[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Bin nicht mehr so fit im Moment (Nachtdienst) werde erst mal schlafen gehen und später antworten. Hab noch eine Nacht vor mir. Nur so viel noch: Status / Besitz ungleich Verdienst. Das Geld verwenden wir um zu leben und ohne meine Anstrengung wäre es auch wesentlich weniger. WE frei kann ich nur von träumen. Von fünf We hab ich max. zwei frei. Feiertage existieren nicht in meinem Dienstplan, abgesehen von den Zulagen. Bin Angestellter ohne leitende Position.
 
ist doch in der automobilbranche generell in DE so ... stehst am fließband und verdienst einen schotter, da glotzen andere mit berufen, die ich als wichtiger und fordernder erachte, einfach in die röhre, weil sie nur ein bruchteil vom gehalt dessen bekommen bei gleicher / mehr arbeitszeit -.-
 
heftig. könnte ich nicht bzw. mir ist da ein geregeltes wochenende lieber als geld ;)

gut ich bin aber auch erst azubi ^^
 
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Vor allem muss man 6k netto im monat auch erst einmal auf den kopf hauen, da hätte ich so meine probleme so ganz ohne auto/haus/urlaub.
wenn er alleinverdiener ist wird die frau das ausgeben des geldes schon übernehmen :d
 
Also jeder der mal im Schichtbetrieb gearbeitet hat sieht das ganze Geld in der richtigen Relation. Geld ist nicht alles im Leben, und Leben hat man im Schichtbetrieb wenig.
 
Ich hab auch schon Schicht gearbeitet. Leben hatte ich mehr als genug.
35h/ Woche.
Frühschicht: 6-14:15 Uhr. 30minutrn pro Tag gibt es als Mehrarbeit. Ok, früh aufstehen aber dafür ist man noch vor den ganzen Schülern daheim. Konnte im Sommer eigentlich schön an See und Winter Ski fahren in der Rhön.

Spätschicht: 14:15-22:15 Uhr. Ok, blöde Schicht, die Woche hab ich dann meist zum zocken und ausschlafen genutzt.

Nachtschicht: 22:15-6 Uhr. Beste Schicht überhaupt. Zuschläge, kürzeste Arbeitszeit und keine Meister oder Chefs vor Ort. War dann um 6:10 daheim, um 6:45 mit Freundin gefrühstückt und dann bis 14 Uhr geschlafen. Dann wieder bis 22 Uhr Freizeit. Im Winter Ski und Sommer see :love:

Dagegen jetzt mit Gleitzeit, 38,5h/ woche: 7:30 - 17 Uhr Montag bis Donnerstag. Entsprechend kein Leben unter der Woche. Am Freitag 7:30-12 Uhr ca. Der einzige nutzbare Tag der Woche.
 
Ach, gibt es da wohl wieder neues Zeug? Zu meiner Zeit gab es nur die 3 Schichten, Montag bis Freitag und Nachtschicht Montag Abend bis Samstag morgen
 
Schichtarbeit hat mit früher, wo ich noch in der Produktion tätig war, auch viel Spaß gemacht :)
Würde ich auch jederzeit wieder tun.
 
Bei 75k Netto im Jahr müsst ihr das Geld aber wirklich ordentlich auf den Kopf hauen wenn da kein Auto,Urlaub oder Haus dabei ist und trotzdem nichts über bleibt. Das ist ja der absolute Wahnsinn
 
35-38h/Woche oder gar 4-5k ... davon träume ich in meinen Nächten :d

Kein Dienst bedeutet bei mir 40h/Woche.
Wenn bei mir die Bereitschaftsdienst gut liegen, hab ich 56h/Woche und das WE frei.
Wenn sie am WE liegen, hab ich 64h/Woche und 1 Tag Wochenende.
Wenn die Dienste ganz mies liegen, dann kann ich gut und gerne 72h erreichen. ( Und ja, da ist der Folgetag frei nach einen Dienst mit drin. )
 
75 k Netto in der Produktion in nicht leitender Position? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Selbst mit Schicht nicht. Das sind ja knapp 120 k Brutto im Jahr...
 
Ach, gibt es da wohl wieder neues Zeug? Zu meiner Zeit gab es nur die 3 Schichten, Montag bis Freitag und Nachtschicht Montag Abend bis Samstag morgen

Stichwort "Rollende Woche", gerade in Großbetrieben (Chemiewerke, Stahlwerke, etc.) die 365 Tage im Jahr laufen müssen weil das Runter-/Hochfahren von Anlagen zu viel Energie, Zeit etc. kostet.
Bin lieber als 3-Schichtler unterwegs, wobei wir Sonntag Abend anfangen und dann nen schönes langes Wochenende. :love:
 
Ich mag meine Nachtschicht auch. Meistens sinds nur 4 Tage....schön spät auf arbe und früh wieder Wochenende.

Die einzige scheisse ist, dass aus den 4 tagen öfters 'betriebsbedingt' 6 Tage werden.... Und wenn man ganz in die kacke greift, die letzte Nachtschicht von 10 bis 10 dauert.

Vom geldlichen eig ultra geil. Vom 'feeling' her ultra scheisse. Spätestens ab der 4ten schlauchts einen schon langsam.
 
Ganz Allgemein:
Und da regen sich manche Leute noch auf wenn man Ihnen sagt, dass sie eine brotlose Kunst studieren.

Echt der Hammer, viele Jahre studieren um dann bei den Arbeitszeiten eigentlich nichts zu verdienen. Wahnsinn
 
Da verdient der Dönermann bei uns am Busbahnhof mehr. Der hat letztens gemeint er hat 1300 netto. Und ich muss zugeben Döner machen kann er...
 
Ganz Allgemein:
Und da regen sich manche Leute noch auf wenn man Ihnen sagt, dass sie eine brotlose Kunst studieren.
Du darfst aber nicht vergessen, dass in der Branche ein Abschluss so gut wie keine Bedeutung hat. Man geht ja auch nicht Sport studieren, wenn man Profisportler sein will.

Echt der Hammer, viele Jahre studieren um dann bei den Arbeitszeiten eigentlich nichts zu verdienen. Wahnsinn
Das ist ein Problem, mit dem die kommenden Schüler und Studenten noch viel mehr zu tun haben werden, wenn sich nichts an unserem Bildungssystem ändert.
 
Profisportler studieren alle Sport? Kenne mich da überhaupt nicht aus aber ich glaub das irgendwie nicht. Erfolgreicher Sportler wird man durch Talent und Jahr(zehnte) langes Training. Viele der Medien/Grafik/Design Studiengänge sind doch sogar nur über private Hochschulen überhaupt studierbar und die kosten auch noch ein Haufen Geld.
Warum dann überhaupt studieren wenn es in der Branche nichts Wert ist? Da sind wir wieder bei der "brotlosen Kunst"

Zukünftige Schüler und Studenten brauchen einfach eine andere Einstellung der Eltern. Das Schulsystem hat sich seit meiner Zeit (bin 21) nicht wirklich geändert aber die Eltern müssen realistischer werden und die auch den Kindern/Jugendlichen vermitteln. Nicht studieren um jeden Preis ist angesagt sondern Ausbildung/Studium was zur individuellen Person passt. Unser Schulystem ist sicher nicht das Beste in Europa und hat viele Defizite aber nicht alle Probleme liegen dort.
 
Das ist ein Problem, mit dem die kommenden Schüler und Studenten noch viel mehr zu tun haben werden, wenn sich nichts an unserem Bildungssystem ändert.

Was auch daran liegt, dass im Vergleich zu früher wirklich jeder Trottel ein Abitur bekommen kann.
Es gibt nen netten Artikel über Verbesserung der Notenschnitte der letzten 10 Jahre und die stetig steigende Zahl der Abi-Absolventen. Ich muss den nochmal raussuchen.

Fakt war demnach:
-> zuviele Leute bekommen ein Abitur
-> genug davon würden unter gleichen / fairen Umständen keines bekommen
-> Noten werden geschönt oder gut-gerechnet ( im Sinne der Fördergelder und des Bild der Schulen nach aussen ) - Stichwort: Der Lehrer macht die Noten, die Leitung bestimmt den Kurs.

Und ohne jetzt zu sehr reinzuhauen, aber auch das Gejammer zum angeblich so schlimmen "Turbo-Abi" kann keine Sau mehr ertragen.
1 Jahr länger in der Penne, dennoch weniger gelernt und die Noten sind im Schnitt auch net praller als anderswo. Hier machen die Thüringer mit ihrem Abitur ( seit je her das sogenannte Turbo-Abi ) den 1. Platz und keiner heult rum - es war schon immer so.

Zudem kann jeder Trottel mittlerweile studieren, für manche Studiengänge brauchst nicht mal ein Abitur.
Eine Freundin hat auch ohne Abitur in Deutschland studiert und arbeitet jetzt sehr erfolgreich.
NC-freihe Bachelor-Studiengänge gibts in Massen. Ich durfte es damals selbst erleben, wie sich die Räume der Uni bis zum platzen füllten und ich teilweise meine eigenen Veranstaltungen nicht bekam. -.-

Abi und Studium haben seit den letzten Jahren für mich ein arges G'schmäckle. =/
 
Die Diskussion über das Turbo-Abi ist doch ein Witz. Ich als ehemaliger Thüringer Abiturient kann darüber nur Schmunzeln wie sich die Eltern darüber aufregen.
Gerade war ein kurzer Beitrag dazu in den Kabel 1 News. Auch wenn die Nachrichten nicht so pralle sind, haben sie auch gesagt, dass das Abitur in Deutschland immer leichter wird und Noten geschönt werden. Hab ich so noch nicht gehört aber in NRW sind in den letzten 6 Jahren drei mal mehr Abiturienten mit 1,0er Schnitt vom Gymnasium gegangen. Das ist echt heftig. Trotzdem soll das Abi in DE noch auf einem sehr guten Niveau sein im Europavergleich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Profisportler studieren alle Sport?
Ich habe das Gegenteil behauptet: Man geht ja auch nicht Sport studieren, wenn man Profisportler sein will.

Erfolgreicher Sportler wird man durch Talent und Jahr(zehnte) langes Training.
(Bedingt) Richtig, das ist bei z.B. Musikern und Künstlern mit Sicherheit nicht anders. Da fragt auch niemand nach dem Abschluss.

Warum dann überhaupt studieren wenn es in der Branche nichts Wert ist? Da sind wir wieder bei der "brotlosen Kunst"
Weil den Schülern vermittelt wird, dass ein Studium ein Garant für reichlich Geld und ein gutes Leben ist. In der Branche ist das allerdings nicht der Fall - dort geht es ums Können. Aber nur wenige Hochschulen in Deutschland schaffen es, ihren Studenten dieses Können aneignen. Mit dem Gedanken "Abschluss = Arbeit = ausgelernt" kommt man nicht weit.
Du hast dann im gleichen Studiengang zwei Absolventen: Der eine war von Anfang an mit Leidenschaft dabei und der andere ist irgendwie durchgekommen. Der eine kriegt Arbeit. Der andere nicht. Obwohl beide - auf dem Papier - mehr oder weniger gleich sind. Der Abschluss ist also im Grunde nichts wert.

Damit will ich aber nicht sagen, dass ein Studium in die Richtung grundsätzlich schwachsinnig ist. Man muss jedoch unbedingt verstehen, dass die Hochschulen nur eine Plattform sind um sein Können entwickeln - was man daraus macht, liegt dann in den Händen des Einzelnen.

Unser Schulystem ist sicher nicht das Beste in Europa und hat viele Defizite aber nicht alle Probleme liegen dort.
Es ist aber Teil eines Systems, das offensichtliche Probleme hat. Das Schulsystem ist vielleicht nicht das Hauptproblem, das stimmt.
 
Oh sorry, dass "nicht" hab ich wohl überlesen ;)

Zum Rest: Deswegen sag ich auch, dass sich die Einstellung der Eltern ändern muss. Das mit den Studium = super Job mit viel Geld wird nämlich vor allem von den eigenen Eltern vermitelt. In der Schule, zumindest bei mir, wurde das von den Lehrern weniger vermittelt. Da wurde Berufsorientierung in alle Richtungen betrieben, um den Schülern wirklich alle Möglichkeiten aufzeigen zu können.
 
Und ohne jetzt zu sehr reinzuhauen, aber auch das Gejammer zum angeblich so schlimmen "Turbo-Abi" kann keine Sau mehr ertragen.
1 Jahr länger in der Penne, dennoch weniger gelernt und die Noten sind im Schnitt auch net praller als anderswo. Hier machen die Thüringer mit ihrem Abitur ( seit je her das sogenannte Turbo-Abi ) den 1. Platz und keiner heult rum - es war schon immer so.
Aber hier musst du dann fairerweise auch hinterfragen, ob das nicht geschönt ist. Was bringt es als erster durchs Ziel zu kommen, bloß um dann zu merken, dass nach dem Abi/Studium das Leben erst richtig losgeht?

Zudem kann jeder Trottel mittlerweile studieren, für manche Studiengänge brauchst nicht mal ein Abitur.
Was ich gar nicht so schlimm finde(abgesehen von den überfüllten Hörsälen). Es gibt viele schlechte Schüler, die erst gute Leistungen im Studium erbringen. Was nützt es, wenn der 1er-Abiturient Medizin studiert, weil die Eltern es wollen/es angesehen ist/gutes Geld versprochen wird, aber insgeheim doch lieber Pädagoge werden möchte. Nimmt dieser nicht denjenigen den Platz weg, die theoretisch grandiose Ärzte wären, diese Möglichkeit aber nicht haben, sofern Mama und Papa nicht klagen oder Geld im Ausland zahlen?
Ich würde Aufnahmeprüfungen befürworten, wie es z.B. in den künstlerischen Studiengängen der Fall ist. Dadurch würde aber das seit der 1. Klasse einsetzende Sortierverfahren des Schulsystems ad absurdum geführt werden.

@ sayer: Sehe ich ähnlich. Wobei meine Erfahrung war, dass die Lehrer nicht mehr als die Rolle des Prüfers eingenommen haben: Frontalunterricht mit 36 Schülern, ohne auf die Schüler eingehen zu können.

Es gibt da einen schönen Comic:
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