[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Du vertraust also 100% auf das Rentensystem und darauf, dass du auch mit Rente genug verdienen könntest, um dir ne 110m² Wohnung alleine zu leisten?
Oder ist das nur deine derzeitige, kurzfristige Sicht?

Wenn die Ausgaben so hoch sind (wegen Schulden oder was auch immer), dass man mit großen Einschränkungen (wie viel günstiger wäre eine kleinere Wohnung? 200 Tacken?) nur ein paar hundert Euro mehr zurück legen kann, lohnt es sich imho nicht. So kleine Summen kann man nicht sinnvoll investieren, und im Fall der Fälle (Harz-IV), zögert man das unvermeidliche (Einkommen auf Harz-Niveau) nur kurzzeitig hinaus. Wieso sollte man dann gerade jetzt auf Luxus verzichten für ein Szenario, wo es einem in der Zukunft mit den kleinen Rücklagen nur minimal besser gehen würde?

Das System in Deutschland verleitet einen dazu als Geringverdiener nicht zu sparen und als Reiche (nicht Gut-Verdiener, an Gehalt lässt sich wenig tricksen) beim Einkommen den Staat zu bescheissen.
 
Ich habe mir einige alternative Wohnungen angesehen, über 50% kleiner als meine jetzige, zwischen 500 und 600€ inkl. aller Kosten, das wären zwischen 150 und 250€ Ersparnis, das ist es MIR nicht wert.
 
Sljnx, wenn du dann aber dafür 80-160€ jeden Monat im Tank und an weiteren Kosten im Auto versenkst ist das auch nicht sinnig.
 
@ Elchupacabre

ich würde mir komisch vorkommen, wenn ich von vornherein wüsste, ich hab jeden Monat nur 100euro zum Verjubeln. da muss man sich ja schon den Kinobesuch oder McDonalds gut überlegen. Aber stimmt, du gibst kein Geld für dinge aus die du sowieso nicht brauchst^^

Aber irgendetwas für die Zukunft muss man ja machen....sei es Immobilie kaufen, Sparbuch, what ever....aber so ganz ohne etwas...ich weiß ja nicht =)
 
100€ im Monat zur freien Verfügung ist mehr, als Viele haben. Kino geh ich nicht, McDonalds auch nicht. Essen geh ich auch nicht, koche im Grunde ausschließlich selbst.

Warum MUSS ich etwas für die Zukunft machen? Ich lebe im Jetzt, nicht in der Zukunft, wer weiß schon, was in 5 oder 10 Jahren ist. Ich nicht. Da fühl ich mich mit einem Haus oder einem Sparbuch auch nicht wohler (abgesehen davon, geb ich keiner Bank mehr Geld, als notwendig ist)
 
weiß nicht, das hat sich von meiner Erziehung so bei mir eingebrannt das ich unbedingt was machen MUSS. ^^
 
Kann ich verstehen, ich hab mich von diesen Dogmen schon gelöst.

Das heisst für mich aber nicht, dass die eine Variante besser oder schlechter ist, ich hab es einfach so für mich entschieden. :)

Edit: @SljnX: Ich hab keine Unsicherheit :)
 
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Ja...ich verstehe auch die Grundlegende Logik von elchupacabre nicht.

Ja er lebt im Hier und Jetzt und weiß nicht was in der Zukunft passiert. Es kann ihm auch egal sein. Weil er dann so oder so nichts hat. Ein anderer kann dann auf Rücklagen zurückgreifen. Gerade bei Unsicherheit neigt der Mensch doch dazu etwas mehr anzusparen.

Edit: Ja ist ja okay. Ist für mich aber ebenfalls unvorstellbar. Irgendwie so "in den Tag hinein gelebt"
 
Im hier und jetzt leben ist ja schön und gut trotzdem will ich mit 70 nicht im runtergekommenen Wohnklo leben und Pfandflaschen sammeln um nicht zu verhungern weil ich keine Rücklagen fürs alter gemacht hab...
 
man kann auch übertreiben. meine großeltern leben alle ganz gut ohne jemals was angesammelt zu haben. die haben auch nicht viel mehr als 200€ nach abzug aller fixkosten und sammeln keine pfandflaschen oder hungern. alles eine frage der ansprüche. natürlich gehen die nicht jedes jahr in urlaub, aber alle 3-4 jahre gehts. sind zufrieden. auch ohne eigenheim.
 
Wenn du dich mit Rücklagen sicherer fühlst, dann hast du das für dich so entschieden, spricht ja nix dagegen. Meine Ziele benötigen keine Rücklagen. Abgesehen davon, gehe ich nicht davon aus, dass mir eine Rente dann noch viel bringt.

Darum geht's aber bei diesem Thema nicht wirklich. (Frag mich was Leute machen, die keine Rücklagen bilden können, automatisch mit 70 sterben, weil sie sonst in einem Wohnklo leben müssen?) :)

@Astra: Danke für deinen Beitrag. So ist es, es richtet sich immer nach den Ansprüchen. Ich brauch keine 113m², keine 2 Gärten mit 70, vielleicht brauch ich auch gar nix mehr. Dass das nicht jeder nachvollziehen kann, besonders in so einem Forum, ist für mich auch verständlich.
 
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man kann auch übertreiben. meine großeltern leben alle ganz gut ohne jemals was angesammelt zu haben. die haben auch nicht viel mehr als 200€ nach abzug aller fixkosten und sammeln keine pfandflaschen oder hungern. alles eine frage der ansprüche. natürlich gehen die nicht jedes jahr in urlaub, aber alle 3-4 jahre gehts. sind zufrieden. auch ohne eigenheim.
Ich mach mein Leben nur ungern vom Zustand des Renten/Sozialsystems in 40+ Jahren abhängig, so viel Vertrauen in den Staat hab ich dann auch wieder nicht.
 
aber in banken oder was? oder gar in immobilien? alles nicht so einfach...
 
Ich bin ja kein Finanzexperte und hab noch nicht genug Ersparnisse das sich das Nachdenken über sowas lohnt aber ich denke von allem ein bisschen ist ganz gut.
 
Es soll auch andere Arten von Investitionen geben als ein Sparbuch oder Tagesgeldkonto zu eröffnen und "Banken das Geld zu geben" :wall:
 
Es soll auch andere Arten von Investitionen geben als ein Sparbuch oder Tagesgeldkonto zu eröffnen und "Banken das Geld zu geben" :wall:

schon klar. aber auch die lassen sich im extremfall "auflösen". wenn man schon nicht in den staat vertraut, in was dann?

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naja also wenn man sich auf seine Immobilie nicht mehr verlassen kann, auf was denn dann?^^

hatten wir hier schon. eine immobilie hat (gerade im alter) nicht nur vorteile
 
Ja...ich verstehe auch die Grundlegende Logik von elchupacabre nicht.

Ja er lebt im Hier und Jetzt und weiß nicht was in der Zukunft passiert. Es kann ihm auch egal sein. Weil er dann so oder so nichts hat. Ein anderer kann dann auf Rücklagen zurückgreifen. Gerade bei Unsicherheit neigt der Mensch doch dazu etwas mehr anzusparen.

Edit: Ja ist ja okay. Ist für mich aber ebenfalls unvorstellbar. Irgendwie so "in den Tag hinein gelebt"

Ich verstehe Ihn schon sehr gut und seine Prioritäten wie z. B. eine grössere Wohnung. Das wäre mir auch wichtiger als das Geld "sinnlos" (subjektive Meinung) für Ausgehen etc. zu verplempern. Thema Zukunftsvorsorge: Wer von uns weiss was konkret in der Zukunft passiert + die Mehrheit der Bevölkerung (zumindest in Österreich) schafft es sicher nicht pro Monat ~ 100€ zu sparen. Ganz zu schweigen dass die Meisten zus. auch noch im "Alter" Schulden haben.
 
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Die meisten haben im Alter Schulden? Also wer sein Leben ordentlich führt, einen normalen Job hat und mit seinem Geld sinnvoll haushaltet und wirtschaftet, und ned über seinen Verhältnissen lebt, sollte solche Probleme ned haben. Ich werde mit Ende 40 schuldenfrei sein, dann ist das Haus abbezahlt. Dann müsste schon was ungeplantes massives kommen, damit ich im Alter Schulden habe.
 
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naja, warst du nicht der, der ordentlich unterstützung durch eltern/ schwiegereltern bekam?
das hat halt nicht jeder...
 
Die meisten haben im Alter Schulden? Also wer sein Leben ordentlich führt, einen normalen Job hat und mit seinem Geld sinnvoll haushaltet und wirtschaftet, und ned über seinen Verhältnissen lebt, sollte solche Probleme ned haben. Ich werde mit Ende 40 schuldenfrei sein, dann ist das Haus abbezahlt. Dann müsste schon was ungeplantes massives kommen, damit ich im Alter Schulden habe.

Gratuliere - ich muss zugeben dass ich es mit 40 nicht geschafft habe unser Haus abzuzahlen obwohl ich einen sehr guten Job habe in dem ich auch sehr gut (relativ - aber viel mehr als der Durchschnittsbürger) verdiene und auch meine Frau zus. ein eigenes Einkommen hat. Wenn ich mir so bei uns (Österreich) das Durchschnittsgehalt einer Familie anschaue welches bei c. a. 2300€ Brutto liegt, was wahrscheinlich so um die 1600 - 1700€ Netto ist, kann ich mir nicht vorstellen dass man damit grosse Sprünge macht - ausgenommen man hat geerbt.

Ein eigenes Haus ist eine Art zus. Pensionsversicherung - keine Ahnung ob Du ein eigenes Haus/ Wohnung hast. Falls nicht ist "Schuldenfreiheit" im Alter kein Problem.
 
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Da hast du natürlich recht, aber dann würde ich halt noch paar Jahre länger selber zahlen. Bis ca Mitte 50 wäre das dann aber auch erledigt. "im alter" definiere ich so ab 60. Wer da noch einen mega Haufen Schulden hat, hat doch oft was falsch gemacht, oder irgendwas massiv kostspieliges was ned geplant war ist passiert. Ausschließen kann man es ned, aber das das bei den "meisten" (also sagen wir mal 3/4) der alten so ist, kann ich mir ned vorstellen.
 
Gratuliere - ich muss zugeben dass ich es mit 40 nicht geschafft habe unser Haus abzuzahlen obwohl ich einen guten Job habe in dem ich für mich "super" (viel mehr als der Durchschnittsbürger) verdiene und auch meine Frau zus. ein eigenes Einkommen hat. Wenn ich mir so bei uns (Österreich) das Durchschnittsgehalt einer Familie anschaue welches bei c. a. 2300€ Brutto liegt, was wahrscheinlich so um die 1600 - 1700€ Netto ist, kann ich mir nicht vorstellen dass man damit grosse Sprünge macht - ausgenommen man hat geerbt.

Dir kann man daher nur gratulieren.

Danke

Ende 40 ;)

Bis 40 schaffen wir ned, trotz Unterstützung meiner Eltern.

Durchschnitt pro Familie von etwas über 2300 Euro ist natürlich schon kritisch.
 
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gebe ich dir recht.
allerdings glaube ich, dass es in 30 jahren anders aussieht. momentan baut/ kauft ja wirklich nahezu jeder. immobielenblase wird platzen. hatten wir schonmal.

wir könnten uns zwar momentan eigentum leisten, aber ich möchte noch etwas warten. scfhnäppchen aus notverkäufen o.ä. ansonsten wollen uns unsere schwiegereltern ihr haus in spätestens 10 jahren günstig abegeben. aber das geht ja wieder am thema vorbei.
was bleibt übrig?
mehr als letztes jahr. frau hat nun 200€ mehr brutto und ich 350€. geht aber alles direkt aufs tagesgeld. spesen konto ist auch wieder gut gefüllt. wollen über ostern verreisen, da wirds wieder geplündert
 
Meine mum hat 20 Jahre lang ne Wohnung abbezahlt, und das bei am Ende rund 4000€ Netto Gehalt im Monat.
Das sollte man alles nicht so kritisch sehen, so lange ein Ende absehbar ist denke ich.
 
@Roach13: Du hast Recht - bin Ende 40 - wollte mich eigentlich nicht so "outen".... Das Leben ist schon seltsam - zuerst hatte ich viel Zeit und Null Geld (Studium) + bereits Kinder während dem Studium (zum Glück verdiente damals meine Frau bereits gut - ich schlug mich mit Nachtschichten/ Taxifahren durch), jetzt habe ich/ wir einen guten Job, "ausreichend" Geld dafür aber null Zeit + die 3 Kinder kosten extrem (der Älteste studiert, 0 Stipendium aufgrund Einkommen, USA Reisen bereits in der Mittelschule, wie bei Al Bundy...) Bitte nicht falsch verstehen - auf die Kinder würde ich nie verzichten wollen. Das ist eine Bereicherung und für mich eigentlich der Sinn des Lebens. Da ich "lange" studiert habe bekomme ich zus. später eine Schrott Pension obwohl ich länge mal Breite Einkommenssteuer zahle... (Bei der Sozialversicherung gibt es bei uns in Österreich eine Maximalbemessungsgrenze). Zum Glück ist dann aber das Haus abbezahlt womit wir uns Mietausgaben sparen + meine Frau kriegt auch eine Pension.
 
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