[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Ich fasse zusammen: alle im Luxx hatten es sehr schwer in der Ausbildung und wurden nur ausgebeutet.

Evtl ist das sogar der Grundstein warum hier soviele so sau gut verdienen? Weil da sind wir uns auch wieder einig :)
 
Ich fasse zusammen: alle im Luxx hatten es sehr schwer in der Ausbildung und wurden nur ausgebeutet.

Evtl ist das sogar der Grundstein warum hier soviele so sau gut verdienen? Weil da sind wir uns auch wieder einig :)
Bin da wohl die Ausnahme. Hatte ne super Ausbildung als Industriemechaniker.
 
Ich habe damals im Studium für Mindestlohn an der Kasse gejobbt. Die Azubis im Betrieb haben 1/3 (literally!) von mir verdient. Für die gilt das MiLoG ja nicht. Um weiter Geld zu sparen, durften die Azubis auch Schichtleitung machen und den Einkauf. Damit wurde ich verschont, damit sie mir nicht mehr Lohn zahlen müssen. :ROFLMAO:
 
Wohlstand ist nicht für jeden möglich.

Definiere Wohlstand. Oder den Blickwinkel darauf. Weltweit gesehen lebt jeder Deutsche in schon fast unermesslichem Wohlstand. Guckst du dann rauf auf den Bruchteil an Menschen, die noch reicher sind, kommt es dir fast wie Armut vor, aber nach der Maxime kannst du schlecht gehen, weil dann lebt niemand in Wohlstand.
 
Sorry, aber das ist doch Quatsch! Eine Ausbildung mache ich nicht um in dieser Geld zu verdienen sondern um den Grundstein für eine Zukunft zu legen. Häufig sind die Bewerber einfach zu verweichlicht.
Das heißt ja nicht, dass auch das passiert.
Ich hatte selbst das "Vergnügen" 3 Monate in so ner Bude zu arbeiten.
470 Euro (als Fisi 2002, 20 Tage Urlaub).
Der Chef (und laut Plan Ausbilder) hatte ein wenig Plan von der IT (wenn man mal davon absieht, dass er mit Prozentrechnung überfordert war), hat aber nen frisch umgeschulten Kegelkumpel zum "Ausbilder" abgestellt.
3 Azubis, 2 Praktikanten und ein frisch umgeschulter "Ausbilder". Wenn einer der Praktis nicht ein bissel drauf gehabt hätte, hätte ich da in den 3 Monaten absolut gar nichts gelernt.
Das ganze an ner langen selbstgebauten Werkbank als "Arbeitsplatz" mit ganatiert nicht ergonomischen Stühlen.
Im 2. Monat wurde ich dann alleine zu nem Neukunden geschickt (mal ehrlich, wer macht sowas als GF?) um die IT-Infrastruktur da aufzunehmen und hab da mit der Anleitung vom Chef direkt mal für nen Totalausfall des Netzwerkes gesorgt. 😆
Und die Arbeit: Ein paar Pakete im Berufsverkehr zu UPS gefahren (um die paar Euro für die Abholung zu sparen), ein paar Rechner zusammengeschraubt, ein paar Botenfahrten, ne Woche an nen Elektriker ausgeliehen um Kabel zu verlegen.
Und ansonsten Langeweile und im Internet surfen aka Selbststudium.
 
Bald ist ein Monat in meiner neuen Firma rum, ich kann wirklich nur Positives berichten und bin sehr zufrieden. Leider geht es ab morgen wieder ins "Home Office", allerdings mit Laptop und großem externen Monitor - nicht wie letztes Jahr bei der alten Firma mit Desktop-Rechner und LAN-Kabel durch die ganze Wohnung :LOL:
 
Sorry, aber das ist doch Quatsch! Eine Ausbildung mache ich nicht um in dieser Geld zu verdienen sondern um den Grundstein für eine Zukunft zu legen. Häufig sind die Bewerber einfach zu verweichlicht.
Ja aber echt hey! Warum wird die überhaupt bezahlt? Die Azubis müssten die Betriebe bezahlen! Die bringen denen doch etwas bei und müssen auch noch Materialien stellen und die Ausbilder beschäftigen!


Meine Fresse, ich hoffe inständig, dass du in der Situation warst, quasi keinen Penny Ausbildungsvergütung bekommen hast und irgendwie zusehen musstest, dass du n Dach überm Kopf hast, was aufn Teller und n paar Klamotten an den Leib bekommst...

edit: https://netzpolitik.org/2021/liefer...rinnen/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

nicht, dass ich je wirklich darüber nachgedacht hab, da zu bestellen. Aber wer mit den Methoden rangeht, gehört verknackt.
 
Bald ist ein Monat in meiner neuen Firma rum, ich kann wirklich nur Positives berichten und bin sehr zufrieden. Leider geht es ab morgen wieder ins "Home Office", allerdings mit Laptop und großem externen Monitor - nicht wie letztes Jahr bei der alten Firma mit Desktop-Rechner und LAN-Kabel durch die ganze Wohnung :LOL:
Schön zu lesen das dir der Wechsel so gut gefallen hat, das macht Mut den Schritt irgendwann selber zu gehen!

"Leider" hab ich was Entgelt und Wochenstunden (IgMetall :hail:) angeht das Non-Plus Ultra in unserer Region.
Wenn jetzt auch noch die Arbeit wieder Spaß machen würde :fresse:
Immerhin sind die Kollegen nett.
 
Aus persönlicher Erfahrung würde ich sagen: Geld ist auf Dauer kein Motivator.

Was bringt dir viel Kohle wenn die Kollegen nicht zu gebrauchen sind, du keine/kaum Freizeit hast und die Gesundheit leidet. Klar geht man wegen der Kohle arbeiten, aber es kommen halt noch andere Faktoren hinzu - habe ich wie schon mal erwähnt ja auch zu lange nicht beachtet.
 
Aus persönlicher Erfahrung würde ich sagen: Geld ist auf Dauer kein Motivator.
Natürlich ist Geld kein ausschließlicher Motivator. Wenn du 100k+ verdienst, werden irgendwann andere Dinge wichtiger. Wenn du aber 30k verdienst, merkst du halt jede Gehaltserhöhung noch in der Lebensqualität und Geld ist noch sehr wichtig. Man darf sich hier nichts vormachen und so tun als wäre Geld egal. Das Gesamtpaket muss halt stimmen und da gehört Kohle definitiv auch dazu. Wenn der Job gar kein Spaß macht ist es aber auch schwierig hohe Gehälter zu erreichen weil wenn man überhaupt kein Bock hat ist man i.d.R. auch nicht gut darin (oder wird nicht mehr besser).
 
Einmal ein kurzes Update von mir.
Der ein oder andere wird sich vielleicht erinnern, dass ich mich vor ein paar Monaten auf den "Chefposten" meiner Stelle beworben habe, die Stelle aber nicht bekommen habe. Mittlerweile bin ich ehrlich gesagt auch ganz froh darüber, denn ich habe inzwischen mitbekommen, dass es bei der Stelle von Management dann gar nicht mehr gewünscht ist, dass man noch als Techniker mitarbeitet. Und das, obwohl es eigentlich eine Senior Engineer Stelle ist, wo ich mir das schon noch erwarten würde. Und ich bin dann doch eher einer, der lieber auf der Techniker-Seite ist.

Dafür hab ich mich intern auf eine Stelle in einem anderen Bereich beworben.
Die letzten Monate ist es in meiner Abteilung nämlich oft sehr ruhig und man merkt, dass die Lösungen, die mein Hauptaufgabengebiet sind (reine Storage-Systeme), nach und nach verdrängt werden. Und zum Teil habe ich meine Arbeit auch automatisiert, sodass es für mich ruhiger wird. Ich könnte jetzt noch ein paar Jahre eine ruhige Kugel schieben und es mir gut gehen lassen, dafür bin ich aber noch zu jung und motiviert. Und irgendwann würde man sicher auch merken, dass ich nicht mehr viel zu tun habe und mich evtl. in einen anderen Bereich stecken, der mir gar nicht zusagt. Und da ein Kollege im Cloud-Team vor kurzem abgeworben wurde und die Stelle frei wurde, möchte ich diese einnehmen.
Ob es gehaltsmäßig viel ausmacht, weiß ich noch nicht, aber das Aufgabengebiet ist sehr spannend und ich möchte es zumindest einmal versuchen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es dann noch mehr Stunden und Wochenendarbeiten werden, aber das muss man sich dann einmal anschauen. Mein Personalchef ist inzwischen aber eigentlich ziemlich dahinter, dass ich nicht für zu viele Wochenenden eingeteilt werde.
Und wenn ich in dem Bereich Erfahrung gesammelt habe, ist es für zukünftige Jobsuchen auch von Vorteil, denn ich merke, dass es kaum Firmen gibt, die wirklich reine Storage-Spezialisten suchen. Den Luxus, für den kleinen Bereich extra ein Team aufzubauen, können sich nur die wenigsten Firmen leisten.
 
Viel Erfolg

OT: Bei mir ist ziemlich die Luft raus, seit der kritischen Phase unseres großen Updateprojektes, zu der Zeit haben wir alle 3 über Monate hinweg teils über 12 Stunden täglich gearbeitet, sind wir absolut ausgelaugt, meinen beiden Kollegen geht es gleich. Montag Morgen fühlt sich an, wie jeder beliebige Tag unter der Woche, es stellen sich kaum Erfolge ein und jede Kleinigkeit ist mit exorbitant viel Energieaufwand verbunden.

Alle sind angespannt und leicht reizbar und die Aussicht, das bis Ende 2023 so weiter zu führen, erscheint uns fast nicht möglich. Zusätzlich hatte ich das Jahr so gut wie keinen erholsamen Urlaub und wenn ich mal eine Woche nicht anwesend bin, darf ich nachher so viel aufarbeiten, dass mir schlecht wird und ich es zu vermeiden versuche. Das Backlog erscheint schier unendlich und es kommen so gut wie keine positiven Rückmeldungen vom Vorgesetzen (was natürlich grundsätzlich auch an uns liegt / liegen kann)

Dann in den letzten Monaten diverse Entscheidungen, auch rund um HO etc., wäre ich mit der neuen Wohnung nicht finanziell wieder mehr gebunden, würde ich stark überlegen, einfach auf einen wesentlich schlechter bezahlten Job zu wechseln, nur um hier raus zu kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommt mir alles sehr bekannt vor.. Ich wünsche dir Kraft, Durchhaltevermögen und vielleicht auch den Mut oder Erfolg etwas anderes machen zu können!
 
Geld ist kein Motivator.
Das hat mein letzter Chef auch ständig vorgebetet. ;)
Mag sein, dass das bei anderen Leuten weniger der Fall ist, aber mich motiviert es ungemeint wenn ich im letzten Monatsdrittel auf Konto gucke und da jemand ne Schubkarre voll Geld abgekippt hat. :d
Und der Effekt verfliegt bei mir auch irgendwie nicht.
Frisches Obst oder ähnliche Dinge in der Firma sind AG-seitig idR. doch auch nichts anderes als ne Abwägung was die MA besser aufnehmen und länger im Kopf behalten, 50 Cent je Kopf je Tag fürs Obst oder 10 Euro pro Person mehr auf dem Konto.

So ein "xy hast du toll gemacht" vom Chef ist ja nice, aber im Endeffekt ist ne Lohnerhöhung ein noch viel ausdrucksvolleres "hast du gut gemacht". ;)
Wir können ja mal ne Umfrage unter den Krankepflegern hierzulande machen ob die 100 Euro mehr im Monat oder den Applaus der ganzen Nation bei jeder Corona-Welle bevorzugen würden.
 
Das hat mein letzter Chef auch ständig vorgebetet. ;)
Mag sein, dass das bei anderen Leuten weniger der Fall ist, aber mich motiviert es ungemeint wenn ich im letzten Monatsdrittel auf Konto gucke und da jemand ne Schubkarre voll Geld abgekippt hat. :d
Und der Effekt verfliegt bei mir auch irgendwie nicht.
Frisches Obst oder ähnliche Dinge in der Firma sind AG-seitig idR. doch auch nichts anderes als ne Abwägung was die MA besser aufnehmen und länger im Kopf behalten, 50 Cent je Kopf je Tag fürs Obst oder 10 Euro pro Person mehr auf dem Konto.

So ein "xy hast du toll gemacht" vom Chef ist ja nice, aber im Endeffekt ist ne Lohnerhöhung ein noch viel ausdrucksvolleres "hast du gut gemacht". ;)
Wir können ja mal ne Umfrage unter den Krankepflegern hierzulande machen ob die 100 Euro mehr im Monat oder den Applaus der ganzen Nation bei jeder Corona-Welle bevorzugen würden.

100%
 
Ab einer gewissen Schwelle hat Dave mit seiner Aussage recht.
Es gibt dazu auch irgend ne Tabelle.
Wenn ich's richtig im Kopf habe iwo bei ~75k herum? Ab da tut sich Motivationsmaeßig nichtmehr viel.

Dann lieber ein ehrliches Lob statt n paar Kroeten mehr aufs Konto.
 
Ab einer gewissen Schwelle hat Dave mit seiner Aussage recht.
Es gibt dazu auch irgend ne Tabelle.
Wenn ich's richtig im Kopf habe iwo bei ~75k herum? Ab da tut sich Motivationsmaeßig nichtmehr viel.

Dann lieber ein ehrliches Lob statt n paar Kroeten mehr aufs Konto.

Vom Lob kannst du dir aber in der richtigen Welt nichts kaufen... ;-)

P.S.: Waren nur so 60k/Jahr
 
Das mit den irgendwas und siebzig hab ich auch schon öfter gehört, das waren afaik aber Dollar.
Aber auch 60k (brutto) pro Jahr erreichen ja deutlich weniger als die Hälfte der Bevölkerung (egal ob man jetzt den Median oder das arithmetische Mittel nimmt).

Wenn ich nach Google gehe lande ich bei diversen Artikeln über intrinsische und extrinsische Motivation, die im Grunde durchweg sagen, dass Geld nicht motiviert.
Fühle ich aber irgendwie anders. ;)
Allerdings haben viele davon imho auch einen Denkfehler.
Natürlich motiviert eine einmalige Gehaltserhöhung nicht für 5 Jahre.
Es gibt halt die böse Inflation. Jedes Jahr ohne zumindest einen Inflationsausgleich ist im Grunde ja nichts anderes als eine defacto-Gehaltskürzung.
Motivieren kann imho also nur eine inflationsbereinigte Erhöhung kombiniert mit einem jährlichen Inflationsausgleich in Jahren in denen es keine Leistungsabhgänggen Anpassungen gibt.
 
Es gibt dazu auch irgend ne Tabelle.
Wenn ich's richtig im Kopf habe iwo bei ~75k herum?
......
Ja richtig die Studie meinte ab 75k netto und ist auch schon 10 Jahre alt.

Cash ist King :d

Guten Morgen und viel Spaß beim arbeiten :coffee2:
 
Definiere Wohlstand. Oder den Blickwinkel darauf. Weltweit gesehen lebt jeder Deutsche in schon fast unermesslichem Wohlstand. Guckst du dann rauf auf den Bruchteil an Menschen, die noch reicher sind, kommt es dir fast wie Armut vor, aber nach der Maxime kannst du schlecht gehen, weil dann lebt niemand in Wohlstand.
Wohlstand innerhalb Deutschlands. Wohlstand ist für mich: alle Fixkosten bezahlt und noch 4000 > übrig pro Monat.
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh