[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ich sehe hier in DE aktuell nicht viel perspektive als junger berufseinsteiger. Renten unsicher, reallöhne sinkend, weltpolitsch unsicher wie in zeiten des kalten krieges nicht mehr, der Sozialstaat vorm implodieren ohne den hauch einer aussicht auf eine lösung, wirtschaft seit jahren nur am schwächeln ohne das die regierung eine strategie hat, infrastruktur überaltert immer mehr, Klimakrise ungelöst und somit die eigene zukunft ungewiss, innenpolitisch ist der faschismus auf der Überholspur.

also ja, das ist natürlich eine perspektive. Da hast du recht. Ich meinte halt ne positive, für
die man auch was tun möchte.
 
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[...] bis es einer der oberen Vollpfosten der Behörde gewahr wurde das man uns die gesponsert hat weil jemand Kontakt zum Entwicklungsleiter bei Hella hatte welcher uns die gab ohne Gegenleistung zu verlangen. Sollten also nicht mehr genutzt werden. [...]
Einige in den Führungsetagen haben so weit den Stock im Arsch das die nicht mal umfallen wenn sie vom Güterzug erfaßt werden. Weil die bremsen aus. Ich habe bisher nur einen aus der B Besoldung kennengelernt der top war und was von unten kam auch fast immer umsetzen konnte. Aber der kam auch von unten und wußte wie es gehen kann wenn man willig und bereit ist.

Und genau solche Typen sitzen leider auf Posten, wo sie viel Einfluss und (zu) viel zu melden haben. Und das lähmt diesen ganzen Sektor bis zum Erbrechen.

Dass es anders geht, zeigen die Schweiz und auch Polen. In Polen hast du bspw. sämtliche Ausweisdokumente in einer einfachen App jederzeit greifbar. Selbst die ganze Historie deiner Fahrzeuge, von TÜV Untersuchungen, bis zu Werkstattbesuchen ist in dieser abrufbar.
 
So wurde es aber verkauft und vor allem
gerechtfertigt. Denn damit werden auch viele Unschuldige getroffen. Nun spart man, wie versprochen, keine Millionen und der soziale Erfolg wird ebenso nicht eintreten. Drangsalieren ohne Perspektiven zu bieten hat noch nie gefruchtet.

Ps: wieso wird jetzt plötzlich so getan als hätte ich jedwede Erhöhung im ÖD kritisiert? Grad dave und ich sind uns doch an sich einig. Die prozentualen forderungen sind augenwischerei wegen der Sockelerhöhung. 7% sind auch sehr hoch, wären aber dann ohne sockel als Verhandlungseinstieg zwar ambitioniert, aber grade so noch vertretbar. Alles richtung 5% wäre ohne Sockel völlig gerechtfertig.

Hat den mal einer ausgerechnet, wieviel lohn auf der uhr stehen müssen, damit 2,8% steigerung 200€ entsprechen? Ich halte jede wette, dass die meisten hier deutlich unter dem tatsächlixhen wert landen wenn sie ihne nachdenken aus der hüfte loslegen.
die 2,8% wären bei mir als A9 gerade mal 126€ wenn ich von 4500 brutto ausgehe. Habe es aber nur grob überschlagen
 
Und klickerts so langsam was die prozentualen angaben da für win Witz sind? Der ÖD bekommt nicht nur 2,8%. Die grosse Masse bekommt eine in Prozent erheblich höhere Lohnsteigerung. Grad rückblickend wird aber nahezu ausschliesslich der vermeintliche prozentuale anstieg ala Argument genutzt man hat ja nur 2-3 % die letzten jahre bekommen und damit zu coronazeiten nichtmal die inflation!!!11
 
Und klickerts so langsam was die prozentualen angaben da für win Witz sind
Eben, die 300€ Sockelbeitrag sind bei vielen Jobgruppen um die 10%. Wie ich vorher schon schrieb, sowas sind normalerweise Beträge die man für ne Beförderung bekommt und nicht mal eben so als Tarifrunde.
 
Ich sehe hier in DE aktuell nicht viel perspektive als junger berufseinsteiger. Renten unsicher, reallöhne sinkend, weltpolitsch unsicher wie in zeiten des kalten krieges nicht mehr, der Sozialstaat vorm implodieren ohne den hauch einer aussicht auf eine lösung, wirtschaft seit jahren nur am schwächeln ohne das die regierung eine strategie hat, infrastruktur überaltert immer mehr, Klimakrise ungelöst und somit die eigene zukunft ungewiss, innenpolitisch ist der faschismus auf der Überholspur.

also ja, das ist natürlich eine perspektive. Da hast du recht. Ich meinte halt ne positive, für
die man auch was tun möchte.
Gegenfrage: wenn's hier also so schlecht ist, warum bezieht man dann Bürgergeld und wandert nicht zb in eines der besseren Länder aus?
 
Also komm dave, nicht dein ernst? Zeig mir ein Land außerhalb der EU, wo man als H4 Empfänger auch nur die Chance auf ein Arbeitsvisum bekommt. XD Selbst der Eu in vielen BEreichen angepaste Länder wie Norwegen oder die Schweiz schieben sowas schnell einen Riegel vor.

Und innerhalb der EU sind ne ganze Menge Punkte der LIste ja nicht weg, nur wiel ich nicht mehr in DE bin... Und das Thema Klima wollen wir an der Stelle lieber nicht aufmachen.
 
Also komm dave, nicht dein ernst? Zeig mir ein Land außerhalb der EU, wo man als H4 Empfänger auch nur die Chance auf ein Arbeitsvisum bekommt. XD
Das ist aber die falsche Argumentationskette. Dann suche ich mir hier was und bewerbe mich aus dem Job im Ausland.... ;)
Aber ich deute das also richtig, dass demzufolge in keinem EU Land eine positive Perspektive zu finden ist?! ;)

Man sollte vielleicht auch durchaus nicht vergessen, gerade wenn man jung ist und arbeiten kann, aber lieber Zuhause sitzt und nichts tut, wir alle Zahlen das mit.
 
Du meinst also jemand, der vermögend ist, überdurchschnittlich gebildet/überdurchschnittlichen Abschluss hat? Was ja absolut typisch für einen H4 Empfänger ist.

Denn: Ohne hohen Studienabschluss in einigen relativ wenigen Kerngebieten und dazu einiges an Vermögen um die Kosten im Vorlauf tragen zu können, kommst du so garantiert nicht ins Ausland. Oder meinst du allen ernstes, dass du mit nem Ausbildungsberuf und 10k im Ausland mal eben was findest und dann noch ein entsprechendes Visum erhälst? Zumal in den allermeisten Ländern du auch gar nicht erst reinkommst um dirn Job zu suchen. Ohne Visum direkt von einem AG geht gar nichts und selbst diese Visa sind für den AG weder leicht zue bkommen noch zu bezahlen. Müssen ja nicht gleich 100.000 sein wie jetzt im Amiland, aber auch ein AG bekommt nicht einfach so ein Arbeitsvisum für einen Einwanderwilligen hinterhergeworfen.

PS. Immer dran denken, wir reden von auswandern, keine zeitlich begrenzten Visa als Expats oder Studienvisas...
 
Du meinst also jemand, der vermögend ist, überdurchschnittlich gebildet/überdurchschnittlichen Abschluss hat? Was ja absolut typisch für einen H4 Empfänger ist.

Denn: Ohne hohen Studienabschluss in einigen relativ wenigen Kerngebieten und dazu einiges an Vermögen um die Kosten im Vorlauf tragen zu können, kommst du so garantiert nicht ins Ausland. Oder meinst du allen ernstes, dass du mit nem Ausbildungsberuf und 10k im Ausland mal eben was findest und dann noch ein entsprechendes Visum erhälst? Zumal in den allermeisten Ländern du auch gar nicht erst reinkommst um dirn Job zu suchen. Ohne Visum direkt von einem AG geht gar nichts und selbst diese Visa sind für den AG weder leicht zue bkommen noch zu bezahlen. Müssen ja nicht gleich 100.000 sein wie jetzt im Amiland, aber auch ein AG bekommt nicht einfach so ein Arbeitsvisum für einen Einwanderwilligen hinterhergeworfen.

PS. Immer dran denken, wir reden von auswandern, keine zeitlich begrenzten Visa als Expats oder Studienvisas...
Du hast doch angefangen ;)

Halten wir also fest, sehe ich, warum auch immer, keine postive Perspektive, ist die Lösung der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen?! (Anmerkung: bezieht sich auf die die arbeiten können, Arbeit bekommen würden, es aber bewusst nicht wollen!)

Das war der Kern der Aussage. Erinnert mich immer bissl an: wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe
 
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Vorallem wird es dann wieder so verhandelt, dass es nen hohen Sockelbeitrag gibt aber die Prozente niedrig sind. Ist ja das Verdi Ziel, dass alle gleich verdienen. Den Laden kann man doch eh nicht mehr Ernst nehmen.

Ich hab dieses Jahr 5,2% bekommen, und das als Top Performer. Normalerweise wären es ca. 2,6% gewesen. So sehen Erhöhungen in Bereichen aus wo man Wert schaffen muss, da spiegelt nämlich die Realität die Lohnentwicklung wieder und nicht irgendwelche Verdi Forderungen die dann die Allgemeinheit zahlen muss.
Wir haben auch Verdi und es gab 3,5% für ich glaube 18 Monate. Ich habe nicht den Eindruck, dass es da bei uns darum geht, dass jeder das gleiche verdienen soll - es ist eher so, dass halt das maximale Tarifgehalt nur das etwa doppelte des niedrigsten ist. Ehrlich gesagt: vollkommen ok für mich. Im ÖD hört es halt für 95% dort auf, wo unser Haustarifvertrag anfängt - insofern scheint es verdi da erstmal darum zu gehen, dass alle gute Gehälter bekommen (halt in der Tat auch für Low-Performer)...

Wenn die AGs in dem Fall keine Lust haben, auch die Attraktivität von Jobs für Leistungsträger/Experten zu steigern (ich glaube nicht, dass Verdi ein Problem hat, wenn die Gehälter weiter oben genauso stark steigen wie unten :)), dann ist das deren Problem. In dem Fall halt auch ein Problem für uns alle, wenn die Verwaltung nicht mehr funktioniert. Im ÖD (gerade bei den Ländern) muss man auch einfach ehrlich feststellen, dass bei den Jobs in der Breite die Bezahlung sehr gut ist (siehe auch Scrush hier). Das Problem ist, eher, dass man ab einem gewissen Qualifikations/Skilllevel Beamter werden muss, damit man ordentlich bezahlt wird und das mag nicht jeder/viele dieser Stellen werden sowieso eher politisch vergeben (hinzukommt, dass man da auch die passende Qualifikation braucht). Man will ja auch, dass BMW 300M€ für Wasserstoffautos bekommt. - da will man gar nicht am Markt die Besten "auslesen", auch wenn man das eigentlich tun sollte...
Dort, wo man Angestelle hat, sieht es nicht anders aus: https://www.byte.bayern/wer-wir-sind - da sieht man schön, wie man das (sicher sehr gut bezahlte...) Management mit Ja-Sagern mit minimaler Fachkompetenz auffüllt und dann irgendwelche Profile (praktische Erfahrung in der "vollständigen Umsetzung digitaler Produkte und Prozesse" hat da niemand...) in E12-E13 auf Stellenbeschreibungen hat, die in ähnlichen Bürokratien einfach 20-30% mehr zahlen (dort sind dann aber auch keine Kulturwissenschaftler auf den Stellen, es sei denn, sie haben wirklich Skills...). Ergebnis: es wird das gemacht, was die Lobby will. Also Cloud und M365 für die großen und dynamischen Workloads der Länder. Und klar ist das besser, mit 70k€/Jahr und vorsinntflutlichen Arbeitsbedingungen (Homeoffice-Regelungen; gelegentliche Verlegung des Dienstsitzes, wenn der Fürst es wünscht) wird man da nix auf die Beine stellen können...

Meiner Ansicht nach hat das Methode, die Parteien, die die Mehrheit wählt, wollen halt keinen funktionierenden Staat für diese Mehrheit und für die oberen 0.5% funktioniert das (inkl. schöner Beamtenstellen) ganz wunderbar. Dazu passt auch, dass die Kommunen (wo man ja eigentlich eher mehr niedrige Rollen erwarten würde, da die ja nur machen, was beschlossen wurde...) a) mehr für gleiche Stellen zahlen und b) das auch ausreizen. Und unterhalb der B-Besoldungen geht's da auch noch gar nicht um Korruption...


EDIT:

Witzigerweise durfte ich im Wartezimmer eben ein Gespräch belauschen. Will jemand unbedingt verbeamtet werden als Berufseinsteiger. Berufswahl nachrangig, Hauptsache Beamtenstatus. Beim Einstellungstest, den persönlichkeitsfragen nicht ehrlich antworten sondern so, das man sich die höchste Zustimmung verspricht. Wartezeit nimmt man hin weil die noten nicht ganz so waren wie vll nötig.

Wenn beamter zu werden nicht aus Idealismus geschieht sondern als einkommenskarriere gesehen wird. Das ist genau das, was durch sowas immer verstärkter der fall wird. Wenn der job dann erwartungsgemäss wenig erfüllend ist, wird man dienstunfähig.

Da ist halt im unteren Qualifikationsbereich so, da wird auch richtig gut gezahlt.... Einen höheren Ministeriumsjob macht man auch heute noch aus "Idealismus" (aka: man will Kinder haben (die geben da gut extra Geld) oder erhofft sich dadurch Vorteile in der Partei...). Im allgemeinen finde ich aber, dass man, wenn man für die Gesellschaft arbeiten möchte, auch durchaus gut bezahlt werden kann... (bei Beament mit sehr spezifischen Profile ist das der Fall, im IT-Sektor, gerade als Quereinsteiger/ohne Studium eher nicht...)

Neben dem hast du im ÖD auch garantiert bis auf wenige Ausnahmen weder den Stress noch das Arbeitsvolumen wie in der freien Wirtschaft. Eine längere Arbeitswoche hast du dort in aller Regel auch.
Das wage ich zu bezweifeln - sobald man Fach/Personalverantwortung hat, geht die Arbeit dort auch nicht aus... Richtig ist, dass man halt irgendwann einfach "nein" sagen kann oder muss und man (und alle Prozesse, die an einem hängen...) einfach stehenbleibt, ohne dass Maßnahmen ergriffen werden... Dass das so einfach geht und niemand versucht gegenzusteuern (außer mit Populismus) ist das eigentliche Problem...

also ja, das ist natürlich eine perspektive. Da hast du recht. Ich meinte halt ne positive, für die man auch was tun möchte.

ist halt nirgendwo (mit ähnlicher Größenordnung) besser... Aber hey, freiwilliger Wehrdienst soll auch besser zahlen, da kann jeder hin!
 
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Du hast doch angefangen ;)
Bitte? Das mit dem "geh halt woanders hin" kam ausschließlich von dir.

Ich hatte eine längere Antwort verfasst, wie demotivierend allein die Rententhematik in DE ist für junge Menschen, gegen selbst die Junge Union rebelliert, weil unser "Doch!" Kanzler auch weiterhin mit genau keiner Kompetenz zu Deutschlands Problemen glänzt und es ihm offensichtlich nicht reicht, jedes positive Signal aus der Wirtschaft zu ersticken und Reformen zu produzieren, die Geld kosten, aber kein Geld sparen. Da muss man die Rententhematik halt noch verschärfen. Aber es bringt nichts. Egal was man wählt, egal wie man politisch aktiv wird. Die Kohorten der politischen Zombies ersticken in ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit jede Möglichkeit des Einfluss und des Wandels und die jüngeren sind im Frust um die Situation so uneins.... Also nicht das es irgendwas bringen würde, wären sie geeint...
 
Den Beamtenstatus sage ich ganz deutlich sollte man nur für Polizei, Rettungsdienst und Teile der Justiz ausgeben die wirklich einem hohen Gefahrenpotenzial ausgesetzt sind.
Reiner RD ist eigentlich nie verbeamtet
die 2,8% wären bei mir als A9 gerade mal 126€ wenn ich von 4500 brutto ausgehe. Habe es aber nur grob überschlagen
knapp 120 Brutto bei A10E3

Da ich versetzt werde fällt bei mir eine Zulage weg und das wird fast eine Nullrunde für mich, gleichzeitig ist die Wohnung am neuen Wohnort teurer (25qm mehr, ist also selbst verursacht).
Insgesamt kann ich mich aber nicht beschweren, die große Wohnung hab ich genommen weil meine Verlobte zu mir ziehen wird und selbst wenn sie nur im Lehramts Ref (ähnlich Mindestlohn) ist kommen wir kinderlos auf knapp 5k€ Netto Haushalteinkommen.

Aber worüber soll ich mich beschweren? Ich kann 1000€ pro Monat für das Alter aufs Depot legen, kann mir leisten was ich mir kaufen will (darf es nur nicht übertreiben) und der finanzielle Ausblick
ist für mich/uns positiv. Ob die Erhöhung jetzt 120 oder 220€ ist...
 
Bitte? Das mit dem "geh halt woanders hin" kam ausschließlich von dir.

Ich hatte eine längere Antwort verfasst, wie demotivierend allein die Rententhematik in DE ist für junge Menschen, gegen selbst die Junge Union rebelliert, weil unser "Doch!" Kanzler auch weiterhin mit genau keiner Kompetenz zu Deutschlands Problemen glänzt und es ihm offensichtlich nicht reicht, jedes positive Signal aus der Wirtschaft zu ersticken und Reformen zu produzieren, die Geld kosten, aber kein Geld sparen. Da muss man die Rententhematik halt noch verschärfen. Aber es bringt nichts. Egal was man wählt, egal wie man politisch aktiv wird. Die Kohorten der politischen Zombies ersticken in ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit jede Möglichkeit des Einfluss und des Wandels und die jüngeren sind im Frust um die Situation so uneins.... Also nicht das es irgendwas bringen würde, wären sie geeint...
Sorry für den Full quote, aber meine Antwort bezieht sich einfach auf den ganzen Beitrag.

Ist ja einfach das alles auf die Politik zu schieben, aber am Ende fehlt die Kompromissbereitschaft doch in der kompletten Gesellschaft. Keiner will auch nur einen cent weniger in der Tasche haben, und ja das gilt auch für die da unten. Politiker werden von allen Seiten unter Druck gesetzt, das Rentensystem muss nun mal für die gebaut werden, die jetzt in Rente sind oder bald gehen. Warum? Weil die noch am ehesten wählen gehen.

Dabei kannst du das System nur fit machen, wenn alle daran beteiligen verlieren, zumindest etwas. Rentner müssten aktuell weniger bekommen, die bald in Rente gehen auch, und die jetzt anfangen oder mitten im Arbeitsleben stehen müssen einzahlen aber trotzdem mehr selbst vorsorgen. Aber welcher Politiker kann das durchbringen. Jeder schachert für sich.

Ist für mich übrigens ok, fände sowieso dass jeder mehr für sich selbst sorgen müsste und es weniger Sozialstaat geben dürfte. Würde mich freuen wenn ich Null ins System einzahlen müsste und dafür komplett allein für meine Rente verantwortlich ware.

Dein Fingerpointing in Richtung Politik ging mir nur auf den Sack. :fresse:
 
Das würde gesellschaftlich dermaßen in die Hose gehen, auch wenn es individuell funktionieren kann.
Das aktuelle System geht doch auch völlig in die Hose.

Meinetwegen müsste man eben jedem, der sich aus der Pflichtversicherung zurückzieht, vorab einen Wisch vorlegen, wo man bestätigen muss, dass man dadurch sämtliche Ansprüche auf Sozialhilfe im Alter verliert (müsste natürlich genau definiert werden, bspw. bei 50 Jahren Beitragspflicht, verlierst du für jedes Jahr dass du nicht ins System einzahlst, 2% an Ansprüchen an Sozialleistungen im Alter).

Die tolle gesetzliche Rentenversicherung und auch von mir gestern erwähnte VBL für die öffentlichen Diener, arbeitet mit dem super Punktesystem. Was ein Punkt zukünftig aber Wert sein wird, steht völlig in den Sternen. Es ist einfach nur wild, dass aktuell 18,6% deines Bruttos im schwarzen Loch verschwinden und dir niemanden sagen will, was du dafür später mal zurückbekommen wirst.

Da müsste den Arbeitnehmern echt mal ein Depot zugestanden werden, à la 401k. Bis 401k Euro eingezahlter Beträge, würden auf die Kapitalerträge keinerlei Steuern anfallen.
 
Dein Fingerpointing in Richtung Politik ging mir nur auf den Sack. :fresse:
Das ist deren ureigenste Aufgabe. Niemand ausser der Regierung kann das angehen. Das dass ein indirekter Fingerzeig auf die gesellschaft ist, sollte jedem klar sein. Denn diese wählt die Regierung. Das ändert nichts an den Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten.

Und bitte leite nicht von dir auf alle ab. Ich bin sehr wohl bereit, meinen Teil beizutragen und ein Minus zu akzeptieren sofern jeder seinen Teil dazu beiträgt. Ich wäre seit Jahren so und als Vater leiste ich auch so bereits meinen gesellschaftlichen Beitrag. Tust du umhin auch, deine Aussage war dennoch niemand sei dazu bereit und das ist schlicht wo nicht korrekt.

Ps: der Vorschlag mit dem Wisch, ist der so ernst gemeint? Lassen wir dann also die Leute im Dreck verrecken, wenn sie aus welchen Gründen, sich verschätzt haben? Oder gar völlig unschuldig dann in so einer Situation landen? Weil beispielsweise grad einer die Märkte zusammenkrachen hat lassen? Das bedeutet dann auch, dass Bettler überall gegenwärtig sein können bis hin das die sterblichen Überreste derer, die dann nicht geschafft haben, rumliegen?

Ich frage nur deshalb, weil hier diese Forderung ganz offensichtlich nicht zu Ende gedacht wurde. Man sollte sich vll vergegenwärtigen, dass solche sozialen Netze nicht nur der Absicherung anderer dient sondern auch die eigene Lebenssituation stabilisiert. Armut erzeugt Kriminalität. Soziale Netze sichern auch die, die sie nicht beanspruchen müssen. Mich beschleicht das Gefühl, dass das bei nicht wenigen in Vergessenheit geraten ist.
 
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Ps: der Vorschlag mit dem Wisch, ist der so ernst gemeint? Lassen wir dann also die Leute im Dreck verrecken, wenn sie aus welchen Gründen, sich verschätzt haben? Oder gar völlig unschuldig dann in so einer Situation landen? Weil beispielsweise grad einer die Märkte zusammenkrachen hat lassen? Das bedeutet dann auch, dass Bettler überall gegenwärtig sein können bis hin das die sterblichen Überreste derer, die dann nicht geschafft haben, rumliegen?

Ich frage nur deshalb, weil hier diese Forderung ganz offensichtlich nicht zu Ende gedacht wurde. Man sollte sich vll vergegenwärtigen, dass solche sozialen Netze nicht nur der Absicherung anderer dient sondern auch die eigene Lebenssituation stabilisiert. Armut erzeugt Kriminalität. Soziale Netze sichern auch die, die sie nicht beanspruchen müssen. Mich beschleicht das Gefühl, dass das bei nicht wenigen in Vergessenheit geraten ist.
Wurdest du Ende 2024 gefragt, ob du dir eine Erhöhung des Zusatzbeitrages für die Krankenkasse leisten kannst oder dadurch zu wenig Netto übrig bleibt? Wurdest du gefragt, ob für dich direkte und indirekte Steuererhöhungen in Ordnung sind, um die aktuellen Rentenerhöhungen (aus steuerlichen Zuschüssen) umzusetzen?

Also kurz und knapp: Ja. Für jedes Jahr, wo man nicht in die Rentenversicherung einzahlt, zukünftig 2% an Sozialleistungen gestrichen bekommen würde, wäre für mich in Ordnung. Du betreibst überzogene Schwarzmalerei, wie so oft bei diesen sozialen Diskussionen. In anderen Ländern, wo es keine staatlichen Versorgungssysteme in der hiesigen Form gibt, sind die Städte nicht voll(-er als hier) von Bettlern und Leichen derer, die es deiner Aussage nach "nicht geschafft haben".

Aber das Thema geht hier jetzt echt weit weg vom Arbeitsplatz und Gehaltsthread.
Dennoch muss für die jetzigen Arbeitnehmer eine Möglichkeit geschaffen werden, entweder ohne viel Maßregelung und Abgaben für's Alter vorzusorgen (ohne Beteiligung irgendwelcher Versicherungskonstrukte à la Riester) ODER aus dem Rentensystem aussteigen zu können.
 
Das würde gesellschaftlich dermaßen in die Hose gehen, auch wenn es individuell funktionieren kann.
Sehe ich genau so und es würde auch nicht funktionieren, sowohl praktisch als auch rechtlich höchst problematisch.
Die gesetzliche Rente langfristig auf die Grundsicherung zurückzufahren würde dagegen schon funktionieren. Man zahlt deutlich weniger ein und erhält im Alter dafür nur die Grundsicherung. Wer vorsorgte/seine Finanzen nicht offenlegen möchte bekommt einfach die durchschnittliche Grundsicherung gezahlt.
 
Es ist völlig lächerlich ganz Deutschland in ein Ghetto ala Escape from Manhattan zu reden wenn Sozialleistungen drastisch gekürzt würden. Aber diese Diskussion mit Mustis ist einfach sinnlos.

Essen, trinken, ein Dach über dem Kopf und medizinische Versorgung. Sonst würde es von mir gar nichts geben. Diese ganzen Immigrationsdiskussionen gehen völlig am Thema vorbei und suchen den falschen Sündenbock. Völlig unabhängig von der Herkunft gibt es Leute die beitragen und welche die nicht beitragen. Und da ist der einzige Unterschied. Rentner die beigetragen haben schließe ich in erstere Gruppe mit ein.
 
Ländern, wo es keine staatlichen Versorgungssysteme in der hiesigen Form gibt, sind die Städte nicht voll(-er als hier) von Bettlern und Leichen derer, die es deiner Aussage nach "nicht geschafft haben".
Besuche eine beliebige Grossstadt in den Usa
Und die haben ja noch sowas wien soziales netz. Du sprichst ja davon, dass es dann durchaus menschen gibt, die wirklich gar nichts bekommen.

Das ist keine schwarzmalerei. Die ganze idee solcher sozialleistung basiert darauf…

@gurkengräber drastische kürzungen? Es wurde ein system skizziert, dass dazu führt, dass Menschen gar kein soziales auffangnetz mehr haben. Wenn jemand „schlaues“ den vorgeschlagenen wisch mit 18 unterzeichnet steht er mit 68 mit sprichwörtlich 0 da. Nicht das man mit 58 bei 10% weit käme…
 
Sehe ich genau so und es würde auch nicht funktionieren, sowohl praktisch als auch rechtlich höchst problematisch.
Die gesetzliche Rente langfristig auf die Grundsicherung zurückzufahren würde dagegen schon funktionieren. Man zahlt deutlich weniger ein und erhält im Alter dafür nur die Grundsicherung. Wer vorsorgte/seine Finanzen nicht offenlegen möchte bekommt einfach die durchschnittliche Grundsicherung gezahlt.
D.h. ich als Arbeitnehmer soll (wenn auch niedrigere) Beiträge bezahlen und im Alter nur Anspruch auf Sozialleistungsniveau haben.
Und der (unberechtigte, nicht die wirklich tragisch unverschuldeten Fälle!) Bürgergeldempfänger, welcher nie einen Cent in seinem Leben einbezahlt hat, soll im Alter dieselben Ansprüche haben?

Schwierig....Sehr schwierig mir so etwas zu verkaufen.
 
Wenn jemand „schlaues“ den vorgeschlagenen wisch mit 18 unterzeichnet steht er mit 68 mit sprichwörtlich 0 da. Nicht das man mit 58 bei 10% weit käme…
Genau so.

Wer mit 18 den Wisch unterschreibt, aber schon plant, sein Leben lang nichts zu tun, hat Alter eben keinen Anspruch.
Wer den Wisch mit 18 unterschreibt und mit 48 arbeitsunfähig wird, muss dann eben mit 60% Abzügen an Ansprüchen der Sozialhilfe im Alter rechnen, aber hatte dafür auch von 18-48 18,6% mehr vom Brutto in der Tasche.
Wer den Wisch mit 18 unterschreibt und mit 68 in Rente geht, hat null Anspruch auf Sozialleistungen, dafür aber 50 Jahre lang 18,6% mehr vom Brutto in der Tasche.

Kurz hochgerechnet für dich für das letzte Beispiel:
18,6% machen bei 50k Jahresbrutto 232.500€ in 50 Jahren aus. Das angelegt in einem ETF würde am Ende bspw. eine Summe von 2 Millionen Euro im Depot abbilden, wenn man vom MSCI World ausgeht.
 
@Gurkengräber
Siehst du, darauf bezog ich mich. Und ich bin nicht so gutgläubig, wie das Rechenbeispiel von Gen8 Runner. Wäre der Mensch als solches entsprechend Vernunft begabt, dann hätten wir nie Renten gehabt oder derartige Sozialsystem. Denn sie wären niemals nötig gewesen...

PS: Vll nochmal nachlesen, warum der gute Otto in Deutschland beispielsweise die Rente eingeführt hat. Spoiler: Aus moralisch ethischen Gründen hat er nicht gehandelt.

PPS: Und Gen8 Runner willst du deine Rechnung nicht nochmal prüfen? Denn so? Du ich weiß nicht digga.... Ich weiß ja, was du dir gedacht hast, aber so wies steht... Und genau genommen entspricht das auch ner 9,3% Lohnkürzung wen man das so gestaltet.
 
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PS: Vll nochmal nachlesen, warum der gute Otto in Deutschland beispielsweise die Rente eingeführt hat. Spoiler: Aus moralisch ethischen Gründen hat er nicht gehandelt.
Dein Problem ist, dass du in der Geschichte festhängst und dir nur die guten Punkte raussuchst.

Wie groß war die Abgabenlast damals insgesamt? Gab es damals Sozialhilfe in Form von Hartz4 oder Bürgergeld? Gab es damals eine Krankenversicherung, wo auch Millionen von Leuten mitversichert waren, welche nie einen einzigen Cent einbezahlt haben? Wie hoch war die Lebenserwartung?

Die ganzen Zahlen und Verhältnismäßigkeiten haben sich komplett verschoben über die Jahrzehnte, seit deinem Otto. Und die Politik hat dasselbe Problem wie du, sie leben in der Vergangenheit und halten sturr dran fest, auch wenn es vollkommen gegen sie läuft. 50% Abgaben vom Arbeitnehmer nur auf den Bruttolohn sind einfach abgedroschen. Das restliche Viertel geht dann an der Supermarktkasse und Tankstelle für Steuern und Abgaben drauf.

Und jetzt fang bitte nicht damit an, dass man für die 50% Abgaben ja auch eine exzellente Krankenversicherung genießen und im Ruhestand eine gute Rente hätte und die dafür drauf gehen würden.

Edit:
Nein, meine Rechnung muss ich nicht nochmal auf die 9,3% hin überprüfen. Dein nächster Denkfehler.
Die Sozialabgaben, wo einem als Arbeitnehmer immer so schön verkauft wird, dass man einen Arbeitgeberanteil und einen Arbeitnehmeranteil hätte, kannst du dir in die Haare schmieren. Der Arbeitgeber schenkt dir nichts. Wenn du ihm nicht die vollen 18,6% wert wärst, also mindestens dein eigenes Gehalt (inkl. ALLER Sozialabgaben, also AN und AG Anteil) wert wärst + Gewinn, wäre dein Posten bereits jetzt gestrichen.
Aber wenn es schon an den Basics der Überlegungen scheitert, brauchen wir den Thread damit auch nicht weiter zumüllen.

Und nein, ich bin nicht dein "digga".
 
Zuletzt bearbeitet:
D.h. ich als Arbeitnehmer soll (wenn auch niedrigere) Beiträge bezahlen und im Alter nur Anspruch auf Sozialleistungsniveau haben.
Und der (unberechtigte, nicht die wirklich tragisch unverschuldeten Fälle!) Bürgergeldempfänger, welcher nie einen Cent in seinem Leben einbezahlt hat, soll im Alter dieselben Ansprüche haben?

Schwierig....Sehr schwierig mir so etwas zu verkaufen.

Wäre es leichter, wenn du die Summe der Sozialhilfe jetzt auch direkt bekommst?

Es ist völlig lächerlich ganz Deutschland in ein Ghetto ala Escape from Manhattan zu reden wenn Sozialleistungen drastisch gekürzt würden.

Was meinst du denn, würde passieren? Ohne Einkommen keine Wohnung und kein Essen, was meinst du, was die Menschen dann machen?

Diese ganzen (...)diskussionen gehen völlig am Thema vorbei und suchen den falschen Sündenbock. Völlig unabhängig von der Herkunft gibt es Leute die beitragen und welche die nicht beitragen.

Stimmt, ich würde da auch erst mal bei Menschen ansetzen, die nichts beitragen. Superreiche fallen mir da spontan ein. Beitragsbemessungsgrenze fällt mir ein. Bürgerversicherung ist auch ein nicht uninteressantes Stichwort.
 
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