[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Dass unser System nicht das beste ist wissen wir doch alle. Aber was genau anders machen. Irgendwie ist immer ein Kompromiss nötig. Aber wenn ich so Studiengänge sehe wie "Kulturwissenschaften", "Sprache und Text" dann braucht nachher sich echt niemand beschweren, dass er für den Bachelor 30k in den Sand gesetzt hat und mit einem Praktikum in den Beruf "einsteigen muss".
 
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Geb ich dir recht LastGen, so höre ich es auch immer von meinen viel jüngeren Geschwistern in anderen Schulen/Bundesländern. Da ich auf einem Dorf/Kleinstadtgymnasium war hatten wir Klassen/Kursgrößen von 21-24 Mann (Religion sogar nur 9^^) und da war da sehr viel entspannter. Dank dualen Studium waren wir auch nur 24 Mann im Unikurs, was auch wieder etwas ganz anderes war als im normalen Studium mit überfüllten Räumen.

In den Berliner Schulen in denen ich häufiger Präsentationen zum dualen Studium gehalten habe, habe ich aber leider auch ganz andere Dinge gesehen, wo ich mir dachte "Ist das wirklich eine Oberstufe?"
 
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Lehrer bewerten sowieso nur nach Sympathie. Mein Abi-Schnitt war deutlich schlechter als jetzt im Studium.
Hat man einmal schlechte Karten bei einem Lehrer hat man immer schlechte Noten. Und das kann man kaum ändern...
Die Noten in der Schule sind mMn. aufgrund dessen wenig aussagekräftig, verbauen aber vielen ihre Zukunft...
 
Kreativ-medien-Branche.
Hab vergessen das es meist so ne 50h Woche ist, in Stresszeiten aber eher 60+
Klingt nach Werbeagentur? Um 9h anfangen und wenn man abends um 20h geht wird man noch blöd angemacht. Und die Agenturen schaffen noch eine tolle Arbeitsatmosphäre, damit man sich wohl und heimisch fühlt - damit man nicht nach Hause geht.

In einer Agentur bist du entweder Chef oder Chef - alles andere lohnt sich finanziell überhaupt nicht.
 
LastGen, Thüringen war wohl eines der Länder mit einem beständig gutem 12-Jahre-Abitur.
Da haben sich die Noten kaum geändert nach oben und waren schon sehr gut im Vergleich.
Kleine Tendenzen nach oben war auch da, aber nicht wie in Berlin oder Bayern, wo offensichtlich was nicht stimmen konnte.

Ich sag ja nicht, dass Leute ohne Abitur kein Studium gewährt werden sollte, aber man muss schon eine Auswahl treffen.
Ich hatte in der Uni damals Leute sitzen - meine lieber Herr, da waren wohl Schuhe mit Klettverschluss die beste Schuhwahl! ;>

Verstehst was ich meine?
 
Lehrer bewerten sowieso nur nach Sympathie. Mein Abi-Schnitt war deutlich schlechter als jetzt im Studium.
Hat man einmal schlechte Karten bei einem Lehrer hat man immer schlechte Noten. Und das kann man kaum ändern...
Die Noten in der Schule sind mMn. aufgrund dessen wenig aussagekräftig, verbauen aber vielen ihre Zukunft...

Schwierige und gefährliche Aussage. Sicher kommt sowas vor aber viel liegt doch am Alter und einem selber. Schlechte Noten wurden bei uns auch immer auf die blöden Lehrer geschoben aber das ist denk ich schon immer so. Schau ich jedoch mal die paar Jahre in meine Schulzeit zurück, hab ich wenig gelernt etc. und auch enstprechend nur mittelprächtige Noten gehabt. Im Studium ist man meist schon etwas älter und geht das ganze auch mit einer anderen Motivation an.

@HW-Mann
Das G8 System wurde in Thüringen ja aus der DDR übernommen. Die ersten zwei Jahre des Systems waren dort auch sehr holprig und dann ging es stets aufwärts und hat sich auf einem guten/hohen Niveau eingependelt. Die Schulen und Länder brauchen einfach eine Umstellungszeit bis alles klappt.


@TimeOut
Bist du Berufseinsteiger? Sind solche Gehälter wirklich normal oder hast du den job nur aus "Not" angenommen?
 
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Dass unser System nicht das beste ist wissen wir doch alle. Aber was genau anders machen. Irgendwie ist immer ein Kompromiss nötig.
Darüber müsste man sich in der Tat den Kopf zerbrechen. Das sollte man zumindest und früher oder später wird man das auch müssen. Dass Deutschland eine führende Bildungsnation mit grandiosen Wissenschaftlern wie Einstein war, ist schon 100 Jahre her. Seitdem hat sich vieles auf der Welt geändert, aber eines blieb gleich: Das Klassenzimmer.
Ich habe da keine konkreten Vorschläge und entschuldige mich mal damit, dass es "nicht mein Job" ist. :p Es gibt z.B. den Schulverbund "Blick über den Zaun", der immerhin aktiv nach Veränderungen und Verbesserungen sucht. Vor allem die individuelle Förderung von Schülern halte ich für wichtig.


Lehrer bewerten sowieso nur nach Sympathie.
Ich kann das insofern konkret bestätigen, dass ich zwei Lehrer hatte, die Abiturpunkte nach oben "korrigiert" haben, wenn man ihnen in den Ferien zuvor beim Sortieren einiger Dokumente geholfen hat. Das wurde auch ganz offen ausgesprochen, als Lehrer haben die nämlich nichts getaugt und niemandem etwas beibringen können.
Der Rest schwankt irgendwo zwischen Menschlichkeit und Unprofessionalität. Erstaunlich angenehm waren die "frischen" und jungen Lehrer: Neue Lernmethoden, gute Konzepte mit intensiver Kommunikation und Aufopferung der eigenen Freizeit zugunsten der Lernerfahrung. Welcher Lehrer trifft sich schon mit den Schülern am Wochenende um den Lernstoff ausreichend zu bearbeiten? Sicherlich nur jemand, der diesen Job auch wirklich aus Überzeugung ausübt.

Ich hatte in der Uni damals Leute sitzen - meine lieber Herr, da waren wohl Schuhe mit Klettverschluss die beste Schuhwahl! ;>

Verstehst was ich meine?
Um ehrlich zu sein klingt das oberflächlich, hehe! Klär mich bitte auf, was du damit genau meinst - ich hab ein Brett vor dem Kopf.
 
Es ist nicht deren Aufgabe, das stimmt. Aber es war eine Alternative, die mir gezeigt hat, dass die 45 Minuten Frontalunterricht nicht zeitgemäß sind. Und das Problem b) hängt doch auch damit zusammen, dass Lehrer eben nur noch den Prüfer spielen und nicht in der Lage sind die Schüler zu motivieren und in den Unterricht einzubringen.
 
Ist hier irgendwer Steuerfachangestellter/Steuerfachwirt/Bilanzbuchhalter/Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer?

Gesendet von meinem GT-N7100 mit der Hardwareluxx App
 
Also ich hab mit Steuer zu tun, aber auf der anderen Seite. Wenn du verstehst was ich meine.
 
Es ist nicht deren Aufgabe, das stimmt. Aber es war eine Alternative, die mir gezeigt hat, dass die 45 Minuten Frontalunterricht nicht zeitgemäß sind.

Das ist mMn. zu pauschal. In einigen Fächern eignen sich Diskussionen und Gruppenarbeiten einfach deutlich besser als andere, wobei ich sagen muss, dass ich tendenziell bei knallhartem Frontalunterricht immer am meisten gelernt hatte. Im MINT Bereich sowieso (außer in Physik / Chemie die Durchführung von Experimenten, das macht man hin und wieder (!) am Besten mal selbst), und auch in Deutsch und Französisch hatte ich ein paar Jahre Lehrer vom alten Schlag, die vorne 45min Stoff gekloppt haben und dann gabs Hausaufgaben. Da hab ich richtig was gelernt, nicht wie in den ganzen Gruppenarbeiten, wo alle genausoviel wissen wie man selbst und dann nix rauskommt.

Andere Fächer, z.B. Politik / Sozialwissenschaften brauchen natürlich gute Diskussionen. Wobei die auch um Größenordnungen besser werden, wenn die vom Lehrer moderiert werden, da hatte ich in der Oberstufe das Glück, dass mein Sowi Kurs nur aus 6 Leuten bestand. Vieeeeel besser als nur in Kleingruppen zu diskutieren ohne Moderation.
 
Autokiller677, damit war auch keine typische Gruppenarbeit in einem Klassenraum gemeint, sondern eher ein mehrstündiger Workshop. Wir waren etwa 8 Leute, das kam also recht nah an die Gegebenheiten in deinem SoWi-Kurs ran.

Dass das alles pauschale Aussagen sind, ist klar. Es versuche eher meine Erfahrung zu äußern. Denn ich hatte bestimmt auch guten Frontalunterricht. Aber das war wohl den kompetenten Lehrern zu verdanken und nicht der Tatsache, dass das Konzept von einem Lehrer und 30 Schülern so genial ist.
 
Also ich habe auf einer ganz normalen Hochschule studiert nix mit privat.
Problem ist das der Abschluss trotzdem nicht viel Wert ist weil es viele Quereinsteiger gibt und viele wo 6 Monate auf einer Privatschule "studiert" haben.
Und was heißt hier brotlose Kunst, wenigstens mache ich das was ich kann und wo ich Talent hab.
Die ganze arrogante Typen die Geld von A nach B bewegen sind auch nicht mehr Wert.

@TimeOut
Bist du Berufseinsteiger? Sind solche Gehälter wirklich normal oder hast du den job nur aus "Not" angenommen?

Naja was heißt Berufseinsteiger nach mehren Praktikas die schlecht bezahlt waren.
Ansich habe ich shcon gut 2 Jahre Berufserfahrung.
Und mir geht noch gut im Vergleich zu anderen. Viele ziehen von Praktikum von Praktikum oder kriegen nichtmal das.
Traurig das die Branche trotzdem nach mehr Leute nachfragt, und immer mehr Schule eröffnet werden.
Ist doch im Game Bereich genauso.
Hauptsache noch ein Game Design Studiengang aufmachen.
 
Praktika sind halt immer so eine Sache. Häufig werden die auch nicht als Berufserfahrung angerechnet.
 
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Können wir uns hier auf Praktika einigen? :wink:
 
Ich frage mich wirklich ganz nüchtern, wozu wir 16 Bundesländer mit 16 Kultusministerien benötigen, die fast alle nichts auf die Reihe bekommen, und Bildungs- und Schulpolitik als Riesenspielplatz betrachten, bei dem in schöner Regelmäßigkeit herumgedoktort wird... Andererseits, Bildung ist Deutschland, gemessen an seiner Wirtschaftsleistung sowieso nichts wert, da reicht schon ein Blick in die Haushalte.
 
Generell ist es doch in vielen Studienberufen bzw. Berufen mit rein schulischer Ausbildung heute so, dass die Unternehmen einfach jungen Leuten ohne Berufserfahrung keinerlei Chance geben. Jeder möchte, dass man mit Anfang 20 am besten 5-6 Jahre Berufserfahrung vorweisen und 3+ Fachgebiete abdecken kann.
Du hast noch verhandlungssicher in 3 Fremdsprachen und 2 Jahre Auslandsaufenthalt vergessen.

Hätte ich meinen jetzigen Job vor 6 Jahren ohne Ausbildung antreten wollen, hätte ich mit dem Studium allein keine Chance gehabt. Auch im Bewerbungsgespräch hat die nur Berufserfahrung und die Ausbildung interessiert. In knapp 2h wurde nicht einmal über das Studium gesprochen.

In der Werbe- oder Mediendesignwelt (wenn man es so nennen mag) gibt es einfach zu viele Leute glaube ich. Viele sind gut und sehr gut, die allerwenigsten werden auch entsprechend bezahlt - Überstunden schon gar nicht. Einem Freund von mir wurde nach Ausbildung und Studium (er war da 28 oder 29) mit einigen Jahren Berufserfahrung 1.900€ brutto angeboten von einer großen Agentur. In München - da kann man dann eigentlich gleich ein Zelt kaufen...
 
Stimmt auch wieder. Mir fällt es halt besonders in der Agenturwelt immer wieder stark auf: für einen Hungerlohn arbeiten, Arbeitszeiten jenseits von gut und böse, kein Ausgleich für die Überstunden in Form von Geld oder Freizeit, magere Aufstiegschancen, wenig Arbeitsplatzgarantie.

Aber dafür ködern die Agenturen dann mit tollem Arbeitsumfeld (ich meine nicht das Arbeitsklima) und der Erfahrung, die man sammeln kann...
 
Stimmt auch wieder. Mir fällt es halt besonders in der Agenturwelt immer wieder stark auf: für einen Hungerlohn arbeiten, Arbeitszeiten jenseits von gut und böse, kein Ausgleich für die Überstunden in Form von Geld oder Freizeit, magere Aufstiegschancen, wenig Arbeitsplatzgarantie.

Aber dafür ködern die Agenturen dann mit tollem Arbeitsumfeld (ich meine nicht das Arbeitsklima) und der Erfahrung, die man sammeln kann...

Nenn mich alt modisch, engstirnig oder sonst was. Aber ich bin der Meinung dass, wer was 'schafft' auch was dafür kriegt. Wenn ich in der 'Agentur' jeden Tag 13h Sitze und dabei nicht mehr als 3 Kaffee Tassen im abwasch raus kommen, dann ' hab ich nichts anderes verdient'.

Da finde ich es auch nicht schlimm wenn ein stupider bandarbeiter auf Schicht das doppelte bekommt wie 'ich'. Denn er steht sich 8h die Beine in den Bauch, schwitzt in der stickigien Halle, atmet scheisse ein und ist teils enormen Lärm ausgesetzt.

Dafür wird der Agentur Hannes halt 100jahre alt und der Band Ali ist mit 50 fertig mit dem hören, mit dem sehen und mit dem gehen und stirbt mit 60 an Lungenkrebs.
 
Das hat weder etwas mit altmodisch, noch mit engstirnig zu tun. Es sind einfach zwei Formen von Arbeit.

Ich kenne die Agenturen ziemlich gut und der Druck ist da extrem hoch - von Kundenseite. Dieser Druck wird natürlich weitergegeben, besonders vor Veröffentlichungen, Messen, etc. "Locker arbeiten" ist da eher selten, gerade die kleinen Pixelschubser bekommen viel Druck von oben, wenn die Kunden einen Tag vor Abgabe mal wieder alles umwerfen. Das tolle Agenturleben, was oft so hochgelobt wird ist eher selten.

Bei uns verdienen die Kollegen in der Produktion auch ganz gut und bekommen einen Haufen Zulagen. Allerdings ist es da auch schmutzig, es riecht, es ist extrem laut und staubig. Zudem Schichtarbeit (3-schichtig, 7 Tage die Woche). Ich möchte da nicht arbeiten.

Einfach gesagt: die einen arbeiten geistig, die anderen körperlich. Beides sollte meiner Meinung nach angemessen bezahlt werden.
 
bei den körperlich arbeitenden ist die wahrscheinlichkeit aber größer, daß es eben nicht so ist (leider)

gibt ja genug berufe, wo man richtig heftig anstrengend körperlich arbeiten muss und das gehalt ist trotzdem mau im vergleich zur leistung.
 
Die bu beitrräge sind stark vom alter abhängig. Wie Alt bist du? Ich zahle als Ing , 27 Jahre alt ca 550€ im Jahr. Mein Vater hat mit seinen50 Jahren fast das drei fache.

Also Haus in nes ist unbezahlbar. Aber Burglauer, bastheim, heustreu, hollstadt haben wir schon was gutes gesehen. Zusammen können wir auf 30 Jahre maximal 400 000€ abbezahlen, dann natürlich ohne Kinder. Ansonsten liegen wir irgendwo bei 250-300k €... Mir wäre aber sowas wie bei dir lieber.

Ich bin 34 (Vertragsbeginn war vor 2 Jahren) und zahle im Monat 65€ für eine evtl. Rente in Höhe von 1200€.

Deswegen dachte ich mir auch, eine ETW schnell abzuzahlen, 1-2 Kinder bekommen und dann ohne Miet- bzw. Finanzierungsbelastung leben können. Haus ist schön und gut - nur will das im Alter auch unterhalten werden und ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust, an einem Haus 20 Jahre+ abzahlen zu müssen. Ist mir viel zu langfristig.
 
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