[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Was das angeht habe ich mega Glück gehabt. Ich habe einen Prof der mir quasi alles erlaubt (solange nur was bei rumkommt). Ich muss als nicht wie viele andere Wissenschaftler "Wissenschaft nach Plan" abarbeiten sondern kann erforschen was mich interessiert und natürlich halbwegs ins Konzept unserer Arbeitsgruppe passt. Mega Privileg (im Vergleich zu vielen anderen). PS: dazu muss ich sagen dass ich mal Hauptschüler war. Bin also zufrieden mit dem was noch aus mir geworden ist. 8-):LOL:
 
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@Aeromax

Wenn ich, Ungeachtet der Wissenschaft, sehe was der ÖD in der IT bezahlt (ich habe zwei Techniker und jemand in leitender Funktion im Bekanntenkreis), ist es einfach zum weglaufen. Zig Ausschreibungsrunden, nur Graupen. Schwierig. Sehr schwierig. Und so ein Techniker mit maximal ner Zehner Stelle, eher ne Neuner Stelle. Geht gar nicht. Passt null zum Markt. Dann braucht man sich auch nicht über diese Resonanz wundern... Der ÖD verschläft in dieser echt wichtigen Branche extrem viel.
 
Wie gesagt, ich war ja selbst 6 Monate Teil dessen. An den Personen in der IT liegt es wenn zu einem kleinen Teil.
Das Problem sind eher Leute wie die Dezernenten, die Kollegen aus der Organisation (die auf die Kollegen aus der IT null hören) und an den Vorschriften bzgl. Ausschreibung, wo du quasi das günstigste Angebot nehmen musst.
Es will zudem auch niemand entscheiden, weil du bei einer Fehlentscheidung direkt an die Wand genagelt wirst. Darum geht alles seinen Weg nach oben und das dauert, wenn überhaupt was passiert.
 
Traurig, aber leider wahr. Dazu kommen dann noch die vielen, die auch in Entscheidungspositionen sitzen, aus der Gattung "nein, das haben wir schon immer so gemacht".
 
Wenn ich, Ungeachtet der Wissenschaft, sehe was der ÖD in der IT bezahlt (ich habe zwei Techniker und jemand in leitender Funktion im Bekanntenkreis), ist es einfach zum weglaufen. Zig Ausschreibungsrunden, nur Graupen. Schwierig. Sehr schwierig. Und so ein Techniker mit maximal ner Zehner Stelle, eher ne Neuner Stelle. Geht gar nicht. Passt null zum Markt. Dann braucht man sich auch nicht über diese Resonanz wundern... Der ÖD verschläft in dieser echt wichtigen Branche extrem viel.
Das hat aber in dem Fall nicht zwingend was mit ÖD zu tun.
Auch in der Wirtschaft wirst du mit ähnlichen Zahlen abgespeist. (@Aeromax haste mal konkrete Zahlen?)

Frei Wirtschaft, großer Konzern, mit Traifvertrag
Nehmen wir mal zwei Masterabsolventen frisch vom Studium.
Kandidat A fängt als z.B. als Ing. und bekommt 5k Brutto
Kandidat B fängt als Doktorand an und bekommt 2k Brutto
Genaue Zahlen weiß ich jetzt nicht mehr, aber sowas in der Größenordnung.

Beide machen einen ähnlichen Job. Während der "Dr." sich um ein ganz spezifisches Thema kümmert und sich auch erstmal einarbeiten muss, kümmert sich der "Ing." um ein paar Themen mehr, muss sich aber dennoch (am Anfang) genauso einarbeiten. Klar ist der Ing. irgendwo produktiver und erwirtschaftet auch was. Dennoch hat der "Dr." auch noch Nebenaufgaben und kümmert sich auch mal gelegentlich um andere "niedrigere" Abschlussarbeiten.

Ich weiß nicht, wie die Stelle bei dir da konkret aufgehangen war, kann aber durchaus sein, dass man da ein Abstriche machen musst, als wenn man die mit einem non"Dr." besetzt hätte.

Ggf. hast du mehr bekommen als mein Beispiel aus der doch ach so tollen freien Wirtschaft.

Das man an der Hochschule noch ganz andere Baustellen hat, gerade was gewissen Personen und deren speziellen Befindlichkeiten mit einem Prof.-Zettel, ist dabei noch eine ganz andere Thematik. Da gibt es auch ein paar Herren und Damen, die etwas spezieller sind.

@UsAs
Bei den anderen Sachen kann man partiell zustimmen. Wobei das von der Behörde/OE abhängt. Es gibt ja auch andere Beispiele, wo in dem konkreten Fall der ÖD schon reagiert hat, wenngleich das nicht die Regel ist. Das ist aber stellenweise auch zu verstehen, denn am Ende zahlt das der Steuerzahler und da ist nicht immer beliebig an der Geldschraube drehbar. (wobei man an andere Stelle mit etwas Augenmaß sparen könnte und das Geld nicht zum Fenster rauswirft, da hätten die AN unmittelbar was von und keiner würde es merken)
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Traurig, aber leider wahr. Dazu kommen dann noch die vielen, die auch in Entscheidungspositionen sitzen, aus der Gattung "nein, das haben wir schon immer so gemacht".
Das ist aber nicht ÖD speziell, da gibt es auch in großen Firmen so.
Je länger die Kollegen und die Struktur so existiert, desto eher ist das "haben wir schon immer so gemacht".
Ist Dynamik in dem Laden, ist das bei weitem nicht so extrem.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was Aeromax beschreibt ist nicht die ganze Wahrheit. Was er schreibt, gilt für viele Disziplinen, aber nicht alle. Ich hab eine Ingenieurspromotion gemacht, da kommen Stellen < 100% E13 so gut wie nicht vor. Da ist einfach der Sog aus der Industrie so groß, dass an Ingenieurslehrstühlen unter 100% fast niemand arbeitet.

Und das, oder auch noch weiter oben diese Kritik, dass der ÖD so schlecht bezahlt wird, formuliere ich bissl anders: es ist der Fluch für den ÖD, fürs Handwerk, für soziale Berufe, dass die deutsche Industrie so stark ist und den Markt derart verzerrt. In vielen Ländern mit geringerem Wohlstand als bei uns ist ÖD deutlich besser angesehen und im Verhältnis bezahlt, weil es da eben keine starke Industrie gibt, die derart viel bezahlen kann. Jetzt sorgen aber die Industrieangestellten und -arbeiter mit hohen Löhnen auch für ein hohes Preisniveau, an dem die Leute im ÖD, Sozial, Handwerk etc. zu knabbern haben.
 
1. Jahr E13 sind knapp 2600 netto. (2570 oder so)
klar gibts mit ingenieursmaster in der industrie mehr, aber es ist jetzt auch kein hungerlohn - gerade als berufseinstiger.

edit: bawue
 
Dann lassen wir das Geld weg. Komplett. Was mir da zugetragen wird. Verkrustete Strukturen, soweit das Auge reicht. Oft einseitig verteilte Arbeit. Wenn es Vorgesetzte nicht tangiert wird so gut wie alles totgeschwiegen um ja nicht agieren zu müssen. Rückhalt für Strukturen unter Führungskräften? Oftmals Fehlanzeige. Da gibt es so viele Mängel, da muss man mittlerweile schon härtester Idealist sein um das mitzutragen. Und das sind die Wenigsten. Bedauerlich.
 
Das ist doch das eigentliche Problem. Jeder der jünger ist und/oder etwas bewegen möchte, geht wegen den Strukturen nicht in den ÖD.
Die Sicherheit die der ÖD eigentlich bietet, bekommst du so in der freien Wirtschaft nicht und da kann man auch auf ein paar Euro verzichten. Dazu eine wirklich gute Zusatzversorgung für die spätere Rente, die zu 3/4 vom AG gezahlt wird. Hätte bei mir stand heute dann 1000-1200€ monatliche Zusatzrente ergeben.

Dafür gibt es, gerade in der IT, viel zu viele Nachteile. Bewegen kann man dort nichts, du arbeitest mit Herstellern/Dienstleistern zusammen die da drin sind, nicht weil sie die Anforderungen am besten abdecken, sondern am günstigsten waren.
Teilweise hat man dann Software von 1-2 Mann Buden da und die Probleme stapeln sich.
Dadurch hat man auch kein zentrales System, sondern 80-100 führende Anwendungen.
Gepaart mit den von mir bereits oben genannten Problemen musst du innerlich komplett abgestumpft oder schon zu lange in diesem Rad gefangen sein, wenn man dort bleibt.
 
Und das ist schlussendlich das Problem. Stirbst du nicht geistig ab (und wirst damit für alles andere untauglich), gehst du dauerhaft am Stock. Das merke ich bei meinen Bekannten. Zu lange dabei um aus der Mispoke auszubrechen und Angst auf den normalen Markt zu drängen. Aber absolut traurig und enttäuscht, was auf der Arbeit passiert. Kenne ich bei denen gar anders. Und das ist keine, wirklich keine vermeintliche Sicherheit wert.
 
Dann lassen wir das Geld weg. Komplett. Was mir da zugetragen wird. Verkrustete Strukturen, soweit das Auge reicht. Oft einseitig verteilte Arbeit. Wenn es Vorgesetzte nicht tangiert wird so gut wie alles totgeschwiegen um ja nicht agieren zu müssen. Rückhalt für Strukturen unter Führungskräften? Oftmals Fehlanzeige. Da gibt es so viele Mängel, da muss man mittlerweile schon härtester Idealist sein um das mitzutragen. Und das sind die Wenigsten. Bedauerlich.
Klingt nach Fortune 500 oder Dax Konzern oder so.
 
Jap, letzten Endes der Punkt wo ich dann gegangen bin.
Innerlich gekündigt hatte ich dann bei einem Meeting, bei dem es hieß „Idee ist gut, machen wir aber nicht, weil kommt nicht von uns.“
War zum Thema OZG Leistung Bund/Länder/Kommunen.
Danach hab ich mich aus dem Meeting abgemeldet und Feierabend gemacht (und war danach nicht im Paulanergarten ;)).
 
Meine Frau hat jetzt übrigens die 100k geknackt. Sie hatte vor einiger Zeit schonmal ein Angebot dass sie abgelehnt hatte (hatte es hier im Thread erwähnt). Jetzt 110k Angebot und zugeschlagen bzw. Arbeitgeber gewechselt. Kurze facts:
- Vor 3 Jahren nach Deutschland gekommen und in ihrer Heimat umgerechnet ca. 800€ pro Monat verdient (afrikanisches Land)
- Bachelorabschluss
- Trading/finanz bereich

Wir sind beide Mitte 30, ist also Luft nach oben für sie.
 
Frau mit 110k? Nice. Will auch eine Sugar-Mommy, die eher mir Sachen kauft als ich ihr :d
 
Nuja, im Finanzsektor verdient ja eigentlich niemand was er verdient.. No offense :rolleyes:
 
Einfacher Bachelor und 110k sind wirklich außergewöhnlich gut.
WIe kommt man denn als frische Immigrantin in solche Positionen?
War vohrer schon der Kontakt zum Job davor da oder ging es erst hier auf Jobsuche?

Da fühle ich mich jetzt mit Master und 85k unterbezahlt :fresse2:
 
Einfacher Bachelor und 110k sind wirklich außergewöhnlich gut.
WIe kommt man denn als frische Immigrantin in solche Positionen?
War vohrer schon der Kontakt zum Job davor da oder ging es erst hier auf Jobsuche?

Da fühle ich mich jetzt mit Master und 85k unterbezahlt :fresse2:
Hat in ihrer Heimat bereits seit dem Bachelor in dem Bereich gearbeitet, also schon viele Jahre Berufserfahrung. Sie kam hier nach Deutschland nach der Heirat mit mir und war erst arbeitslos. Sie hat sich um alles selbst gekümmert. Ich kenne mich in ihrem Berufsbereich null aus, aber soweit ich weiß zählt da nicht der Abschluss (oder nur wenig) sondern primär die Erfahrung und wie gut jemand ist.
 
...

Da fühle ich mich jetzt mit Master und 85k unterbezahlt :fresse2:
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:fresse:
 
Bin ja aktuell nicht mehr wirklich zufrieden mit meiner Stelle und schau mich nach was neuem um.
Gestern dann nach einem wirklich interessanten Gespräch ein Angebot bekommen:
60% HO - daran lässt sich leider nichts rütteln, ist halt ein großer Konzern. Das wusste ich vorher, dachte aber das könnte ich vielleicht auf 80% drücken.
keine Kernzeit, Developer-Pfad mit dezidierten Schulungen je nach Level, persönliche Schulungen die fürs Projekt wichtig sind auch immer möglich und in der Arbeitszeit. Für mich sehr sinnvolle Produkte an denen gearbeitet wird.

Ich würde dort als Lead Developer einsteigen, mit knappen 80k im Jahr. Bei 38,5h mit 6-10ÜSt im Monat. Derzeit bin ich bei 68k bei 38,5h und ohne Perspektive :fresse:.
Genau mein Tech-Stack auch also alles super.
ABER
Stelle ist halt ein Stückchen entfernt, ich muss 67h im Monat im Büro sein, also eben etwa 2 Tage pro Woche.
Einfache Anfahrt: 2h mit allem drum und dran, davon knapp 1,5h als Arbeitszeit im Zug (ohne Umsteigen) zu verbuchen. Aber halt natürlich nicht als Bürozeit. Anfahrt mehr oder weniger gratis, in Ö gibts das Klimaticket um 1100€ und ich hab privat eh auch schon oft überlegt.

Wär ein super Karriereschritt aber ich hab mir das von den Zugverbindungen her mal angesehen und ich würde da halt in 2 Tagen 20h arbeiten (6h im Zug und die geforderten 14h vor Ort).

Ich lass mir das noch 2-3 Tage durch den Kopf gehen aber ich glaub lang würd ich das nicht durchdrücken...
 
Da wäre es ja günstiger für die 2 Tage im Büro eine Nacht im Hotel oder Ähnlichem zu bleiben.
 
Die Frage ist auch ob du da immer nen Sitzplatz hast und wirklich arbeiten kannst?

Die Strecke Graz-Wien, nehme mal an um sowas gehts, sind schon immer voll. Ne Platzreservierung kostet sonst wieder extra?
 
@sk1ll Schwierig, Bei dem Gehalt hast du knapp über 500€ mehr raus, dafür würde ich mir diese Fahrtzeiten glaube ich nicht antun. Wenn du jetzt schon überlegst ob du das durchhältst. Ein Umzug kommt nicht in Frage?
 
Für 500€ mehr ist das doch nicht der Rede wert. Absagen und weiter suchen.

Gehalt ist sowieso zu niedrig (^^)
 
Auch wenn du die Fahrt anteilig als Arbeitszeit bekommst, würde ich es persönlich nicht machen.
Dann hast du keinen Sitzplatz, dann verschieben sich Züge usw.
Ich vermute das wird eher in unnötigen Stress ausarten und das Plus beim Gehalt wiegt das für mich nicht auf.

Wenn ein Umzug nicht zur Debatte steht, klingt das in Summe nicht so toll ehrlich gesagt.
 
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Ich würde dort als Lead Developer einsteigen, mit knappen 80k im Jahr. Bei 38,5h mit 6-10ÜSt im Monat. Derzeit bin ich bei 68k bei 38,5h und ohne Perspektive :fresse:.
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164std/Monat (1968std / Jahr) vs. 154std/Monat (1848std / Jahr)
80k€ p.a. vs. 68k€ p.a.

40,65€/std vs. 36,80€/std

Das sind nur 10% mehr, ohne den zusätzlichen Fahrtweg.
Für mich würde das bedeuten: weitersuchen.
 
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