[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Es ist, und das ist hoffentlich klargeworden, aber ein Teil des Problems und damit ein Teil der Lösung.
Sorry aber ich find den Satz etwas übergriffig, denn ich sehe das definitiv nicht als Teil des Problems, über das wir hier diskutieren.
Probleme sind zu hohe Ausgaben und da habe ich noch überhaupt keine sinnvollen Vorschläge aus der Politik zu gehört.
 
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Dafür hät jetzt ich jetzt aber gern mal die gesetzliche Grundlage gewusst. Sofern du das nicht ausschliesslich temporär getan hast, um genau diese Grenze zu unterschreiten für den Prüffall, wird dich niemand zu Vollzeit zwingen können…
 
Meine mutter arbeitet soweit ich weiß teilzeit weil sie witwenrente bekommt und die würde geringer ausfallen würde sie vollzeit arbeiten?

sie arbeitet auf dem papier teilzeit, in echt aber wohl 8 stunden und baut damit ein massives überstundenkonto auf um dann früher in rente gehen zu können oder so

weiß nicht ob das so legit ist....
 
Das geht noch viel weiter.
Wenn du z.B. nur Teilzeit bist und damit die 100k nicht reißt, dann wird man dir "anraten", dass du Vollzeit arbeiten gehen wirst.
Da hat das Amt ein paar Zaubersachen im Zauberköfferchen.
Erzähl mal mehr, würde mich interessieren was die da machen können. Können ja einen nicht zwingen mehr zu arbeiten - Wenn ich bspw. Bock auf 3 oder 4 Tage Woche habe.
Gibt ja auch Tricks mit weniger Brutto, dafür aber Firmenwagen mit Tankkarte usw. aushandeln etc.
 
Darf ich fragen, ob ihr belangt wurdet?
Liebende Eltern werden sicherlich Unterstützung bekommen, unabhängig ob man zahlen muss, man darf aber nicht vergessen, dass es auch Eltern gibt, die man bestenfalls als biologische Erzeuger bezeichnen kann.

Hatte darüber mal ein interessantes Gespräch mit einer Nonne nach der Bibelstunde, bezüglich „du sollst Vater und Mutter ehren“…
Da ich zu dem Zeitpunkt in der Umschulung war, wurde ich befreit. Nach der Schulung wurde ich mit 200€/min zur Kasse gebeten. Was meine Geschwister bezahlt haben, weiß ich nicht. Es werden aber neben dem Einkommen auch die Kosten wie Miete usw. berücksichtigt. Wir haben meine Mutter aber schon vor ihrem Schlaganfall unterstützt, weil wir die mickrige Rente einfach unverschämt fanden, für eine 6-fache Mutter, welche am Aufbau dieses Landes nach dem Krieg beteiligt war.
 
Liebende Eltern werden sicherlich Unterstützung bekommen, unabhängig ob man zahlen muss,
So sehe ich das auch. Nur dass der Staat 2000K vom Netto abgreifen kann, ist schon heftig. Das tut jedem weh.

Probleme sind zu hohe Ausgaben und da habe ich noch überhaupt keine sinnvollen Vorschläge aus der Politik zu gehört.
So sehe ich das auch. Das Volk streitet sich lieber untereinander, wem kann mehr abgenommen werden. Während sich alle Parteien die Diäten aufgrund von Inflation erhöhen. Und dann kommen so Sprüche "wir müssen den Gürtel enger schnallen".
 
@Mustis
Meinst ja mich.
Das Sozialamt kann ein fiktives Einkommen annehmen.
Und das betrifft auch Teilzeit. (erstmal grundsätzlich)
Die haben da ihre Möglichkeiten.
Es geht also nicht explizit um dein Einkommen, sondern am Ende auch um die Leistungsfähigkeiten.
(Der Singlemann mit 20h und 70k muss schon nen guten Grund haben. (hier gilt wie so oft, mit dem Amt kann man sich auch wunderbar vor Gericht streiten)
Es gibt freilich gute Gründe für Teilzeit und es wird natürlich keiner pauschal gezwungen.
Aber die Gesetze geben sowas her.
Und wer mit Pflegeheimeinzug der Eltern "plötzlich" Teilzeit arbeiten geht...

Es ist also nicht alles sw/ws, aber eben auch nicht so easy. Der Staat weiß sich da schon zu helfen.

Es gibt dazu aber reichlich Lektüren zum "fiktiven Einkommen", da sind natürlich auch die ganz krassen Fälle dabei.

@Olaf16
Da dein Firmenwagen das Brutto erhöht, hättest du am Ende also mehr Brutto also ohne Firmenwagen.
Das beste ist, wenn du entsprechen hohe Ausgaben für den Job hast.
Man kann so einiges an "Werbungskosten" aufwenden.
Auf der anderen Seite zählen aber auch Kapitalerträge mit rein. (Einkommen)

PS: Das beste ist, wenn du so 10 Jahre vor Pflegeheim deiner Eltern 5 Kinder machst, die dann rein zufällig alle aufs Internat müssen.
(Kosten für Kinder kannste als Ausgaben anrechnen) :fresse:

Achso, Bruttoreduktionen sind gern genommen, also BAV mit Selbsteinzahlung. Da kann man dann schon mal kleine 4-stellige Beträge "verschwinden" lassen.

EDIT:
Aber auch hier, kann man sich reichlich belesen.
Ich sage mal so, gearscht sind die, die knapp über den 100k liegen (z.B. 110k), die Zahlen dann und haben weniger als der mit 99k,
Der mit 250k hat kein Problem, der zahlt auch, merkts aber nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bisher über 30MA gekündigt, und einen Krankenstand, wie nie zuvor.
Sowas habe ich schon zweimal erlebt. Einmal ist die Firma daran kaputgegangen und wurde zum Schluss verkauft.
Und bei der anderen Firma wird es auch darauf hinauslaufen -habe mich da aber schon abgeseilt.
Meist ist das nicht mehr aufzuhalten. Ein Freund hat mir das von seinem Vorarbeitgeber auch erzählt. Alles ehemals gute Mittelständler mit 400-500 Mitarbeiter.
 
So sehe ich das auch. Nur dass der Staat 2000K vom Netto abgreifen kann, ist schon heftig. Das tut jedem weh.


So sehe ich das auch. Das Volk streitet sich lieber untereinander, wem kann mehr abgenommen werden. Während sich alle Parteien die Diäten aufgrund von Inflation erhöhen. Und dann kommen so Sprüche "wir müssen den Gürtel enger schnallen".
Das liegt daran das die Hosenträger tragen und den Gürtel daher im ersten Loch provisorisch rein tun. Da kann man dann schon mal 2 Löcher enger machen, auch wenn die Hose immer noch runter rutschen würde ohne Hosenträger:lol:
 
Sowas habe ich schon zweimal erlebt. Einmal ist die Firma daran kaputgegangen und wurde zum Schluss verkauft.

Ich glaube, das wurde schon mal angesprochen.
Wir sind ein großer Betrieb, mehrere Tausend Angestellte.
Ist alles in Teilprozesse aufgebaut, um kaputt gehen mache ich mir erst mal keine Sorgen.

Selbst zu COVID lief es bei uns, es wurde vorbeugend Kurzarbeit angemeldet, ich hab mich schon gefreut, bin dann aber an genau einem Freitag in den Genuss gekommen.

Aber es sollte dennoch ein Umdenken stattfinden.
 
Das Sozialamt kann ein fiktives Einkommen annehmen.
Stichwort kann. Dieses Mittel haben sie, weil manche Schlauberger explizit und ausschließlich zur Umgehúng der GRenze in Teilzeit gehen. Zumal du gegen jeden Bescheid Widerpsruch einlegen
und damit eine Einzelfallprüfung lostreten kannst. Also ja, man kann sich da tatsächlich belesen!
 
Die Fahrradwege existieren natürlich. Falls du wirklich angenommen hast, ich meinte, dass die Fahrradwege selbst nicht existent seien....
 
Stichwort kann. Dieses Mittel haben sie, weil manche Schlauberger explizit und ausschließlich zur Umgehúng der GRenze in Teilzeit gehen.
Das Mittel existiert explizit nicht (nur) wegen dieser konkreten Situation.
Es geht um die Leistungsfähigkeit und nicht um die Leistung.
Du sollst, ganz vereinfacht gesagt, im Rahmen deiner Möglichkeiten agieren.
 
Einfach Ignore. Gleich verlinkt der Dir irgendwelche Artikel von Correktiv, NTV oder anderen linken Medien. Da muss man nurmal die Journalisten googlen.

P.S. Die Fahrradwege laufen dort aber entlang der Gegenden der Wohlhabenden an den Küsten. Genau mein Humor. :coolblue:

Die Tagesschau ist dir wahrscheinlich auch zu links:

Wieder falsche Behauptungen über Radwege in Peru | tagesschau.de https://share.google/LcSa3uuaMEcqOq1oQ

Dir sollen wir hier am besten Links von Seiten wie Nius oder so verlinken, richtig?
 
@Mustis
Meinst ja mich.
Das Sozialamt kann ein fiktives Einkommen annehmen.
Und das betrifft auch Teilzeit. (erstmal grundsätzlich)
Die haben da ihre Möglichkeiten.
Es geht also nicht explizit um dein Einkommen, sondern am Ende auch um die Leistungsfähigkeiten.
(Der Singlemann mit 20h und 70k muss schon nen guten Grund haben. (hier gilt wie so oft, mit dem Amt kann man sich auch wunderbar vor Gericht streiten)
Es gibt freilich gute Gründe für Teilzeit und es wird natürlich keiner pauschal gezwungen.
Aber die Gesetze geben sowas her.
Und wer mit Pflegeheimeinzug der Eltern "plötzlich" Teilzeit arbeiten geht...

Es ist also nicht alles sw/ws, aber eben auch nicht so easy. Der Staat weiß sich da schon zu helfen.

Es gibt dazu aber reichlich Lektüren zum "fiktiven Einkommen", da sind natürlich auch die ganz krassen Fälle dabei.

@Olaf16
Da dein Firmenwagen das Brutto erhöht, hättest du am Ende also mehr Brutto also ohne Firmenwagen.
Das beste ist, wenn du entsprechen hohe Ausgaben für den Job hast.
Man kann so einiges an "Werbungskosten" aufwenden.
Auf der anderen Seite zählen aber auch Kapitalerträge mit rein. (Einkommen)

PS: Das beste ist, wenn du so 10 Jahre vor Pflegeheim deiner Eltern 5 Kinder machst, die dann rein zufällig alle aufs Internat müssen.
(Kosten für Kinder kannste als Ausgaben anrechnen) :fresse:

Achso, Bruttoreduktionen sind gern genommen, also BAV mit Selbsteinzahlung. Da kann man dann schon mal kleine 4-stellige Beträge "verschwinden" lassen.

EDIT:
Aber auch hier, kann man sich reichlich belesen.
Ich sage mal so, gearscht sind die, die knapp über den 100k liegen (z.B. 110k), die Zahlen dann und haben weniger als der mit 99k,
Der mit 250k hat kein Problem, der zahlt auch, merkts aber nicht.

Bist du Steuerberater? :fresse:

Von 250k bleiben 11k Netto über….und schon 7k Steuern bezahlt. Wenn du davon 2k abgeben musst merkst du das nicht?
 
Das ist natürlich übertrieben. Klar merkste das.
Was damit gemeint ist, dass eben 2k von 11k relativ gesehen weniger sind als von 5k.
(wobei man bei 5k auch keine 2k zahlt)

Die Kernaussage ist, dass du so drüber liegen muss, dass die Relation dazu passt.
siehe auch:
 

Schöner (neutraler) Artikel mit sehr vielen Hintergrund Infos.
 
Nö, wenn ich pinkeln muss, geh ich pinkeln. Bahnsteig abgewandte Seite die Tür auf und laufen lassen. Für uns Hodentiere, ist es einfacher als für die Ladies.
 
Und warum bist du dann und die ganzen anderen Hochschulabsolventen keine Vorstandsvorsitzenden? Der von dir skizzierte Weg ist jetzt nicht sonderlich beeindruckend und einmalig. Wenn also FLeiß und Intelligenz ausschlaggebend sind und nicht Glück, Woran scheitert es dann bei all den anderen.

Mal davon abgesehen, dass dein Vater ja nicht als Handwerksmeister 100k+ verdient hat oder? Sondern eben mit BWL/VWL....
Dein Beitrag klingt wieder wie ein Angriff.

Ich verstehe nicht was du sagen möchtest. Ich wollte nicht implizieren, dass der Weg "einmalig" ist. Ich habe nur auf den Beitrag von sidewinder geantwortet. Ich wollte einfach ein Beispiel geben von jemanden den ich kenne der es von unten in einem handwerklichen Beruf nach oben gehaltstechnisch geschafft hat. Sidewinder meinte ja, dass das immer und überall unmöglich sei.

Zum Thema Glück und woran es bei anderen "scheitert":

Es gibt viele Studien aus der Psychologie die Zusammenhänge von verschiedenen Faktoren bei Menschen mit hohen Einkommen untersucht haben. Faktoren die oben stehen sind häufig:
- Intelligenz
- Bestimmte Persönlichkeitseigenschaften (z.B. niedriger Neurotizismus, hohe Gewissenhaftigkeit, hohe Verträglichkeit, ausreichen Offenheit – wenn man z.B. die Big 5 nimmt).
- Motivation
- Bildung
- Soziale Herkunft
- etc.

Natürlich gibt es Menschen bei denen all das nicht zutrifft und die trotzdem sehr viel verdienen. Glück und Zufälle spielen immer mit ein. Die oben genannten Faktoren sind ja nicht deterministisch. Aber sie spielen im Schnitt (über viele Menschen hinweg) eine signifikante Rolle.

Warum ich nicht viel verdiene? Weil wir Wissenschaftler keine starke Lobby haben und gesellschaftlich eher am Rande stehen bzw. keinen Fokus in politischen und gesellschaftlichen Debatten spielen. Mein Ziel ist auch nicht viel Geld zu verdienen. Ich bin froh, wenn ich einfach "spielen" kann, d.h. forschen kann an Themen die mir Spaß machen und dafür ausreichend gut bezahlt werden, d.h. sodass ich davon leben kann. Dafür habe ich einen mega geilen Job, ich kann mir kaum was besseres für mich vorstellen. Der einzig Nachteil ist das ganze "drumherum": man verdient nicht viel, man muss immer alle 2-3 Jahre um sein Gehalt kämpfen damit man nicht arbeitslos wird, etc. Aber die eigentliche Arbeit ist super.

Abgesehen davon wäre ich für eine solche Rolle (hohe Führungsposition, dazu mit Politikern etc) gar nicht gemacht. Ich bin viel zu direkt und würde diese Machtspielchen nicht mitmachen. Einige würden micht als "Assi" sehen weil ich ihnen zu direkt meine Meinung bei bestimmten Themen sagen würde; ich würde rausfliegen, keine Chance mich in solche Rollen zu stecken. ;)
Ich habe ja beruflich viel mit Amerikanern, Englänern, etc. zutun. Bei denen ecke ich manchmal auch an. Die haben alle so eine indirekte Art. Beispiel: "it is so wonderful to meet you!" heißt manchal eher "du bist blöd ich ich wäre jetzt lieber woanders". Die drücken alles indirekt durch die Blume aus. Ist typisch für die Anglos. Muss man erstmal lernen was häufig wirklich gemeint ist. Wenn ich direkte antworten gebe (die eigentlich gar nicht negativ oder böse gemeint) sind wurde ich schon so manches mal falsch verstanden "are you angry?" etc. Also ich als große Führungskraft? Im Leben nicht, ich bleibe lieber in meiner Welt oder Bubble. :d
 
Dein Beitrag klingt wieder wie ein Angriff.
Der Kern ist die Feststellung das dein Vater nicht mit einem handwerklichen Beruf die 100k€ geknackt hat. Er war mal einer, das Gehalt hat er aber erst mit einem BWL/VWL Studium erreicht und das Gehalt erst mit einem nicht handwerklichen beruf bekommen. Also genau das was Side meinte hat er nicht gemacht.

Und bei aller Liebe, dass du nur positive Eigenschaften aufzählst, die bei erfolgreichen Menschen festgestellt wurden, die zum eefolg führen, hat son geschmäckle. Ich kenne auch Untersuchungen, dass Narzissmus, Egoismus und aggressives Auftreten überdurchschnittlich oft bei finanziell erfolgreichen Menschen anzutreffen ist. Es gibt sogar welche, die haben eine signifikant erhöhte Häufigkeit von psychopathischen Verhalten bei dieser Gruppe nachgewiesen. Darüber hinaus zählst du eine LIste auf, die eigentlich nur auf Dingen basiert, die man nicht wirklich frei beeinflussen kann durch sein Verhalten: Intelligenz ist nur bedingt trainierbar. Und zudem abhängig von anderen Bedingungen wie unter anderem die soziale Herkunft, welche reines Glück ist. Diese wiederum bestimmt nicht unerheblich auch über deine Bildung. Also auch hier wieder mindestens anteilig ein reines Glücksspiel, das nicht von dir selber und deinem Verhalten beeinflussbar ist. Auch diese Charaktereigenschaften sind nur teilweise änderbar und durch einen selbst beeinflusst. Umhin ein Großteil der Liste zeigt eigentlich auf, dass die Grundlagen für Erfolg in weiten Teilen Glück sind und nicht allein durch das eigene Vermögen und das eigene Handeln beeinflussbar sind. Und das widerspricht grundlegend einer Aussage wie "jeder kann das".

Persönliche Frage an dich, könntest du dir deinen Job ohne deinen gesicherten finanziellen Background leisten? Wärest du ohne ihn überhaupt dahin gekommen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein Beitrag klingt wieder wie ein Angriff.

Ich verstehe nicht was du sagen möchtest. Ich wollte nicht implizieren, dass der Weg "einmalig" ist. Ich habe nur auf den Beitrag von sidewinder geantwortet. Ich wollte einfach ein Beispiel geben von jemanden den ich kenne der es von unten in einem handwerklichen Beruf nach oben gehaltstechnisch geschafft hat. Sidewinder meinte ja, dass das immer und überall unmöglich sei.

Zum Thema Glück und woran es bei anderen "scheitert":

Es gibt viele Studien aus der Psychologie die Zusammenhänge von verschiedenen Faktoren bei Menschen mit hohen Einkommen untersucht haben. Faktoren die oben stehen sind häufig:
- Intelligenz
- Bestimmte Persönlichkeitseigenschaften (z.B. niedriger Neurotizismus, hohe Gewissenhaftigkeit, hohe Verträglichkeit, ausreichen Offenheit – wenn man z.B. die Big 5 nimmt).
- Motivation
- Bildung
- Soziale Herkunft
- etc.

Natürlich gibt es Menschen bei denen all das nicht zutrifft und die trotzdem sehr viel verdienen. Glück und Zufälle spielen immer mit ein. Die oben genannten Faktoren sind ja nicht deterministisch. Aber sie spielen im Schnitt (über viele Menschen hinweg) eine signifikante Rolle.

Warum ich nicht viel verdiene? Weil wir Wissenschaftler keine starke Lobby haben und gesellschaftlich eher am Rande stehen bzw. keinen Fokus in politischen und gesellschaftlichen Debatten spielen. Mein Ziel ist auch nicht viel Geld zu verdienen. Ich bin froh, wenn ich einfach "spielen" kann, d.h. forschen kann an Themen die mir Spaß machen und dafür ausreichend gut bezahlt werden, d.h. sodass ich davon leben kann. Dafür habe ich einen mega geilen Job, ich kann mir kaum was besseres für mich vorstellen. Der einzig Nachteil ist das ganze "drumherum": man verdient nicht viel, man muss immer alle 2-3 Jahre um sein Gehalt kämpfen damit man nicht arbeitslos wird, etc. Aber die eigentliche Arbeit ist super.

Abgesehen davon wäre ich für eine solche Rolle (hohe Führungsposition, dazu mit Politikern etc) gar nicht gemacht. Ich bin viel zu direkt und würde diese Machtspielchen nicht mitmachen. Einige würden micht als "Assi" sehen weil ich ihnen zu direkt meine Meinung bei bestimmten Themen sagen würde; ich würde rausfliegen, keine Chance mich in solche Rollen zu stecken. ;)
Ich habe ja beruflich viel mit Amerikanern, Englänern, etc. zutun. Bei denen ecke ich manchmal auch an. Die haben alle so eine indirekte Art. Beispiel: "it is so wonderful to meet you!" heißt manchal eher "du bist blöd ich ich wäre jetzt lieber woanders". Die drücken alles indirekt durch die Blume aus. Ist typisch für die Anglos. Muss man erstmal lernen was häufig wirklich gemeint ist. Wenn ich direkte antworten gebe (die eigentlich gar nicht negativ oder böse gemeint) sind wurde ich schon so manches mal falsch verstanden "are you angry?" etc. Also ich als große Führungskraft? Im Leben nicht, ich bleibe lieber in meiner Welt oder Bubble. :d
An Deinem Schreibstil merkt man dass Du alles andere als "Assi' bist. Danke für Deinen Beitrag. 👍🏼🙂
 
Der Kern ist die Feststellung das dein Vater nicht mit einem handwerklichen Beruf die 100k€ geknackt hat. Er war mal einer, das Gehalt hat er aber erst mit einem BWL/VWL Studium erreicht und das Gehalt erst mit einem nicht handwerklichen beruf bekommen. Also genau das was Side meinte hat er nicht gemacht.
Ah, dann habe ich den Beitrag von sidewinder einfach nur falsch verstanden.
Und bei aller Liebe, dass du nur positive Eigenschaften aufzählst, die bei erfolgreichen Menschen festgestellt wurden, die zum eefolg führen, hat son geschmäckle.

Du hast Recht. Man findet teilweise auch höher ausprägte Werte bei Narzissmus. Ich habe beispielhaft ein paar Aspekte aufgezählt. Etwas extra unterschlagen habe ich nicht.


Ich kenne auch Untersuchungen, dass Narzissmus, Egoismus und aggressives Auftreten überdurchschnittlich oft bei finanziell erfolgreichen Menschen anzutreffen ist. Es gibt sogar welche, die haben eine signifikant erhöhte Häufigkeit von psychopathischen Verhalten bei dieser Gruppe nachgewiesen. Darüber hinaus zählst du eine LIste auf, die eigentlich nur auf Dingen basiert, die man nicht wirklich frei beeinflussen kann durch sein Verhalten: Intelligenz ist nur bedingt trainierbar.
Es stimmt, dass der IQ zu ca. 50-80% mit genetisch bedingt ist. Aber auch die Intelligenz ist eben von der Umwelt bzw. dem eigenen Lebensstil (Verhalten) mit abhängig. Das Gehirn bildet dauert neue synaptische Verbindungen aus, und die hängen damit zusammen was wir jeden Tag machen.
Und das widerspricht grundlegend einer Aussage wie "jeder kann das".
Dem habe ich ja explizit auch widersprochen. Es ist unrealistisch, wenn man behauptet, dass man alles selbst in der Hand hätte und es nicht auch auf andere Faktoren ankommt die man selbst kaum oder gar nicht beeinflussen kann. Dem stimme ich ja zu.
Persönliche Frage an dich, könntest du dir deinen Job ohne deinen gesicherten finanziellen Background leisten? Wärest du ohne ihn überhaupt dahin gekommen?
Welcher gesicherter finanzieller Background? Ich habe keinen, ich habe auch keine Ersparnisse. Und ich werde auch keine krasse Hilfe von Familie bekommen wenn man was passiert.

Natürlich spielte die finanzielle Unterstützung (als ich noch bei meinen Eltern lebte) eine Rolle und hat mir auch Dinge ermöglicht. Es ist kein "entweder-oder". Es ist nicht "nur Umwelt" oder "nur Ich".
Aber für einen Teil habe ich auch selbst gearbeitet. Ich war Hauptschüler und bin noch fast auf die Sonderschule geflogen (da ich damals nichts für die Schule getan habe). Dazu noch zwei mal sitzengeblieben. Erst später habe ich mal klarer angefangen zu denken und Gas zu geben. Studieren konnte ich nur über Umwege da ich zuvor auch gearbeitet habe.
D.h. einen signifikanten Teil habe ich mir auch selbst erarbeitet mit eigener Motivation. Ich komme auch aus einer reinen Arbeiterfamilie, bei uns gab es kaum Akademiker oder Leute mit "fett Kohle". Bin keiner dieser Studenten die nix von der wahren Welt kennen, aus besten Familienverhältnissen kommen, einen geleckten Lebenslauf haben etc. Mein Lebenslauf sieht aus wie ne Achterbahn und ich kann froh sein, dass ich den in meiner Branche niemanden zeigen muss, weil er nicht von Interesse ist. Was für Bewerbungen in der Wissenschaft zählt ist die Publikationslisten; wo man herkommt interessiert keinen. :d
 
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