[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Hört sich prinzipiell nach Mediziner an, aber in D bekommt man überall mehr also 1450 netto...deswegen ka ob es vllt nicht was anderes ist?
 
Also 4000 netto geht nach einigen Dienstjahren inkl. Nachtdiensten schon in der Medizin. Bei Niedergelassenen sowieso.
Aber dafür gibts gemäß Tarifvertrag auch keine Jahressonderzahlung. :(
 
Bei uns gibt es auch kein Weihnachtsgeld, lediglich eine Zielzahlung im Frühjahr. Das ist dann ca. 1/3 vom Monatsnetto.

Bei mir (gelernter Fachinformatiker SI, seit Sommer 2013 ausgelernt - dann sofort unbefristet im Konzern übernommen - also jetzt 2,5 Jahre dabei)
Gab jetzt im Dezember die erste Beförderung - Jährlich steigt der Bandwert um 5% und im Frühling sind nochmal Verdi-Verhandlungen.

Bin 23, arbeite für einen großen Telekommunikationskonzern, plane Mobilfunknetze und gehe sogar gerne arbeiten :fresse:

37.690,- Brutto (ab Juni 2016 38.690,-)
1.991,- Netto

Reine Fixkosten:

- 622,- Tilgung ET-Wohnung
- 30,- Strom
- 50,- Wasser/Gas
- 60,- Grundsteuer/Müll/Straßenreinigung/Gebäudeversicherung usw...
- 90,- PKW-Versicherung
- 25,- PKW-Steuer
- 25,- Telefon/Internet
- 30,- Mobilfunk
- 46,- Berufsunfähigkeitsversicherung
- 14,- Hausratversicherung
- 100,- Ticket 2000 (Bus u Bahn)
- 28,- Verdi Gewerkschaftsbeitrag

Bleiben 1120,- übrig

Sonstige Kosten (sind natürlich flexibel!):

- 40,- PKW tanken
- 150,- Essen/Trinken auf der Arbeit
- 120,- Einkaufen Lebensmittel, Drogierieartikel...
- 50,- Zigaretten
- 50,- im Schnitt für Klamotten

Bleiben 710,- übrig

Durch mein Nebengewerbe als DJ/Veranstaltungstechnik kommen im Schnitt (im Sommer mehr, im Winter weniger) nach Abzug von Steuern nochmal 700,- dazu.

Also 1.410,- - das ist so der grobe Schnitt


Sparen tu ich nicht großartig, zumindest nichts in der Form von Anlagen, Sparbuch oder sowas. Geld landet aufm Konto oder unterm Kopfkissen und ich seh zu, dass ich immer was auf der hohen Kante hab - falls mal was am Haus ist, Autoreperatur, Haushaltsgeräte oder oder oder...noch dazu bin ich durch mein Nebengewerbe auf funktionierende Geräte angewiesen. Sollte also mein MacBook plötzlich über die Wupper gehen, muss ich innerhalb kürzester Zeit sofort Ersatz haben.

Um das Equipment aktuell zu halten, gehen Jährlich auch gerne so 1.500 bis 2.000,- drauf.

Sonst kaufe ich gerne ein, ob Technik oder Klamotten. Achte da auch auf Qualität - vernünftige, bequeme Schuhe (Nike Air) sind mir das Geld wert, Technik im Haus (TV, PC, Spielereien).
Kaufe auch zu 95% im Einzelhandel (natürlich mit Preisvergleich/MyDealz), auch wenns etwas mehr kostet. Dafür Beratung, Service und keine Wartezeiten :d

Sonst geht viel drauf für den ganzen Luxus, den Mann sich als Junggeselle so gönnt...viel unterwegs, an einem Wochenende können schon mal 100,- für Party usw. draufgehen.
Dazu chronische Faulheit zum Kochen - deshalb auch gerne Sonntag Abends Pizza, McDonald und all die Leckereien :)

Gruß
 
Klingt nach einem netten Leben :d
 
1.991,- Netto für einen 23-jährigen kurz nach seiner Ausbildung... irgendwas habe ich falsch gemacht.
 
Bei nem großen Konzern und wenn man was kann, wieso nicht.
Kommt immer drauf an, was man macht ;)
Im kaufmännischen Bereich z.B. bekommt man lange nicht so viel, zumindest was ich so von meinen Freunden höre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja sicherlich kann man davon als Single ganz gut leben. Wobei ich jetzt auch nicht den über-Lebensstandard habe.
Fahre ein Auto von 2007 (immerhin bezahlt), trage "normale" Klamotten, hab auch keinen Schmuck, Uhren oder sonstiges.
Alle Sachen (außer Bude natürlich) Cash bezahlt - arbeite seitdem ich 14 bin für alle Sachen, nix reiche Eltern :heul:

Und allgemein versuch ich Ressourcensparend zu leben...war bestimmt 10 Jahre nicht mehr in der Badewanne, verbrauche kaum Strom, Heizung nur an wenn ich Zuhause bin, kleinste Mülltonne wo gibt.

Und gibt auch genug Leute in meinem Alter, die bestimmt ne Handvoll Kredite am Start haben...Neuwagen, TV, Apple-Produkte, Haushaltsgeräte, Mobilfunkverträge jenseits von Gut und Böse, teilweise auch Kredite für Klamotten und so.

...und die wundern sich dann, dass am Ende des Geldes noch soviel Monat übrig ist :d

Aber geht alles nur so lange bis Frau und Kindern kommen - dann ist das Lottaleben vorbei :fresse:
...aber bis dahin kann man ja noch etwas genießen :-) und 2x im Jahr nach Malle fliegen :fresse:
 
Gut, dass ich die Hoffnung habe, das ganze dann in der zweiten Hälfte meiner 20er nachzuholen, sonst würde ich jetzt auch ne Ausbildung anfangen glaub ich :fresse:
Sehs ja schon bei einigen meiner Freunde, die ne normale Ausbildung gemacht haben... Schöne Wohnung, nettes Auto, drei Wochen im Jahr all inclusive in Urlaub, am Wochenende jedes Mal 50€ aufn Kopf hauen... :-[
 
Ich habe auch nur eine normale, kaufmännische Ausbildung gemacht und kann mir alles leisten, was ich möchte. Habe zudem noch einiges gespart. Aber ich habe in meinem Beruf irgendwie die Angst, dass ich nicht weiterkomme. Also das ich finanziell und beruflich immer auf der Stelle tanze.
 
Bei nem großen Konzern und wenn man was kann, wieso nicht.
Kommt immer drauf an, was man macht ;)
Im kaufmännischen Bereich z.B. bekommt man lange nicht so viel, zumindest was ich so von meinen Freunden höre.

Konzern hat sicherlich seine Vorteile, aber auch ein paar Nachteile.

Beispielsweise haben wir in ganz Deutschland den selben Tarifvertrag. Also haben die Jungs in München im Monat auf den Cent genau das Selbe auf dem Konto - müssen aber einiges mehr fürs Wohnen zahlen.

Ebenfalls die Jungs aus dem Osten - die zahlen weniger fürs Wohnen.

Zudem gibt es fest definierte Gehaltsgruppen - und da kommt man auch nur weiter, wenn irgendwo etwas frei wird bzw. der Bedarf da ist.
Mal eben, wie in kleinen Betrieben, zum Chef gehen und sagen "ich hätte gerne 3000,- Jahresbrutto mehr!" gibts hier nicht.
...und dazu halt noch die vielen kleinen Dinge, Regeln, Strukturen, die man bei einem Ex-Staatsunternehmen so hat.

Alles ist geregelt, alles ist auch etwas unflexibel und man ist einfach nur eine "Nummer" im Unternehmen.


...trotzdem ist jeden Monat pünktlich die Kohle auf dem Konto, kann auch mal etwas rumlenzen und hat einen ziemlich sicheren Arbeitsplatz (bis zur Rente?)

Gibt aber auch Schattenseiten hier: Leih- und Zeitarbeit wird immer mehr, früher war alles schöner, besser, mehr Lametta (von Erzählungen), Umstrukturierungen in den kleinen Niederlassungen
 
Ich habe auch nur eine normale, kaufmännische Ausbildung gemacht und kann mir alles leisten, was ich möchte. Habe zudem noch einiges gespart. Aber ich habe in meinem Beruf irgendwie die Angst, dass ich nicht weiterkomme. Also das ich finanziell und beruflich immer auf der Stelle tanze.

Dann würde ich mich irgendwie fortbilden, z.B. studieren oder Handelsfachwirt oder was es noch so gibt machen, um mich für irgendeine höherqualifizierte Position zu empfehlen.
Mehr Geld für die gleiche Arbeit ist wahrscheinlich nicht so einfach, und ich denke in den meisten Fällen kommt man an besserbezahlte Jobs nur durch mehr Ausbildung dran
 
Man darf nicht vergessen, dass 700 durch einen Nebenjob reinkommen.

@tobi
Wie sieht denn netto deine wöchentliche Arbeitszeit aus inkl Nebenjob? Für mich wäre das nichts, neben einem Vollzeitjob noch die Wochenenden mit arbeiten zu verbringen. Wenn es Spaß macht, ist es immer gut wenn das 'Hobby' auch Geld bringt. Aber ich mach mir da lieber einen Lenz, mach was im Verein mit der Clique etc.
Und natürlich Freundin.. Ich glaube die fände es nicht prickelnd wenn ich am we kaum Zeit hätte. Finanziell wäre es kein Unterschied, sie verdient mehr als ich :d
 
Ich bin 33 und verdiene ~1930 Netto. Reicht für mich aber auch vollkommen aus und ich habe keine Ambitionen mehr zu verdienen. Dafür hab ich viele Freiheiten, ein eigenes Büro, kann (fast) kommen und gehen, wann ich will. Hab keinen wirklichen Vorgesetzten, fahre 5 Minuten zur Arbeit, keine Parkplatzprobleme usw.

Geld alleine ist nicht Alles.
 
Das stimmt. Aber mit fixkosten relativiert sich das.
Ich finde das brutto nicht sonderlich hoch. Das netto rechnet sich dann ja danach aus.
 
Man darf nicht vergessen, dass 700 durch einen Nebenjob reinkommen.

@tobi
Wie sieht denn netto deine wöchentliche Arbeitszeit aus inkl Nebenjob? Für mich wäre das nichts, neben einem Vollzeitjob noch die Wochenenden mit arbeiten zu verbringen. Wenn es Spaß macht, ist es immer gut wenn das 'Hobby' auch Geld bringt. Aber ich mach mir da lieber einen Lenz, mach was im Verein mit der Clique etc.
Und natürlich Freundin.. Ich glaube die fände es nicht prickelnd wenn ich am we kaum Zeit hätte. Finanziell wäre es kein Unterschied, sie verdient mehr als ich :d


Die 700,- vom Nebenjob kommen noch "on top"

38h ganz klassisch von Montag-Freitag inkl. Gleitzeit beim normalen Job. Und ich lasse Freitags um 14h aus Prinzip den Stift fallen :d


Dazu bin ich im Schnitt noch 2-3 Samstage im Monat unterwegs. Pro Job bin ich da 11-15 Stunden unterwegs, kommt immer drauf an wo.
Mal sind es auch nur 5-6 Stunden im Club.

Vorteil ist halt, dass ich das alles selbst steuern kann. Also wenn ich keine Lust hab, dann sag ich dem Termin halt nicht zu sondern mach lieber was anderes.

Ist teilweise schon stressig, aber es macht trotzdem immer Spaß, man sieht viel von der Welt, lernt immer neue Leute kennen, Essen+Trinken alles dabei.

Habe auch nicht vor das mein ganzes Leben so zu betreiben...im Moment alles kein Problem, bin jung und flexibel, motiviert und hab keine Frau Zuhause sitzen.

Aber irgendwann wenn Frau und Kinder da sind, werd ich das mit Sicherheit deutlich einschränken, sodass ich dann vllt. noch 1x im Monat unterwegs bin.
 
52k jährlich? Woah, ich hätte jetzt echt gedacht das wären bei dir deutlich mehr, da du ja auch von einem Gehaltssprung gesprochen hast, als du den Arbeitgeber gewechselt hast. Du hast ja auch schon ein paar Jahre Berufserfahrung, oder? oO

Falls du Softwerker bist: Ich kenn da ne Firma ein paar hundert Meter von deinem jetzigen Standort die dir garantiert mehr gibt und im Moment auch gute Leute sucht...


Bei mir im Moment:

+ 2325 € netto aufs Konto
+ 84 € Essensgutscheine
+ 44 € Gutscheinkarte

- 770 € Miete
- 75 € Riester
- 70 € BU-Versicherung
- 40 € Strom (Abschlag)
- 30 € Handy
- 30 € Internet + Telefon
- 28 € Sky
- 25 € Fitness Center
- 17 € GEZ

Unterm Schnitt 1050 €, sollten also 1275 plus die Goodies übrig bleiben für Essen, Kleidung, Spaß, usw.


Ab nächstem Jahr kommt da noch dazu:

- 410 € Leasingrate Auto (all inclusive, Sprit, Versicherung usw., dafür fallen ~150 an Ausgaben für ÖPNV weg)
- 20 € Zahnersatzversicherung
- 25 € Rechtsschutz (maybe, das ist noch nicht sicher)
- 125 € Riester (also +50, um die Förderung zu kriegen...)
 
irgendwie erreicht man als normaler ingenieur schon bei 65 - 75k € das ende der fahnenstange, außer du gehst zu audi und co. und bekommst noch x-mal mehr.

Na, nicht unbedingt. Ein Arbeitskollege ist jetzt zu Audi, der kriegt ~4500 brutto im Monat. Gut, der hat 35h, aber davon abgesehen ist das jetzt nicht sooo viel mehr als du bei nem guten Tier-1 kriegen würdest.

Ansonsten kriegst du Post. :p
 
Was für ein Ingenieur bist du denn?
 
Wer, bawder oder ich?

Ich bin Bitschubser, habe ET&IT studiert und sehe mich selbst als Technischer Informatiker. Steuergerätecode ist meine Welt... schaffe derzeit als Software-Tester (aber nimmer lange) und -Integrator. Im neuen Jahr kommt dann noch Architekt dazu. Freu mich schon drauf, AUTOSAR Basis-SW. :)
 
als normaler Ing bei 75k Ende..., oh noes, lol :d
 
als normaler Ing bei 75k Ende..., oh noes, lol :d

Das Thema wurde neulich mal in einem Ingenieurs-Forum diskutiert... da wurde dann auch vorgerechnet, dass man im Konzern bei maximaler ERA-Stufe, plus maximaler Leistungszulage, plus 40h-Woche, auf knapp über 100k kommen kann. :fresse:

Das ist dann aber wirklich Ende der Fahnenstange, danach kommt AT. KA was bei uns die Abteilungsleiter kriegen, aber es liegt auf jeden Fall deutlich darüber. :d
 
Für mich ist's die Zeit...

Ich will nirgendwo landen wo ständig Wochenend-Arbeit nötig ist oder aber ich 50h die Woche kloppen muss. Es gibt hier in meinem Team zwar auch Leute die das machen, aber das ist freiwillig, da steht keiner mit ner Pistole hinter denen und zwingt die dazu. Was ich da von Bekannten aus anderen Firmen höre lässt mich in der Hinsicht gruseln.

35h wären allerdings dann noch mal richtig nice. :)
 
Die 35h Woche ist doch gewollte Sozialismus, damit niemand durch Arbeit reich werden kann (natürlich plus den Steuern). :-P
Reich wird man in Deutschland doch nur durch viel Kohle (muss man schon haben/erben) und die Portion Glück, richtig investiert zu haben (natürlich alles an den Fiskus vorbei geschoben).

Damit es nicht zu off-topic wird:
Auf die Bank: 3000
Aus der Bank: Fixkosten funktionierendes Wohnen: 770
Supermarkt (war halt länger in nem 3. Welt Land, wo mir ausgegeben wurde, wo alles billiger ist): 92
Essen auf der Arbeit (war nicht oft schaffen, s.o.): 40
Mobilität (Auto steht halt rum, wenn man net da ist): 42
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Bleibt halt etwas über 2000 von Mitte November bis Mitte Dezember übrig (halt total verzehrt und an der Realität vorbei :-P)

Ok, davon ging noch relativ viel Amazon weg.......
 
Und die Arbeitsumgebung sollte auch nett sein... die Kollegen bei der Audi hausen in Containern, da hätte ich für 500 € brutto mehr im Monat keine Lust drauf. Ausm Nachbarbüro hab ich bei gutem Wetter Blick auf die Zugspitze. :fresse:
 
Meinte eigentlich bawder.
In der Automobilindustrie kommt mir das nämlich auch "zu wenig" vor.
Auch die 36k Einstiegsgehalt wären da für mich indiskutabel, wenn man sieht, dass ne Seite vorher der FiSi 38k kurz nach der Ausbildung verdient ;)
 
für mich ist es einfach nur traurig, sowas zu lesen. Meine Meinung.

Wieso? Ist halt so für Ings in der Automobilindustrie. Unter 48k würd ich in Bayern nicht einsteigen, da verkauft man sich unter Wert.
 
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