[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Wenn ich sehe was einige „Bekannte“ im HomeOffice alles so nebenbei schaffen zu Hause dann bin ich immer noch der Meinung, dass Homeoffice nicht als volle Arbeitszeit gilt. Nur meine Meinung.
Hängt auch einfach vom Job ab. Es gibt Jobs, da sieht man die gemachte Arbeit nicht in Zeit X. Ich hatte schon Wochen, da war am Ende exakt nichts zu sehen. Kreative Jobs (zb CAD Konstruktion komplett neuer Anlagen) können auch mal in einer Sackgasse enden, wo ne Woche für die Tonne ist. Am Ende zählt das Ergebnis. Zu Hause höre ich gerne nenben bei Videos bei Youtube, das beeinträchtigt aber nicht meine Arbeit. Kurz mal die Wäsche anmachen und Mittags aufhängen muss auch drin sein, genauso zur Tür gehen wenn es klingelt. Im Büro arbeitet auch niemand 8 Stunden. Wichtig ist, das die Arbeit erledigt wird und man es nicht übertreibt. Wenn ich vor dem Mittag die Pizza in den Ofen werfe, muss das einfach drin sein. Machen die Kollegen in der Firma auch, wenn sie 12.10 die Pizza zu 12.30 in den Ofen werfen. Ich würde sagen, aufsummiert bis 10-15 min pro Tag geht das schon in Ordnung. In der Firma geht locker noch mehr Zeit flöten für Kaffeeholen und kurzer Schnack.
Das ernsthaft Problematische kommt dann, wenn 2-3-4 Stunden irgendwas völlig anderes gemacht wird. Allerdings kommt dann auch immer die Frage, was die eigentlich für einen Job haben, das sie die hälfte der Zeit was anderes machen können, ohne das es jemanden auffällt - oder was machen sie dann in der Firma den halben Tag?
 
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Dieses Homeoffice Unverständnis ist für mich völliger Nonsens.
Allein durch die Isolation bei mir im Büro schaff ich ungleich mehr, als wenn mich im Büro hundert Kollegen zum Smalltalk ansprechen oder etwas direkt/spontan klären wollen.
Auch diese minuten-genaue Diskussion um die eigenen Wochenarbeitszeit - dann noch im HomeOffice... Als wäre man im Office zu 100% Fullfocus ohne soziale Interaktion, die nicht zur Wertschöpfung beiträgt.
Ich hatte schon mal einen Austausch mit Mitmenschen, da ging es ausgehend von der HomeOffice Diskussion dann um die vermiedene Präsenzarbeitszeit durch Handynutzung auf dem WC...heutzutage reagiert man einfach viel zu kontrovers auf jede Abweichung; alles ist ein Angriff, jedes Missverständnis wird als Missgunst gedeutet und umgekehrt.
Tät uns allen wahrscheinlich gut, nicht in allem eine Angriff zu sehen, sondern (wie es früher völlig normal war) Varianzen als interessantes Neuland zu werten
 
Auch nichts, da müssen sie aber beschäftigt aussehen. Meist, wenn innerlich gekündigt wurde oder die Firma keine Leistungsziele oder -kontrolle macht.
 
Bei mir ist der Tagesablauf ähnlich wie bei @Vantim.
Um 8:30 Uhr geht’s in der Regel los, bis 17:00/17:30 Uhr.
Dann ist Zeit für die Familie, Haushalt etc. bis ca. 21 Uhr. Danach geht es bis spätestens 0 Uhr weiter.

Natürlich schlaucht das und ewig geht das nicht. Dafür mache ich am Wochenende konsequent nichts berufliches.

Es wird sich in absehbarer Zeit hoffentlich verschieben, denn heute kam die Zusage der Bank. Damit startet endlich die nächste Phase der Planung, die eben auch Entlastung vorsieht.
Bis dahin ist jedoch noch viel zu tun.
 
Ich find interessant wie viele relativ spät anfangen.
Bei uns kann man frühstens 6.30 Uhr anfangen, was ich eigentlich immer nutze. Klar, ist morgens oft eine Qual, aber ich haue lieber 15.00/15.30 Uhr (und für @Mustis : freitags selbstverständlich 12 Uhr 😝) ab, als jeden Tag bis abends arbeiten zu müssen.

Sind das bei euch flexible Zeiten oder sind in der Zeit einfach häufige Termine?
 
Bei uns sind die Geschäftszeiten 9-17 Uhr.
Sobald ich jemanden aus den Staaten oder APAC brauche, ist das alles hinfällig...
In Summe würde ich auch sagen: im IT Umfeld geht es weniger um die Zeit, die man braucht - sondern mehr um die Tasks, die man schafft.
Task kann eine Aufgabe, ein Projekt, ein Unternehmensziel etc. sein
 
Mitarbeiter sind produktiver wenn sie sich wohl fühlen, und nicht wenn sie ihre Stunden vollmachen müssen.
Ich befürchte ich werde im ÖD nicht erleben, dass man die Arbeitszeit aufgabenorientiert flexibilisiert und jeder ohne "Bürgerkontakt" remote arbeiten kann wie er lustig ist. Und ich muss noch ein paar Jahrzehnte.
 
Ich lieg wochentags um 8 noch im Bett, es sei denn ich hab ein frühes Meeting mit China. Andererseits hatte ich auch manchmal um 20 dann noch ein Meeting oder Webinar mit USA.
Ich bin aber echt froh, das ich bei solchen Konstellationen globaler Firmen in der Mitte, sprich Europa bin.
 
Im Einstieg je nachdem wie man sich verkauft sicher stark unterschiedlich. Kommt auch auf das Unternehmen an. Mit nem Doktor-Titel bist Du dann aber überqualifiziert. Der Job ist ähnlich wie der eines Controllers, BI-Analyst oder eben auch Data Analyst. Alles sehr ähnlich. Je nach unternehmen 60-80k, als Teamleitung mit 1-3 Mitarbeiter vielleicht 90-100k.

Der Dr. qualifiziert zum wissenschaftlichen Arbeiten und dazu noch für einen Fachbereich. I.d.R. ist das aber so speziell, dass man da nicht von überqualifiziert, sondern eher fehlqualifiziert sprechen sollte, gerade wenn man da in den IT-Markt quereinsteigen will. Bis vor kurzem war man da halt noch mit überdurchschnittlicher Intelligenz und gezwungenermaßen überdurchschnittlichen Computerskills ganz vermittelbar... Nach dem, was bei den Kostenstellen und Zulieferern in Auto und Maschinenbauindustrie gerade passiert, dürfte das im Moment deutlich schlechter sein. Freund sucht jetzt nach krassem RTO-Mandat und es ist wohl so, dass er damit nicht alleine ist... Auch bei uns gibt es wohl auf Stellen, wo man früher froh war 1 Kandidaten zu finden, seit neuestem mehrere qualifizierte Kandidaten.

Gerade bei Datascientists kommt dann noch hinzu, dass das a) eine Mode war und die Leute, die früher nach dem Motto "Daten sind das neue Öl" Data Scientists für sinnfreie Kampagnen eingestellt haben, suchen jetzt Leute, die KI machen. Nachdem KI in Deutschland i.d.R. API-Aufrufe zu azure/OpenAI bedeutet, ist hier auch das nötige Qualifikationslevel nochmal niedriger und man steht nicht nur in Konkurrenz zu Hochschulabsolventen, sondern auch zu "komm' in die Gruppe"-Typen, die vor 5-10a noch Gebrauchtwagenhändler wurden und zu "ich mache was mit Medien"-Menschen mit AI-Podcast... Dazu gibt es b) auch sehr viele Absolventen aus Studiengängen die daraus alle Buzzwords im CV haben. Ich behaupte da muss man heute für den Quereinstieg schon sehr viel Glück haben oder eine Stelle in einem hinreichend konservativen Unternehmen finden, wo Menschen, bei denen man nicht sicher ist, wofür man die genau braucht, einfach gerne mal mit verbrieft gutem Intelligenz-Fleiß-Faktor eingestellt werden.


dass die Arbeit relativ langweilig sei, aber die Bezahlung ist wohl weit besser
die Bezahlung war dann am Ende auch ausschlaggebend - wobei man ehrlich sein muss, dass der Unterschied sooo groß auch nicht ist: mit TV-L E13 ist man in Stufe 5 (also nach ~10a) auch bei 80k€ und das würde ich auch sofort nehmen, wenn das unbefristet wäre und die Infrastruktur/Aufgabe passt. Wenn es so was gibt, sind die Stellen aber dann leider schnell administrativer Kampf gegen Windmühlen - aka: manage die gesamte IT für die Fakultät mit zwei E7 FISIs oder organisiere das Praktikum ohne Budget. Auch nicht sooo geil. Als interessante Stellen bleiben dann eigentlich nur "Hausmeister" für Großforschungsprojekte/Zentrallabore (CERN und Co - die Gruppen, die damit Geld verdienen leisten sich in der Regel eine Laborleitung...) oder bei an FH/UniBW als rechte Hand für einen Professor - da ist man aber halt im Gegensatz zum PostDoc mit eigenem Geld nur Lakai und sollte besser keine eigene Wünsche haben, das muss man mögen, ist aber u.U. immer noch recht cool.

Persönlich bin ich daher jetzt als DevOps-Mensch bei 85k€/38h (und hoffentlich nächstes Jahr bei 90k€) recht zufrieden; mit Rufbereitschaften (Kollege hat uns sehr kurzfristig verlassen, das ist jetzt fast ungemütlich) lande ich dann dieses Jahr vmtl. sogar schon sehr knapp unter 100k€. Bisher etwa 1 Anruf pro RB-Woche. Wenn ich mir den Markt so ansehe, bin ich auch sehr froh, dass ich den Absprung rechzeitig geschafft habe und die Firma meine (weitgehend selbst beigebrachten) Skills doch recht gut entlohnt (wenn ich mir andere Menschen im Umfeld so anschaue, ist das immer noch ein guter Deal für den AG...)

Gefühlt ist das repräsentativ für die Situation am Arbeitsmarkt
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Ich find interessant wie viele relativ spät anfangen.
Bei uns ist auch offizielle Geschäftszeit 8:30-17 Uhr, bin aber jetzt auch am überlegen ob ich das zumindest mit der :kotz: Winterzeit regeln kann dass ich früher anfange. Bin zwar absolut kein Frühaufsteher aber ich hätte schon noch gern Tageslicht nach Feierabend. Ist nur fraglich ob um die Zeit dann schon genug Arbeit da ist/Kunden erreichbar sind :d
 
Keine Geschäftszeiten o.ä.
D.h., egal ob Office oder Home Office: Arbeitsbeginn 06:00 Uhr :sleep:
 
Auch keine Geschäftszeit. Zwischen 6 und 22 Uhr ist alles fair game. Meist fange ich im Homeoffice 6:10 bis 6:30 Uhr an, spätestens 7. :bigok: Selten dann mal bis 17 Uhr wegen Mexiko oder so...
 
Bei mir ist 7:30-16:30 fest dadurch das ich eine Technik im Kundenservice betreue und der Vertrag so gestaltet ist. Beißt sich manchmal mit Kind wegbringen oder der Reise ins Büro (150km) aber habe zum Glück noch Kollegen die das abfedern.
 
Bei mir gehen ab 8:30 Uhr die Termine los, wobei ich mir das auch flexibel legen kann.
Da ich nur deutsche Kunden habe, ist das halt die Range für Termine bis 17 Uhr.
 
Hier geben die Kinder den Alltag vor, bis 7:45 müssen die in der Schule sein und schlagen gg 16 Uhr wieder auf.
Je nach Pensum kann man dann ab 21 Uhr weiter arbeiten.
 
Bei mir meist ab 8:30 Uhr Daily als erster Termin, 2 mal die Woche aus dem Auto weil knapp ne Stunde Anfahrt.
Sonst meist ab 7:30/7:45 Uhr am Rechner und beginne zu arbeiten. Vorher noch Kinder fertig machen und losschicken bzw. wegbringen.

Aktuell hat sich die Kollaboration mit einem Partner in den US verschoben, heisst dann oft auch noch Calls bis 18 Uhr oder auch mal etwas länger. zum Glück aber nicht jeden Nachmittag... Wenn ich mal Feierabend mache dann fasse ich den Rechner meist nicht mehr an (Ausnahmefälle sind sehr wichtige Slides oder Calls am morgen). kriege das aber meist am Tag ganz gut organisiert.
 
Mit Doktor dann eher Richtung oberen Ende. Vielleicht suchen die ja 30-Stunden-Kraft. Probieren geht über studieren.

Tesla sucht auch und soll laut Google im Schnitt noch besser zahlen. Hab das nicht überprüft -kann auch nur die Produktionsjobs betreffen.
 
Da hier über anfangs und Endzeiten gesprochen wird. Bei mir ist es täglich unterschiedlich, Beginn zwischen 3:30 und 22 Uhr und Feierabend eben genauso. Ist halt unregelmäßiger Wechseldienst. Morgen 6:30-14:30 übermorgen 6-14 und Montag 4:-14, können aber auch mal 12 Stunden Schichten werden und wenn es richtig bescheiden läuft ich über 12 Stunden. Solange wir die 11 Stunden Übergang einhalten ist da alles tutti. 9 Stunden Übergang wären laut BV auch erlaubt aber das Wagen sich die Dispos nicht.
 
Mir hat nen Kollege übelst gespielt. Unser Teamleiter Posten ist vakant. Seit Monaten sagt er er macht das nicht, den Streß gibt er sich nicht mehr in seinem Alter.

Hab dann irgendwann gesagt ich bewerbe mich. Was ist, komme aus dem Urlaub und er hat sich es anders überund beworben meinte mein Kollege.
 
Sehe hier auch das Übel nicht. Fairer Wettbewerb.
 
Ich hätte mich wahrscheinlich nicht beworben und wäre stellvertretender geworden. Ist alles bissi hierarchischer im öD. Mit seiner Erfahrung ist er massiv im Vorteil verständlicherweise.

Aber vlt denke ich auch falsch.
 
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