[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Btw um mal noch was zum Thema beizutragen:
Letzten Freitag gab's meinen Gehaltswisch, + 2,2%. Naja immerhin, zeigt aber was ich in Zukunft erwarten kann. Entweder ich steige nochmal auf oder ich werde wohl effektiv mit Kaufkraftverlust leben müssen.
Besser als eine Nullrunde aber sicherlich weniger als Du Dir gewünscht hast, deswegen lasse ich mal kein "herzlichen Glückwunsch" da. Aber so ist es. Irgendwann kommt mehr Gehalt dann nur noch / hauptsächlich durch einen Positionswechsel. Habe deswegen auch schon mal anklingen lassen, dass ich mir durchaus vorstellen könnte wieder ins People Management zurück zu gehen, da es im Projekt/Prozessmanagement bei uns nicht weiter rauf geht.
 
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Besser als eine Nullrunde aber sicherlich weniger als Du Dir gewünscht hast,
Zumindest die Inflation wäre schön gewesen. Die hab ich mit 2,2% real wahrscheinlich drin bei meinem Gehalt, aber wenn jetzt zum Jahresende die ganzen SV Anpassungen reinhauen wird es halt effektiv garantiert weit unter Inflation. Es ist echt krass was man inzwischen für Gehaltserhöhungen braucht um überhaupt den Status Quo zu erhalten, denke 4% sind eigentlich mindestens notwendig. Und dann sieht man wieder die Nachrichten wie Renten um über 4% angepasst werden :stupid:
 
Zumindest die Inflation wäre schön gewesen. Die hab ich mit 2,2% real wahrscheinlich drin bei meinem Gehalt, aber wenn jetzt zum Jahresende die ganzen SV Anpassungen reinhauen wird es halt effektiv garantiert weit unter Inflation. Es ist echt krass was man inzwischen für Gehaltserhöhungen braucht um überhaupt den Status Quo zu erhalten, denke 4% sind eigentlich mindestens notwendig. Und dann sieht man wieder die Nachrichten wie Renten um über 4% angepasst werden :stupid:
Rentner haben halt ne hohe Wahlbeteiligung. Wird erstmal nur noch schlimmer mit den Boomern. Ich denke dass ich dem effektiven Kaufkraftverlust 2026 auch das letzte Mal entgangen bin.

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Selbst wenn die Inflation nicht besonders steigt, werden die Zwangsabgaben für die "starken Schultern" weiter obszön steigen.
 
Bei den Reallöhnen wird halt auch pauschalisiert.
Der allgemeine Reallohn-Zuwachs sieht ja erstmal gar nicht so schlimm aus, begrenzt sich aber stark auf zwei Gruppen: Mindestlöhner und ein paar Branchen mit tollen Tarifabschlüssen.
Freut mich für die Gruppen, wenn man aber nicht dazu gehört ist man der Depp und hat auch nix davon, dass es "unterm Strich" einen Lohnzuwachs gibt.
Und an diesen "unterm Strich" Zuwächsen orientiert sich halt die Rentendiskussion, Besoldung/Bezüge usw. Auch irgendwelche Bemessungsgrenzen. Wenn natürlich auch nicht nur...
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn man aber halt nicht dazu gehört
Und die letztere (Also die mit den vernünftigen Tarifen) ist quasi exklusiv weil keine neue Firma wird mehr solche Tarife abschließen, im Gegenteil geht es ja leider sogar zurück und man versucht hier die Firmen zu verlagern etc o_O
 
In nicht wenigen solchen Tarif-Unternehmen werden regelmässig abfindungsrunden gestartet. Nicht weil man wirklich zuviele AN hat. Aber „zuviele“ AN mit lukrativen altverträgen… Neue Verträge haben merkliche Abschläge. Und sind immer noch top im vergleich zum schnitt am AN Markt.
 
Es ist echt krass was man inzwischen für Gehaltserhöhungen braucht um überhaupt den Status Quo zu erhalten, denke 4% sind eigentlich mindestens notwendig. Und dann sieht man wieder die Nachrichten wie Renten um über 4% angepasst werden :stupid:

Da sich die Renten parallel zum Lohn entwickeln, frage ich mich auch welche Branchen das sein sollen. Die großen Tarifabschlüsse lagen gefühlt alle unter 4%. Dann müssen andere Überkompensieren... Ich bin's nicht :fresse:
 
Ich biete +0% die letzten 2 Jahre, hat wer weniger? :d
 
0,99% dieses Jahr :fresse: aber im Herbst sollte es noch etwas geben.
 
Aber „zuviele“ AN mit lukrativen altverträgen… Neue Verträge haben merkliche Abschläge. Und sind immer noch top im vergleich zum schnitt am AN Markt.
Merkt man bei uns auch, viele Referenzstellen wurden 1 Stufe heruntergestuft.
Wenn man schon drin war, ist alles gut. Aber Neubesetzungen kommen nicht mehr auf die vorige Einstufung.
 
im Gegenteil geht es ja leider sogar zurück und man versucht hier die Firmen zu verlagern etc o_O

Stellt euch jetzt nicht so an, mal eben 15-20% Verlust von Stundenlohn, während die armen Vorstände inzwischen das 40 fache von euch verdienen, statt wie vor 20 Jahren nur das 10-15 Fache :fresse:
Darauf erstmal eine Rentenerhöhung :shot:
 
Zumindest die Inflation wäre schön gewesen. Die hab ich mit 2,2% real wahrscheinlich drin bei meinem Gehalt, aber wenn jetzt zum Jahresende die ganzen SV Anpassungen reinhauen wird es halt effektiv garantiert weit unter Inflation. Es ist echt krass was man inzwischen für Gehaltserhöhungen braucht um überhaupt den Status Quo zu erhalten, denke 4% sind eigentlich mindestens notwendig. Und dann sieht man wieder die Nachrichten wie Renten um über 4% angepasst werden :stupid:

Wir werden uns daran gewöhnen müssen.
Ich habe meinen Angestellten in den letzten Jahren auch 5% jährlich erhöht. Wenn mir jetzt aber 5% nächstes Jahr gestrichen wird, exklusive Inflation, dann werde ich wohl auch nur um 1-2% erhöhen können…wenn überhaupt.
Alternative ist, aus Trotz versuchen meine Behandlungsfälle oder Sprechstunden zu reduzieren und Honorarverlust in Kauf zu nehmen.
 
Stellt euch jetzt nicht so an, mal eben 15-20% Verlust von Stundenlohn
Böse Zungen würden jetzt behaupten, ob man 35h nichts macht oder 40h macht auch keinen Unterschied (Produktionsmitarbeiter natürlich ausgenommen) :fresse:

Aber jetzt mal im Ernst, ich würde lieber so nen Deal eingehen als meinen Job zu verlieren. Natürlich ist das auch irgendwie Kalkül damit zu spielen und Druck aufzubauen damit man Arbeitnehmerrechte wieder abbauen kann aber wenn man mal realistisch ist, welche Optionen hat man denn? Wenn der Job weg ist würde ich mal behaupten die meisten die hier in nem bequemen Konzernjob sitzen müssen im nächsten Job ziemlich sicher mehr als 35h arbeiten zu merklich schlechteren Konditionen. Man könnte so nen Deal ja auch halbwegs fair gestalten und wenn sich damit dann rausstellt, dass man wieder wettbewerbsfähiger ist und den Umschwung schafft, dreht man das wieder zurück.
 
welche Optionen hat man denn?
Manager und Vorstandsgehälter wieder stark runterschrauben / an die Lohnentwicklung der Angestellten koppeln, damit die a) mit gutem Beispiel vorangehen und b) die aufgrund ihrer Entscheidungen uns in die Situation gebracht haben :)
 
Kommunist! Alles was nicht exklusiv die unteren 99% der Arbeitnehmer betrifft wird eh nicht gemacht.
 
Richtig so! Wenn man den oberen 0,01% noch mehr Geld gibt, dann fällt auch ganz doll viel weiter runter zu uns.

Also wenn die Bock haben.

Und Du Dich zum Beispiel auch so richtig unterwürfig zeigst.

Das wird ein Erfolg werden!
 
Aber „zuviele“ AN mit lukrativen altverträgen…
So alt sind die gar nicht.
In meiner letzten IGM Bude hat man in den Boom-Jahren nach Corona, also quasi direkt vor der „Krise“, frischen Absolventen als Teil von „Hiring-Taskforces“ als „0815-Ingenieur“ nen BW EG16-3 Vertrag in die Hand gedrückt.
Bedeutet nach rund drei Jahren die Zieleinstufung mit Roundabout 110k-120k im Jahr bei den da noch üblichen 40h Verträgen. Je nach Prämien und persönlicher Zulage.
 
So alt sind die gar nicht.
Was ich so gehört habe gabs die guten Verträge vor der ERA Geschichte, also so bis ~2007?
Wenn man noch weiter zurück geht gabs dann auch saftige Betriebsrenten (was da heute so geleitest wird ist üblicherweise das Papier auf dem es steht nicht wert).
 
Das ganze möchte ich dann noch mit den Argumenten untermauern, dass ich sowieso deutlich unter dem Durchschnitt verdiene
Diesen Punkt kannst du dir vielleicht von der Personalabteilung bestätigen lassen. Die Auskunft nach dem Entgelttransparenzgesetz soll dazu doch ein Hilfshebel sein.
 
Wenn ich es richtig im Kopf habe meinte er irgendwo es gibt nur 2-3 Projektleiter, dann ist die Vergleichsgruppe zu klein.
 
Vielleicht reichen die Auflagen der 2017er Version dieses Gesetzes schon für einen Verhandlungserfolg.
 
Was soll das neue Gesetz eigentlich bringen, also in der Praxis? Ich frage an was meine Kollegen verdienen sehe dann die verdienen 20% mehr und muss das dann direkt auch bekommen? Bei meinem Job sind die Ranges z.B. knapp 40%. Das Gehaltsband geht von 80%-120% ist also völlig klar, dass man nach ner Beförderung bei 80% ist und es viele Kollegen auf 100%+ gibt was für mich auch völlig logisch ist.
 
Böse Zungen würden jetzt behaupten, ob man 35h nichts macht oder 40h macht auch keinen Unterschied (Produktionsmitarbeiter natürlich ausgenommen) :fresse:
Kann ich aus persönlicher Erfahrung mit "IT-Marketing-Sales" Abteilungen im Konzern bestätigen. Da würde es mit 25% der Belegschaft (in den Manager, PM Rollen - ausgeschlossen Entwickler, etc.) mit Sicherheit besser laufen als aktuell.

Zum Thema Abfindungsangebote, Job kündigen, neu umschauen hört man relativ regelmäßig sowas wie "Das kann ich nicht machen, in der freien Wirtschaft sucht niemand so einen wie mich". Die bleiben dort mit ihrer Minderleistung bis zum bitteren Ende, ob 35 oder 40 Stunden.
 
So alt sind die gar nicht.
In meiner letzten IGM Bude hat man in den Boom-Jahren nach Corona, also quasi direkt vor der „Krise“, frischen Absolventen als Teil von „Hiring-Taskforces“ als „0815-Ingenieur“ nen BW EG16-3 Vertrag in die Hand gedrückt.
Bedeutet nach rund drei Jahren die Zieleinstufung mit Roundabout 110k-120k im Jahr bei den da noch üblichen 40h Verträgen. Je nach Prämien und persönlicher Zulage.

vor 3 Jahren hattest halt auch nen extremen Arbeitnehmer Markt - wir hatten damals nen neuen Einkäufer gesucht, hattest kaum Bewerbungen und das was kam und sich vorstellte... HUUUI :d

Da haben leute bei 5-5,5k Brutto abgesagt weils zu wenig sei :d
 
Gerade wurde bekannt gegeben, dass um unsere "Culture" (und noch ein paar andere Buzzwörter würden genannt :fresse: ) zu stärken jetzt Office First nächstes Jahr eingeführt wird. Momentan muss man 2-3 Tage im Office sein pro Woche, in Zukunft soll scheinbar Di-Do Pflicht sein und Mo/Fr geht Remote wenn man das irgendwie mit dem Team abstimmt oder irgendwie so. Also wenn es wirklich so kommt, für mich persönlich ne vernünftige und annehmbare Änderung aber mal schauen. Jetzt dürfen die erstmal für die nächsten 6 Monate mit dem Betriebsrat rumkaspern :d Bin mal gespannt was am Ende dann dabei rauskommt, ich hab ja zum Glück nur 20 Minuten Arbeitsweg aber ich hab auch Kollegen die sind nach München gezogen lol.
 
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