Abteilung sitzt :d
 
Auf ne 40h Woche gerechnet.
Wurde damals für rund 55€ verkauft, bei o.g. 220 Tagen also 100T€ im Jahr. Projekte umgesetzt hab ich aber ehe für 200T€. Somit wurden auf mich 440 Tage abgerechnet. Auf die Projekte geschrieben hab ich natürlich nur die 220.
Daher die Frage wie mans rechnet. Da gibt's viel Spielraum.
 
Dann auf gar keinen Fall ;) insgesamt wäre meine persönliche Grenze (+ max 5-10 Minuten), aber 2h Pendelei am Tag? Geht gar nicht, das ist unglaublich wie viel Lebenszeit das kostet.
 
2h am Tag für 3 Tage die Woche wäre mir auch zu viel. Meine Grenze liegt bei 45min pro Strecke.

Aktuell habe ich 150km, ca. 1:30-1:45h aber fahre nur 1x die Woche. Sollte sich das ändern werde ich mir am neuen Wohnort wohl einen neuen Arbeitgeber suchen müssen.
 
Auf ne 40h Woche gerechnet.
Wurde damals für rund 55€ verkauft, bei o.g. 220 Tagen also 100T€ im Jahr. Projekte umgesetzt hab ich aber ehe für 200T€. Somit wurden auf mich 440 Tage abgerechnet. Auf die Projekte geschrieben hab ich natürlich nur die 220.
Daher die Frage wie mans rechnet. Da gibt's viel Spielraum.
55€??? wann war das denn, wenn ich fragen darf? kann mich nicht erinnern derlei Preise in den letzten 20 Jahren gesehen zu haben :d
 
2014 hat meine Firma schon 95€ für mich als Geselle aufgerufen. :fresse:
 
Wurde 2004 als Azubi schon für 120€ abgerechnet :ROFLMAO:
 
55€? :fresse: Consulting liegt die Stunde bei uns bei ich mein knapp 190€, Netto natürlich.
 
Ich komme mir als „einfacher Handwerker“ plötzlich viel zu billig vor. :fresse:
 
Fairerweise hast du als Consultant (war zumindest bei mir so) ziemlich viel Zeit die du dem Kunden einfach gar nicht abrechnen kannst, das reflektiert sich halt in den teuren Preisen die du dann vor Ort abrechnest. Nehme an als Handwerker wird der Großteil deines Tages auch wirklich abgerechnet.
 
Mein Ex-Chef bei der Bumsagentur würde dir bei dem Satz direkt ins Gesicht springen. Da musste alles abgerechnet werden. Kunde ruft an und hat eine Frage? Wird berechnet. Kunde will ein Angebot? Wird berechnet. Selbst das Schreiben von Rechnungen sollte abgerechnet werden. Am besten volle Arbeitszeit auf den Kunden, immer.

Aber Kunden sind auch nicht doof und inzwischen sind sie den größten Kunden los - ich habe so meinen Verdacht für die Gründe.. :LOL:
 
Wir liegen bei 150€ die Stunde. Das ist jetzt nicht günstig, aber auch nicht teuer.
55€ ist wild. Als Freelancer liegt man bei um die 100€ die Stunde im Schnitt.
Für 55€ würde ich mir die Kapazität komplett blocken für das Jahr. :fresse:
 
Da musste alles abgerechnet werden.
Das hat mein Chef auch immer gesagt, aber im Vertrieb dann immer alles verschebelt. Neues Projekt, ja ok da machen wir 90€ Stundensatz. Fahrtkosten, ja das rechnen wir immer von der nächsten Nierlassung aus ab.

Consultant Gehälter waren damals so strukturiert, dass man ein sehr niedriges Grundgehalt hatte (ca. 1.200€) aber 15% Provision auf die abrechenbaren Stunden bekommt. D.h. wenn der Vertrieb mich verschebelt hat mit Rabatt, hab auch ich weniger verdient. Fahrtkosten wurden mit einer günstigen Pauschale und meistens wie gesagt auch von der nächsten Niederlassung aus abgerechnet und daher gab es für mich auch keine Provision während ich im Auto saß. 2h Anfahrt nach Stuttgart und Abends zurück? Kein Problem, ich mach's ja kostenlos während der Kunde 50€ aus der Niederlassung Nähe Stuttgart abgerechnet bekommt. Das war echt so eine Bumsbude, zum Glück bin ich weg :bigok:
 
Consultants/-buden als solche sind die Pest. Noch schlimmer als der Helikopterchef. Kommt rein, macht Wind und Lärm, macht sich von dannen und lässt sich feiern. Und die Ergebnis sind in der Praxis bestenfalls okayish.

Am besten welche frisch von der Uni. Über was wollen die beraten mit ihrer reichhaltigen Erfahrung? Einem Standardlehrwissen erklären, was man selber in aller Regel durchlaufen hat?
 
Das hat mein Chef auch immer gesagt, aber im Vertrieb dann immer alles verschebelt. Neues Projekt, ja ok da machen wir 90€ Stundensatz. Fahrtkosten, ja das rechnen wir immer von der nächsten Nierlassung aus ab.

Consultant Gehälter waren damals so strukturiert, dass man ein sehr niedriges Grundgehalt hatte (ca. 1.200€) aber 15% Provision auf die abrechenbaren Stunden bekommt. D.h. wenn der Vertrieb mich verschebelt hat mit Rabatt, hab auch ich weniger verdient. Fahrtkosten wurden mit einer günstigen Pauschale und meistens wie gesagt auch von der nächsten Niederlassung aus abgerechnet und daher gab es für mich auch keine Provision während ich im Auto saß. 2h Anfahrt nach Stuttgart und Abends zurück? Kein Problem, ich mach's ja kostenlos während der Kunde 50€ aus der Niederlassung Nähe Stuttgart abgerechnet bekommt. Das war echt so eine Bumsbude, zum Glück bin ich weg :bigok:

Ich glaube, da hab ich auch mal gearbeitet. :d

Ist schon erstaunlich, dass die Firmen alle irgendwie gleich ticken.

Und bitte jedes Jahr 20% mehr Umsatz bei gleicher Mannstärke.
 
Mir ging mein Chef immer damit aufn Sack, dass ich zu wenig abrechenbare Stunden hätte. Sollte mich am besten auch noch selber verkaufen und den kostenlosen Vertrieb machen (weil Vertriebsprovision hab ich natürlich keine bekommen). Einfach unfassbar. Urlaub hatte ich übrigens 20 Tage + 4 Tage wenn ich 0 Krankheitstage habe. Also effektiv 20 Tage, jedes Jahr :d Interne Veranstaltungen, z.B. Jahreskickoff wurden ganz selbstverständlich auf nen Samstag gelegt (Zeitkonto gab es keines, Überstunden somit geschenkt). Boah mir schwillt gerade echt der Kamm wenn ich nur dran denke und wie blöd ich damals war das alles mitzumachen :fresse:
 
Verdient hab ich ja fast nix, das war ja das Problem :d. Hab vor langer Zeit mal einen Post über meine Gehaltsentwicklung gemacht und da bin ich auch drauf eingegangen. Aber was ich da gelernt habe, hat mir für meine nachgeschaltete Karriere geholfen, von dem her war es für mich trotzdem ne wichtige Station.
 
In der Zeit war ich sogar ziemlich motiviert und hab oft 50h+ gearbeitet. Dafür hab ich mich in der vierten Monatswoche meistens gefragt von was ich noch mein Essen zahlen soll, hat irgendwie alles nicht zusammengepasst :fresse2:
 
In der Zeit war ich sogar ziemlich motiviert und hab oft 50h+ gearbeitet. Dafür hab ich mich in der vierten Monatswoche meistens gefragt von was ich noch mein Essen zahlen soll, hat irgendwie alles nicht zusammengepasst :fresse2:
am Ende hat es dich ja dahin gebracht wo du jetzt bist, oder? Von daher passt das doch ganz gut glaube ich :)
 
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