[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Richtig. Aber selbst du merkst den unterschied zwischen offiziell verlangen auf Basis eines Gesetzes und eigenmächtiges und nicht autorisiertes vorgehen?

Und nein, bei einer Auskunft muss nicht jede einzelne Email vollständig mitgeliefert werden, schon gar nicht dessen inhalt, wenn der nicht personenbezogene Daten vom Anforderer enthält. Wie kommst du bitte auf den schmalem Ast?

Ansonsten konsultiere gern einen entsprechenden Fachanwalt deiner Wahl. Der bestätigt dir das gern.
 
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Dass man bei seinem AG ne DSVGO Anfrage machen soll und dann alle seine Mails bekommt höre ich auch zum ersten mal 😆
 
Deshalb muss man ja auch eine Datenkopie mit anfordern.
 
Auch dann bekommst du keine komplette Interna... Du bekommst alle Daten, die personenbezogen von dir sind und gespeichert bzw. verarbeitet wurden und sonst nichts. Die DSGVO befasst sich ausschließlich mit personenbezogene Daten und hat für andere Daten keinerlei Relevanz. Der vollständige Inhalt einer Mail gehört nicht zu den personenbezogenen Daten, nur weil deine Emailadresse, dein Name oder deine Adresse irgendwo steht. Du würdest dann mitgeteilt bekommen, dass diese Daten bei der Firma gespeichert und verarbeitet werden und zu welchem Zweck. Datnekopie hier heißt dann, dass du deine Emailadresse, deinen Namen und deine Adresse mitgeteilt bekommst. Falls du dich auf das EUGH Urteil zurückziehen willst: Solltest du dann nochmal genau lesen und den Kontext beachten, um den es da ging.

Aber hey, dann machs, google aber vorher nochmal, das Thema ist alles andere als neu und shcon zig Arbeitnehmer haben dafür bös auf die Finger bekommen, das Netz ist voll von anwaltlichen Aussagen zu diesem Thema und es gibt mehr als ausreichend Rechtsprechung dahingehend. Wer sein gesamtes Postfach bei Kündigung einfach so kopiert und mitnimmt bzw. Daten aus dem Unternehmen, hat ein großes Problem.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Mustis
Es ging mir nicht um das komplette Postfach, da bin ich ganz bei dir.
Es geht um Mails die einen als Arbeitnehmer betreffen und da sind Mails über Personalgespräche, Entwicklungspläne etc. sehr wohl ein persönliches Datum.
Man könnte sogar soweit gehen und darüber diskutieren ob gerade in Leistungsbeurteilungen ein Scoring vorliegt.
Aber wie so häufig gibt es hierzu fünf Leute und mindestens sieben Meinungen.

Da ich jetzt meine Argumente, wenn auch stark vereinfacht dargestellt, vorgebracht habe, möchte ich hier auch nicht weiter in den Austausch gehen.
Du hast deine Meinung, ich habe eine andere und somit sollten wir uns einig sein, das wir uns nicht einig sind!
So etwas soll vorkommen und ist für mich in Ordnung.
 
Es geht um Mails die einen als Arbeitnehmer betreffen und da sind Mails über Personalgespräche, Entwicklungspläne etc. sehr wohl ein persönliches Datum.
Das habe ich doch aber mehrfach explizit gesagt, dass das erlaubt ist!
Siehe unter anderem hier:
ODer die Daten sichern, die aus den jährlichen Gesprächen hervorgegangen sind. Das ist erlaubt.
Empfohlen wurde aber mehrfach alle (!) Emails zu sichern.
 
Aber jetzt kommt der Knaller, jetzt wurde gesagt ich hätte auf meinem Level 3 eine unzureichende Leistung gezeigt und werde deshalb entlassen. Davon war in 10 monatlichen Entwicklungsgesprächen nicht einmal die Rede. Ich verstehe es echt nicht. Weder im 360 Feedback noch im Feedback mit den Vorgesetzten war jemals die Rede das schlechte Arbeit leiste.
Darin darfst du dich nicht vertiefen. Das ist bei sehr vielen Firmen so. Ich arbeite in einem großen Unternehmen sogar mit Betriebsrat und selbst dort wird das so gehandhabt. 10 Jahre in einer Funktion, immer mega tolle Feedbacks und am Ende stehst du an der Wand weil man deine Leistungen nicht schätzt.

Ich hatte diese Woche auch ein tolles Gespräch mit unserer Geschäftsleitung und musste nur lachen. Man merkt es geht aktuell um Stellenabbau. Und keiner weis wo wir in 2 Jahren stehen. Ich habe aber mehrere Optionen die besser sind und kann somit das ganze lockerer sehen. Was ich nie tun würde ist darum zu kämpfen das es doch so weiter geht, weil du dann richtig kaputt gemacht wirst und man dir alles ankreiden wird. Abfindung mitnehmen und was neues suchen.

Aber mit solchen Situationen geht jeder anders um.
 
Kann mir nicht vorstellen das irgendein AG Leistungen schätzt. Es ist doch immer das gleiche. Jeder MA ist eine Nummer. Sollte diese Nummer irgendwann nicht mehr funktionieren dann fliegt dieser eben...
Könnte vielleicht daran liegen, dass es bei dir (wenn du dort genauso auftrittst wie hier) noch nie ein Arbeitgeber wollte?!

Ich bin der Meinung jeder ist ersetzbar, aber es gibt durchaus Arbeitgeber (und der besteht für mich nicht nur aus der Betriebsleitung sondern auch aus direkten Vorgesetzten) es schätzen und auch honorieren (und nein, das ist halt nicht immer nur Geld).

Insgesamt scheint dein Leben echt traurig. Ich würde da echt mal über einen Jobwechsel bzw ggf. sogar Untersuchung nachdenken...
 
Der AG ist für dich ja auch nur ne Nummer also passt das doch perfekt von beiden Seiten?
 
Laut Verdiseite. Mal gespannt was übrig bleibt und wann.

Die Mitglieder unserer Bundestarifkommission öD (BTK öD) haben heute in Berlin die Forderungen für die rund 2,5 Mio. Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) beschlossen.
Wir fordern:
- 7 Prozent mehr Geld im Monat – mindestens aber 300 Euro zusätzlich
- 200 Euro mehr pro Monat für Nachwuchskräfte und ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung
- Darüber hinaus sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen.
- Laufzeit des neuen Tarifvertrags (TV-L) soll zwölf Monate betragen
Das Ergebnis soll zeit- und wirkungsgleich auf Beamt*innen übertragen werden.
 
7% :stupid:Das ist normalerweise nen Sprung den man bei einer Beförderung bekommt, wie kann man bei aktuell um die 2% Inflation sowas rechtfertigen? Oder ist das wieder auf mehrere Jahre Laufzeit?
 
7% :stupid:Das ist normalerweise nen Sprung den man bei einer Beförderung bekommt, wie kann man bei aktuell um die 2% Inflation sowas rechtfertigen? Oder ist das wieder auf mehrere Jahre Laufzeit?
Hatte man doch beim Bund auch gefordert. Übrig blieben 3% im ersten Jahr ab April und weitere 2,8 im zweiten. Und die sind bis dato nicht mal ausgezahlt bei den Bundesbeamten.
 
Nö 12monate. Und nicht einfach nur 7%. Mindestens 300€ mehr.

Die rentenversicherung fliegt uns um die Ohren, die sozialkassen implodieren, der Staat drangsaliert sinnfrei die Empfänger und unsere Staatsdiener stellen solche Förderungen…

Und sich dann wundern, wenns Image nicht so pralle ist.
 
Vorallem wird es dann wieder so verhandelt, dass es nen hohen Sockelbeitrag gibt aber die Prozente niedrig sind. Ist ja das Verdi Ziel, dass alle gleich verdienen. Den Laden kann man doch eh nicht mehr Ernst nehmen.

Ich hab dieses Jahr 5,2% bekommen, und das als Top Performer. Normalerweise wären es ca. 2,6% gewesen. So sehen Erhöhungen in Bereichen aus wo man Wert schaffen muss, da spiegelt nämlich die Realität die Lohnentwicklung wieder und nicht irgendwelche Verdi Forderungen die dann die Allgemeinheit zahlen muss.
 
Das Problem liegt doch aber primär nicht in der Forderung der Gewerkschaft sondern vielmehr, dass man seit Jahren lieber weg sieht und der Meinung ist "bloß nix ändern, werfen wir einfach mehr Geld drauf". Da können die Angestellten aber am wenigsten dafür. (Und ja, das System ÖD müsste eben auch mal überarbeitet werden).

Zur Förderung, überzogen, aber das ist immer so. Im Ergebnis wird vermutlich das Ergebnis vom Vorjahr (Bund) übernommen
 
Was immer noch überm Schnitt der Angestellten in der freien Wirtschaft liegt…

So entkoppeln sich einerseits gewerkschaften als auch der staat mit seinen beamten und Angestellten immer weiter von der Mehrheit der Arbeitenden und man wundert sich, warum Politikverdrossenheit zunimmt und Parteien wie die AfD zu Lauf finden.
 
Nun, dass Verdi nicht alle Latten am Zaun hat, ist ja schon länger bekannt.
12Monate Laufzeit und 7%...
Wenn man da mit 50% dessen rausgeht, ist man immer noch bei ~2x Inflation.
Auch wenn ich den Sockelbetrag verstehe, so verwässert er das Gehaltgefüge.

Denn geht das immer so weiter, ist der Unterschied zwischen der niedrigsten und der höchsten Lohngruppe 1%. (kann man ja einfach rechnen, wann das der Fall ist)
Sprich also, die Putzfrau und der Teamleader verdienen gleich viel. Wo ergibt das denn Sinn?

EDIT:
Letztendlich müssen die an den nicht monetären Themen arbeiten, wie ich das auch schonmal bei den BahnTVs gesagt habe.
Strukturwandel, Effizienz usw.
 
Witzigerweise durfte ich im Wartezimmer eben ein Gespräch belauschen. Will jemand unbedingt verbeamtet werden als Berufseinsteiger. Berufswahl nachrangig, Hauptsache Beamtenstatus. Beim Einstellungstest, den persönlichkeitsfragen nicht ehrlich antworten sondern so, das man sich die höchste Zustimmung verspricht. Wartezeit nimmt man hin weil die noten nicht ganz so waren wie vll nötig.

Wenn beamter zu werden nicht aus Idealismus geschieht sondern als einkommenskarriere gesehen wird. Das ist genau das, was durch sowas immer verstärkter der fall wird. Wenn der job dann erwartungsgemäss wenig erfüllend ist, wird man dienstunfähig.
 
Nun, dass Verdi nicht alle Latten am Zaun hat, ist ja schon länger bekannt.
12Monate Laufzeit und 7%...
Wenn man da mit 50% dessen rausgeht, ist man immer noch bei ~2x Inflation.
Auch wenn ich den Sockelbetrag verstehe, so verwässert er das Gehaltgefüge.

Denn geht das immer so weiter, ist der Unterschied zwischen der niedrigsten und der höchsten Lohngruppe 1%. (kann man ja einfach rechnen, wann das der Fall ist)
Sprich also, die Putzfrau und der Teamleader verdienen gleich viel. Wo ergibt das denn Sinn?

EDIT:
Letztendlich müssen die an den nicht monetären Themen arbeiten, wie ich das auch schonmal bei den BahnTVs gesagt habe.
Strukturwandel, Effizienz usw.
Den Beamtenstatus sage ich ganz deutlich sollte man nur für Polizei, Rettungsdienst und Teile der Justiz ausgeben die wirklich einem hohen Gefahrenpotenzial ausgesetzt sind. Warum muss ein Finanzbeamter Beamter sein ? Oder ein Lehrer ?
Mal als Vergleich Deutschland - Schweiz.

Das durchschnittliche Jahresgehalt für einen Polizeibeamten in der Schweiz, über alle Erfahrungsstufen hinweg, beträgt ungefähr 110.787 CHF. In Deutschland liegt man bei ca. 50.000. Ok, die Schweiz ist kleiner.
 
Das hat doch nix mit kleiner zu tun, in der Schweiz verdienen alle deutlich mehr, dafür sind die Lebenshaltungskosten auch sehr hoch.
 
@AK0511
Schonmal damit beschäftigt, warum ein Beamter ein Beamter ist?
"Gefahrenpotential" war noch NIE der Grund für Beamte.

Ansonsten vergleicht man Gehälter kaufkraftbereinigt. Mit 50k biste im Tschad nämlich nicht Polizist sondern Staatoberhaupt. Also sind 50k nun eigentlich zu viel. Weil der normale Mensch da nämlich nur 5k im Jahr hat.
 
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