[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Die Frage ist aber auch, ob es noch so viel Spaß macht, wenn man das 40-50 Stunden pro Woche macht und damit sein Geld verdienen MUSS.
Ich hab mir auch vor ein paar Jahren überlegt, ob ich mein Fotografie-Hobby nicht zum Beruf machen soll, aber es ist ein erheblicher Unterschied, ob man das in seiner Freizeit nach Lust und Liebe macht oder ob man damit seine Kosten decken muss. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich, wenn ich es zum Beruf gemacht hätte, schnell die Freude daran verloren hätte.
 
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Ist das eine ernste Überlegung von dir, oder nur daher gesagt? Sofern du nicht der Chef bzw. selbstständig bist wirst du dort wohl deutlich weniger verdienen als in deinem aktuellen Beruf, oder nicht? Als Chef müsste man natürlich auch das Wissen haben die Dinge praktisch umzusetzen. Hast du dieses Handwerk gelernt? Ansonsten stelle ich mir einen solchen Wechsel suboptimal vor.
Ab und zu ernste Überlegung, aber nicht weil mir der Job keinen Spaß machen würde. Ich gehe gerne zur Arbeit und mag die Abwechslung und die Herausforderungen. Ich hab mich hochgearbeitet und kenne die Arbeit auch ohne Führung und ohne die Möglichkeit zu entscheiden und nur auszuführen. Das reizt mich nicht mehr.
Ich habe vor dem Studium ein Handwerk gelernt und arbeite in meiner Freizeit viel mit Holz und habe eine eigene Werkstatt. Selbstständigkeit kommt für mich aber nicht in Frage solange das Einkommen davon abhängt. Das ist dann mehr so eine Traumvorstellung, was ich tun würde wenn das Einkommen keine Rolle spielt.

Im Moment wäre das vom Einkommen ein zu großer Schnitt. Vor allem wenn die nächsten Jahre noch einige energetische Investitionen am Haus anstehen, Hochzeit, Familienplanung usw.
Mit meinem Gehalt alleine kämen wir aktuell sehr gut über die Runden.
 
Das ist für viele ganz wichtig immer wieder zu betonen, dass es nicht möglich ist Wohlstand aufzubauen. Aber es ist für jeden möglich. Aber keiner will es hören.

Diese Situation kann jeder innerhalb von 2-3 Jahren verbessern.
Alles ist möglich, für Jeden. 1111elfzig. Diese romantische Vorstellung ist ja ganz nett, aber einfach nicht richtig. Auch wenn du das immer wieder betonst.
 
Ich kann mir auch sehr gut vorstellen nochmal komplett zu wechseln ins Handwerk - Möbelttischler oder irgendwas ähnliches was nicht primär im Baugewerbe liegt. Trotzdem müsste irgend jemand meinen jetzigen Job machen.
mein vater war 45jahre möbeltischler und da ist auch schon lange nichts mehr so, wie es sein sollte. für schweinereiche typen 6stellige möbelstücke gebaut und doch wird gepfuscht was das zeug hält. der typische stress natürlich obendrauf und miese planung der arbeitsvorbereitung usw... am ende ist vom glanz des jobs nicht mehr viel über. heute wird auch vieles über cnc gemacht
 
Alles ist möglich, für Jeden. 1111elfzig. Diese romantische Vorstellung ist ja ganz nett, aber einfach nicht richtig. Auch wenn du das immer wieder betonst.
Vielleicht nicht für jeden aber für mehr Menschen als man glaubt.

Schulabbrecher - Abschluss auf 2tem Bildungsweg nachgeholt - Ausbildung gemacht und gehöre nun im Vergleich Einkommenstechnisch zu den oberen ~11-12% in Deutschland und das innerhalb von 8 Jahren oder so (inkl Ausbildung) Meine Eltern sind nicht reich o.ä. und das hätte 1:1 jeder so nachmachen können.
 
Es verdienen viel mehr Leute nur Durchschnitt, oder unter dem Durchschnitt, als man das gemeinhin für möglich hält. Forenthreads sind eine Blase, was das angeht, wurde ja hier auch schon oft genug erwähnt.

Mit 1300 netto dürfte man in der Pflege keine Fachkraft sein und wird damit meist schlecht bezahlt. Als Fachkraft kann man fast 1000 EUR für eine Dreiviertelstelle draufrechnen, wenn man nicht abgezockt wird, netto wohlgemerkt.
Genau so ist es. Viele verwechseln Durchschnittseinkommen mit Medianeinkommen.
Was Durchschnitt bedeutet, wissen wir alle.
Medianeinkommen entspricht hingegen der Wirklichkeit, denn das ist Wert, wo 50% weniger und 50% mehr verdienen. Es lag 2020 bei nur:
41100€ = 3427€ pro Monat
und damit deutlich unter dem Durchschnittseinkommen. D.h. übersetzt, dass eine kleinere Gruppe deutlich mehr verdient, wie die breite Masse.
 
Hört sich nach meinem Lebenslauf an. Aber warte - gleich kommt "haste halt Glück gehabt!" :fresse:

Oh das kenn ich! Gibt aber diverse "Knallerargumente" die so in die Richtung gehen :D
 
Ich hab 39h regulär Pro Woche die wohl viele, wenn nicht die meisten Vollzeit-Arbeitnehmer haben. Die mache ich auch. Kann mir auch als Vorgesetzter zum Glück trotzdem erlauben Überstunden sofort abzubauen bzw. gar nicht erst groß anzusammeln.
Mit A12 käme ich nicht hin wobei ich halt auch Angestellter bin und Klasse 1 halt alle Abzüge voll zahle. Ich muss zugeben, dass ich Revierförster kenne und weiß, dass die nicht den ganzen Tag spazieren gehen. Die Jobs sind aber rar gesäht.

Würde ich mit einem zusätzlichen Einkommen vom Staat auf mein jetziges Netto kommen, würde ich einen Job ausüben der deutlich weniger aufreibend ist. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen nochmal komplett zu wechseln ins Handwerk - Möbelttischler oder irgendwas ähnliches was nicht primär im Baugewerbe liegt. Trotzdem müsste irgend jemand meinen jetzigen Job machen.
Interessant. Ich habe 41h regulär, Dank Kind aber nur 40h. Die E-ler haben weniger, soweit ich weiß.

Das ist für viele ganz wichtig immer wieder zu betonen, dass es nicht möglich ist Wohlstand aufzubauen. Aber es ist für jeden möglich. Aber keiner will es hören.
Gute und motivierte Arbeitskräfte sind gesucht, und verdienen dann auch gut. Auch ohne Hochschulabschluss. Aber Leistung will kaum noch einer bringen. Auf garkeinen fall die Finger dreckig machen. Homeoffice, flexible Arbeitszeiten. Am besten ne 35 Std. Woche und 40 Tage Urlaub im Jahr. Und bloß keine Verantwortung. Da bekommt man ja Burnout bevor man seinen Chai-Latte ausgetrunken hat.
Das ist auch nicht für jeden möglich. Ich musste mich auch erst mal im hohen vierstelligen Bereich verschulden und einen Job nach den Vorlesungen machen, damit ich überhaupt was zu fressen hatte. Meine Eltern hatten leider das Pech den Kredit des Hauses von DDR-Mark auf BRD-Mark zu wechseln, was so in etwa dem 8-fachen entsprach. Folglich kam Papi nicht jeden Monat mit einem 1000er um die Ecke. Hatte ich es dadurch schwerer als andere? Auf jeden Fall. Wohlstand ist nicht für jeden möglich.
Dass die Jungen heute insbesondere kein Handwerk mehr machen wollen, halte ich auch für ein Gerücht. Da will doch jeder zweite KFZ-Mechaniker oder Mechatroniker werden. Und das ist gut so.
 
Zuletzt bearbeitet:
mein vater war 45jahre möbeltischler und da ist auch schon lange nichts mehr so, wie es sein sollte. für schweinereiche typen 6stellige möbelstücke gebaut und doch wird gepfuscht was das zeug hält. der typische stress natürlich obendrauf und miese planung der arbeitsvorbereitung usw... am ende ist vom glanz des jobs nicht mehr viel über. heute wird auch vieles über cnc gemacht
Kam wohl falsch rüber. Wäre nur die Option wenn finanziell alles abgesichert ist, also just 4 fun. Dann baue ich nur Dinge für Freunde, Familie und mich selbst ohne Stress.
 
Das ist auch nicht für jeden möglich. Ich musste mich auch erst mal im hohen vierstelligen Bereich verschulden und einen Job nach den Vorlesungen machen, damit ich überhaupt was zu fressen hatte. Meine Eltern hatten leider das Pech den Kredit des Hauses von DDR-Mark auf BRD-Mark zu wechseln, was so in etwa dem 8-fachen entsprach. Folglich kam Papi nicht jeden Monat mit einem 1000er um die Ecke. Hatte ich es dadurch schwerer als andere? Auf jeden Fall. Wohlstand ist nicht für jeden möglich.
Dass die Jungen heute insbesondere kein Handwerk mehr machen wollen, halte ich auch für ein Gerücht. Da will doch jeder zweite KFZ-Mechaniker oder Mechatroniker werden. Und das ist gut so.

Heute gibt es ja elternunabhäniges Bafög, habe ich auch bekommen. Ich habe vorher noch genau soviel auf die Seite gespart, dass es nicht angerechnet wurde. Es gibt ja sogar eine kostenlose Bafög Beratungsstelle, die hat mir damals super geholfen worauf ich achten muss damit kein sichtbares förderschädliches Vermögen vorhanden ist. Und dann natürlich Nebenjob und Job in den Semesterferien, ist ja auch Standard. Aber ich habe mein Studium später abgebrochen, da ich dann andere Pläne verfolgte. Ist sowieso nicht unbedingt notwendig. Kommt eben darauf an, was man machen will.

Bei uns sind viele Handwerksbetriebe wirklich am verzweifeln. Es gibt kaum brauchbare Bewerber.
 
Anfangen die Azubis vernünftig zu vergüten und nicht wie den letzten Dreck als Billiglohn-Sklaven missbrauchen, dann hätte man auch mehr Bewerber. Aber man hat halt sein System zu Zeiten aufgebaut, als Ausbildungswillige in Massen vorhanden waren. Und jetzt verwundert tun, warum viele lieber studieren gehen..
 
Anfangen die Azubis vernünftig zu vergüten und nicht wie den letzten Dreck als Billiglohn-Sklaven missbrauchen, dann hätte man auch mehr Bewerber. Aber man hat halt sein System zu Zeiten aufgebaut, als Ausbildungswillige in Massen vorhanden waren. Und jetzt verwundert tun, warum viele lieber studieren gehen..

Sorry, aber das ist doch Quatsch! Eine Ausbildung mache ich nicht um in dieser Geld zu verdienen sondern um den Grundstein für eine Zukunft zu legen. Häufig sind die Bewerber einfach zu verweichlicht.
 
Ich bin da bei Polarcat.
Viele Betriebe (vor allem die kleinen) verwechseln die Ausbildung mit Sklavenarbeit.

Bin froh, dass ich meine beim großen T gemacht habe. Da gabs sowas nicht und wir Azubis waren hauptsaechlich zum LERNEN da.
War uebel anzuhoeren was die Berufsschulkollegen aus ihren Betrieben zu berichten hatten.
 
Sorry, aber das ist doch Quatsch! Eine Ausbildung mache ich nicht um in dieser Geld zu verdienen sondern um den Grundstein für eine Zukunft zu legen. Häufig sind die Bewerber einfach zu verweichlicht.
:popcorn:
 
Sorry, aber das ist doch Quatsch! Eine Ausbildung mache ich nicht um in dieser Geld zu verdienen sondern um den Grundstein für eine Zukunft zu legen. Häufig sind die Bewerber einfach zu verweichlicht.

Diese Denkweise ist halt Teil des Problems. Irgendwer hat mal gesagt "Wer nur mit Peanuts zahlt, der wird nur Affen anlocken"
Warum sollte ich als Azubi für 360 €/Monat im Handwerk schuften, am Besten noch auf Montage und dabei auch noch auf eine wirkliche Ausbildung verzichten. Was ja bei kleinen Betrieben leider oft der Fall ist. Da bist du Hilfsarbeiter, der störenderweise auch noch dauernd in die Berufsschule muss..

@HgTe:
Wo hab ich geschrieben alle? Firmen die gut zahlen und auch wert auf die Ausbildung legen haben meistens keine Schwierigkeiten ihre Lehrstellen zu besetzen.
 
Ich bin da bei Polarcat.
Viele Betriebe (vor allem die kleinen) verwechseln die Ausbildung mit Sklavenarbeit.

Bin froh, dass ich meine beim großen T gemacht habe. Da gabs sowas nicht und wir Azubis waren hauptsaechlich zum LERNEN da.
War uebel anzuhoeren was die Berufsschulkollegen aus ihren Betrieben zu berichten hatten.
Noch ein T - Azubi :wink:
Fand' ich auch erschreckend: wir sind nach der Berufsschule heim, während die anderen noch ins Büro mussten
 
Das gibt es erst, wenn man 5 Jahre durchgängig gearbeitet hat.
Ja, inklusive 3 Jahre Ausbildung bleiben dann noch 2 Jahre. Man muss ja auch erstmal bisschen was auf die Seite bringen. Ich glaube damals waren es maximal 10.000€, die nicht förderschädlich angerechnet wurden. Das hat man nach der Ausbildung mal nicht so schnell auf die Seite gespart. Das kommt also ganz gut hin. Und bisschen Berufserfahrung ist ja nicht schlecht.
 
10000€ ist das Limit und je nach Leistung wurde dann bis zu 30% abgezogen oder sowas.
Ich hatte vorher auch eine Ausbildung und war dann vorher noch jobben. Zählte aber nicht als durchgängiges Arbeiten.
 
10000€ ist das Limit und je nach Leistung wurde dann bis zu 30% abgezogen oder sowas.
Ich hatte vorher auch eine Ausbildung und war dann vorher noch jobben. Zählte aber nicht als durchgängiges Arbeiten.
Google sagt aktuell sind es 8200€, die nicht angerechnet werden. Und inkl. Ausbildung müssen es 6 Jahre sein. Ich bin mir auch nicht mehr sicher wie es bei mir gewesen ist, ist ja schon relativ lange her. Mehr darf es offiziell nicht da sein. Aber kann ja sein, dass man was im Sparschwein unter dem Kopfkissen vergessen hat. :angel:
Heute muss man ja nicht mal mehr Semestergebühren bezahlen.
 
Wenn man während der Ausbildung daheim bei Mama was bei Seite packen kann, ist das ja Toll, konnte ich z.B. nicht und ich habe auch im Handwerk gelernt.
Nein, ich hab brav 1/3 der Miete und sonstiger Nebenkosten mit abgezahlt, sogar 2x auf ne Prämie verzichtet, weil mein Erzeuger sonst keinen Unterhalt mehr hätte zahlen müssen.
Und in der Firma in der ich gelernt hab, is auch nur einer geblieben, von 15 Lehrlingen, nicht weil es unbedingt so schlecht war, aber man bleibt halt immer der Lehrling...

Vom Tellerwäscher zum Millionär ist halt ein Märchen, das nur ganz wenigen wirklich vorbehalten bleibt, vor allem, wenn man noch leben will....
 
Anfangen die Azubis vernünftig zu vergüten und nicht wie den letzten Dreck als Billiglohn-Sklaven missbrauchen, dann hätte man auch mehr Bewerber. Aber man hat halt sein System zu Zeiten aufgebaut, als Ausbildungswillige in Massen vorhanden waren. Und jetzt verwundert tun, warum viele lieber studieren gehen..
Gerade im Handwerk sind häufig die Azubi Gehälter doch gar nicht mehr so schlecht, oder? Als ich 2003 meine IT Ausbildung angefangen habe, hab ich im ersten Lehrjahr 550€ verdient und im zweiten + dritten waren es jeweils 10€ mehr :fresse: Das Geld hat mich damals zum Glück nicht abgehalten aber es gibt. Heute sehe ich z.B. in Berlin immer die Werbung an den Tram Stationen von der BVG, dass Fahrer im ersten Lehrjahr bereits 1100€ bekommen :oops:
Sorry, aber das ist doch Quatsch! Eine Ausbildung mache ich nicht um in dieser Geld zu verdienen sondern um den Grundstein für eine Zukunft zu legen. Häufig sind die Bewerber einfach zu verweichlicht.
Kommt halt auf die Situation an. Wenn man noch bei Mama wohnt (wie es bei den allermeisten der Fall sein dürfte, war bei mir auch so) ist es egal. Wenn du aber halt niemanden hast der dir Finanziell den Rücken freihält, dann ist das ein Problem. Und ganz ehrlich, viele Betriebe nutzen da die Azubis aus. Siehe oben mein Azubi Gehalt. Nach 3-4 Monaten im Betrieb (im ersten Lehrjahr wohlgemerkt) bin ich bereits alleine zu Kunden rausgefahren um einfachere Installationsarbeiten zu machen. Das wurde dem Kunden gegenüber voll abgerechnet (damals 110€/h). D.h. nach einem Tag Arbeit, war mein Gehalt schonmal verdient. Ich habe super viel gearbeitet (deutlich mehr als 45h/Woche wenn gerade keine Berufsschule war) und mein Gehalt war im Vergleich zu den Einnahmen die ich der Firma erbracht habe ein Witz. Ich hab das mitgemacht, weil ich super viel gelernt habe und mir das im Nachhinein echt geholfen hat im Berufsleben weiter zu kommen. Aber Abzocke war das definitiv.
 
Google sagt aktuell sind es 8200€, die nicht angerechnet werden. Und inkl. Ausbildung müssen es 6 Jahre sein. Ich bin mir auch nicht mehr sicher wie es bei mir gewesen ist, ist ja schon relativ lange her. Mehr darf es offiziell nicht da sein. Aber kann ja sein, dass man was im Sparschwein unter dem Kopfkissen vergessen hat. :angel:
Heute muss man ja nicht mal mehr Semestergebühren bezahlen.
Bei mir ist das auch schon 10 Jahre her. In Thüringen waren es zum Zeitpunkt maximal 10k. Wurde anscheinend geändert, oder es iist Ländersache.
 
Anfangen die Azubis vernünftig zu vergüten und nicht wie den letzten Dreck als Billiglohn-Sklaven missbrauchen, dann hätte man auch mehr Bewerber. Aber man hat halt sein System zu Zeiten aufgebaut, als Ausbildungswillige in Massen vorhanden waren. Und jetzt verwundert tun, warum viele lieber studieren gehen..
Oh ja, meine Freunde im Handwerk haben einfach mal deutlich unter 500€ bekommen, bei Aldi bekommt man schon mehr als das doppelte.
Also nicht, dass es bei Aldi entspannter ist, aber man braucht als Handwerksgeselle schon mehr Know How als im Supermarkt.
 
Oh ja, meine Freunde im Handwerk haben einfach mal deutlich unter 500€ bekommen, bei Aldi bekommt man schon mehr als das doppelte.
Also nicht, dass es bei Aldi entspannter ist, aber man braucht als Handwerksgeselle schon mehr Know How als im Supermarkt.

Hmm.. aber oft sind Berufe, die in ihrer späteren Ausübung nicht so prickelnd sind, in der Ausbildung überdurchschnittlich vergütet. Das hat so seine Gründe.

Zumindest in Bayern ist es aber nicht schwer einen Ausbildungsplatz zu bekommen, der bis in den 4-stelligen Bereich geht. Mein einziger Azubi bekommt im 3. Lehrjahr auch 4-stellig.
 
in meinen beiden ausbildungsbetrieben in denen ich in den 3 jahren war, war LERNEN ein fremdwort.

Gehalt vom unteren gesetzlichen ende. Urlaub bei ersten betrieb auch nur das nötigste.

FISI:

1. betrieb 600netto im ersten
2. betrieb hatte ich irgendwas um 7xx netto im 3. jahr

Berufsschulkameraden berichteten ähnliches. Nur ein ganz kleiner Teil konnte behaupten, dass die Ausbildung wirklich eine Ausbildung ist. Das war afaik die Tkom Klasse und in den 2 Betrieben, in denen ich nach der ausbildung war. wurden die azubis auch nicht ausgebildet. Billige Hilfskraft ist das eher.

Das was ich in den 3 Jahren "gelernt" habe, hätte man auch in einem halben jahr geschafft
 
Zuletzt bearbeitet:
Sind Handwerksberufe in ihrer späteren Ausübung so prickelnd?
Mein Vater hat nen kaputten Rücken, ein Freund nen Finger weniger etc
Naja, dass muss jeder selbst entscheiden. Wenn man sich stetig weiterbildet, wird man ja nicht bis zur Rente in der harten körperlichen Arbeit bleiben.
Jobs mit körperlichen Inaktivität sind auch nicht zwingend besser. Ich habe meine ersten körperlichen Gebrechen bekommen, seit ich sehr viel am Schreibtisch sitze. Ich muss jetzt deutlich mehr Sport zum Ausgleich für den Rücken machen, und ich habe Probleme mit der Hüfte wegen verkürzter Muskulatur.

Und - Hand aufs Herz - Handwerker könnten sich deutlich besser schützen als sie es eigentlich tun. Mein Gartenbauer hat beim flexen von Steinen nur den Kopf weg gedreht und die Augen zu gezwickt. Ich hab aus meiner Werkstatt eine Schutzbrille geholt und ihm hingelegt. Die bliebt da auch liegen. Gehörschutz ist auch kein Thema.
 
Wenn man sich stetig weiterbildet, wird man ja nicht bis zur Rente in der harten körperlichen Arbeit bleiben.
In großen Firmen eher als in kleinen. Ich kann das so: 10 Mann für die harte Arbeit und der Chef fürs Büro.
Kann ja nicht nur Häuptlinge geben.

Und - Hand aufs Herz - Handwerker könnten sich deutlich besser schützen als sie es eigentlich tun. Mein Gartenbauer hat beim flexen von Steinen nur den Kopf weg gedreht und die Augen zu gezwickt. Ich hab aus meiner Werkstatt eine Schutzbrille geholt und ihm hingelegt. Die bliebt da auch liegen. Gehörschutz ist auch kein Thema.
Auf Verletzungen bezogen unbedingt.
Aber auf die langsame Abnutzung des eigenen Körpers? Sehe ich anders.
 
In großen Firmen eher als in kleinen. Ich kann das so: 10 Mann für die harte Arbeit und der Chef fürs Büro.
Kann ja nicht nur Häuptlinge geben.


Auf Verletzungen bezogen unbedingt.
Aber auf die langsame Abnutzung des eigenen Körpers? Sehe ich anders.

Also bei uns war es so: wir Gesellen haben gebuckelt, der Meister hat angeschafft und der Chef war nie gesehen. 😄
 
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