[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ich denke, das richtet sich immer nach Branche, Firma, Hierarchie, Vorgesetzten, Tätigkeit usw., also vollkommen individuell, zumindest ist das meine Erfahrung, nach knapp 20 Jahren Beruf. Da ich aber keine Statistik geführt habe, kann ich mich nur auf mein Bauchgefühl und persönliche Berichte stützen :angel:

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass es einfach viel mit der Firmenkultur zu tun hat. In meiner alten Bude haben die hohen Herren irgendwann gemerkt "Mist, wir haben keine Frauen in Führungspositionen, da müssen wir etwas machen." - da ging es dann natürlich primär um die Außenwirkung. Also wieder einmal blinder Aktionismus: innerhalb von ca. zwei Jahren wurden mehre Posten neu besetzt. Fachlich waren die Frauen top, kann ich nicht anders sagen. Zwischenmenschlichkeit bzw. EQ hat komplett gefehlt bei Zweien. In dem einen Team in meiner alten Abteilung haben innerhalb von einem Jahr 50% der Leute gekündigt, in der anderen Abteilung wurden manche einfach versetzt oder haben auch gekündigt - da weiß ich aber die genauen Zahlen nicht. Dabei ging es primär um Leute, die einfach ihre fachliche Meinung gesagt haben in Routinen.

Mir ist das Geschlecht persönlich egal. Es sollen alle ihre Chance bekommen - aber dann bitte Leute, die auch für diese Positionen geeignet sind bzw. vorher einen Lehrgang/Qualifikation machen.
 
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Wobei deine alte Bude auch nicht wirklich Referenz ist oder? 😬
 
Ich hoffe nicht :LOL: Aber für einen großen Konzern ist sowas schon sehr peinlich.
 
Mir ist das Geschlecht persönlich egal. Es sollen alle ihre Chance bekommen - aber dann bitte Leute, die auch für diese Positionen geeignet sind bzw. vorher einen Lehrgang/Qualifikation machen.
Exakt so sehe ich das auch. Die Quote sorgt jedenfalls nicht dafür, da sie nicht für ein grundsätzliches Umdenken sorgt. Dieses Thema wird sich zukünftig eher durch das altern und ausscheiden der Personen regulieren.

BTW:
Die Kündigung beim neuen AG folgt wohl bald. Wenn alles gut läuft, bin ich dann auch im ÖD tätig.
 
Das kann man jetzt in mehrere Richtungen interpretieren aber mein Eindruck ist eher, dass sich Frauen viel mehr anstrengen müssen im Beruf weil sie mehr Angst haben müssen davor Fehler zu machen als Männer.
Da ist aber ein Denkfehler drin. Die Angst keine Fehler zu machen führt ja eher zu einem defensiven Verhalten. Sprich: Im Zweifel nachgeben, lieber mal Dinge doppelt checken (und deshalb länger brauchen) als Mut zur Lücke, nicht mit anderen anecken, es sich mit keinem verscherzen.
Und genau das führt im Schnitt zu weniger Erfolg. Bei uns in der Firma ist das sogar explizit gewünscht (lieber schnell sein, zeitnah / hochfrequent Ergebnisse liefern und Fehler im Nachgang korrigieren als ein perfektes Ergebis liefern und ewig brauchen).

Steile These, mir würde nicht in den Sinn kommen mich über einen männlichen Erzieher lustig zu machen, wieso findest du diesen Beruf lächerlich als Mann?
Zeig mal (auch außerhalb deiner Großstadt) 100 16 jährigen Jungs 4 Karten (einen Bauarbeiter, einen Polizisten, einen Bankkaufmann oder einen Erzieher) und frag dann womit sie sich am ehesten identifizieren können.

Mag an meiner Großstadtbubble liegen aber in meinem Umfeld ist es völlig normal dass beide Arbeiten gehen. Kenne auch einige Beispiele wo die Frau den Hauptanteil reinschafft. Vlt. ist das auch einfach nur dein Anspruch an dich selber?
Mag sein, dass das dran liegt, dass ich auf dem Land lebe und die Blasen hier was anders sind, aber ich kenne nicht ein Paar persönlich bei dem die Frau nach meinem Wissensstand bzw. erkennbar mehr verdient als der Mann.
Ich kenne nicht einen Mann (aber sicher ein Dutzend Frauen), der halbtags arbeitet während die Frau Vollzeit macht.
Mit fällt spontan auch keiner ein, der mehr als die 2 Monate Alibi-Elternzeit gemacht hat.
Wenn ich mein Kind zur Schule bringe oder da abhole (was ich mache weils aus dem Homeoffice trotzde Vollzeit geht), dann sehe ich da zu mindestens 80 % Frauen.
Wer von uns jetzt in der Blase lebt (tut vermutlich jeder) bzw. wessen Blase repräsentativer ist kann ich dir nicht sagen.
Ich vermute aber, dass es meine ist weil es überhaupt keine Diskussionen um die Themen mehr geben würde wenn dein Eindruck der Gesamtsituation entsprechen würde.

Wenn beide Arbeiten gehen, natürlich. Warum auch nicht? Das Leben ist allgemein anstrengender und stressiger geworden, in Schlussfolgerung natürlich auch für uns Männer. Wenn mir das zu viel werden würde, könnte ich ja Stunden reduzieren da meine Frau auch arbeitet und ich nicht alle Kosten alleine decken muss.
Ich denke nicht, dass das Leben an sich per se anstrengender als früher ist, die Ansprüche was man sein und haben will sind nur viel zu stark gestiegen.
Da kann man sich jetzt beschweren, dass früher alles besser war, aber das ist totaler Mumpitz.
Wenn du nach dem Wohlstandsniveau von 1970 leben kannst und möchtest (also keine 2 Autos, 80m² für 5 Personen statt 150m² für 3 Personen, nur Sonntags Braten und die Woche über jeden Tag Kartoffeln mit was Gemüse, ARD oder gar kein TV statt 5 Streaming-Abos, 10 Hosen pro Größe auf 3 Kinder durchvererbt statt 20 Hosen je Kind neu gekauft), dann kommst du in der heutigen Zeit vermutlich sogar mit viel weniger Anstrengung durchs Leben als früher.
Der Streß kommt daher, dass jeder alles haben will, jeder ein Auto, jeder jedes Jahr ein neues Handy für 1000 Euro, jeden möglichen Klimbim, 2x jährlich in Urlaub fahren (natürlich Südsee statt Nordsee).
Das summiert sich und dann reicht der Lohn von 40h Arbeit (was 1970 nichtmal "Vollzeit" gewesen sein dürfte) für ne Familie halt nicht mehr aus.
Und dann erst kommt der eigentliche Streß (zumindest wenn man Kinder hat).
 
Mag sein, dass das dran liegt, dass ich auf dem Land lebe und die Blasen hier was anders sind, aber ich kenne nicht ein Paar persönlich bei dem die Frau nach meinem Wissensstand bzw. erkennbar mehr verdient als der Mann.

Liegt immer am eigenen Umfeld. Ich kenne gleich 5 Paare, wo es genau umgekehrt ist, die Frau also deutlich mehr verdient und bei mir ist es genauso. Wir sind auch tiefstes "Land", aber halt Osten, wo die Frauen scheinbar etwas mehr wert auf die finanzielle Eigenständigkeit setzen.
(Das liegt btw. nicht daran, dass wir alle nix verdienen, ich spreche hier von Meistern und Ingenieuren, aber unsere Frauen sind idR alle mit noch höheren Uni Abschlüssen ausgestattet.. :fresse:)
 
Die ganze Geschichte rund um Gleichberechtigung und Gender-Pay-Gap krankt an so vielen Stellen. Gleichberechtigung bedeutet: Gleiche Rechte, gleiche Chancen, gleiche Pflichten. Ein Kern des ganzen ist eben die freie persönliche Entfaltung. Wer Erzieher:in werden möchte, soll das gerne tun können. Ebenso mit jedem beliebigen anderen Beruf. Hürden bezüglich Herkunft, Sprache etc. sollten abgebaut werden.
Dennoch: Wer als Frau 12 Semester Gender-Studies hinter sich hat und sein Geld damit verdient Artikel zu schreiben in denen "zu wenig Ingenieurinnen" angeprangert werden, oder komplett arbeitslos bleibt sollte sich fragen ob diese Entscheidung angesichts "Angebot und Nachfrage" sinnvoll ist und ob man nicht selbst der Wechsel sein könnte, den man von anderen fordert.
Man muss immer mit den Konsequenzen seiner eigenen Entscheidungen leben.
Das bedeutet auch: Wer alleine nicht weiter kommt muss sich ggf. zum Betriebsrat zusammenschließen oder einer Gewerkschaft anschließen.

Ich würde auch erwarten, dass die geschlechtliche Zusammenstellung der Führungkräfte der des Unternehmens entspricht. Im Gesundheitsbereich sieht man oft, wie genau das nicht funktioniert: Auf der "Arbeitsebene" weiblich, Führungskräfte rein Männlich - bei einem Unternehmen, dass relativ männlich geprägt ist, wäre ein auch eine 1:1-Verteilung in der Führungsriege etwas seltsam - aber auch nicht unmöglich.
Wahrscheinlich müssen wir alle erstmal neu lernen zusammenzuarbeiten wenn der Corona-Mist vorbei ist.
 
Mal ganz überspitzt gefragt: gilt das Thema Gleichberechtigung bzw. gleiche Quote von Frauen und Männern eigentlich auch für Bereiche wie Abfallentsorgung/Müllabfuhr, Bundeswehr usw. Oder gilt das nur für sogenannte "White Collar Jobs"?

Ich will nicht die Diskussion torpedieren oder ins Lächerliche ziehen, mich interessieren einfach mal Sichtweisen dazu.
 
Also soweit ich es mitbekommen habe, gilt es grundsätzlich für alle Bereiche, ob sich aber jemand darauf bewirbt ist wiederum ein anderes Thema....

Besser finde ich ja auch, dass Menschen mit Behinderungen und Frauen gleichgestellt sind.... Das klingt für mich jetzt nicht positiv....

Ich bin grundsätzlich für Qualifikationen, alles andere sollte nicht gelten.
 
Mal ganz überspitzt gefragt: gilt das Thema Gleichberechtigung bzw. gleiche Quote von Frauen und Männern eigentlich auch für Bereiche wie Abfallentsorgung/Müllabfuhr, Bundeswehr usw.
Nein, der Sinn des ganzes ist, dass man diese Quoten für Stellen hat die schwierig zu erreichen sind. Also Stellen bei denen ein Standesklüngel herrscht.
Bei den unteren Stufen ist es ja relativ einfach, Gleichbehandlungsgrundsatz und wenn eine Frau dann nicht genommen wird weil sie eine Frau ist, ist das relativ
leicht anfechtbar. Beim internen Aufstieg unter Umständen nicht. Das Beispiel Bundeswehr ist gut, denn wenn man ans Militär denkt gab es diesen Fall
ja auch schon in ferner Vergangenheit als auch Männer bürgerlicher Herkunft Offiziere werden dürften. Hat nicht so wirklich geklappt weil
die Herren vom Adel trotz rechtlicher Möglichkeit verhindert haben, dass Bürgerliche in nennenswerter Zahl Offiziere wurden.
Jetzt hat sich halt irgendwann im Laufe der Zeit gezeigt, dass man massive Nachteile hat wenn man auf diesen Pool von geeigneten Menschen nicht zurück greift
und dadurch hat man Zeit verloren.
Und genau das wäre die Alternative zum jetzigen Kurs in dem wir Frauen aktiv in Führungspositionen bringen.

Persönlich finde ich diese 50% Quoten quatsch, aber die Zahl muss so sein, dass Frauen nicht massiv unterrepräsentiert sind.
 
Bei den unteren Stufen ist es ja relativ einfach, Gleichbehandlungsgrundsatz und wenn eine Frau dann nicht genommen wird weil sie eine Frau ist, ist das relativ
leicht anfechtbar.
Das halte ich fuer ein Geruecht.
Eine Frau, welche grad im Besten Alter ist Kinder zu bekommen wird bei der Bewerbung diskriminiert.
Und da kann man gar nichts groß anfechten.
 
Zeig mal (auch außerhalb deiner Großstadt) 100 16 jährigen Jungs 4 Karten (einen Bauarbeiter, einen Polizisten, einen Bankkaufmann oder einen Erzieher) und frag dann womit sie sich am ehesten identifizieren können.
Noch besser:
Zeig diese Karten 100 Frauen ab etwa 25 Jahren und frag sie, wen sie sich als potenziellen Partner vorstellen könnten.
 
In kleinen und mittleren Unternehmen ist das garantiert so, aber bei Konzernen würde sowas auffallen.
Und Frauenquoten betreffen auch keine kleinen Unternehmen.
Aus 11-jähriger Erfahrung in einem großen Konzern kann ich dir sagen: auch in Konzernen ist das mitunter so. Die finale Entscheidung jemanden einzustellen lag bei uns in der Abteilung in der Regel beim Abteilungsleiter. Nachdem dann in einem Jahr 3 Frauen aus seiner Abteilung schwanger wurden bzw. in Mutterschutz/Elternzeit gingen, hat er keine Frauen mehr im "besten Alter" eingestellt. Qualifikation egal.
 
Wie hier schon erwähnt wurde, geht es bei der Quote doch hauptsächlich um Top Positionen also z.B. Quote im Vorstand von Dax Unternehmen. Um die Sachbearbeiterpositionen oder unteres Management geht's hier ja gar nicht. Wer sich einredet, dass Frauen bei der Beförderung/Einstellung niemals diskriminiert werden und es nur immer dran liegt, dass sie einfach zu wenig leisten oder sich zu wenig trauen und deswegen zu wenig leisten: Genau das ist der Grund warum die Quote kommen wird.
Beispiele wurden hier ja schon genannt, z.b. Frauen im Alter wo sie tendenziell noch Schwanger werden oder dass gerade in den Vorstandsrunden gerne unter seinesgleichen hochbefördert wird.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Noch besser:
Zeig diese Karten 100 Frauen ab etwa 25 Jahren und frag sie, wen sie sich als potenziellen Partner vorstellen könnten.
Und woran könnte das wohl liegen? :rolleyes2: Diese Runde hier ist übrigens Teil des Problems. Ein Haufen Männer(mich eingeschlossen) versucht zu erklären warum die Frauen keine Karriere machen :fresse:
 
Zuletzt bearbeitet:
Und woran könnte das wohl liegen? :rolleyes2: Diese Runde hier ist übrigens Teil des Problems. Ein Haufen Männer(mich eingeschlossen) versucht zu erklären warum die Frauen keine Karriere machen :fresse:

Und davon sogar noch der kleine Teil, der - wenn man die gleichen Vorurteile anwendet - total unsozial den ganzen Tag vorm Rechner hockt und Schnappatmung bekommt, sobald er mit mehr als zwei Leuten (oder gar einer Frau...) gleichzeitig reden muss.
 
Warum Frauen keine Karriere machen?

Konkret: Warum 90% der Frauen keine Karriere machen möchte? Weil es geileres im Leben gibt als den Großteil seines Lebens unter der Woche auf der Arbeit/im Büro zu verbringen. Wer macht lieber SAP Process Management Calls als mit dem Kleinen auf den Spielplatz zu gehen?
 
Und davon sogar noch der kleine Teil, der - wenn man die gleichen Vorurteile anwendet - total unsozial den ganzen Tag vorm Rechner hockt und Schnappatmung bekommt, sobald er mit mehr als zwei Leuten (oder gar einer Frau...) gleichzeitig reden muss.

Achso, dürfen wir also nicht mal mehr diskutieren. Na, dann lassen wir es halt.
 
Ein Bekannter von mir ist Professor in Philosophie im Bereich Medizinethik, Neuroethik, etc. Er sagte mir dass aufgrund der Verordnungen "von oben" mehr Frauen einzustellen nun Männer diskriminiert werden. Wenn 5 Männer und 1 Frau sich um eine Stelle als Juniorprofessor bewerben wird inzwischen die Frau bevorzugt, selbst wenn ihre Qualifikation für die Stelle deutlich unter der eines Mitbewerbers liegt. Er findet das natürlich auch nicht fair, aber er kann das nicht alleine entscheiden.
 
Warum Frauen keine Karriere machen?

Konkret: Warum 90% der Frauen keine Karriere machen möchte? Weil es geileres im Leben gibt als den Großteil seines Lebens unter der Woche auf der Arbeit/im Büro zu verbringen. Wer macht lieber SAP Process Management Calls als mit dem Kleinen auf den Spielplatz zu gehen?
Das macht auch nicht ewig Spaß... glaub mir oder frag mal die Frauen auf dem Spielplatz...
 
Er sagte mir dass aufgrund der Verordnungen "von oben" mehr Frauen einzustellen nun Männer diskriminiert werden. Wenn 5 Männer und 1 Frau sich um eine Stelle als Juniorprofessor bewerben wird inzwischen die Frau bevorzugt, selbst wenn ihre Qualifikation für die Stelle deutlich unter der eines Mitbewerbers liegt.
das habe ich schon vor 15 jahren etwa mitbekommen.
war im ausschuss der studentenvertreter für eine neue professur.
alle bewerbungen wurden gesichtet... männer die ausgeschlossen wurden, zack weg.
bei weiblichen bewerbungen musste ausführlicher geprüft und in jedem fall schriftlich begründet werden, inkl. absegnung durch die gleichstellungsbeauftragte.
 
Kommt ganz auf den Menschen an, die einen gehen Leidenschaftlich gerne zur Arbeit, die anderen weil sie es "müssen".

Ich kenne Selbsständige, hohe Tiere....ich möchte mit keinem von denen Tauschen...die Gehälter sind da eher Schmerzensgeld, was sie mangels Zeit eh nicht ausgeben können.

Ich glaube auch nicht, dass die ganzen Gutverdiener hier mit 70.000euro aufwärts nach 7-8 Std einfach so mal den Bleistift fallen lassen...da steckt mit Sicherheit mehr dahinter, aber im Internet kann man ja immer alles schönreden....
 
Zusammengefasst kann man sagen dass man das hohe Gehalt bekommt weil man sich aufgrund des Jobs über so viele Sachen Gedanken machen muss, dass man sich nicht auch noch Gedanken über den Verdienst machen soll.
 
Ich glaube auch nicht, dass die ganzen Gutverdiener hier mit 70.000euro aufwärts nach 7-8 Std einfach so mal den Bleistift fallen lassen...da steckt mit Sicherheit mehr dahinter, aber im Internet kann man ja immer alles schönreden...
Ich würde die 70k hier nicht immer als feste Hausnummer hinstellen, das ist doch stark branchenspezifisch.
 
Kommt ganz auf den Menschen an, die einen gehen Leidenschaftlich gerne zur Arbeit, die anderen weil sie es "müssen".

Ich kenne Selbsständige, hohe Tiere....ich möchte mit keinem von denen Tauschen...die Gehälter sind da eher Schmerzensgeld, was sie mangels Zeit eh nicht ausgeben können.

Ich glaube auch nicht, dass die ganzen Gutverdiener hier mit 70.000euro aufwärts nach 7-8 Std einfach so mal den Bleistift fallen lassen...da steckt mit Sicherheit mehr dahinter, aber im Internet kann man ja immer alles schönreden....
Doch doch, nach 8h ist ziemlich schnell Schicht im Schacht. Und dann nehme ich auch nichts mit nach Hause.

Ich hatte zu Beginn mit 50k genauso 40h wie jetzt mit 85k. Wenn man mehr arbeitet als der Vertrag es vorgibt liegt es nicht am Gehalt, sondern an der Person.
 
Warum Frauen keine Karriere machen?

Konkret: Warum 90% der Frauen keine Karriere machen möchte? Weil es geileres im Leben gibt als den Großteil seines Lebens unter der Woche auf der Arbeit/im Büro zu verbringen. Wer macht lieber SAP Process Management Calls als mit dem Kleinen auf den Spielplatz zu gehen?
Meine Frau und ich machen beides sehr gerne, aber halt nicht ausschließlich. Meine Frau spielt früh morgens mit ihr und bringt sie dann zur Kita und ich hol sie um 15:30 ab und dann verbringe ich Zeit mit ihr. Als ob das eine das andere ausschließt. Ich finde es auch total legitim wenn eine Frau oder ein Mann sagt ich will lieber zuhause bleiben und mich 100% um's Kind kümmern. Whatever floats your boat.
Achso, dürfen wir also nicht mal mehr diskutieren. Na, dann lassen wir es halt.
:rolleyes2: War ja exakt das was ich gesagt habe.
Zusammengefasst kann man sagen dass man das hohe Gehalt bekommt weil man sich aufgrund des Jobs über so viele Sachen Gedanken machen muss, dass man sich nicht auch noch Gedanken über den Verdienst machen soll.
Ich erwähne es gerne nochmal, in meinem aktuellen Job in dem ich ca. 4x so viel verdiene wie in meinem ersten Job hab ich wesentlich weniger (negativen) Stress bzw. schlechte Gefühle/Assoziationen in meiner Freizeit als bei dem Anderen. Das Gehalt hat absolut null damit zu tun wie gut oder schlecht die Work Life Balance ist. Was natürlich auch passieren kann ist, dass man zu schnell befördert wird (oder sich auf einen Job bewirbt den man eigentlich nicht kann) und man dann hoffnungslos überfordert ist. Das endet dann ungut.
 
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