[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Die natürlich einen Riesenspaß an ihrem Job haben und an ihrem Studium hatten. Die es natürlich vollkommen aus reinem Interesse studiert haben :p
 
Es gab mal ein Land auf deutschem Boden, da wurde garnicht getrennt und das Bildungssystem war dem heutigen deutlich überlegen. Wozu also das Affentheater?

Das war aber kein Bildungs-, sondern ein Erziehungssystem, Primat der Politik auf Kosten der Bildung. Ergo: Schöne Theorie total verhunzt. Das konnte das Land auf deutschem Boden dafür dann ziemlich gut.
 
Hi um mal auf Bafög und etc. einzugehen. Also ich habe beim Finanzamt meine erste Ausbildung gemacht, gut ich war net gerade fleißig und mitte der Ausbildung meinte der Ausbildungsleiter ich soll doch abbrechen lieber, ich würde die Ausbildung nicht schaffen. Ich hab Sie geschafft leider nicht so gut aber ich habe Sie geschafft. Danach wurde ich nur 3 Monate im öffentlichen Dienst übernommen, für das andere waren die Noten zu schlecht. Danach war ich 3 Monate arbeitslos ohne Bezüge, weil Vater Staat ja keine Arbeitslosenversicherung gezahlt hat. Die Rentenversicherung wurde freundlicherweise nachbezahlt, was mir zu dem zeitpunkt einen Scheiß gebracht hat. Ich habe dann eine Stelle beim Steuerberater bekommen für 1600 brutto. Dort arbeitete ich 3 Jahre lang, davon 9 monate Grundwehrdienst. Ich fragte beim damaligen Chef nach und bat um eine Verlängerung. Aussage war ich brauch dich, geld spielt keine Rolle. So gutgläubig wie man ist, bin ich zurückgekommen. Meine Arbeitstelle wurde schon von einer angelernten "Fachkraft" (Arbeitsamtmaßnahmen) übernommen, hat nicht mal die Hälfte der Arbeit geschafft und gemacht die ich damals gemacht hatte. Sie war beim Chef besser angesehen, wahrscheinlich weniger gekostet, weil Zuschuss vom Amt oder so.
Sei es drum ich zum Chef wg. Geld nachgefragt: Jetzt kommts, wir haben ja ne Wirtschaftskrise es geht nicht mehr..... Kündigen werde ich Sie nicht, aber Sie können gerne gehen....
Gut nächster Schritt überlegt Berufsfeld komm ich erst nach 8 Jahren mit dem Fachwirt weiter und Verdienstmöglichkeiten sind beschissen. Also hab ich mich entschieden eine 2. Ausbildung zu machen, weil ich ja in der ersten (Land/Finanzamt) nicht weiter arbeiten konnte. Und die Gegenseite(Steuerberater) auch net wirklich das wahre für das Geld war.

SO Jetzt zum Thema Unterstützung: Bafög - Fehlanzeige, Berufsausbildungsbeihilfe (soll nur in der ersten Ausbildung gehen, obwohl es einen Paragraph gibt der das aushebelt, aber wie mir gesagt wurde tritt der nie in Kraft.)
Wie ich unterstützt worden bin: Durch das Kindergeld von meinem Vater, das ich wieder beantragen konnte, mehr konnte er net zusteuern. Und durch meine damalige Freundin.....
Jetzt habe ich diese schwere Zeit rum und arbeite erfolgreich in meinem neuen Beruf. Aber bis ich da hin gekommen bin. Keinerlei Unterstützung vom Vater Staat und dann kommt jemand und kriegt Bafög das er irgendwann mal vielleicht ein "Idiot" ist, der mir was zu sagen hat und noch nie was praktisches gemacht hat. Sry aber ich bin bei dem Thema durch meine Vorgeschichte sehr voreingenommen. Und diese Studierte (am besten 30) kriegen irgendwann die Krise, weil Sie feststellen das man 40 Jahre in eine Rentenversicherung eingezahlt haben muss, um was zu bekommen. Und regen sich auf, das sie nicht die vollen Beträge bekommen, obwohl Sie nicht wirklich was zu Wirtschaft beigetragen haben.

Mein Fazit: Das ganze Sozialsystem ist hier für den Arsch und ich komme aus einer guten Familie (außer das mein Vater mit 53 Jahren jetzt arbeitslos ist, nirgends sein Techniker annerkannt oder gerecht entlohnt wird. Nicht mal ein Baumarkt für 1800 Brutto will ihn. Wahrscheinlich geht das Haus drauf, wofür er ewig bezahlt hat, tolles System echt. Ich hoffe er findet schnell wieder Arbeit, sonst ist Hartz IV angesagt) Großes Kino armes Deutschland :wall:
 
Sry, aber du hattest genau die gleiche Chance auf Förderung wie jeder andere auch und wessen Schuld ist es bitte das du die Lehre so schlecht beendet hast ? Zumal es haufenweise Möglichkeiten gibt auch in der 2. Ausbildung noch Geld vom Staat zu bekommen, da muss man nur ein wenig aktiv werden und evtl auch mal druck machen, das die vom Amt sagen man bekommt nichts ist ja klar, die sind ja auch angehalten zu sparen wo es geht.
Full Ack... leider fallen immer noch viel zu viele auf dieses Märchen vom Fachkräftemangel rein und studieren ohne Herz MINT, nur um dann später im Studium abzukacken.
Klar haben wir einen Fachskalvenmangel, deshalb wird ja so ein enormer Druck aufgebaut um mehr Leute in die Unis zu bringen, je mehr Fachsklaven sich dann am ende auf eine Stelle bewerben je weniger muss man dem einen den man dann einstellt bezahlen.
 
Also ich hatte auch Probleme eine Ausbildungsstelle zu finden.
Wir haben hier zwar so ein Teil vom Staat wo man Ausbildungen machen kann.

Allerdings da ich ja einen bzw. Alle Schulabschlüsse habe und ich kein Verbecher bin dürfte ich da nicht hin.
6 Monate Wehrdienst dutzende euronen Steuern gezahlt mein Vater noch mehr.

Naja da habe ich mir gedacht f*ck dich Dland wenn du den Kammermenschen lieber hilfst als deinen guten Bürgern zahle ich meine Steuern halt in Luxemburg :d
Ich habe mehr Geld muss mit meinem Abi keinem Hauptschüler mehr ne Stelle klauen und alle sind Glücklich außer der Schäuble der will ne Steuer CD mit meinem Namen :shot:

Gesendet von meinem GT-I9305 mit der Hardwareluxx App
 
Dein Problem ist wohl, dass Deutschland lieber "guten Bürgern" hilft und nicht dir ;)
 
Das war aber kein Bildungs-, sondern ein Erziehungssystem, Primat der Politik auf Kosten der Bildung. Ergo: Schöne Theorie total verhunzt. Das konnte das Land auf deutschem Boden dafür dann ziemlich gut.

Hmm...
Dann möchte ich mal wissen, was das heute für ein System sein soll?
Ich habe in den ersten Jahren dort mehr gelernt, als man heute in den selben Jahrgangsstufen lernt. Woran mag das wohl liegen?
Klar hat man dort auch politische Bildung (oder Erziehung) betrieben, aber glaubst du allen ernstes, dass das im heutigen Schulsystem anders ist?

Das schöne an Politik ist, dass es wie Philophosie ist, man kann groß rumlamentieren und trotzdem liegt die Wahrheit ganz woanders. Von daher betreibt man auch heute in den Schulen ein politisches Heranziehen.

Um nochmal auf die Bildung zurückzukommen. Ich weiß nicht, ob du den Vergleich hast, aber vergleiche mal die Schüler und deren Verhalten mit "damals" und heute, die Unterschiede sind mehr als enorm. Und das liegt nicht an den Schülern, sondern an einem Bildungssystem was ehr dem eines 3. Weltlandes gleicht.
(und ja, ich erlaube mir dieses Urteil, weil ich den Vergleich zwischen damals und heute ziehen kann)
 
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Hmm...
Dann möchte ich mal wissen, was das heute für ein System sein soll?

Primär geht es heute um Bildung, also die Vermittlung von Wissen/Kompetenzen, wobei das "gesellschaftlich handlungsfähige Individuum" im Mittelpunkt steht, in Verlängerung der selbstständig und kritisch denkende Mensch. In der DDR ging es um die Erziehung zum sozialistischen Einheitsmenschen, der Normierung und Uniformierung sowohl im Unterricht als auch außerhalb des Unterrichts mit Verlängerung in das Elternhaus. Soweit ich informiert bin, war im Prinzip jedes(!) Fach in der DDR organisiert wie heute nur noch der Religionsunterricht: Es gibt keine Diskussionen und wenn doch steht das Ergebnis von vorneherein fest, d.h. man soll zu einer vorgefertigten Normmeinung gelangen, d.h. selbst eigentlich objektive Fächer wie Mathematik mussten die Erziehung in den Vordergrund stellen. Ziemlich anderes System heute.

Ich habe in den ersten Jahren dort mehr gelernt, als man heute in den selben Jahrgangsstufen lernt. Woran mag das wohl liegen?
Klar hat man dort auch politische Bildung (oder Erziehung) betrieben, aber glaubst du allen ernstes, dass das im heutigen Schulsystem anders ist?
Das schöne an Politik ist, dass es wie Philophosie ist, man kann groß rumlamentieren und trotzdem liegt die Wahrheit ganz woanders. Von daher betreibt man auch heute in den Schulen ein politisches Heranziehen.

Woran das liegen mag? An den veränderten Anforderungen an das Invidividuum durch geänderte (auch gesellschaftliche) Anforderungen des Informationszeitalters und die Abkehr vom trägen Wissen (dessen Anhäufung in der DDR auch kritisch gesehen wurde, aber mit dem politischen Auftrag der Erziehung kollidierte) hin zur Kompetenzorientierung. Im Unterschied zum heutigen Schulsystem wude eben nicht "auch" politische Bildung, sondern politische Erziehung (der Unterschied ist erheblich) betrieben, wobei hierin eben die tragende Aufgabe des Systems gesehen wurde: "Die Lehrer, an einem wichtigen Abschnitt der ideologischen Front tätig, sind in ihrem gesamten Wirken Propagandisten des Marxismus-Leninismus" (Rudi Oelschlägel, Stellv. Leiter der Abteilung Volksbildung, 1988). Es ging nicht um kritisch denkende Menschen, die zu hinterfragender Reflexion in der Lage sind, was heute aber ein erklärtes Ziel von Bildung ist (und sein muss).

Um nochmal auf die Bildung zurückzukommen. Ich weiß nicht, ob du den Vergleich hast, aber vergleiche mal die Schüler und deren Verhalten mit "damals" und heute, die Unterschiede sind mehr als enorm. Und das liegt nicht an den Schülern, sondern an einem Bildungssystem was ehr dem eines 3. Weltlandes gleicht.
(und ja, ich erlaube mir dieses Urteil, weil ich den Vergleich zwischen damals und heute ziehen kann)

Da ich keinen Vergleich habe: Was sind die enormen Unterschiede? Ich bin mit dem Status Quo des Bildungssystems auch nicht unbedingt einverstanden, aber besser als realsozialistische Umsetzungen ist es dann doch. Am Rande: Selbst die Chancengleichheit war eigentlich realitätsfern, da gab es ab den 70ern statt Quoten wieder das Leistungsprinzip. Im Ergebnis haben bildungsnahe Haushalte also wieder einen größeren Teil Akademiker gestellt.
 
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Primär geht es heute um Bildung, also die Vermittlung von Wissen/Kompetenzen,...
Nein, das ist der Plan. Die Realität sieht anders aus.

aber besser als realsozialistische Umsetzungen
Ist es da? Du findest ein Schulsystem besser was systematisch zur Verdummung beiträgt?
Klar, durch die fehlenden politischen Leitplanken können die Menschen sich pol. weiträumig umschauen, nur hilft ihnen das nicht, wenn sie nichmal in der Lage sind einen Kassenbon zu deuten.

Sicherlich, der Unterricht war auf "das große Ganze ausgerichtet". Das ist es aber heute auch. Demokratie > alles, genauso wie es damals Sozialismus > alles hieß. Geändert haben sich nur die Schlagworte und die Ausrichtung, das System ist das Gleiche. Wer richtet darüber, dass das eine besser als das andere ist? Genau, irgendwelche Funktionäre in irgendwelchen Politbüros oder Ministerien. Fernab jeglicher Realität.

Man kann seine Meinung zur pol. Willensbildung in der DDR haben. Das System war bei weitem nicht perfekt, aber rein vom Wissensoutput und auch sozialer Kompetenz war es dem heutigen überlegen.
Heute können sich die Schüler zwar frei in der pol. Landschaft bewegen, sich dafür aber nicht mehr die Schuhe zubinden.
Für mich ist die Kernkompetenz der Schule die "fachliche" Bildung und danach kommt die Erziehung und die pol. Bildung.

Es ging nicht um kritisch denkende Menschen, die zu hinterfragender Reflexion in der Lage sind, was heute aber ein erklärtes Ziel von Bildung ist (und sein muss).
Dazu braucht es in aller erster Linie Intelligenz. Und da es an dieser zunehmend mangelt, darfst du dir selber ausrechnen, wie weit es mit der hinterfragenden Reflexion gehen wird.

Ich will da eigentlich nicht weiter drauf eingehen. Das Bildungssystem damals wurde, wenn auch mit fragwürdigen Mitteln, seiner Aufgabe "Bildung" gerecht. Heute ist das leider nicht mehr der Fall. Bildung ist heute ein lästiges Thema, was nur Geld kostet (wenn es denn welches gibt), aber keins reinbringt.

Manchmal ist die Richtungsvorgabe besser als das Umherirren.

EDIT:
Die Chancengleichheit in der DDR reichte soweit wie dein Parteibuch es aushielt....

EDIT2:
Enorme Unterschiede:
- was der Lehrer sagt ist Gesetz (heute Zitat: "wobei das "gesellschaftlich handlungsfähige Individuum" im Mittelpunkt steht, in Verlängerung der selbstständig und kritisch denkende Mensch" und deswegen wird bei allem widersprochen, und genau solche Menschen brauchen wir :rolleyes:) -> (kennt man ja ausm Job, da diskutiert man auch erstmal über die gestellte Aufgabe...)
- Lehrmittelzugang (heute wird das schön differenziert und zwar nach Geld)
- gemeinsames Essen (heute wird das schön differenziert und zwar nach Geld, wer es sich leisten kann, schickt sein Kind zum Essen) -> Zusammengehörigkeit
- Betreuung nach der Schule (heute wird das schön differenziert und zwar nach Geld, man hat "jetzt" die brandneue Idee zur Ganztagsschule, ach Moment, gabs das schonmal?) -> Zusammengehörigkeit
- praktische Ausbildung in den höheren Klassen (heute gibt es da ein Praktikum von sehr wenigen Wochen, wo man echt ne Menge lernt....)
- Gemeinschaftsunterricht (heute trennt man die Schüler und zeigt ihnen damit direkt, dass die Gesellschaft aus "Klassen" besteht) -> Zusammengehörigkeit

Wie gesagt, das Schulsystem hat sich teils fragwürdiger Methoden bedient, es hat aber die Kernaufgabe(das, worum es bei Schule geht) besser erfüllt als es heute der Fall ist.
 
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Nein, das ist der Plan. Die Realität sieht anders aus.

Die Realität versucht, dem Plan gerecht zu werden, wird dabei aber nicht durch einen Erziehungs-Imperativ behindert. Ergo eine Verbesserung.

Ist es da? Du findest ein Schulsystem besser was systematisch zur Verdummung beiträgt?
Klar, durch die fehlenden politischen Leitplanken können die Menschen sich pol. weiträumig umschauen, nur hilft ihnen das nicht, wenn sie nichmal in der Lage sind einen Kassenbon zu deuten.

Das Deuten eines Kassenbons fällt doch eher unter Kompetenz, nicht unter Wissen. "Politische Leitplanken" ist gut, Einbahnstraße mit einer Fahrspur triffts wohl besser. Entsprechend trägt das Schulsystem eben nicht zur Verdummung bei, sondern zur Heranbildung eines handlungsfähigen, heterogenen Menschen.

Sicherlich, der Unterricht war auf "das große Ganze ausgerichtet". Das ist es aber heute auch. Demokratie > alles, genauso wie es damals Sozialismus > alles hieß. Geändert haben sich nur die Schlagworte und die Ausrichtung, das System ist das Gleiche. Wer richtet darüber, dass das eine besser als das andere ist? Genau, irgendwelche Funktionäre in irgendwelchen Politbüros oder Ministerien. Fernab jeglicher Realität.

Mit dem feinen Unterschied, dass Bürger in einer Demokratie sich entscheiden können, ob sie Sozialismus, Kapitalismus oder einen dritten Weg wünschen, weil "das große Ganze" der Bildung zum demokratischen Staatsbürger mehr Freiheiten als die Erziehung zum sozialistischen Staatsbürger gewährt. Wer diese Freiheiten nicht hat, muss die auch nicht nutzen können, was das Bildungssystem natürlich entlastet - da sind Kompetenzen eben weniger/garnicht relevant, weil die Denkrichtung stets vorgegeben ist. Das reduziert den Anspruch an den Einzelnen massiv.
Wenn die DDR-Bildung derart effizient gewesen wäre, hätte sich das System aber nicht selbst aufgelöst. Hat es aber dann doch. Die deutlich vorhandenen Unterschiede in Stammtisch-Annäherung und Kulturpessimismus einzuebenen, erscheint mir hochgradig unangemessen. Das System ist eben nicht das gleiche, auch nicht bezüglich seiner Zielsetzung/Umsetzung/Whatever.

Man kann seine Meinung zur pol. Willensbildung in der DDR haben. Das System war bei weitem nicht perfekt, aber rein vom Wissensoutput und auch sozialer Kompetenz war es dem heutigen überlegen.
Heute können sich die Schüler zwar frei in der pol. Landschaft bewegen, sich dafür aber nicht mehr die Schuhe zubinden.
Für mich ist die Kernkompetenz der Schule die "fachliche" Bildung und danach kommt die Erziehung und die pol. Bildung.

Mag sein, dass der Wissensoutput höher war, aber das ist träges Wissen. Träges Wissen hilft nicht bei der Lösung unbekannter Probleme, was eigentlich auch ein arges Defizit der immer noch derartig ausgerichteten, asiatischen Schulsysteme (Vietnam, Korea, China) ist. Schön, wenn man viel weiß, aber trotzdem nicht uneingeschränkt handlungsfähig ist. Kritik kam unter anderem an der mangelnden Abstraktionsfähigkeit der DDR-Schüler auf, zeitgenössisch ;) Wenn außerdem von einer "Einheit aus Wissenschaft und Ideologie" gesprochen wird, steht der Output des Systems und einem schiefen Licht.
Die Kernkompetenz des DDR-Systems war gerade umgekehrt: Erziehung (und zwar eine politische(!), aus der sich direkt die entsprechenden Werte wie Hilfsbereitschaft speisen) und erst danach fachliche Bildung. Ergo muss die Beurteilung unter Berücksichtigung dieses Umstandes erfolgen.

Nebenher: Dass sich Schüler heute nicht mehr die Schuhe zubinden können, liegt an den veränderten Sozialisationsbedingungen und weniger an der Schule. Wenn im Elternhaus nicht oder weniger gelesen wird (beispielsweise), dann muss die Schule Rudimentäres beibringen, das früher deutlich stärker als Gegeben vorausgesetzt werden konnte. Dafür können die Schüler eben mit Mamas iPad umgehen und Papis Rechner virenfrei halten, ergo: Die Klassifizierung von Dummheit erfolgt auf Basis eines eingeengten Wissensbegriffes.

Dazu braucht es in aller erster Linie Intelligenz. Und da es an dieser zunehmend mangelt, darfst du dir selber ausrechnen, wie weit es mit der hinterfragenden Reflexion gehen wird.

Intelligenz ist ein weicher Begriff, der mehr oder weniger willkürlich festgelegt wird. Entsprechend schwierig ist es, mit einem Intelligenzbegriff zu argumentieren, vor allem wenn man darunter Faktenwissen fasst, aber zunehmend Kompetenzen (u.a.) gefordert werden. Die gehen natürlich zu Lasten des Faktenwissens, dessen Aneignung der persönlichen Initiative überlassen bleibt. Wie so vieles aktuell, auch das ist eine Grundkompetenz modernde Gesellschaften :d

Ich will da eigentlich nicht weiter drauf eingehen. Das Bildungssystem damals wurde, wenn auch mit fragwürdigen Mitteln, seiner Aufgabe "Bildung" gerecht. Heute ist das leider nicht mehr der Fall. Bildung ist heute ein lästiges Thema, was nur Geld kostet (wenn es denn welches gibt), aber keins reinbringt.

Manchmal ist die Richtungsvorgabe besser als das Umherirren.

Die Aufgabe war eben nicht Bildung, sondern vorrangig Erziehung. Bildung war de facto von sekundärer Bedeutung. Aber klar: Es ist schon besser, angepasste Befehlsempfänger heranzubilden, wobei der Bildungsbegriff ideologischer Engstirnigkeit unterworfen ist. Jackpot! Denn das Schulsystem der DDR wurde schlicht gemäß dem sozialistischen Prinzip entsprechend entworfen und konnte demnach nicht flexibel angepasst werden - was es entsprechend auch nicht wurde, abgesehen von der Einführung des Faches "Wehrunterricht" 1978. Das ist übrigens auch eine schöne Art von Bildung, paramilitärischer Unterricht als dediziertes Propagandafach.

EDIT:
Die Chancengleichheit in der DDR reichte soweit wie dein Parteibuch es aushielt....

Sicher. Aber auch unter Parteibuchträgern, also den sozialistischen Musterbürgern gab es keine Chancengleichheit im Bezug auf Bildung, weil das System den Vorteil von bildungsnaher Herkunft nicht egalisieren konnte oder wollte. Von Quoten zurück zum Leistungsprinzip bei der Studienplatzvergabe...

EDIT2:
Enorme Unterschiede:
- was der Lehrer sagt ist Gesetz (heute Zitat: "wobei das "gesellschaftlich handlungsfähige Individuum" im Mittelpunkt steht, in Verlängerung der selbstständig und kritisch denkende Mensch" und deswegen wird bei allem widersprochen, und genau solche Menschen brauchen wir :rolleyes:) -> (kennt man ja ausm Job, da diskutiert man auch erstmal über die gestellte Aufgabe...)

Dann sollten diese Menschen eben lernen, wann eine Diskussion nötig ist, wann nicht und wie man sich durchzusetzen hat. Deshalb aber die Erziehung zu unkritischen Befehlsempfängern zu bevorzugen, führt direkt wieder in die Barbarei (siehe auch u.a. Adorno, Erziehung nach Auschwitz). Wir brauchen frei diskutierende Menschen.

- Lehrmittelzugang (heute wird das schön differenziert und zwar nach Geld)
- gemeinsames Essen (heute wird das schön differenziert und zwar nach Geld, wer es sich leisten kann, schickt sein Kind zum Essen) -> Zusammengehörigkeit

Lehrmittel und Essen können bezuschusst werden, wenngleich Anträge erforderlich sind.

- Betreuung nach der Schule (heute wird das schön differenziert und zwar nach Geld, man hat "jetzt" die brandneue Idee zur Ganztagsschule, ach Moment, gabs das schonmal?) -> Zusammengehörigkeit
- praktische Ausbildung in den höheren Klassen (heute gibt es da ein Praktikum von sehr wenigen Wochen, wo man echt ne Menge lernt....)

Ganztagsschulen gibt es schon weit länger, die sind kein DDR-Patent. Praktische Ausbildung in der DDR? Ich hab da recht viel negatives zu gelesen, weil praktischen Einheiten (theoretisch eine gute Idee) leider im Realsozialismus stattfanden und die Schüler überwiegend Anhängsel waren respektive nichts gelernt haben, außer dass ihr System nicht ganz der gelernten Theorie entspricht.

- Gemeinschaftsunterricht (heute trennt man die Schüler und zeigt ihnen damit direkt, dass die Gesellschaft aus "Klassen" besteht) -> Zusammengehörigkeit

Das ist irgendwie auch nicht schlechter, als ihnen zu zeigen, dass manche Menschen eben gleicher als andere sind. Immerhin: Jeder kann sein Kind auf Schulen schicken, die er für korrekt hält, etwa eine Gesamtschule. Unabhängig davon hatte und hat Schule jeder Coleur immer auch den Auftrag, Ungleichheit zu legitimieren, indem über höchst problematische Noten (etwa den realsozialistischen Zensurenfetischismus, der in seltsamen Widerspruch zur propagierten Gleichheit aller Bürger steht) ungleichwertige gesellschaftliche Positionen gerechtfertigt werden.

Wie gesagt, das Schulsystem hat sich teils fragwürdiger Methoden bedient, es hat aber die Kernaufgabe(das, worum es bei Schule geht) besser erfüllt als es heute der Fall ist.

Die Methoden waren fragwürdig (Pädagogik von 1900 etwa), aber das ist nicht der Punkt. Fragwürdig war überhaupt der Erziehungsauftrag, da hab ich noch so einen schönen Spruch von Walter Ulbricht: "Der Aufbau des Sozialismus ist im wesentlichen eine Erziehung des Menschen". Entsprechend kannst du nicht als Kernaufgabe eines Systems deine Vorstellung von einem Schulsystem für seine Beurteilung zugrunde legen und daraus zu einem absolut positiven Schluss gelangen, weil es bei Schule nicht immer nur um Bildung im Sinne einer objektiven Wissensvermittlung geht. Ziel war Indoktrination und Erziehung zur Unmündigkeit bei hohem Konformitätsdruck. Die Lehrpläne heute fordern hingegen ausdrücklich Dekonstruktion von Meinungen und Wertvorstellungen, möglichst fachübergreifend - um zum Hinterfragen zu befähigen. Das hat auch Defizite, aber es entwickelt sich aufgrund wissenschaftlicher (und nicht bornierter ideologischer) Erkenntnisse in die (durchaus richtige) Richtung Einheitsschule. Besser als diktatorische Systeme ist es aber jetzt schon.

Omg, Wall of Text mit hoffentlich hohem Sinngehalt. Hoffe wir werden nicht zu sehr OT.
 
OT ist eine ganze Ecke :-)
Aber trotzdem SEHR interresante Diskussion.
 
@Khorne
Danke kann mich dem nur anschließen, das System der DDR wird von vielen schlicht schön geredet.
Vom Ideal "Gleichheit für alle" war es so weit entfert, wie Erde von unserer Sonne.

Wenn alles so schön gewesen wäre, warum sind die Leute dann unter Todesangst geflohen?
Haben auf der Flucht ihr Leben riskiert. Wenn ich das so lese, fällt mir genau ein Schlagwort ein "Gehirnwäsche".
 
@Darkwonder

Viel gelesen, nichts verstanden. Mach dir nichts draus, passiert den Besten.

Mir ist kein Fall bekannt, dass Kinder von Schulen geflohen sind. Oder mangelt es dir an Differenzierung?
Falls noch nicht mitbekommen, es geht um dss Schulsystem.

@khorne
Ich bin in beiden Systemen zur Schule gegangen. Die Unterschiede waren damals schon enorm, heute noch viel extremer.

Geh mal in eine Schule, geh mal in eine Berufsschule, usw.

Da fehlt es an deiner vielzitierten Methodenkompetenz (die einhergeht mit "traegem" Wissen).

Man kann es nicht verallgemeinern, der Trend ist aber da.

Edit:
Falls noch nicht mitbekommen. Ich heisse nicht das Gesamtsystem gut, das waere dann die "darkwonder" Gehirnwaesche. Sondern den Teil der Schule, der fuer (Aus)Bildung relevant war.
Stichwort Differenzierung. Und genau da versagt das aktuelle Schulsystem gnadenlos.
Wie gesagt, schau dir die Schueler an. Red mal mit Firmen bezueglich Nachwuchs....
 
Zuletzt bearbeitet:
Was aufjedenfall je nach Lehrer egal welche Schulform fehlt ist RESPEKT.
Echt traurig wenn in französisch auf dem gymi nur weil keiner das fach mag dauernd dummer Kommentare und quer gelabbere kommt :(



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Das ist eben der Nachteil, wenn gezwungen wird, ein Fach zu belegen und das absolut nicht einsieht. ;) Da wirkt die Wahl zwischen Latein und Französisch eben wie die Wahl zwischen Pest und Cholera - wenn man genau weiß, dass man beides nie brauchen wird (Abgesehen davon, dass man es eh wieder vergessen hat, wenn man's nicht weiterwählt).
 
@khorne
Ich bin in beiden Systemen zur Schule gegangen. Die Unterschiede waren damals schon enorm, heute noch viel extremer.

Geh mal in eine Schule, geh mal in eine Berufsschule, usw.

Da fehlt es an deiner vielzitierten Methodenkompetenz (die einhergeht mit "traegem" Wissen).

Man kann es nicht verallgemeinern, der Trend ist aber da.

Edit:
Falls noch nicht mitbekommen. Ich heisse nicht das Gesamtsystem gut, das waere dann die "darkwonder" Gehirnwaesche. Sondern den Teil der Schule, der fuer (Aus)Bildung relevant war.
Stichwort Differenzierung. Und genau da versagt das aktuelle Schulsystem gnadenlos.
Wie gesagt, schau dir die Schueler an. Red mal mit Firmen bezueglich Nachwuchs....

Ich war nach dem Abitur mehrfach in Schulen, sowohl in Gesamtschulen (integrierativ und kooperativ) als auch dem klassischen, humanistischen Gymnasium. Methodenkompetenz geht einher mit trägem Wissen, aber vor allem deutlich darüber hinaus, weil es komplexer ist. Wie später im Studium legt man lediglich Wissensinseln an und gibt eine Schaufel an die Hand um die Strände zu erweitern, Fokus auf der Schaufel, nicht auf der Insel. Prosaisch ausgedrückt.

Dass du nicht das Gesamtsystem gutheißt, habe ich schon mitbekommen. Du kannst die politische Komponente aber nicht einfach von der Bildungskonzeption abtrennen, weil sie übergeordnet und maßgeblich ausschlaggebend für die konkrete Umsetzung des Ganzen war: Das Schulssystem hatte einen primär politisch-ideologischen Auftrag im Sinne des Marxismus-Leninismus, der alles andere beeinflusst hat, period. Es gab keinen Teil, der nur für Bildung zuständig war, weil Bildung der Erziehung diente.
Ganz so ideal war die Differenzierung auch nicht, weil die Studienquoten fix waren. Studiert haben die absolut besten (Allrounder), unabhängig besserer fachlicher Eignung von Schülern mit insgesamt schlechterem Notenschnitt. So pauschal nicht besser als heute, erst recht bei quasi ausschließlichem Frontalunterricht und dem angestrebten Erziehungsziel (Homogenisierung). Einheit für Alle heißt in diesem Fall auch, dass alle anderen zu den Verlieren des Systems gehören. Differenzierung zielt außerdem prinzipiell auf die Chancengleichheit des Einzelnen, die das System trotz Ankündigung (Schulgesetze) nicht verwirklichen konnte. Ausgegangen wurde zwar nicht vom Durchschnittsschüler, aber der Durchschnittsmensch war lange das Ziel, ergo fehlte Begabtenförderung. Die wurde dann irgendwann außerschulisch eingeführt, weil man das System nicht verändern dufte, als politische Korrekte Notlösung aus Mangel an Leistungsträgern.
Da kann man sich lediglich auf die Einheitsschulen mit den daraus resultierenden, positiven Nebeneffekten versteifen, aber das erscheint zu selektiv, weil das Konzept eben doch mehr als das war und sich eine generell positive Wirkung des Systemganzen nicht belegen lässt - es ist nicht gerade an seinem Erfolg zugrunde gegangen. Ansonsten landet man, auf die Spitze getrieben, bei Eva Hermann und erklärt, dass im [hier beliebige Diktatur einsetzen] doch nicht alles ... okay, Nazivergleiche stinken, streichen wir den, weils dann zu schnell reflexartig unsachlich wird.
Das "mangelnde" oder eher falsche Wissen ist weniger in der (speziell weiterführenden) Schule zu suchen, sondern viel früher im Elternhaus (siehe Lesesozialisation). Da fangen Bildungsweg und Chancengleichheit an, danach folgt nur im schlimmsten Fall nur Notstandsmanagement, je weiter man in der Schulform nach unten geht. Da fehlt es dann aber an Sozialpädagogen, um etwas zu bewirken und führt dann dazu, dass Hauptschüler illiterat sind und bleiben. Dazu muss ich mit keinem Unternehmen sprechen, die sind sowieso unzuverlässig in diesen Belangen (Fachkräftemangel, haha). Aber nochmal: Das war in den 1950er Jahren anders und hat allgemeine gesellschaftliche, nicht primär systemische Ursachen. Etwa zum Teil auch die digitalisierung, Schrift in klassischer Form wird unwichtiger, mit dieser "Umwertung aller Werte" kämpft insbesondere der klassische Deutschunterricht. :fresse2: Wer von einem starren Wissens- und Intelligenzbegriff ausgeht, sieht natürlich einen Negativtrend.
Oder optimistisch aus der Sonnenscheinpädagogik: Jeder Mensch hat Kompetenzen und Fähigkeiten, die man nur finden muss. Glaube daran wer will :fresse2:

Wirr argumentiert oder themenbezogen? Wein am Abend hat Nebenwirkungen :p Prinzipiell scheinen wir vielleicht ein wenig aneinander vorbeizureden, einmal auf eher theoretischer und einmal auf praktischerer/exemplarischer Ebene?

Manchmal ist die Richtungsvorgabe besser als das Umherirren.
Nochmal hierzu, weils mich erschrecken tat. Umherirren ist leider auch ein Merkmal menschlicher Gesellschaften, weil es keine Musterlösungen gibt. Entwicklung ist Try and Error. Mit der Offenheit abseits von Patentrezepten muss man leider leben können, ohne sich in einfache Strukturen zu wünschen. Komplexität darf nicht simplifiziert werden, sondern muss zwingend in ihrer Komplexität dekonstruiert und akzeptiert werden. Vielleicht auch an deiner Aussage vorbei, aber so habsch das verstanden.

Dennoch neugierig: Welche extremen Unterschiede hast du erlebt, Beispiele, Ankedoten? :)
 
auf ard kann man wieder sehn wie arbeiter in D verarscht werden. bei mercedes im werk arbeiten für 8,18.
 
Du solltest erwähnen, das es sich da um Leihpersonal handelt, das Stammpersonal verdient deutlich mehr. Zumindest war das so, als ich bei Daimler am Band gestanden habe ;)
 
Ist doch gerade das schlimme - Es wäre einzig und allein richtig, das Leiharbeiter einen höheren Stundenlohn erhalten!
 
abzüglich der miete bleiben mir 1.571 € vom einstiegsgehalt, hätte was anspruchsvolleres studieren sollen. :hmm:
 
Klar aber solange sich untere Rot-Grün-Gelb-Schwarz- Rosarot getupften Parteien gegen einen gesetzl. Mindestlohn sperren, wird das nichts.
Einfacher wäre es doch die Zeitarbeitsfirmen grundsätzlich in der Form wie sie jetzt da stehen, zu verbieten. Es ist reine Ausbeuterei und man hat idR. keine Chance in einer Firma seine Duftmarke zu hinterlassen, da man schlicht nicht lange genug da ist.
Dann wären Unternehmen gezwungen, wieder direkt einzustellen und damit würden auch diese Leute, die jetzt ausgebeutet werden, mehr verdienen.

---------- Post added at 21:04 ---------- Previous post was at 21:03 ----------

abzüglich der miete bleiben mir 1.571 € vom einstiegsgehalt, hätte was anspruchsvolleres studieren sollen. :hmm:
Single? Stkl. 1?
Dann beklag dich mal nicht. Ein Handwerker bekommt im 1. Gesellenjahr deutlich weniger heraus.
 
abzüglich der miete bleiben mir 1.571 € vom einstiegsgehalt, hätte was anspruchsvolleres studieren sollen. :hmm:

Das hört sich doch gut an, d.h. so 2000€ Netto oder? Ich bin als Ing. mit 1800€ Netto eingestiegen, mittlerweile nach 6,5J. habe ich mehr als das Doppelte. Eine weitere Verdopplung hingegen wird wohl als Angestellter kaum möglich sein :haha:.

Naja, aber ich sehe es nicht so eng, mit 5000€ Netto bin ich glücklich, mehr will ich nicht. Und die erreiche ich dank IGM allein schon durch Tariferhöhungen in den nächsten Jahren :). Wenn die aktuelle Forderung durchgeht, bekomme ich auch wieder 200€ mehr Netto, da kann man nicht meckern :bigok:.

Daher, wenn möglich in Tarifunternehmen direkt einsteigen, da muss man sich wenigstens ums Geld kaum Sorgen machen. Da ist es eher das Problem die spannende Tätigkeit zu finden, denn die Meisten Stellen, die ich hier so sehe, würde mich zu Tode langweilen :(.

---------- Post added at 21:09 ---------- Previous post was at 21:07 ----------

Klar aber solange sich untere Rot-Grün-Gelb-Schwarz- Rosarot getupften Parteien gegen einen gesetzl. Mindestlohn sperren, wird das nichts.
Einfacher wäre es doch die Zeitarbeitsfirmen grundsätzlich in der Form wie sie jetzt da stehen, zu verbieten. Es ist reine Ausbeuterei und man hat idR. keine Chance in einer Firma seine Duftmarke zu hinterlassen, da man schlicht nicht lange genug da ist.
Dann wären Unternehmen gezwungen, wieder direkt einzustellen und damit würden auch diese Leute, die jetzt ausgebeutet werden, mehr verdienen.
Meine persönliche und einfache Lösung für Zeitarbeitsfirma:

1. Ein Leiharbeiter darf max. 6-12 Monate im gleichen Betrieb sein
2. Vom bezahlten Gehalt erhält der Verleiher max. 20%, Rest geht an den Leiharbeiter

Punkt 1 sorgt dafür, dass es keine dauerhaften Billigarbeiter gibt und Punkt 2 dafür, dass Vermittler keine Porsche mehr fahren ;). Aber das wird immer Wunschdenken bleiben, denn Punkt 1 gab es in der Form schon (waren glaub 2 Jahre) und das wurde von Politik abgeschafft :stupid:
 
Zeitarbeitsfirmen sind nicht schlecht, aber die Leiharbeiter sollten nach spätestens 1 Jahr vom ausleihenden Betrieb (gibts zuhauf) übernommen werden. Ansonsten ist das nur Abzocke und Personalkosten drücken.
 
Punkt 1 wäre anders besser: Leiharbeiter sind nach 12 Monaten Einsatz beim gleichen Kunden (unabhängig der Tätigkeit) zu gleichen Bedingungen wie eigene MA zu übernehmen...

Leiharbeiter waren mal dazu gedacht, kurzfristige Engpässe zu überbrücken und nicht dauerhaft Ersatz für eigene ma zu sein
 
ja genau, nächstes jahre laut vertrag dann 2k mehr und dann mal sehen wie oder in welchem unternehmen es weiter geht
 
Zu deinem Punkt 1, da hast du schon recht aber solange, sind Leiharbeiter meist garnicht in einem Betrieb. Dadurch können die auch keine Duftmarke hinterlassen.
Ich sehe es bei einer Firma, mit der wir zusammenarbeiten. Die hatten eine Leiharbeitsbude, die haben täglich einen anderen geschickt. Das heißt die Lader, durften sich täglich mit einem neuen rumärgern den die einarbeiten mussten. Eine andere Leiharbeitsfirma, schickt die Leute mindestens für 1 Woche, sofern keine Rückmeldung kommt, das der Arbeiter nicht mehr kommen braucht. Die haben neulich 4 Leute von der zweiten Leiharbeitsfirma befristet (1 Jahr) eingestellt, von denen ist einer richtig gut und es wäre für mich unverständlich gewesen, wenn der nicht genommen worden wäre.
Bei deinem Punkt 2, hast du meine volle Zustimmung.
 
so eine regelung mit max.12 monate oder ähnliches würde viel zu wenig bringen. ein leiharbeiter muss deutlich teurer sein. das wäre der einzige grund warum eine firma leiharbeiter nur zum überbrücken von engpässen nehmen würde.
 
ja genau, nächstes jahre laut vertrag dann 2k mehr und dann mal sehen wie oder in welchem unternehmen es weiter geht

Verdopplung des Gehalts in einem Jahr? Wow, das ist ein krasser Vertrag, d.h. jetzt nur Probezeit oder wie? In welcher Branche und als was, wenn man fragen darf?


zu Leiharbeiter Diskussion:
Also, es gibt durchaus Leute, die gerne Leiher sind, wenn die Bedingungen stimmen. Ich habe einen im Bekanntenkreis, der am Liebsten jedes Jahr in einem anderen Umfeld arbeitet. Er hat es bei einem Ingenieur-Dienstleister zwar etwas besser als viele Andere, aber trotzdem sind auch dort die Rahmenbedingungen alles andere als rosig.
 
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