[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Wenn ich das hier so lese, komme ich mir mit meinen 36000€ Jahresbrutto plus die Nebengelder vor wie ein armer Schlucker. Wäre es da unangebracht wenn ich euch mal fragen darf:“haste mal nen Euro?“ :fresse:
 
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Du prahlst doch sonst immer so mit deinen Zulagen, also immer halblang :fresse:
 
Die Zulagen lohnen sich auch aber soviel ist es bei weitem nicht. Sind im Schnitt 600 Steuerfreie Euronen aber so große Sprünge sind das aufh nicht. Rechnen tu ich grundsätzlich mit dem Grundlohn. Würde ich überwiegend früh und Tagesdienste machen, wäre es deutlich weniger an Nebengeldern. Ein Kollege hat trotz Steuerklasse 3 all in weniger raus wie ich, da er keine Spät- und Nachtschichten macht.
 
Gut, dass ich von der Bahn weg bin. 3250€ brutto bei 12 Gehältern und die Zulagen waren auch sehr gering im Vergleich zu anderen Arbeitgebern, (3,5€ pro Nachtstunde oder so...)
 
Private Krankenhauszusatzversicherung habe ich auch als einzigen Zusatz zur GKV. Meiner Meinung nach ist es aber der falsche Ansatz bei Versicherungen zu rechnen ob sie sich lohnen oder nicht. Bei jedem Versicherungsfall ist es besser, er tritt nicht ein.
Dass man auch zahlt ohne eine Gegenleistung gehört zum Solidarprinzip - sonst wäre keine Versicherung tragfähig.

Insofern, besser man braucht sie nicht.

Habe sonst auch nur BU, Haftpflicht und alles fürs Haus - dazu gehört für mich auch die Unfallversicherung, die die Kreditsumme abdeckt falls ich komplett ausfallen sollte. Die Finanzierung basiert auf meinem Gehalt.
 
Private Krankenhauszusatzversicherung habe ich auch als einzigen Zusatz zur GKV. Meiner Meinung nach ist es aber der falsche Ansatz bei Versicherungen zu rechnen ob sie sich lohnen oder nicht. Bei jedem Versicherungsfall ist es besser, er tritt nicht ein.
Dass man auch zahlt ohne eine Gegenleistung gehört zum Solidarprinzip - sonst wäre keine Versicherung tragfähig.

Insofern, besser man braucht sie nicht.

Habe sonst auch nur BU, Haftpflicht und alles fürs Haus - dazu gehört für mich auch die Unfallversicherung, die die Kreditsumme abdeckt falls ich komplett ausfallen sollte. Die Finanzierung basiert auf meinem Gehalt.
Und das obwohl deine Freundin im Vorstand einer größeren Firma sitzt? Ist da wohl Nachwuchs unterwegs?
 
mhhh? ich fühle mich nicht angegriffen. wenn du der kopf des systems bist und dick absahnst, sei es dir wirklich gegönnt. we hohe riskien eingeht, soll auch hoch was dabei rausbekommen, immerhin kann er auch alles verlieren... was du mit deinen geld machst ist dein bier.
ich bin kein kopf von irgendeinem system, ich gehe nur mehr risiko ein als andere.
 
Gut, dass ich von der Bahn weg bin. 3250€ brutto bei 12 Gehältern und die Zulagen waren auch sehr gering im Vergleich zu anderen Arbeitgebern, (3,5€ pro Nachtstunde oder so...)
Ich bin halt noch in der niedrigsten Gehaltsgruppe, beklagen kann ich mich nicht, es ist ja schon deutlich mehr als ich im alten Job hatte.
Derzeit ist es nur frech, das der überdimensional aufgeblähte Overheadbereich fordert, das bei den Personalkosten im operativen Bereich eingespart werden soll. Dabei könnten alleine im Overhead Millionen eingespart werden, wozu braucht ein Unternehmen über 300 Manager?
 
Das wirst du aber als Außenstehender nicht so einfach beurteilen können.
 
Und sowas finde ich immer amüsant. Als kleiner Niemand nichts auf die Kette bekommen, immer an die Hand genommen werden wollen und bei jedem Furz die Verantwortung auf den "Wasserkopf" schieben.
 
Wieso sollte ich nichts auf die Kette bekommen haben? Begründe! Das es unweigerlich stimmt, das seit der Privatisierung der Bahn, Misswirtschaft betrieben wurde ist ein Fakt. Das es heute mehr Manager bei der DB gibt als früher Direktoren bei der Bundesbahn ist auch Fakt. Und das genau die, die diese Misswirtschaft mitverursacht haben, jetzt das operative Personal bluten lassen will ist nunmal fürn Arsch. Und dann wird im gleichem Atemzug noch erwähnt, das man uns Wertschätzt. Die feinen Herren in den Managerpöstchen konnten schön vom Homeoffice arbeiten, während das operative Personal tagtäglich während Corona vor Ort ist. Sei es der Reiniger, Fahrdienstleiter, Kundenbetreuer usw.
Da ist es einfach nur frech von uns zu erwarten, das wir sparen sollen, Wertschätzung sieht anders aus.
 
Wahrscheinlich meint der feine Herr aber auch nur, dass du als "Lokführer" einfach nicht genug "geleistet" hast...
 
Vermutlich weil ich nicht studiert habe, es kann halt nicht jeder studieren. Sonst wären wir eine Gesellschaft voller Fachkräfte aber würden nichts mehr zu fressen auf dem Tisch haben, weil keiner mehr Lkw fährt um die Läden zu beliefern oder keine Verkäufer mehr gibt. Ich komme nunmal aus einer Arbeiterfamilie und meinen Eltern war eine Ausbildung wichtiger als ein Studium.
 
Dass du nichts auf die Kette bekommst, habe ich so nicht gemeint. Ich will auch nicht alle über eine Kamm scheren. Es gibt tatsächlich auch loyale Mitarbeiter, die wissen welchen Stand sie haben und dass sie es unterm Strich gar nicht schlecht haben. Ich bin, was die Bahn angeht, auch außenstehender also werde ich es mir nicht rausnehmen darüber zu schwadronieren was die doch gut oder schlecht machen. Fakt ist, dass sich seit der Privatisierung (wann war die? vor 20 Jahren) ganz schön was (Digitalisierung, Logistik usw.) getan hat. Und das bedarf vielleicht auch mehr Führung als man sich im ersten Moment denkt.

Dies Corona Geschwafel habe ich bei uns auch oft genug gehört. Für sowas gibt es Sicherheitsmaßnahmen, welche bei euch sicherlich auch umgesetzt werden.
 
Zusätzlich hat die Bahn als Arbeitgeber übrigens bezahlten Sonderurlaub für Kinderbetreuung spendiert (afair mindestens 20 Tage), gerade für Lokführer, Zugbegleiter und all jene, die nicht einfach Home Office machen können.
Aber da spricht gefühlt der Gewerkschaftsstammtisch der GDL mit ihrem wir gegen die.
 
Nö den Sonderurlaub hat übrigens nicht die Bahn spendiert sondern die GDL ausgehandelt, der Konzern selbst hätte es nicht angeboten. Das bei der aktuellen Thematik sofort die EVG mit der Bahn ins Bett gesprungen ist, war klar, da die EVG vom Haus aus immer sehr an den Konzern gebunden war. Inzwischen rudert die ja auch wieder zurück, weil auch die langsam merken, das es an das Geld ihrer Mitglieder gehen soll und das wiederum Mitglieder kosten kann. Bis vor etwa 29 Jahren war es auch nicht selbstverständlich, das es Pausenräume direkt am Bahnhof gibt, da wurden auch oft die Pausen so eingerichtet, das sie auf den Fahrzeugen war. Das wurde auch auf Druck der GDL erst geändert.
 
Und sowas finde ich immer amüsant. Als kleiner Niemand nichts auf die Kette bekommen, immer an die Hand genommen werden wollen und bei jedem Furz die Verantwortung auf den "Wasserkopf" schieben.

Da kannst du dich amüsieren so viel du magst, gerade bei der Bahn stimmt es halt auch einfach mal. Das hört man inzwischen aus jeder Ecke. Immer mehr Häuptlinge und keine Indianer.
 
Und komischerweise, überleben die privaten trotz das sie mehr Indianer wie Häuptlinge haben.(auch wenn man bei der DB mal DB Netz komplett ausklammert)
 
Ich habe nach der Hauptschule 02 eine Ausbildung gemacht und bin 06 dann eingestiegen mit 25k brutto im Jahr. Inkl Weihnachtsgeld

:(
 
Das es heute mehr Manager bei der DB gibt als früher Direktoren bei der Bundesbahn ist auch Fakt.
Oder wichtiger:
Bei der Bundesbahn hat niemand Millionen als Einzelperson verdient.
Grade bei Konzernen im Staatsbesitz, der Staatsdienst selbst und ähnlich sollte das maximale Gehalt das des Bundeskanzlers sein.
Ich komme nunmal aus einer Arbeiterfamilie und meinen Eltern war eine Ausbildung wichtiger als ein Studium.
Was ist denn das für eine Aussage?
"Arbeiterfamilie" ist doch nur eine Ausrede, im Gegenteil grade das ist wichtig für die Gesellschaft.
 
Daunti für viele ist der Arbeiter halt die Unterklasse und das war eher eine ironische Anspielung darauf. Aber meinen Eltern war es wirklich wichtiger, das wir alle eine solide Berufsausbildung haben anstatt ein Studium.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Ich habe nach der Hauptschule 02 eine Ausbildung gemacht und bin 06 dann eingestiegen mit 25k brutto im Jahr. Inkl Weihnachtsgeld

:(
Mach dir nichts draus, nach meiner ersten Ausbildung habe ich mit 24k DM angefangen.
 
Wenn ich das hier so lese, komme ich mir mit meinen 36000€ Jahresbrutto plus die Nebengelder vor wie ein armer Schlucker. Wäre es da unangebracht wenn ich euch mal fragen darf:“haste mal nen Euro?“ :fresse:

Dann Frag ich dich mit meine 30k "Hast du mal ein Euro?"

Man muss immer dran denken, es gibt viele die Verdienen weniger als man selber. Und wir sind hier halt im Luxx. Da verdient jeder 2 +50K im Jahr.
 
Ich habe nach der Hauptschule 02 eine Ausbildung gemacht und bin 06 dann eingestiegen mit 25k brutto im Jahr. Inkl Weihnachtsgeld

:(

War bei mir nach der Lehre 2010 mit 24k brutto ähnlich. Und trotzdem konnte man davon leben, auch wenn es nicht einfach war.
Möchte die Zeit dennoch nicht missen, alleine weil man vieles dadurch lernt, im negativen wie positiven.
Heute bin ich bei knapp dem dreifachen Wert.
 
Dann Frag ich dich mit meine 30k "Hast du mal ein Euro?"

Man muss immer dran denken, es gibt viele die Verdienen weniger als man selber. Und wir sind hier halt im Luxx. Da verdient jeder 2 +50K im Jahr.
Nun dann fallen wir beide ja unter die Geringverdiener hier. Wobei ich ganz ehrlich glaube, das einige hier hier Gehalt aufplustern.
 
Was aber auch egal ist, hat eh niemand was davon.

Ich liege noch immer bei 39.200,00€ jährlich (brutto)

Wenn man sich die Summe so durch den Kopf gehen lässt und was ich tatsächlich so zum Leben brauche, geht's mir vermutlich besser als millionen Menschen auf der Welt, ich bin zufrieden und in der Zwischenzeit mit Home Office und Gleitzeit passt auch die Work Life Balance ausgezeichnet.
 
Nun dann fallen wir beide ja unter die Geringverdiener hier. Wobei ich ganz ehrlich glaube, das einige hier hier Gehalt aufplustern.

Es gibt sicher einige die das tun. Wenn man aber betrachtet das in Deutschland das durchschnittliche Bruttoeinkommen einer Person bei 37199€ liegt mit Teilzeitlern und geringfügig Beschäftigten oder man betrachtet nur die in Vollzeit (ist denke in Bezug auf das Luxx reeller) liegt es bei 47928€ auf das Jahr 2019 gesehen, sind die Zahlen hier schon nicht so dermaßen aus der Luft gegriffen.

 
Grade bei Konzernen im Staatsbesitz, der Staatsdienst selbst und ähnlich sollte das maximale Gehalt das des Bundeskanzlers sein.
Die Franzosen haben da ne coole Regelung - da darf maximal Faktor 20 zwischen niedrigstem und höchstem Jahreseinkommen liegen.
Will der Vorstand mehr, muss er die Putzkräfte mitziehen.

Nun dann fallen wir beide ja unter die Geringverdiener hier. Wobei ich ganz ehrlich glaube, das einige hier hier Gehalt aufplustern.
2005 Ausbildung zum Mechatroniker (685€/monat Brutto +150€ Kindergeld durchgereicht bekommen)
2008 fliegender Servicemann für SPSen (38k€ / Jahr)
2010 Mechatronikstudium (Bafögsatz, aber als Mechatroniker in den Semesterferien 2 Monate beim Ausbildungsbetrieb in der Montage geschafft in der Werkstatt. BR hatte Tariflohn wie bei Festangestellten ausgehandelt - imho extrem fair, weil waren ja die Produkte auf denen ich gelernt hatte in der Ausbildung. 2 Monate = 7000€, annähernd Steuerfrei). Ich hatte hier extremes Glück dass das so gekommen war.
2015 Masterabschluss Mechatronik
2015 bis heute: Konzeption, Kalkulation, Lastenhefte+Pflichtenhefte, eingeschränkt Vertragswesen (technisches Gewissen vom Vertrieb, weil Vertrieb verkauft auch Siemens Lufthaken).

60k€ im Jahr.
PS: wer meinen letzten Post gesehen hat: Tarif E10 etwa *klick*. Ist fair.

Edit: Link eingefügt.
 
Zuletzt bearbeitet:
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