[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Das Leben ist kein Ponny-Hof, träumen sollte man in seiner Freizeit aber eben nicht dort wo es um die eigene Zukunft geht.
Aber sie hatte ohne weiteres die Möglichkeit, nach der Sonderschule den normalen Hauptschulabschluss zu machen und danach entsprechend weiter die folgenden Schulen.
Wir geniesen hier momentan noch die Möglichkeit, jeden Abschluss nachzuholen. Wenn man es eben selbst möchte, entsprechende Leistungen müssen dort natürlich auch erbracht werden.
Natürlich muss man dafür hart arbeiten, aber das ermöglicht jedem seinen Weg zu gehen, egal aus was für Verhältnissen man kommt.
Sie hat den Abschluss nicht nachgeholt, sie hat angefangen zu zeigen was sie kann und ist dann von der Sonderschule auf die Hauptschule gewechselt. Dort hat sie dann auch die mittlere Reife gemacht ;)
 
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Grade Kinder aus armen Familien haben schwierigkeiten, überhaupt erstmal an ein Studium denken zu können.
Denen wird doch schon in der Grundschule, der Weg verbaut. Diese Kinder bekommen selten die Empfehlung für das Gymnasium, obwohl sie es schaffen könnten.
Meinem Neffen wird trotz sehr guter Noten (überwiegend einser und zweier) nur die Realschule empfohlen. Er stammt wie ich nur aus einer Arbeiterfamilie. Jetzt kommt er im Sommer auf eine Gesammtschule, da hat er wenigstens noch die Möglichkeit mit Leistung ohne Umwege das Abi machen zu können, wenn er es schafft und will.
Naja, mir hams gesagt ich soll auf die Hauptschule gehen, mach dieses Jahr mein Abitur (momentan 1,8) und tret danach nen Informatik Studium an.
So viel kann man auf die Empfehlungen der Grundschule geben.
 
Da liegt dann wohl eher das Problem, dass den Kindern Zuhause nicht von den Eltern geholfen werden kann, aber dass hat ja erstmal wenig mit armen Familien zu tun, sondern eher mit bildungsfernen Familien... Arm ist nicht gleich bildungsfern
Erm, der kurze braucht in der Schule eigentlich keine Hilfe, er hat nur verständnisprobleme im englischen.
Keine Ahnung wieso er so gut ist, er kann es einfach und von seinen Noten her, ist die Empfehlung der Lehrerin nicht nachzuvollziehen.
Dazu stammt meine Frau auch nicht aus einer Bildungsfernen Familie. Ihr Vater ist Bau Ing. was nicht grad für Bildungsferne spricht.
Die Schwester meiner Frau, war ja auch auf der Realschule aber das spricht ja nicht grad für Intelligenz. Sie ist vom denken her, einfach nicht die Hellste und hat geglaubt, was der Lehrer ihr vorgekaut hat ;)
 
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Da liegt dann wohl eher das Problem, dass den Kindern Zuhause nicht von den Eltern geholfen werden kann, aber dass hat ja erstmal wenig mit armen Familien zu tun, sondern eher mit bildungsfernen Familien... Arm ist nicht gleich bildungsfern
Weißt du noch ALLES aus ALLEN Fächern?
Einfach mal so als Frage und dazu haben sich die Inhalte geändert.
Meine Oma meinte mal was wir in Bio machen war früher Studieninhalt!
Kann man also gar nicht wissen.
 
Sie hat den Abschluss nicht nachgeholt, sie hat angefangen zu zeigen was sie kann und ist dann von der Sonderschule auf die Hauptschule gewechselt. Dort hat sie dann auch die mittlere Reife gemacht ;)
Na also :) wenn man will ist das alles problemlos möglich.

@MiracleMan
Mit den Jahren kann sich viel tun, damals waren deine Noten eben noch entsprechend schlecht bzw. eben deine Lern Erfolge.
Top Abitur :) übrigens.
 
Natürlich weiß ich auch nicht mehr alles, aber zum einen ging es dabei um die Grundschule, die Dinge sollte man dann doch schon wissen. Und auch im punkto Gymnasium meine ich, das höher gebildete Schichten den Kindern auch deutlich besser helfen können.
 
Dem stimme ich zu. Egal wie viel Bildungschancengleicheit man ermöglichen will - wenn die Eltern sich einfach mit dem Kind hinsetzen können und helfen, ist das eben ein ungemeiner Vorteil. Meine Eltern sind auch beide Akademiker und bis zur 9/10 Klasse konnten die mir praktisch in jedem Fach bei allem helfen - das ist einfach ein Vorteil, ich bin dankbar dafür.

Bildungsfernere Elternhäuser können das natürlich ausgleichen - Nachhilfe etc. wird ja auch staatlich gefördert wenn nötig. Aber 2 mal die Woche 90min Nachhilfe sind auch nicht dasselbe wie Eltern, die sich am WE mal einen ganzen Tag mit einem hinsetzen können oder so.

Ich find die Ungleichheit nicht gut oder gerecht, aber ich sehe einfach keine (realistische) Möglichkeit, wie man das vernünftig ausgleichen könnte. Unter anderem deshalb ist vertikale Mobilität nach oben immer noch so schwer und selten.
 
Mein post war an die gerichtet, die maulen, dass sie mit Ausbildung zu wenig verdienen. Wenn du nicht dazu gehörst dann fühle dich nicht angesprochen.

Ich wohne mit zwei Mädels zusammen, die BWL studieren. Ich unterhalte mich mit denen über ihr Studium und kann mir deshalb ein Urteil darüber erlauben.

Edit: oh da sind ja noch zwei seiten dazwischen....
 
Ha, das ist ja nunmal totaler quatsch, gerade in Deutschland habens die armen Familien besonders einfach, weil sie in punkto Ausbildung und Studium alles 3-fach hinten rein geschoben bekommen.. Hier hat es die mittelschicht deutlich schwerer.
Scheint ja hervorragend zu fruchten...
Sozialstudie: Erstmals wieder mehr Arbeiterkinder an Hochschulen | Studium | ZEIT ONLINE

Das glaube ich kaum.
Das ist nachgewiesenermaßen wirklich so, dass Kinder aus Akademikerfamilien bei gleichen Noten häufiger die Empfehlung fürs Gymnasium bekommen.
Schulübergang: Kinder weniger gebildeter und einkommensschwächerer Eltern werden diskriminiert
 
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Das glaube ich dir sogar. Wenn aber die Noten tatsächlich einwandfrei sind, sollte es nicht an der Empfehlung hapern.
Wie gesagt, ich habe damals auch die Empfehlung fürs Gymnasium bekommen, obwohl meine Mutter alles daran gesetzt hat, die Schule dazu zu bringen, mir nur eine für die Hauptschule zu geben :stupid:
 
Das mit den Rentenpunkten ist relativ schnell gegessen, da man als Hiwi die sehr "billig" ansammeln kann.
 
Nur kommst du aus einfachen Verhältnissen, wird es dir schon schwer gemacht.
Meine Frau hatte auch zu kämpfen, das sie einen guten Abschluss macht um ihren Traumberuf der Geburtshelferin lernen zu können. Sie wurde, weil sie als Kind eine Träumerin war, auf die Sonderschule gesteckt und hat hart arbeiten müssen, von dort auf die normale Hauptschule zu kommen.

Muss ich zustimmen... Meine Eltern haben leider nicht auf mich geachtet. Selbst beides Schulabgänger. Hilfe bei Hausaufgaben konnte ich also nie erwarten. Schon seit klasse 7-8 nicht mehr wo es anspruchsvoll wurde. Bin also ebenfalls von der Schule ohne Abschluss gegangen. Die Arbeitslage hingegen hat mir gezeigt dass es so nicht weiter gehen konnte. Hauptschulabschluss nach gemacht, dank eines bezaubernden Mädchen eine Ausbildung bekommen und auch mit Top Leistung nach verkürzter Ausbildungszeit beendet.

Sie kommt aus einem guten Elternhaus und die haben sich ersteinmal um mich gekümmert. Auch das mit dem Geld umgehen war ein großes Thema. Wenn man so etwas nicht von kleinauf beigebracht bekommt ist es doppelt so schwer.

Möchte nur hält sagen, dass man durch Unterstützung und eigene Vernunft einiges im leben ändern kann.

Heute habe ich nicht studiert oder so und verdiene ab nächsten Monat rund 2050€ netto. Jetzt noch 1850€.
 
Sorry, das mit den "bildungsfernen Schichten" ist kein Systemfehler. Es gibt genug Möglichkeiten um auf- und (leider auch) abzusteigen.

Die Weichenstellung nach der vierten Klasse basiert auf Noten aber das hat mit "falschen" Empfehlungen erstmal nichts zu tun sondern mit Unwillen. Zumindest wurde mir das im persönlichen Umfeld sehr deutlich vorgeführt. Die Behauptung ist aber durchaus reizvoll, kann ich ebenso nachvollziehen. Ich habe die ersten Grundschuljahre in einem "Multi-Kulti-Viertel" herumgebracht, da war auch jeden Tag auf dem Pausenhof Zoff und der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund aller Arten bei so ~70%. Da gab es übrigens auch die anderswo oft so geforderten türkischen Klassen. Die Kinder die das "Glück" hatten in so einer zu landen haben etwa halb so schnell gelernt und konnten am ende der vierten kein Wort Deutsch, was das bringen soll ist mir ein Rätsel, da reicht's noch nicht mal zur Hauptschule. Wer sein Kind in so eine Klasse steckt, versaut ihm vorsätzlich seine Bildungschancen! Ich habe keine Erklärung dafür, dass ich am Ende des Schulwegs der Einzige des Jahrgangs mit Abitur war, es gab 3-4 Andere, die mindestens so gut wie ich waren.
In meiner umzugsbedingten neuen Schule war ich Klassenbester, was sich auch so angefühlt hat - trotzdem haben noch 4 andere das (tw. Fach-)Abitur geschafft. Ich habe in meiner Nachbarschaft erlebt, wie türkische Jungs nur aufs die Hauptschule durften, obwohl die Eltern massiv bearbeitet wurden ihnen Nachwuchs aufs Gymnasium zu schicken, für die Mädels gab es die Auswahl ohnehin nicht. Entschuldigung, das Elternhaus hat einen entscheidenden Einfluss, aber der ist vorwiegend kulturell. Wer nie gelernt hat, dass man es zu was bringen kann, der wird es nicht schaffen. Ein gewisser Faktor sind Entfernungen. Meine Ex war so ein Fall - wenn es eine entsprechende Schule im umkreis von 30km gegeben hätte - sie hätte dort drauf gehört. Wenn man auf dem Land wohnt kommt man schwerer raus als wenn man in der Stadt quasi alle möglichen Einrichtungen vor der Haustüre hat.
Ich habe einige Freunde, die von Haupt- auf Realschule und von dort aus aufs Gymnasium gekommen sind, oder über Berufs-/Fachoberschule ihr allgemeines Abitur gemacht haben und nun Studieren. Die Verfügbarkeit von Bildungseinrichtungen ist durchaus ein gewaltiger Faktor - in meiner Heimatstadt stehen einem als Junge genau zwei Realschulen zur "Auswahl" (die wird einem vom Wohnort dann schon abgenommen), für Mädels gibt es 3 Stück mehr.

Dieses Land hat oft genug die falschen Kriterien zur Einteilung, durch deren Veränderung - wenn man auf einen Musischen/Künstlerischen Zweig kommen will muss man sich 4 Jahre durchs Gymnasium kämpfen, in der Regel mit latein als erster Fremdsprache! Wer Medizin studieren will erreicht den notwendigen Schnitt in Bayern nicht bei der Wahl eines Naturwissenschaftlichen Schwerpunkts. Dieses Wissen muss erst im Studium mühevoll in kürzester Zeit aufgebaut werden - falls die entsprechenden Leute, die diese Dinge verstehen, überhaupt das Studium erreichen. Wir haben 60% Lehramtsstudenten die für diesen Beruf psychisch absolut ungeeignet sind. Was sagt das? Die Kriterien sind Mist!
 
Ich denke nicht das man sich mit 9-10 schon der Tragweite seiner Entscheidung bzw den Auswirkung seiner Leistung bewusst.
Andere Länder, die wohl in besseres Bildungsystem haben, trennen deutlich später.
Imho ist dieses Alter einfach zu früh.
 
Die wurden in den Krieg geschickt und die Jugendarbeitslosigkeit ward legendär niedrig. Ach, du meintest ein anderes Land? :fresse2:
 
Die wurden in den Krieg geschickt und die Jugendarbeitslosigkeit ward legendär niedrig. Ach, du meintest ein anderes Land? :fresse2:

Er meint die DDR, du Birne. :P

Das deutsche Bildungssystem (obwohl es da ja als solches gar nicht gibt, weil wir 16 verschiedene haben), sortiert (imo zu) früh aus und sortiert vor allem direkt in Schubladen. Wer einmal in Real- oder Hauptschule landet hat es deutlich schwerer da raus zu kommen und dann zu studieren. Sicherlich kann es nicht das Ziel sein, dass wie in Spanien der allergrößte der Teil der Abiturienten studiert, aber keiner damit nen Job kriegt, weil es entsprechende Stellen gar nicht gibt. Andererseits muss eine Durchlässigkeit jederzeit gewährleistet sein und die ist derzeit Beton ähnlicher als einem Sieb. Man kann es schaffen, aber die Hürden sind doch sehr hoch. Das heißt nicht, dass auf einmal Anforderungen für den Zugang zum Gymnasium gesenkt werden sollten, wie man das in Sachsen mal versucht hatte und kläglich gescheitert ist. Es geht schlicht um die Förderung der Kinder. Das gilt in beide Richtungen. Schwache bedürfen mehr Aufmerksamkeit, damit sie alles verstehen und Schritt halten, aber auch besonders starke Schüler müssen entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert werden, damit kein Potential verschenkt wird. Imo wäre der wichtigste Schritt die Bildung unter dem Dach des Bundes zu vereinen und den Ländern so die Bildungshoheit zu nehmen. Wird nur nie im Leben passieren ... Zurückblickend ist das DDR-System viel intelligenter gewesen. Es hat Klassenverbände bis zur 10. Klasse zusammengehalten. Wer danach eine Ausbildung beginnen wollte, hat das getan. Wer studieren wollte (und dank des politischen Systems, auch durfte) ging an die POS und machte dort sein Abitur. Danach gings auch die Universität. Ist imo 10mal besser als Klassen mindestens zwei Mal auseinanderzureißen - besonders wenn der erste Schnitt bereits nach der 4. Klasse erfolgt.
 
Über den Inhalt dessen Kommentars könnte manchmal jetzt streiten, ist aber egal. Mir geht es darum, dass im Artikel von oberen Schichten gesprochen wird, aber nicht darauf eingegangen wird was das sein soll... Sollten damit Familien mit über 10k Monats Einkommen gemeint sein halte ich das schlicht für Blödsinn

edit: dein pdf hab ich jetzt auf dem handy übersehen.
also könnte man davon ausgehen, dass im artikel Schichten mit einem Einkommen von etwa 2500 Brutto gemeint sind.
Gut, dann hast du recht, dass "ärmere" Schichten weniger studieren.
Von den finanziellen Möglichkeiten betrachtet, worum es vorher ging, da behauptet wurde "die armen können nicht studieren" ändert das aber nichts.
Besonders die "Armen" können sich das studieren leisten -> voller Bafögsatz + im Idealfall Kindergeld und Zuschüsse kommt man schonmal auf 800 Euro.

Das es nicht so ist hat dann andere Ursachen, aber sicher nicht die finanziellen.
 
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Ich denke nicht das man sich mit 9-10 schon der Tragweite seiner Entscheidung bzw den Auswirkung seiner Leistung bewusst.
Andere Länder, die wohl in besseres Bildungsystem haben, trennen deutlich später.
Imho ist dieses Alter einfach zu früh.

In diesem Alter ist man auch nicht geschäftsfähig...warum wohl? Ohne Einwilligung der Eltern geht da nix.


Er meint die DDR, du Birne. :P

Das deutsche Bildungssystem (obwohl es da ja als solches gar nicht gibt, weil wir 16 verschiedene haben), sortiert (imo zu) früh aus und sortiert vor allem direkt in Schubladen. Wer einmal in Real- oder Hauptschule landet hat es deutlich schwerer da raus zu kommen und dann zu studieren. Sicherlich kann es nicht das Ziel sein, dass wie in Spanien der allergrößte der Teil der Abiturienten studiert, aber keiner damit nen Job kriegt, weil es entsprechende Stellen gar nicht gibt. Andererseits muss eine Durchlässigkeit jederzeit gewährleistet sein und die ist derzeit Beton ähnlicher als einem Sieb. Man kann es schaffen, aber die Hürden sind doch sehr hoch. Das heißt nicht, dass auf einmal Anforderungen für den Zugang zum Gymnasium gesenkt werden sollten, wie man das in Sachsen mal versucht hatte und kläglich gescheitert ist. Es geht schlicht um die Förderung der Kinder. Das gilt in beide Richtungen. Schwache bedürfen mehr Aufmerksamkeit, damit sie alles verstehen und Schritt halten, aber auch besonders starke Schüler müssen entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert werden, damit kein Potential verschenkt wird. Imo wäre der wichtigste Schritt die Bildung unter dem Dach des Bundes zu vereinen und den Ländern so die Bildungshoheit zu nehmen. Wird nur nie im Leben passieren ... Zurückblickend ist das DDR-System viel intelligenter gewesen. Es hat Klassenverbände bis zur 10. Klasse zusammengehalten. Wer danach eine Ausbildung beginnen wollte, hat das getan. Wer studieren wollte (und dank des politischen Systems, auch durfte) ging an die POS und machte dort sein Abitur. Danach gings auch die Universität. Ist imo 10mal besser als Klassen mindestens zwei Mal auseinanderzureißen - besonders wenn der erste Schnitt bereits nach der 4. Klasse erfolgt.

Das ist genau der Kern. Das effektivste und beste wäre ein System wie früher in Bayern mit der Kollegstufe; Das definiert ein gewisses Maß an Grundkursen und Leistungskursen. Das ganze um ein, zwei "Förderstufen" ergänzt könnte die Bildung stark individualisieren. Das bedeutet aber im gleichen Maß einen immensen Aufwand an Organisation und auch an Infrastruktur. Immerhin muss jede Form von Bildung gleichzeitig über 8 Jahrgangsstufen (+2 Grundschule) angeboten werden!
 
Es soll auch Eltern geben die allein Erziehend sind und 2 Kinder erziehen müssen.

Da sie aber angeblich zuviel verdienen bekommen sie keine Lehrmittel Förderung, müssen Busfahrkarten selbst zahlen (pro Kind ü1000 €/Jahr) und auch kein Bafög.
Klar bekommen die Kindergeld und Unterhalt.
Aber das reicht eben nicht immer aus.
Und wenn die Mutter dann noch arbeiten muss is auch nicht viel mit bei Hausaufgaben helfen oder Nachhilfe.

Das System ist echt Mist.
Ich bin damals in 3 B Kurse gekommen 2 Stück Mathe und Englisch hatte ich 1 und Deutsch 2.
Da ich in 3 B Kursen war dürfte ich nichtmal nach der 6 Klasse eine Aufnahme Prüfung für die Real machen.
Obwohl ich eigentlich in einen A Kurs hätte versetzt werden müssen besser als 1 ging halt nicht.
Also erstmal 3 Jahre lang mit diversen (unter) Menschen (?) auf der Hauptschule die Null respekt haben dauernd geschwänzt und gesoffen haben keine Hausaufgaben etc.

Eine grauenhafte Lernatmosphäre für jeden der es zumindest versuchen möchte nicht mit Hartz4 zu enden.
Dazu war unsere Klassenlehrerin Anno 1933 und total diskriminierend ggü von Einzelkindern und hat einen auch total demotiviert mit Hauptschule würde man eh nie eine arbeit finden.

Erst als wir Internet hatten habe ich heraus gefunden das man nach der 9 durch Aufnahmeprüfung oder Empfehlungen auf das Gymnasium kann und da erstmal Real nach macht.
Also heimlich zun Rektor geschlichen und ne Empfehlung geholt.

Danach habe ich mein Abi gemacht und innerhalb von 6 Monaten mehr verdient als all jene die meinten ich würde das nicht packen in den letzten 3 Jahren.

Nagut 30% der Weiber aus meiner Klasse wurden auch geschwängert und haben noch nie in ihrem Leben gearbeitet. ..


Wenn man hier was erreichen will wenn die Eltern nicht viel Geld haben braucht man einen eisernen Willen, gute Freunde und jemanden mit dem nötigen Kleingeld.


Aber es gibt auch gute Sachen :) jemand der mehr Geld hatte als ich hat als ich mitte der 10Klasse war geklagt und ich habe das Geld für 6 Monate Busfahrkarten erstattet bekommen.
Meine ehemalige Klassenlehrerin ist keine Lehrerin mehr sie wurde dauerhaft vom Dienst suspendiert ein Jahr nachdem ich meinen Abschluss gemacht habe :)

Es geht schon alles irgendwie nur hat mans manchmal etwas schwerer.

Gesendet von meinem GT-I9305 mit der Hardwareluxx App
 
Mann hätte sein Fachwissen prüfen können, was man ihm nie ermöglicht hat ;)
In meiner Berufsschulklasse, hatten wir damals einen 28jährigen Weißrussen, der hier eine Ausbildung zum LKW Schlosser gemacht hat, weil seine Russische Ausbildung nicht anerkannt wurde. Fachlich, hat er selbst den Lehrern und den Prüfern was vorgemacht. Soviel zur bessern Qualität;)

Noch mal dazu..96 kamen wir als spätaussiedler
aus russland hier hin. Mein vater dipl. Ing maschinenbau, war hier dann nix und meine Mutter studierte kultur arbeiterin eben so. Die vorhandene bildung wurde nicht anerkannt, wir haben dann einige jahre sogesehen in der sozialen unterschicht gewohnt und gelebt....mein vater hat ne werkzeugmech. Ausbildung gemacht und war nur am we zuhause, 3n halb jahre lang....meine mutter hat dann irgendwann ne ausbildung zur heilerziehungspflegerin gemacht...

Nun ja, jetzt ist nach etlichen jobbedingten umzügen ist mein vater an erkannter ingenieur und konstruiert werkzeuge für die auto industrie und meine mutter eine integrations helferin in ner kita...unser haus ist abbezahlt, unsere beiden autos ebenso (neu, bar)

Ist nicht einfach gewesen, aber wenn man dran bleibt geht das. Wobei da möglicherweise auch nicht jeder für geschaffen ist...für normalos ist das glaube kaum vorstellbar, so mit 0 sprache, 0 geld, komplett andere kultur usw. Und dann noch ständiges jobwechseln und umziehen, weil man nur ausgebeutet wird
 
Zuletzt bearbeitet:

Dir ist aber schon aufgefallen das die Arbeit von 2006 ist und Erkenntnisse aus dem Jahre 2001 verwendet, oder? Also nicht sehr repräsentativ für die aktuelle Situation. Es wird sich zwar nicht schlagartig viel geändert haben, aber 12 Jahre sind dann doch etwas viel.

Ich habe seit meiner Krankheit letztes Jahr viel Einkommen verloren und werde auf Arbeit auch nur so halbherzig eingesetzt was nun auch auf dem Konto zu spüren ist. Das merkt man dann doch schon. Besonders jetzt wo meine Herzallerliebste schwanger ist, wir renovieren mussten, neue Möbel angeschafft haben und nun ein neues (gebrauchtes) Auto kaufen wollen. Wer sich einmal gesundheitlich was zuzieht und das sein lebenlang behält hat auf jeden Fall die Arschkarte! Es werden sich in meinem Leben Dinge ändern, aber das dauert halt immer seine Zeit.

Mit zarten 18 Jahren hab ich damals endlich kapiert worum es geht und machte mein Fach-Abi. Mit 22 war ich dann beim Bund, mit 23 studierte ich Wirtchaftsinformatik, fand es ätzend und tödlich woraufhin ich das Studium nach nicht mal ein Semester geschmissen habe. Durch Zufall (zur richtigen Zeit am richtigen Ort) bekam ich einen gut bezahlten Job in der Metallindustrie wo ich immer noch verharre. Ich habe eigentlich auch alles was ich so brauche. Zwei Autos, großen TV, zwei PCs und und und.... aber glücklich macht mich der scheiß nicht. Im Gegenteil. Wer viel hat hat viel zu verlieren.
Erst als meine Frau am 01.01.2013 mir sagte sie sei schwanger hab ich wieder Kraft gewonnen und sammle Ideen was ich mit unserer Zukunft anstellen werde.

Mein Traum ist es eines Tages in Schweden einzuwandern und dort einen netten Job auszuüben. Aber nix mit PC-Mist oder so. Da hab ich echt kein Nerv mehr drauf. Eher mit Energie(-rückgewinnung) oder so. Als ungelernter / unstudierter zwar etwas unrealistisch, dennoch gebe ich nicht auf ;)

So far...
 
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Noch mal dazu..96 kamen wir als spätaussiedler
aus russland hier hin. Mein vater dipl. Ing maschinenbau, war hier dann nix und meine Mutter studierte kultur arbeiterin eben so. Die vorhandene bildung wurde nicht anerkannt, wir haben dann einige jahre sogesehen in der sozialen unterschicht gewohnt und gelebt....mein vater hat ne werkzeugmech. Ausbildung gemacht und war nur am we zuhause, 3n halb jahre lang....meine mutter hat dann irgendwann ne ausbildung zur heilerziehungspflegerin gemacht...

Nun ja, jetzt ist nach etlichen jobbedingten umzügen ist mein vater an erkannter ingenieur und konstruiert werkzeuge für die auto industrie und meine mutter eine integrations helferin in ner kita...unser haus ist abbezahlt, unsere beiden autos ebenso (neu, bar)

Ist nicht einfach gewesen, aber wenn man dran bleibt geht das. Wobei da möglicherweise auch nicht jeder für geschaffen ist...für normalos ist das glaube kaum vorstellbar, so mit 0 sprache, 0 geld, komplett andere kultur usw. Und dann noch ständiges jobwechseln und umziehen, weil man nur ausgebeutet wird
Genau das ist es, was doch irritiert.
Angeblich haben wir einen Fachkräftemangel (ich hasse dieses Wort, zahlungsunwillige Arbeitgeber passt eher) und die Fachkräfte die wie haben, finden nichts und die zugewanderten Fachkräfte bekommen ihre Ausbildungen nicht anerkannt. Wieso muss hier in Deutschland alles so unnötig verkompliziert machen. Kommt ein Wissenschaftler z.B. aus der Ukraine nach Deutschland, sollte man seinen Wissensstand prüfen und dann die Ausbildung anerkennen. Aber wichtiger ist es doch erstmal, das die Fachkräfte die wir haben, Arbeit finden und auch anständig bezahlt werden bevor wir uns noch mehr Lohnsklaven importieren, wie der DIHK Chef Eric Schweizer (miteigentümer der ALBA Group) fordert.
Der Mann behauptet tatsächlich, das wir jeden monat 10000 Zuwanderer bräuchten um den Fachkräftemangel zu bewältigen. Er meint damit sicher eigentlich, wir brauchen monatlich 10000 Zuwanderer, um die Löhne weiter drücken zu können. Ich weiß, was die ALBA Group ihren Mitarbeitern der ALBA Abfallservice GmbH zahlt und das ist schon eine Frechheit, für die harte Arbeit.
 
Ja finde ich auch unfair die Mutter eines Freundes war in Russland Lehrerin und ist wegen den schlechten Gehalt und aus Angst irgendwann in Sibirien zu verschwinden nach Deutschland gekommen.
Ihr Amt wurde natürlich nicht anerkannt ist bei einem Lehrer Beruf ja noch ok, allerdings muss sie jetzt auch sehr hart für wenig Geld arbeiten.


Meine Stiefmutter hatte ein Englisch Studium im Iran absolviert was als Frau schon schwer genug war.
Da ihre ganze Familie sich aus Angst vor Achma Dinjad auf der Welt verstreut hatte ist sie nach Deutschland gegangen.
Auch ihr Studium wurde nicht anerkannt.
Führerschein auch nicht sie hatte 6 Monate Zeit irgend so ne Prüfung zu machen für die sie kein Geld hatte also auch Führerschein verfallen.
So musste sie 2 Jahre bei MC Donald in einer statt mit K die auf lenz endet an einem Bahnhofarbeiten.
Natürlich gabs den Ausländer Lohn 400€ trotzdem arbeiten wie VZ ohne Pause.
Kein Gratis Menü sogar die Sachen die nach einer gewissen Zeit in den Müll müssen mussten die Mitarbeiter dieser Filliale voll bezahlen, fast nur Ausländer.

Die einzigen Ausländer die es hier noch gut haben sind die die eine Dönerbude haben oder etwas Geld mitbringen die anderen haben einfach noch nicht mitbekommen das es Vallhalla Deutschland nicht mehr gibt.

Einstellen wollen sie hier in der Gegend auch keinen mehr lieber einen Zeitarbeiter nehmen für 8,19€ die Stunde.
Letztens war ich in einem solchen Unternehmen um da Leute abzuwerben sogar Ausgebildete Meister waren da und müssen für so einen Sklavenladen schufften.

Wir wollen die Export Nation Nr.1 bleiben und die besten Produkte haben nur billig und von (günstigeren) Ausländern gebaut sollen sie sein..... (ist jetzt nicht böse gemeint)


Schon ärgerlich das ich fast 50% meines Hart verdienten Geldes mittlerweile abgeben muss und da das nicht genug ist wird es 2 mal Versteuert:

1.Wenn ich es verdiene als Umsatz
2.Wenn ich es dann vom Geschäftskonto auszahlen lasse

Ich liebe den Papierkrieg mit dem Steuerberater :shot: zumal wenn der Mist baut muss mein Vater oder Ich in den Knast bzw. Strafe zahlen manche Länder haben da besser Regelungen.


Man müsste das Gesundheits,Steuersystem und seine Lohnpolitik überdenken.
Zumal ich es als Unternehmer mir 2 mal überlege ob ich wem ein hohes Gehalt gebe er hat selten sehr viel mehr davon man hat nur höhere Abgaben für KK,RV etc.



Am besten wäre ich Zuhälter wie der Typ 2 Häuser runter der und seine 2 Frauen sind Arbeitslos bekommen Hart4 oder Sozialhilfe und haben einen Puff :shot:
 
Bitte nicht WirtING mit BWL vergleichen :-( Wir fühlen uns angegriffen!

Gerade an stark technisch orientierten Hochschulen mit anspruchsvollen Modulen beinhaltet wING einen Großteil anderer Ingenieursstudiengänge auf dem gleichen Niveau (gleiche Vorlesungen und Klausuren). Auch an BWL-lastigen Unis wie z.B Karlsruhe werden z.B die Mathe Klausuren auf gleichem Niveau mit den Diplom Mathematikern geschrieben.

Dass BWL an sich n ziemliches Laberfach ist, weiß denke ich jeder. Niemand will dem BWLer seine Relevanz aberkennen - klar braucht man viele davon. Aber die Fächer sind - zumindest verglichen mit ING und MINT - echt easy und ziemlich geschenkt.
 
Das hält ein bekannter Professor von BWL:


:d

---------- Post added at 10:49 ---------- Previous post was at 10:45 ----------

Angeblich haben wir einen Fachkräftemangel (ich hasse dieses Wort, zahlungsunwillige Arbeitgeber passt eher)

Full Ack... leider fallen immer noch viel zu viele auf dieses Märchen vom Fachkräftemangel rein und studieren ohne Herz MINT, nur um dann später im Studium abzukacken.
 
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