Kleinere und mittlere Unternehmen (KMUs) können heutzutage im Markt schon kaum mehr mithalten. Das geht höchstens noch über Selbstausbeutung in Familienbetrieben (wie von dir angesprochen) oder Lohndumping. Nur so sind sie in der Lag die günstigend Preise der Großfirmen zu unterbieten bzw. mitzuhalten. Wenn Ihnen jetzt durch diesen Mindestlohn die Möglichkeit da mitzuhalten genommen wird, wird es über kurz oder lang kaum noch KMUs geben, da in Deutschlad nach wie vor eine "Geiz ist Geil" Mentalität herrscht. Das wird dazu führen, dass die Marktmacht der großen Firmen und Konzerne weiter ansteigt und sie dadurch, bildlich gesprochen, noch mehr Finger an die Preisschraube bekommen. Der Staat wird (wie immer) herzlich wenig dagegen tun.
Aber dann ist doch entweder das Produkt schlecht, wenn es sich nicht verkauft, oder das Management schlecht, weil es Fehlentscheidungen trifft. Jedenfalls sehe ich wenig Grund solche Unternehmen und am Ende Unternehmerische Fehlentscheidungen durch Staatsknete über Aufstocker subventionieren zu müssen. Was damit nämlich passiert ist, dass das Lohnniveau insgesamt gedrückt wird und der Druck zu jedem Lohn arbeiten zu gehen wird von der Arge sowieso aufrecht erhalten. Nur so bekommst du einen Niedriglohnsektor wie es den aktuell gibt.
Absolut. Ich zB. sehe jetzt nicht direkt ein, wieso ich zurückstecken sollte, weil Menschen unbedingt Unfug studieren/eine Friseurlehre machen wollen.
Ich sehe nicht ein, warum ich mit den Steuern die ich zahle den Porsche von unfähigen Unternehmern finanzieren sollte.
Schon mal was von Solidarität gehört?
Er glaubt, dass alle Journalisten und Menschen, die es besser wissen als er, gekauft seien.
Nein, das nicht. Aber ich weiß von der INSM, ich weiß von Gesamtmetall, ich weiß von diversen anderen Arbeitgeberverbänden, ich weiss von TTIP und TISA, ich weiß was Paul Krugman über die EU schreibt und ich weiss wie sich diverse Ökonomen mit Hans-Werner Sinn um die Deutungshoheit der Wirtschaftspolitik streiten. Und ich weiß wie mit ALG1 und ALG2 lern umgesprungen wird.
Edit2: Abgesehen davon verstehe ich unter sozialer Gerechtigkeit nicht, dass die, die jetzt wenig haben, einfach nur aus Prinzip mehr bekommen. Das klingt eher nach haben-wollen-Reflex.
Ich bin Maschinenbau Master kurz vorm Abschluss. Ich werd irgendwo um die 50k im Jahr liegen wenn ich den ersten Job nach dem Studium antrete. Es geht bei mir sicher nicht um haben wollen, da ich selbst nicht betroffen bin.
Ich versteh unter sozialer Gerechtigkeit, dass Mensch seine Existenz selbst sichern kann, wenn er einen Vollzeit Job hat. Dazu sind ca 1000€ Netto nötig, was ca 1600€ Brutto oder 10€ Mindestlohn entspricht. Ich finde es menschenunwürdig, wenn Mensch gezwungen wird für unter 1600€ Brutto arbeiten zu gehen, der Unternehmer Staatssubventionen über die Aufstockerregelung bezieht (Lohnzuschuss bekommt) und sich selbst davon ein deutlich besseres Leben leisten kann als der angestellte Aufstocker.