Homeoffice ist doch was feines
Hast du schon einmal über eine längere Zeit Home-Office gemacht? und ich meine jetzt nicht nur mal jeden Freitag von zu Hause gearbeitet?
Ich habe in den letzten 2 Jahren sehr viel Home-Office gemacht. Immer so 3-4 Wochen am Stück, dann wieder beim Kunden 1-2 Wochen vor Ort um alle Mögliche zu besprechen. Das wollte der Kunde so, da aufgrund der langen Anreisezeit er mich ansonsten "verloren" hätte.
In Zeiten von Messengers, Videotelefonie & Co. klappt das mit der Verständigung etc. schon gut. Ich gehöre jetzt nicht zu den Leuten, welche, wenn sie Home-Office machen, dann auch "gleichzeitig" andere Dinge wie kochen, Wäsche machen, Fenster putzen etc. erledigen (alles schon erlebt). Also man sollte hier auch fair gegenüber dem Arbeitgeber sein und das setzt sicherlich ein gewisses Maß an Vertrauen voraus.
Aber: Ich (meine Persönlichkeit -> jeder Mensch ist anders und mag das auch differenzierter sehen) gehöre zu den Leuten die gerne den persönlichen Kontakt, das Flur- und Küchengespräch haben möchten usw., um auch andere Dinge mitzubekommen. Denn wenn man einmal ehrlich ist, oftmals werden die interessanten Dinge (auch berufliche) eben an diesen Orten erzählt oder beim Mittagessen.
Was für Home-Office essentiell wichtig ist, dass du ein Arbeitszimmer hast (das habe ich). Da kannst du am Feierabend alles liegen lassen, Tür zu und gut. Ohne das würde ich es nicht machen wollen. Dies würde auch dann gelten, wenn ich nur einen Tag arbeiten würde (am Küchen-, Ess- oder Wohnzimmertisch geht meiner Meinung mal gar nicht). Du musst den Kollegen/Innen es klarmachen, auch wenn du im Home-Office bist und du dich abgemeldet hast, dann hast du eben Feierabend und es geht erst am nächsten Tag weiter. Wenn die das nicht einsehen können oder wollen, hast du auch ein kleines Problem (das klappte bei mir hingegen sehr gut). Man spart sich natürlich die Fahrzeiten in das Büro, das ist natürlich ein Riesenvorteil und man hat wirklich mehr vom Feierabend (7 Uhr anfangen und gegen 16 Uhr Feierabend). Kommt aber auf keinen Fall auf die Idee, im Schlafanzug vor dem Rechner zu sitzen. Man sollte schon seinen normalen Rhythmus (frühstücken, duschen, anziehen etc.) beibehalten, so wie man auch normal auf die Arbeit gehen würde.
Mein persönliches Fazit: die Möglichkeit zu haben, von zu Hause arbeiten zu dürfen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein (klar das gilt nicht für einen Fließbandarbeiter) und ist für mich auch ein absolutes No-Go, falls ein potentieller neuer Arbeitgeber dies nicht anbietet. Ich werde das auch weiterhin für die Klassiker wie Lieferungen, Handwerker usw. verwenden. Aber nicht mehr ausschließlich, um komplett oder tlw. 2-3 Tage von zu Hause aus zu arbeiten.