[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Wie kann man denn einen Urlaub finanzieren? Ich meine, Das MTB oder TV gehört dem Händler bis es bezahlt ist - beim Urlaub schwer darstellbar.
du kannst heute wirklich alles finanzieren. weil die meisten menschen nicht mit geld umgehen können, die reiseveranstalter aber trotzdem geld verdienen wollen, bietet man halt sowas auch auf pump an. da es natürlich eine gewisse ausfallwahrscheinlichkeit gibt, zahlt dies jeder kunde mit...
mittlerweile gibt es doch wirklich alles auf pump. selbst kleinste beträge können schin finanziert werden. der handel muss wohl massiv verzweifelt sein, wenn man dem kunden einen finanzierung über 10 raten bei 100€ anbietet. und natürlich stecken da auch die banken hinter, die so günstig an neue kundendaten rankommen. wer 100€ auf 10 raten finanziert, ist sicherlich auch an einen 5000€ kredit mit 9% zinsen interessiert... und dadrüber wird der spaß dann finanziert.
 
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Die Banken müssen ihr Geld los werden, Einlagen verursachen Kosten..
 
0% Finanzierung ist per se nichts schlechtes, man muss nur auf seinen Cash Flow achten. Das Argument "ich investiere das Geld lieber" ist schon richtig , leider machen es zu wenige. Ich bin kein großer Fan von Finanzierung, hatte mir mal ein Notebook und eine Waschmaschine zu 0 % finanziert, aber auch nur weil es bei Finanzierung einen Wartungsvertrag bzw. die Lieferung kostenfrei dazu gab. Sonst hätte ich das auch Bar gezahlt.

Sehe es für mich persönlich wie viele hier, Finanzierung eigentlich nur für die Immobilie. Ein super tolles neues Auto hatte ich noch nie, das teuerste hat 1000€ gekostet :fresse:
 
Sehe es für mich persönlich wie viele hier, Finanzierung eigentlich nur für die Immobilie. Ein super tolles neues Auto hatte ich noch nie, das teuerste hat 1000€ gekostet :fresse:
wenn man damit keine 20000km und mehr im jahr fährt, kann das auch locker ausgehen. wer auf öffentliche verkehrsmittel zurückgreifen kann, kann auch auf sowas zurückgreifen. für alle anderen ist das etwa so, als ob sie in einer 100 jahre alten scheune wohnen, wo es jederzeit reinregnen kann
 
Aber trotzdem nehmen sie noch eine Transaktionsgebühr von dir :d
 
So schauts aus. Die würden dir auch liebend gerne deinen Edekaeinkauf finanzieren. Hauptsache die Kohle müssens nicht mit der Schubkarre zur EZB schieben.
Wird da unlogisch wo die Edeka das Konto bei der gleichen Bank hat wie der Kunde :fresse: . Dann bleibt es bei der Bank, nur auf einem anderen Konto. Letztendlich kommt das Geld ja von einer Bank immer wieder zur Bank.
Eigentlich müssten die Banken dazu übergehen, den Leuten größere Beträge Bar anzudrehen - das wäre dann tatsächlich erstmal aus der Bilanz raus.
 
Der einen Bank ist es ziemlich wumpe was die andere Bank mit dem Geld für Schmerzen hat, was man ihr gegeben hat.

Wenn es danach geht, würde Finanzieren ja garkein Sinn machen, weil auch dein Geld für nen finanzierten Golf am Ende beim Mitarbeiter bei VW und dessen Zulieferern landet und bei denen dann auf deren Konto. (und den Aktionären etc.)
Und auch da wird es so sein, dass du z.B. ein Konto bei der DKB hast und der Hans Dieter am VW-Band auch.

Der Trick der EZB ist also nicht, dass das Geld verschwinden soll (denn das wäre die logische Konsequenz deiner Aussage), das geht nämlich nicht so einfach. (außer Abfackeln der Geldrollen) Der Trick ist, dass du das Geld in Bewegung hältst und das passiert nicht, wenn du 100Mio auf dem Edeka-Konto hast. Das Geld soll ständig durch die Hände laufen. Das liegt nicht daran, dass die EZB Griffelgeilheit unters Volk bringen will, sondern, dass man durch rotierendes Geld die Wirtschaft anregt (Wirtschaftswachstum) und das soll die Inflation anregen. Deswegen hat die EZB auch einen geheimen Inflationsschrein im Tresor. Letzterer ist nämlich nicht so groß, damit man da Geld und Goldreserven bunkern kann, sondern dient der Götzenbildung.
 
Klar! Hier ihre 250t€ für ihre Hausfinanzierung. Wie hätten Sie es gerne? Im Koffer? Briefumschlag oder Sack? Ist alles im Preis inbegriffen.

Das Teil zu kaufen und es rechtmäßig zu besitzen ist toll! Bei unserem Auto war ich auch froh, als mir der Brief zugeschickt wurde. ;)
 
@underclocker2k4

OK ganz so simpel ist es nicht, aber in unserem Fall war es so:
Haus von Großeltern abgekauft. Großeltern sind bei Bank A.
Wir haben den Kredit von der gleichen Bank A. Wir leihen das Geld bei Bank A und zahlen Zinsen, wir überweisen es an die Großeltern auf deren Konto bei Bank A und die zahlen dann Strafzinsen weil sie zuviel Geld haben.
Für die Bank Win Win, da beide Seiten für das Geld zahlen das die Bank nie verlassen hat.
 
Doch, genauso einfach ist es.

Deine Großeltern sind jetzt, weil sich das Geld quasi aktiv selbst entwertet, angehalten, das Geld auf den Kopf zu hauen. Denn Geld, was auf der Bank liegt, ist dem Wirtschaftskreislauf entzogen und kann damit keine positive (oder negative) Wirkung entfalten.
Und die EZB hat festgestellt, dass zu viel Geld rumliegt, also Strafen, wenn du es liegen lässt.
Und dabei ist es egal, ob du durch sparen 50k angesammelt hast, durch den Hausverkauf 200k rumliegen hast oder ob du ein Edeka bist, der soviel Überschuss hat, dass er adhoc keine Verwendung hat. Also geht der Edeka bei und baut ne neue Kaufhalle, weils sonst von ganz alleine weniger wird oder kauft Kryptos. Denn dann ist das Geld auch "weg", auf die Kryptos gibt es noch keinen Strafzins (weil auch unsinnig) und Kalle kauft sich von den verkauften Kryptos (die jetzt Edeka hat) einen R-Golf und Hans Dieter der VW R-Golf Bauer kauft sich von dem Gehalt nen neuen Lockenstab.
Wirtschaftskreislauf auf LSD...

Für deine Großeltern ist es also effektiver, das Geld physisch dem Kreislauf zu entziehen. (Kopfkissengeld)
Das findet die EZB auch uncool, aber nur so kommt man da quasi raus, wenn man nicht gerade die S-Klasse kaufen will.
 
statt den großeltern 250k am stück zu geben, wo ihr dann auch zinsen drauf zahlt, hätte man auch einfach eine private ratenzahlung machen können. die großeltern verlieren kein geld dadurch das es auf der bank liegt, ihr zahlt keine zinsen und alle sind glücklich.
außer natürlich die großeltern brauchen das geld. dann ist das aber mit den strafzinsen wiederrum egal...
 
Geld anlegen? Erstmal ne Runde Sondertilgen...

Was mir eher sorgen bereitet als irgendwelche Raten sind Handwerker-Rechnungen die über Monate nicht kommen und Geld was ich dann vorschießen muss um es mir dann von BaFa/FA zurückzuholen. Für solchen Mist legt man sich die entsprechenden Reserven an. So lange man da keinen Strafzins zahlt ist alles i.O.

Wenn man plant sich irgendwann Eigentum zuzulegen muss man halt berücksichtigen wie der Beleihwert aussieht und dass dieser massiv unter dem Marktwert liegen kann. Dazu kommen Nebenkosten die es gerade bei den aktuellen Preisen in sich haben; das finanziert einem niemand. Insofern ist es schon sinnvoll teure Anschaffungen alla PKW entweder über Finanzierung oder Leasing anzugehen.
 
Geld anlegen? Erstmal ne Runde Sondertilgen...
mutige anleger erreichen schnell höhere rendite als die zinsen, weshalb sondertilgen nicht unbedingt immer die beste lösung ist. man muss sich als immobilienbesitzer mit kredit davon verabschieden, das man ein mega dickes minus auf den saldo aller konten hat. es gibt einen gegenwert, der je nachdem höher ist als das minus auf dem konto. dann kann man sich das "schönreden" und wieder gut schlafen.

Was mir eher sorgen bereitet als irgendwelche Raten sind Handwerker-Rechnungen die über Monate nicht kommen und Geld was ich dann vorschießen muss um es mir dann von BaFa/FA zurückzuholen.
welche handwerker haben denn kein bock auf geld? müssen ja miese firmen sein, wenn die buchhaltung da nicht nachkommt. bei superkleinen firmen mit 2-3 leuten macht das häufig doch der partner vom firmenchef oder dieser macht das selbst abends noch. bis auf den schornsteinfeger hab ich niemals eine rechnung, die mehr als 1woche nach ausführung kommt. der schorni ist da wohl zu doof zu. wie groß sind denn bitte die rechnungen, das du dafür geld zurücklegen musst? welcher handwerker lässt eine rechnung liegen, wenn die summe so ordentlich ist, das jemand dafür geld zurücklegen muss? wenn ich 5000€ abrechnen kann, dann mach ich das auch. ich will doch das geld...

Wenn man plant sich irgendwann Eigentum zuzulegen muss man halt berücksichtigen wie der Beleihwert aussieht und dass dieser massiv unter dem Marktwert liegen kann.
durch die massiv aufgeplusterten preise derzeit liegen die beleihungswerte fast immer drastisch unter dem marktwert. der beleihungswert meines hauses wird derzeit mit 250k angegeben, 240k sind offen (von 270k), verkaufswert läge bei rund 450k oder etwas mehr.

Dazu kommen Nebenkosten die es gerade bei den aktuellen Preisen in sich haben; das finanziert einem niemand.
banken finanzieren auch die nebenkosten, doch dann liegt man noch höher zwischen beleihungdswert - finanzierungssumme und zahlt dementsprechend mehr zinsen. die nebenkosten sind mittlerweile einfach nur noch pure abzocke und müssen reformiert werden. die prozentualen kosten sind einfach nicht mehr zeitgemäß bei den preisen für die immobilien heute im verhältnis zu dem, was beim wechsel gemacht wird.

Insofern ist es schon sinnvoll teure Anschaffungen alla PKW entweder über Finanzierung oder Leasing anzugehen.
gerade als alleinverdiener oder jemand ohne übermäßig geilen gehalt sollte nicht finanzieren/leasen, da alle finanzierungen beim vertragsabschluss mit angerechnet werden. am stichtag sollte alles stimmen. was danach kommt, ist völlig latte, solange man schön bezahlt.
bei meiner frau 3tage vor elternzeit noch schnell ein auto finanziert. die letzten 3 abrechnungen waren vollzeit unbefristet außerhalb der probezeit. voll kreditwürdig und karre bekommen. 1monat später hätte ihr keiner mehr ne 2000€ karre finanziert... es gilt halt der tag des vertragabschlusses als stichtag und da muss alles stimmen...
 
Mal so eine Frage ... ich habe derzeit eine Kündigungsfrist von nur einem Monat. Der Arbeitgeber will nun aber für "Key Rollen" diese auf 3 Monate anheben lassen. Ich soll dazu einen neuen Vertrag unterschreiben. Habe mich natürlich geweigert. Aber ich denke, dass er da keine Chance hat das irgendwie durchzubekommen, oder?
Meine Idee wäre höchstens eine saftige Gehaltserhöhung. Aber vor einem Jahr wollte ich halt schon 15% mehr und da gab es "nur" 12% mit dem Kommentar, dass langsam mal Ende ist, da das Gefüge sonst gesprengt wird.
Als Arbeitnehmer, mit einem unbefristeten Vertrag, sitze ich hier aber im sicheren Sessel, oder?
 
Die Kündigungsfrist geht ja in beide Richtungen.
Bisher eher mitgekriegt, dass lange Kündigungsfristen zum Nachteil beim Umbewerben sind. Da haben einige Freunde immer Stress, vor allem mit "zum Quartal".

Muss man Abwegen.
 
Bisher eher mitgekriegt, dass lange Kündigungsfristen zum Nachteil beim Umbewerben sind. Da haben einige Freunde immer Stress, vor allem mit "zum Quartal".

Muss man Abwegen.

Brauchst mir nicht zu erzählen. Ich hab 12 Monate. ;) Geld ist’s aber Wert.
 
Die Kündigungsfrist geht ja in beide Richtungen.
Was habe ich davon? Bin in der Softwareentwicklung tätig, mache einen sehr guten Job und sitze sehr sehr sicher im Stuhl. Und in 98% der Kündigungen geht dies eh vom Arbeitgeber aus.
Bisher eher mitgekriegt, dass lange Kündigungsfristen zum Nachteil beim Umbewerben sind. Da haben einige Freunde immer Stress, vor allem mit "zum Quartal".

Muss man Abwegen.
Eben. Genau das ist es. Wenn ich jetzt etwas am laufen hätte, und Anfang April wo unterschreiben wollen würde, würden die 3 Monate Kündigungsfrist erst ab Mai laufen. Das heißt Mai, Juni, Juli ... somit könnte ich, wenn ich jetzt im finalen Gespräch bin, erst am 01. August beim neuen Arbeitgeber anfangen. Das ist übel heiftig.
 
Olaf16 schrieb:
Bisher eher mitgekriegt, dass lange Kündigungsfristen zum Nachteil beim Umbewerben sind. Da haben einige Freunde immer Stress, vor allem mit "zum Quartal".
...
Muss man Abwegen.
Eben. Genau das ist es. Wenn ich jetzt etwas am laufen hätte, und Anfang April wo unterschreiben wollen würde, würden die 3 Monate Kündigungsfrist erst ab Mai laufen. Das heißt Mai, Juni, Juli ... somit könnte ich, wenn ich jetzt im finalen Gespräch bin, erst am 01. August beim neuen Arbeitgeber anfangen. Das ist übel heiftig.

Das gequote passt nicht, aber:

3 Monate zum Quartalsende, heist, wenn Du im Mai kündigst, bist Du erst Ende September raus ;)

Wegen den 12 Monaten würd ich mir auch keinen Streß machen - niemand bleibt so lange, da einigen sich die Firmen immer, man möchte ja nicht 12 Monate umsonste Gehalt bezahlen.

Wie lange bist Du denn schon da, wenn Du so fest im Sattel sitzt - weil die Kündigungsfrist dann ggf. von Haus aus schon >1 Monat ist.
bei meinem letzten AG hab ich noch vor der Fristumstellung gekündigt, so das ich nur 1Monat hatte. - 2 Monate später wären es nämlich auch 3 Monate Kündigungsfrist gewesen....

Dazu standen die Zeiten aber auch im Arbeitsvertrag - wie ist das denn pauschal geregelt?

 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte ein Vorstellungsgespräch, das knapp 3h dauerte. Zeit ging sehr schnell rum, war eine offene und angenehme Atmosphäre. Modernes, mittelständisches Unternehmen. Bis zur Gehaltsverhandlung lief es auch gut. Die Personalagentur hatte mir vorab ein mögliches Jahresgehalt plus Provision genannt, war für mich an der unteren Grenze aber noch okay. Im Gespräch hatte ich dann einen leicht höheren Rahmen genannt (oft trifft man sich ja irgendwo in der Mitte) aber selbst die untere Zahl war auf einmal noch deutlich zu hoch. Von der Provision war keine Rede mehr, ebenso kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Nuja, das muss ich mir wirklich noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Will ja schnellstens wieder arbeiten aber so massiv unter Wert verkaufen?

pro:
- reine Führungsposition mit 5 Mitarbeitern mehr als bisher
- kein Diensthandy, keine nächtliche Erreichbarkeit etc.
- modernes Unternehmen, flache Hierarchien

contra:
- circa 15.000-20.000€ weniger p. a.
- kein Kundenkontakt mehr, außer vielleicht bei Reklamationen
- 75 km Anfahrt ein Weg, also nach der Probezeit Umzug notwendig
- neue Wohnung würde circa 200-300€ mehr Miete im Monat kosten
- 75 km Fahrt wenn mit meinem Vater was ist bzw. er Hilfe braucht

Haben jetzt für nächste Woche noch einen weiteren Termin vereinbart, sie wollten meine Gehaltsvorstellung "mitnehmen". Nuja.
 
Wie ist dein Gefühl dazu, jetzt mal ohne pro/kontra...?
 
Rein vom Gefühl: Ich habe starke Zweifel bzw. Bedenken ehrlich gesagt.

Mir geht es nicht um den letzten Euro, mir ist wichtiger, dass der Job zu mir passt (und ich zum Unternehmen passe). Wenn der Job hier in der Nähe wäre, würde ich es sicher machen (umgucken kann man sich ja immer noch). 10.000€ weniger hätte ich sogar noch akzeptiert. Aber die oben genannte Nummer plus deutlich höhere Miete ist als Single schon eine deutliche Ansage.
 
75km finde ich jetzt keine Entfernung zu Angehörigen. Ich wohne circa 125km weg. Wenn was ist haben wir ja immer noch ein Notfallsystem aka RTW/NEF.

Schlussendlich musst du dich halt fragen, ob noch was besseres um die Ecke kommt? Kann das Gehalt noch steigen? Aufstiegsmöglichkeiten?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Rein vom Gefühl: Ich habe starke Zweifel bzw. Bedenken ehrlich gesagt.

Mir geht es nicht um den letzten Euro, mir ist wichtiger, dass der Job zu mir passt (und ich zum Unternehmen passe). Wenn der Job hier in der Nähe wäre, würde ich es sicher machen (umgucken kann man sich ja immer noch). 10.000€ weniger hätte ich sogar noch akzeptiert. Aber die oben genannte Nummer plus deutlich höhere Miete ist als Single schon eine deutliche Ansage.

200-300€ Miete mehr sollte doch kein Halsbruch sein? Über wie viel Jahresbrutto reden wir denn, dass du 200-300€ nicht verkraften kannst?
 
Ja, Notfall ist klar - aber ich bin halt oft da und helfe mal wegen PC-Problemen, Terminen, wenn etwas umgeräumt werden muss oder was am Auto ist etc. Dafür kurz mal 150km hin und zurück ginge dann nur am Wochenende. Auf der anderen Seite kenne ich dann im Ort bzw. Umkreis von 75 km auch keine Sau.

So ein "Drama" wie es gestern war mit der Gehaltsverhandlung glaube ich nicht, dass da in den nächsten Jahren auch nur eine kleine Anpassung möglich ist. Aufstiegschancen eher gering, über mir gibt es dann nur noch den Prokuristen und der ist noch ca. 8-10 Jahre da. Ob noch was besseres um die Ecke kommt ist natürlich immer nur ein Blick in die Glaskugel.
 
Ich hatte ein Vorstellungsgespräch, das knapp 3h dauerte. Zeit ging sehr schnell rum, war eine offene und angenehme Atmosphäre. Modernes, mittelständisches Unternehmen. Bis zur Gehaltsverhandlung lief es auch gut. Die Personalagentur hatte mir vorab ein mögliches Jahresgehalt plus Provision genannt, war für mich an der unteren Grenze aber noch okay. Im Gespräch hatte ich dann einen leicht höheren Rahmen genannt (oft trifft man sich ja irgendwo in der Mitte) aber selbst die untere Zahl war auf einmal noch deutlich zu hoch. Von der Provision war keine Rede mehr, ebenso kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Nuja, das muss ich mir wirklich noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Will ja schnellstens wieder arbeiten aber so massiv unter Wert verkaufen?

pro:
- reine Führungsposition mit 5 Mitarbeitern mehr als bisher
- kein Diensthandy, keine nächtliche Erreichbarkeit etc.
- modernes Unternehmen, flache Hierarchien

contra:
- circa 15.000-20.000€ weniger p. a.
- kein Kundenkontakt mehr, außer vielleicht bei Reklamationen
- 75 km Anfahrt ein Weg, also nach der Probezeit Umzug notwendig
- neue Wohnung würde circa 200-300€ mehr Miete im Monat kosten
- 75 km Fahrt wenn mit meinem Vater was ist bzw. er Hilfe braucht

Haben jetzt für nächste Woche noch einen weiteren Termin vereinbart, sie wollten meine Gehaltsvorstellung "mitnehmen". Nuja.

Wenn ich das so lese, sagt mir mein Bauch, würde ich nicht machen, aber was wäre hier die Alternative?
 
Tja, das ist die andere Seite: Stand heute Mittag keine Alternativen. Zwar gibt es seit Anfang 2021 wieder ein paar mehr Angebote, aber es ist immer noch mau. Ich komme mit meinem Geld noch ca. 2 Jahre hin aber ich will weder weiter rumsitzen noch alles "auf den Kopf hauen". Wenn ich in den Außendienst gehen würde, hätte ich quasi freie Wahl - aber das liegt mir einfach nicht. Weder die ganze Zeit auf der Straße verbringen, noch Klinken putzen.
 
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