[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

@nahkampfwombi

Jeden Tag 16 Uhr zuhause heißt aber auch früh anfangen oder? Halbe Stunde pause wird ja abgezogen, so dass du netto jeden Tag inkl Freitag auf mehr als acht Stunden kommen musst.

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Auf meine Stunden muss ich natürlich trotzdem kommen.
Ich fange meist 7:30 Uhr an. Manchmal auch 7:00 Uhr oder 8:30 Uhr. Je nach Gusto.
Durch Dienstreisen sammeln sich genügend Überstunden an um Freitags trotzdem regelmäßig 13:000 Uhr zu gehen :-)

Für mich ist Luxus einfach Zeit mit Freundin und Zeit für Hobbies. Denn das ist für mich Zeit die ich zum LEBEN habe.
Evtl sehe ich das aber auch einfach zu locker und ist eher den Umständen geschuldet. :(
Lieber verdiene ich ein bisschen weniger aber habe die Möglichkeiten (Zeit,Familie,Freunde,Hobbies) mein bisschen Geld auszugeben/zu nutzen :-)


Das ist für dich früh? :d Ich fange lieber um 6.00 Uhr an und mache dann 14.30-15.00 'nen Schuh. Ich denke mit der Aussage von wombi geht's eher darum dass er weder Überstunden kloppen muss noch auf Montage o.ä. ist.

Korrekt. Und wenn Überstunden anstehen dann werden diese auf die Sekunde genau angerechnet und können abgebummelt werden. Auszahlen lohnt sich einfach nie.
 
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Die Frau eines Arbeitskollegen ist niederglassene Ärztin mit eigener Praxis. Die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern ist schon hoch und die KKs sind auch nicht mehr so zahlfreudig, im Gegenteil.

Ärzte nagen nicht am Hungertuch. Warum das mittlerweile aber immer weniger Leute machen wollen, kann ich nach vielen Erzählungen immer besser verstehen.

Und sie ist wirklich alles andere, als abgehoben.

Arzt ist halt auch nicht Arzt...

Die Frage bei der Praxis ist halt Hausarzt? Oder niedergelassener Zahnarzt mit entsprechenden Pk Kundenanteil?


Bei Ärzten unterschieden sich die Leistungspektren und dementsprechend der Verdienst auch sehr krass..
Wobei Zb Radiologen ganz gut pro Patient Geld bekommen, aber die Technik für die Praxis kostet im Verhältnis auch sehr viel.
 
Sie betreibt eine Hausarztpraxis. Der Patientenstamm ist recht groß. Trotzdem ist das kein "einfach verdientes Geld".
 
Also von den Ärzten die ich kenne fährt keiner ne "Prollkarre". Dafür haben die alle extrem schicke ausreichend große Häuser, große Grundstücke, tolle Inneneinrichtung usw.

Bei meinen Eltern in der Straße ist die Wohndichte an Ärzten schon eher hoch - die dicken Schleudern fahren da nur die Chefärzte und Zahnärzte (Da geht's von M5 über Porsche bis zum Z8).
 
Sie betreibt eine Hausarztpraxis. Der Patientenstamm ist recht groß. Trotzdem ist das kein "einfach verdientes Geld".

Ne 80% deiner Kundschaft sind wahrscheinlich Kassenpatienten mit den normalen Leistungen die Quartalsweise abgerechnet werden... Dazu das Damoklesschwert Regressansprüche wegen Überverordnung.
 
Krass zu lesen, wen ihr so alles kennt (und wen die Leute nochmal alles kennen und dessen Leute usw.) und wo diese Leute alle wohnen, was sie tragen und welche Einstellungen sie haben. :confused:
Da bin ich mal sowas von 0815.

Anhand entsprechender Rückschlüsse müsstet ihr Psychologe und Vermögensberater in einer Person sein ... mit entsprechendem Gehalt - versteht sich :d.
 
Zumal man bei (jungen) Ärzten nicht vergessen darf, dass da sehr wahrscheinlich auch hohe Studienkosten und damit verbundene Kredite existieren die erstmal zurück gezahlt werden müssen. Selbiges bei zB. Piloten, die selbst zu tragenden Kosten sind nicht Ohne und das Gehalt danach extrem Abhängig von der Gesellschaft.
 
MMn. verdienen Ärzte immer noch zu wenig in Deutschland.
Wenn man sich anguckt, wie lange man braucht um Arzt zu sein und wie lange Ärzte so im Schnitt pro Tag arbeiten, absolute Vollkatastrophe.
Einer meiner besten Freunde ist Arzt, würde nicht mit ihm tauschen wollen.
 
Einer meiner besten und am längsten befreundeten Freunde hat letztes Jahr seinen ATPL komplett abgeschlossen und darf seit diesem Jahr auch unterrichten.

Komplett auf Kredit eigenfinanziert, nicht über eine Airline.

Das sind Summen, da kannst du teilweise nen Haus für kaufen. Da musst du erstmal ordentlich ranklotzen um die Kohle wieder reinzufliegen. Da bleibt erstmal nicht viel hängen, wenn du halbwegs vernünftig die Schulden loswerden willst. Trotzdem war und ist es sein Traumberuf, sowas kann man nicht ersetzen.

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MMn. verdienen Ärzte immer noch zu wenig in Deutschland.
Wenn man sich anguckt, wie lange man braucht um Arzt zu sein und wie lange Ärzte so im Schnitt pro Tag arbeiten, absolute Vollkatastrophe.
Einer meiner besten Freunde ist Arzt, würde nicht mit ihm tauschen wollen.

Das unterschreibe ich so. Für die Dauer der Ausbildung und auch den auf obstruierten Bereitschaftszeiten (die in meinen Augen lächerlich niedrig entlohnt werden) verdienen Ärzte deutlich zu wenig. Auch ich würde nicht tauschen wollen.
 
Dauer der Ausbildung sollte imho kein Faktor sein. Was die psychische und physische Arbeitsbelastung angeht Stimme ich dir zu.
 
Wenn Dauer der Ausbildung kein Faktor sein sollte, dann sollte jemand mit 10 Jahren Schule + Ausbildung pauschal das gleiche verdienen können wie jemand mit 13 Jahren Schule + 5-7 Jahre Studium?

Warum sollte man dann noch studieren?
 
Weil es Menschen gibt, die nicht pauschal nur aufs Geld schauen und anhand dessen den Beruf wählen, sondern auch anhand ihrer Wissbegierde.
Das ist zumindest für mich ein Ansatz Deine Frage zu beantworten.
 
Seh ich genauso, grundlegendes Interesse an dem Berufsfeld und Wissensdurst.
 
Wenn Dauer der Ausbildung kein Faktor sein sollte, dann sollte jemand mit 10 Jahren Schule + Ausbildung pauschal das gleiche verdienen können wie jemand mit 13 Jahren Schule + 5-7 Jahre Studium?

Warum sollte man dann noch studieren?
Wie kommt man dazu, Bildung einzig über den Faktor Zeit zu bewerten? Meinste wenn der Auszubildende drei Jahre länger zur Realschule und dann nochmal ein paar Jahre länger zur Berufsschule geht ist der auf dem Wissenslevel eines Facharztes?

In den drei Jahren zum Abi geht's idr um mehr als nur Schulzeit abzusitzen.
Sonst bräuchten wir ja keine Realschulen mehr, wenn pauschal alle qualifiziert fürs Gymnasium sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wird mal wieder maximal missverstanden.
Gemeint war wohl, z.B. ein VWL Bachelor, der nach 3,5 Jahren fertig ist und z.B. ein Arzt oder Jurist, der erst nach 8 oder 10 Jahren wirklich "fertig" ist.
 
@mastergamer:
Du stimmst bestimmt auch der Aussage zu, dass das Einstiegsgehalt eines frischen Akademikers natürlich um ein x-faches höher sein sollte/müsste als das eines frisch ausgelernten Gesellen, um den Verdienstausfall aufgrund der längeren Ausbildung, zu kompensieren, oder ?
 
Dann würde sich ja die Geisteswissenschaft endlich finanziell lohnen :fresse:


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
 
Ganz viele Leute, die nach außen hin ganz toll aussehen und scheinbar alles haben und immer die neusten Sachen und tollsten Autos haben, stottern selbst für die Mikrowelle oder den TV im Badezimmer einen Ratenkredit ab.
Und wenn einer ausläuft und nach 4 Jahren der TV bezahlt ist, werden die 36€ monatlich direkt wieder für den nächsten Ratenkredit für das nächste Goodie, was kein Mensch braucht, benutzt.
Ganz nach dem Motto: Hauptsache die Nachbarn denken ich bin der King und habe Geld im Überfluss.

So ist leider oft meine Erfahrung, wenn man mal durch Zufall ein paar Hintergründe dazu kennt.
Traurige Scheinwelt!
du hast natürlich recht das das wirklich viele machen. ich merke aber auch, das sich viele überhaupt keinen überblick über ihr geld haben und vieles blauäugig angehen. gerade gebaut, hochverschuldet, 2 neue autos vor der tür und dann erstmal 2kinder in die welt setzen. sie hat dachte teilzeit ginge noch, obwohl man mit 2baby sicher keine teilzeit schafft. und sollte man das irgendwann doch packen, frisst der kindergartenplatz das geld locker wieder auf.
ich gebe ehrlich zu, das ich konsumgeil bin. ich habe nen beamer für 3000€ flocken, alle 3-4jahre neu neues auto, satten pc, mit den auch 4k in max details bei nahezu jeden spiel drin ist, immer aktuelles iphone usw... aber finanziert irgendwas davon außer für 1jahr das aktuelle auto? (fast 3jahre ging die sparrate für den außenbereich des hauses drauf, auffahrt, 9x6m carport mit großen schuppen usw... ) nein! der trend zur finanzierung wird ja immer lächerlicher. gestern gehört, das man nun reifen (nicht felge) beim auto finanzieren kann. ehrlich jetzt?


studieren und arbeiten was man immer wollte ist ja schön und gut. aber diese ganzen geisteswissenschaftlichen fächer sind einfach rohrkrepierer. oder germanistik und solche scherze. niemand muss irgendwas studieren was gar keinen spaß macht. aber was studieren, was spaß macht aber kein geld einbringt, ist ziemlich dämmlich und das geheule am ende einfach nur pech gehabt ohne mitleid. bei jemanden, der ein studium schafft, kann man auch von ausgehen, das er vorher prüft, was er mit den abschluss machen kann. gibt natürlich fächer die eine garantie fürn vernünftigen job sind. zb maschinenbau oder wirtschaftsing. ob man die berufge mag ist aber ein anderes thema. aber nen armer maschbauer hats selberer verbockt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@mastergamer:
Du stimmst bestimmt auch der Aussage zu, dass das Einstiegsgehalt eines frischen Akademikers natürlich um ein x-faches höher sein sollte/müsste als das eines frisch ausgelernten Gesellen, um den Verdienstausfall aufgrund der längeren Ausbildung, zu kompensieren, oder ?

Meine Aussage war und ist, dass sich ein Studium in irgend einer Form lohnen muss, ansonsten macht es "niemand" mehr.

Und inwiefern ich dieser Aussage zustimme oder nicht, wie sieht denn die Praxis aus? Bekommen die Absolventen mehr Gehalt als die Gesellen? Falls dem so ist und du das für unverhältnismäßig (zu viel) hältst, sagst du damit also aus dass die Firmen nicht wissen was sie da tun?

Diese Frage ist sowieso überflüssig, der Markt regelt es schon. Wenn durch ein Überangebot an Absolventen die Löhne sinken, studieren es langfristig weniger Leute. Ergebnis => hohe Nachfrage seitens der AG => hohe Löhne.
 
Was macht das für seinen Lebenswandel für einen Unterschied?

Er arbeitet für seine Kohle und kann sie somit auch verprassen, wozu er Lust hat ;)
 
Ich denke schon, dass das einen Unterschied macht... Denn kann ich direkt Geld ausgeben, was quasi nicht von mir kommt, ist es leichter als Geld was ich mir erst "erarbeiten" muss....

Ist nicht negativ gemeint, aber es ist leichter Geld auszugeben, was mir quasi nicht gehörte, als das was ich selbst erwirtschaften musste. Und dann zu sagen "ich bezahle alles bar" macht dann schon ein unterschied :)
 
Meine Aussage war und ist, dass sich ein Studium in irgend einer Form lohnen muss, ansonsten macht es "niemand" mehr..

Die leute strömen doch schon deshalb an die Unis weil keiner bock hat sich schmutzig zu machen und zu buckeln.

Dem Handwerk fehlen die Leute.. Nicht den Hochschulen. Imho muss sich Handwerk wieder lohnen. Die Unis sind schon voll.
 
Aber bestimmt nicht die Azubis oder frisch ausgelernten.
Als Handwerker verdient man auch nur wenn man sein eigenes Geschäft hat und dazu braucht es normalerweise schon ein paar Jahre Erfahrung und nen Meistertitel. Dazu noch eine gewisse Risikobereitschaft und Mut am Anfang.
 
Tut es doch?
Die Handwerker hier bei uns verdienen sich dumm und dämlich, die Auftragsbücher sind voll, da warteste teilweise nen halbes Jahr auf nen Termin.
Die Firmen verdienen prächtig, kann mich aber im Bekanntenkreis nicht erinnern, dass da einer der Handwerker kürzlich mal ne deutliche Gehaltserhöhung bekommen hätte.
Klar haben die gefühlt mehr in der Tasche, wenn die sich überstunden ausbezahlen lassen. Aber dafür knüppeln die teilweise auch 12h am Tag. Auf nen Stundenlohn runtergerechnet verdient der Angestellte Handwerker sicher nicht sonderlich viel.
 
Bist du irgendwie die Gehaltsmeldestelle, dass jeder Bekannte direkt zu dir kommt, wenn er eine Gehaltserhöhung kriegt?
 
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