Autokiller677
Semiprofi
- Mitglied seit
- 09.06.2009
- Beiträge
- 1.161
Dann hab' ich ja alles richtig gemacht.
Eine Mit-Doktorandin hat 1 Jahre auf ein Stipendium gewartet, obwohl sie schon die post-Doc Stelle sicher hatte. Ein Jahr bei Rewe an der Kasse verschwendet... als ich das so live mitbekommen habe, habe ich mich von der akademischen Laufbahn verabschiedet. Auch wenn das eigentlich mal das Ziel war. Die 50 k€ schaffe ich hier mit Weihnachtsgeld dieses Jahr aber auch, denke ich. Kommt immer darauf an, wie das Jahr so lief im Unternehmen.
Akademische Laufbahn != Gutes Gehalt. Vor allem wenn man eben danach auch im Akademischen / Forschungsbereich bleibt. Weder der Prof noch der Forscher im Labor werden jetzt genial gut bezahlt. Dazu noch oft befristet etc. Das macht man für die Forschung, Idealismus etc., und weil man es einfach geil findet, und ja, dann hat man halt auch schonmal eine eine Durststrecke und muss ein Jahr bei Rewe sitzen oder so. Wenn es dafür der Traum ist, ist es das wert.
Ich wollte auch meine Masterarbeit extern schreiben, mind. sowas wie Fraunhofer, oder gleich Industrie - denn im Vergleich zum Fraunhofer wo ich meinen Hiwi Job habe sehen die Uni Institute halt echt mies aus, und auch die Arbeitsbedingungen sind nicht so geil. Aber jetzt hatten sie an der Uni halt ein richtig geiles Projekt, Entwicklung einer Sonde die auf einem Mond im Sonnensystem landen soll. Vieles an wirklich neuer Forschung und nicht nur "Optimierung der Schutzgasführung bei Prozess XY". Sorry, leider geil. Direkt am nächsten Tag zum Prof gedackelt und gesehen, dass ich da reinkomme.

Ich beschwere mich keineswegs über mein Gehalt und dass man im akademischen Bereich entsprechend wenig bekommt, ist mir natürlich schon immer klar gewesen. Es ging mir dabei nur um den Post-Doc im speziellen, da ich keine Lust auf den Stress damit hatte.



