[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Kommt halt nicht nur auf den Job sondern auch auf die Situation an.

Für meinen Job (Software Engineer) würde ich wahrscheinlich auch keine BU machen. Im Worst Case kann ich meinen Beruf nicht mehr ausüben, mach was anderes und verdiene nur noch die Hälfte und muss mich einschränken. Könnte ich mit leben weil ich das Risiko für ziemlich gering halte.

Nun ist es aber so, dass ich eine Frau und zwei Kinder habe. Die würden mit unter dem stark verringerten Einkommen leiden. Das will ich nicht, daher macht die BU für mich Sinn.

Genauso verhält es sich mit meiner Risikolebensversicherung.
 
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Kommt halt nicht nur auf den Job sondern auch auf die Situation an.

Für meinen Job (Software Engineer) würde ich wahrscheinlich auch keine BU machen. Im Worst Case kann ich meinen Beruf nicht mehr ausüben, mach was anderes und verdiene nur noch die Hälfte und muss mich einschränken. Könnte ich mit leben weil ich das Risiko für ziemlich gering halte.

Ich will den Job sehen, den du noch ausüben kannst, wenn du für Software Engineer nicht mehr fit genug bist.
 
BU Ja oder Nein ist immer eine kritische und sehr persönliche Frage. In jedem Beruf besteht ein gewisses Risiko, dass man Berufsunfähig wird. Wenn das Risiko entsprechend gering ist kalkulieren das auch die Versicherungen in den Tarif bzw. den individuellen Beitrag ein sodass dieser entsprechend geringer ausfällt. Ich lebe mit einer BU besser weil ich weiß, dass ich abgesichert bin und der Monatsbeitrag ist zwar recht hoch aber macht mich jetzt nicht arm oder lässt mich irgendwo Abstriche machen. Die BU zählt zu einer der Versicherungen, die sehr oft auch von unabhängiger Stelle als Empfehlenswert bzw. Pflichtversicherung gesehen wird. Aber das Thema kommt hier ja auch in aller Regelmäßigkeit auf ;)
 
Ich habe mich aufgrund etwaiger Hobbys, wie u.a Krad für eine BU entschieden. Da muss es gar nicht mal nur auf das Risiko am AP ankommen.
 
Was denkt ihr ab welchem Gehalt kann man eine Familie gründen?
Ich denk so ab 3000 Euro Netto, in einer größere Stadt. Da geht ja allein schon 1500 Euro für die Wohnung weg.
 
Würde nicht unter 6k netto anfangen :fresse:
 
Bei mir ist das Gehalt stark von den Arbeitsstunden abhängig.
Gehe ich von den Vertraglich zugesicherten Stunden aus, habe ich inkl. aller Zulagen so um die 1550€.
Mache ich jedoch (wie eigentlich jeden Monat) Überstunden, habe ich inkl. aller Zulagen um die 2100€.

Hat ein Monat (wie z.B. Dezember) mehrere Feiertage, verdiene ich aber auch noch etwas mehr.
Jetzt im Dezember müssten es um die 2400€ sein.

Meine Ausgaben:
420€ Warm Miete inkl. Heizkosten (27 qm²)
25€ Strom
35€ Telefon und Internet
10€ Handy (Prepaid)
~300€ Auto (Versicherung, Steuer, Sprit (ist mal etwas mehr, mal etwas weniger))
60€ Sonstige Versicherungen
250€ Haushaltskasse (Essen, Getränke, Haushaltsartikel)

~1100€

Arbeite ich also nur meine Sollstunden, bleiben mir um die 450€.
Mit Überstunden sind es um die 1000€.

Jenachdem überweise ich dann noch Geld auf mein Sparbuch, aber das ist jeden Monat unterschiedlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also wir kommen mit meinen 2.500 EUR + 2x Kindergeld + 400 EUR Elterngeld hin. Müssen aufs Geld schauen, aber es reicht. Wenn mein Gehalt steigt oder meine Frau wieder (halbtags) arbeiten geht, dann sollte das besser aussehen!
 
Und das, obwohl du ja mit deinen zarten 27(?) Jahren schon ein eigenes Haus besitzt ;)

Man muss halt mit Geld umgehen können. Das können viele nicht. Deshalb gibt es da auch keinen pauschalen Einkommensbetrag.
Außerdem hängt es natürlich extrem vom eigenen Anspruch ab. Meine Schwester hat ein Einkommen von Ca 1800€. Also als Familie. Zu dritt inkl Kindergeld. Die kommen auch zurecht. ein Cousin dagegen hat sich mit 2k netto und eigener Wohnung inkl Auto so verschuldet, dass er mit 27 schon wieder zu Mama und Papa gezogen ist. Kam einfach nicht zurecht (Wohnung warm unter 500€)
 
@astra 1.8
Das ist wohl auch ein wichtiger Aspekt den du da ansprichst.
Man muss mit Geld umgehen können und die eigenen Ansprüche spielen da eben auch noch mit rein.

Mich würde wohl auch interessieren, was für Jobs ihr bei eurem Gehalt so macht. :)
 
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Also wir kommen mit meinen 2.500 EUR + 2x Kindergeld + 400 EUR Elterngeld hin. Müssen aufs Geld schauen, aber es reicht. Wenn mein Gehalt steigt oder meine Frau wieder (halbtags) arbeiten geht, dann sollte das besser aussehen!



Wir haben zusammen inkl. 1x Kindergeld so 2200-2400€ im Monat - langt aber dank Eigenheim. Viel zurücklegen geht natürlich nicht... Sobald man nen Polster hat geht iwas Kaputt. (letztens wieder >1k in die Heizung investiert, in 2 Monaten wieder ~1,3k Heizgas... Usw.)
 
Zurücklegen... Daran brauch ich aktuell gar nicht erst zu denken^^

Deinem Nicknamen entnehme ich, dass du wahrscheinlich von 85 bist, also so um die 30 bist. Denke mal, unser Gehalt wird bestimmt noch was steigen und wir haben auch noch was Zeit um Rücklagen zu bilden. Ein Eigenheim ist da glaube ich schonmal der richtige Anfang :)
 
Was denkt ihr ab welchem Gehalt kann man eine Familie gründen?
Ich denk so ab 3000 Euro Netto, in einer größere Stadt. Da geht ja allein schon 1500 Euro für die Wohnung weg.

Summe egal, solange du mit Geld umgehen und Prioritäten setzen kannst. Beim zusammenziehen ändern sich die Ansprüche schon ggü. Singleleben, wenn Kinder ins Spiel kommen nochmal zusätzlich.
Ein Bekannter von mir hat vor einigen Jahren mit 3200€/brutto/Monat angefangen, kurz darauf erfahren dass die Freundin (zu dem Zeitpunkt Studentin) schwanger ist. Alles nicht geplant, Haus gemietet (das wird auch nicht wenig gekostet haben!) und so schlecht geht's ihnen finanziell wohl nicht.
Was man so gerne unterschätzt: Das Nettogehalt >davor< ist kaum richtig aussagekräftig. Bei verheirateten Paaren mit gemeinsamer Veranlagung werden die Freibeträge verrechnet, was bei unterschiedlich hohen Einkommen direkt zum höheren Nettoeinkommen führt. Wenn ein Part nicht arbeitet wegen Studium, ist die Ersparnis an Steuern ebenfalls gewaltig. Sobald Kinder dazu kommen, kommt die Familienförderung zum Tragen: Pro Kind gibt es Kindergeld, dazu Elterngeld, dazu Steuerfreibeträge.
 
Steuerfreibetrag? Meinst aber nicht den Kinderfreibrtrag... Den gibt es ja nicht in Verbindung mit Kindergeld soweit ich weiß
 
Steuerfreibetrag? Meinst aber nicht den Kinderfreibrtrag... Den gibt es ja nicht in Verbindung mit Kindergeld soweit ich weiß

natürlich...den kinderfreibetrag bekommt man davon unabhängig. macht im monat aber so gut wie nix aus.
 
Quelle Wikipedia

Der Kinderfreibetrag ist ein Freibetrag im deutschen Steuerrecht, der bei der Besteuerung der Eltern einen bestimmten Geldbetrag steuerfrei stellt.

Bei der Einkommensteuer werden gezahltes Kindergeld und Steuerersparnis durch den Kinderfreibetrag so miteinander verrechnet, dass jeweils das Beste für den Steuerpflichtigen herauskommt. Beim Solidaritätszuschlag und der Kirchensteuer wird der Kinderfreibetrag in jedem Fall angerechnet.

1 kind: zu versteuerndes Einkommen 63k...
 
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Summe egal, solange du mit Geld umgehen und Prioritäten setzen kannst. Beim zusammenziehen ändern sich die Ansprüche schon ggü. Singleleben, wenn Kinder ins Spiel kommen nochmal zusätzlich.
Ein Bekannter von mir hat vor einigen Jahren mit 3200€/brutto/Monat angefangen, kurz darauf erfahren dass die Freundin (zu dem Zeitpunkt Studentin) schwanger ist. Alles nicht geplant, Haus gemietet (das wird auch nicht wenig gekostet haben!) und so schlecht geht's ihnen finanziell wohl nicht.
Was man so gerne unterschätzt: Das Nettogehalt >davor< ist kaum richtig aussagekräftig. Bei verheirateten Paaren mit gemeinsamer Veranlagung werden die Freibeträge verrechnet, was bei unterschiedlich hohen Einkommen direkt zum höheren Nettoeinkommen führt. Wenn ein Part nicht arbeitet wegen Studium, ist die Ersparnis an Steuern ebenfalls gewaltig. Sobald Kinder dazu kommen, kommt die Familienförderung zum Tragen: Pro Kind gibt es Kindergeld, dazu Elterngeld, dazu Steuerfreibeträge.

Dabei ist dann nicht zu vergessen, dass in dem Fall eine ordentliche Nachzahlung ans FA vor der Tür steht ;-) Unter Strich spart man natürlich steuern, aber nicht soviel, wie das monatliche Netto vermuten lässt.
 
Kinder - der neue Geldsegen!

Definitiv nicht; Immerhin wird die Ausgabenseite auch erheblich höher. Aber es erhöht sich ja nicht nur die Ausgabenseite, auf das wollte ich hinaus.

Ich kenne auch niemanden wirklich, den der Faktor "Kinder" in die Schulden getrieben hat - die Leute, die ich in der Hinsicht kenne haben eher das Problem, dass Anspruch und Einkommen schlicht nicht zusammenpassen wollen. Nur einer arbeitet mit mittelhohem Einkommen, zwei Kinder im Teenageralter? Neue Wohnung, neues Auto, alles kein Problem!
Was ich übrigens auch beobachte sind welche, wo die Kinder alles in den allerwertesten geschoben bekommen. Was sie nicht bekommen ist Zeit mit den Eltern ...

Dabei ist dann nicht zu vergessen, dass in dem Fall eine ordentliche Nachzahlung ans FA vor der Tür steht ;-) Unter Strich spart man natürlich steuern, aber nicht soviel, wie das monatliche Netto vermuten lässt.

Öh ja, das kommt halt immer auf die genauen Summen an, das deutsche Steuersystem ist so dermaßen krank...
 
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Mal ehrlich, wer fragt ob man ab Einkommen X eine Familie Gründen kann, der sollte es direkt lassen, denn dann sind die Prioritäten falsch gesetzt.
 
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