[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Bei uns ist momentan eher ausgeben als sparen angesagt.
Kind kommt in voraussichtlich 2 Monaten und da muss man natürlich alles notwendige wie Kinderwagen, Maxi Cosi, Kinderzimmer / Möbel etc. anschaffen.
Danach wirds auch erst mal bisschen knapper, da meine Frau mindestens 12 Monate Zuhause bleibt und ich auch 2 Monate Elternzeit nehme.
An unser momentanes Haushaltsnetto von 6k€ werden wir wohl erst mal nicht mehr rankommen :fresse:, aber stört mich kein Stück, es gibt eben wichtigeres als Geld :wayne:
 
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Schlaf wird ein sehr kostbares Gut :fresse:

Immer schlafen wenn das Kind schläft ist ein ganz guter Tipp für den Anfang :)
 
Werde ich mir merken :wink:
 
Ich kenne wirklich niemanden, außer euch, wo das so klappt :d :d :d
 
Als Quereinsteiger? Holla die Waldfee. Und trotzdem will es heute keiner mehr machen.

Triebfahrzeugführer sind halt gesucht wie nie. Dadurch dass es halt wenig Nachwuchs gibt, locken die Anbieter halt mit vergleichsweise hohen Gehältern.
Und der Job ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Jungs können sich fast alles erlauben ohne rauszufliegen sagte mir mal der Personalchef eines Privatbahnunternehmens in NRW.
 
Als Quereinsteiger? Holla die Waldfee. Und trotzdem will es heute keiner mehr machen.

Naja ehrlicherweise muss ich dazu sagen, das bei dem Nettolohn durchschnittlich 400-600€ Nebengelder dabei sind und wenn man mal die Verantwortung die wir haben überdenkt, ist es sogar eigentlich zu wenig. Der Lohn ist bei mir der ganz normale GDL Tarif und afaik gibt es nächstes Jahr nochmal was oben drauf, dazu habe ich dieses Jahr noch die Wahl gehabt ob ich hab nächstes Jahr 2% mehr Lohn, 2 Stunden weniger Wochenarbeitszeit oder 6 Tage mehr Jahresurlaub haben will. Habe mich für letzteres entschieden, da die 2% von der Steuer gefressenen werden würden und die zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit eh durch Überstunden wieder rein kommen.
Das es kaum einer machen will, haben die Unternehmen der Aussage vom Mehdorn zu verdanken, das ab 2023 die Züge Autonomi fahren würden, davon ist die Bahntechnik aber noch mindestens 20 Jahre entfernt. Dazu will doch kaum noch einer an Wochenenden, Feiertagen und nachts arbeiten.
 
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Hatte mich auch mal bei der DB beworben. Damals gab es aber zu viele Bewerber. Wobei ich das bis heute machen würde? Eher nicht.
 
Der Job an sich ist ganz locker, ich habe noch nie so entspannt Geld verdient. Ok als gelernter Handwerker ist das auch kein Wunder. Nur geistig ist die Arbeit recht anstrengend, weil du permanent voll da sein musst, das Regelwerk musst du komplett verinnerlichen damit du jedes Signal sofort eindeutig zuordnen kannst und es gibt genug Signale, die du eher selten bekommst. Dazu die permanente Fahrweg Beobachtung und natürlich musst du an jedem Bahnsteig alle Türen auch an diesem haben. Bei letzteren fahre ich auch lieber mal ein paar Meter weiter als nötig, wenn da nicht gerade eine Haltetafel oder ein Signal steht.
 
Wenn man also dem Bericht Gehalt: Mit 3440 Euro gehören Sie in Deutschland zu den reichsten 10 Prozent - FOCUS Online
glauben darf. Tummeln sich die 99% der oberen 10% hier im Forum ;-)
Ne mal ehrlich. finde die Zahlen schon heftig.Das man mit 1800€ zur Normalen Mittelschicht Zählt.
Finde das recht wenig,da bleibt nicht mehr viel für große Sprünge. Und das soll dann die Mittelschicht sein?

Die Grafik findet sich so auch bei SPON. So Aussagen wie "zählen sie zu den Reichsten" würde ich so mal ungespitzt in den Boden rammen: Offensichtlich muss man beim Focus nicht zu den geistig reichsten gehören um dort zu arbeiten. Allgemein wird Reichtum als Synonym von "Vermögen" verwendet. Einkommen ist aber kein "Vermögen", ergo kein Reichtum. Das was mit dem zwischen Einkommen und Ausgaben übrig bleibt, das kann Vermögen aufbauen.

Es gibt in Deutschland ohnehin ein Missverhältnis zwischen Einkünften aus Lohnarbeit, Pflichtabgaben und Lebenshaltungskosten - und Einkünften aus Kapital und Besitz. Das interessiert aber kaum jemanden.
 
davon ist die Bahntechnik aber noch mindestens 20 Jahre entfernt. Dazu will doch kaum noch einer an Wochenenden, Feiertagen und nachts arbeiten.
Die Technik ist da, man müsste sie halt wirklich überall ausgebaut haben.

Imho:
Trotzdem würde das notwendige Personal nicht weniger werden, es wäre nur an anderen Stellen.
 
Nur im Fernverkehr ist die Technik annähernd so weit, im Regional- und Nahverkehr ist man da noch weit von entfernt und würde vermutlich einen dreistelligen Milliardenbetrag Kosten verursachen für Infrastruktur und Fahrzeuge ( z.B. Ist die Baureihe 422 der DB nicht auf LZB umrüstbar und ETCS würde benötigt werden). Bevor in der Richtung was Passiert, müsste erst der massive Investitionsstau seit der Privatisierung aufgeholt werden, den der Bund mit seiner Dividendenerwartung mit zu verantworten hat.
 
Die Umsetzbarkeit aufgrund der finanziellen und politischen Situation ist aber was anderes als die technische Möglichkeit ;)

Aber ja, ich frage mich wie man das Schienennetz schnell wieder auf die Kette bekommt...
 
@sidewinderdxii kann davon doch ein Lied singen: In Sachen Personal fehlt es in erster Linie an der Wertschätzung durch die Gesellschaft. Und damit meine ich jetzt noch nicht mal die Bezahlung sondern auch allein am gegenseitigen Respekt.

Das hängt ja auch mit der Investition zusammen oder am Protestverhalten. Wir haben gefühlt eine Gesellschaft aus latenten Wutbürgern, die am liebsten "Ruhe und Frieden" will, und jede Änderung ablehnt. Bei jeder Kleinigkeit hast du sofort eine Hand voll Bürgerbegehren, die dagegen Sturm laufen. Die Augsburger mit der "Mobilitätsdrehscheibe" können davon ein Lied singen. Allein drei Bürgerentscheide und dazu Bürgerinitiativen, die sich gründen weil ihr Vorschlag in der Bürgerbeteiligungsrunde ihrer Meinung nicht ausreichend gewürdigt wurde.
 
@sidewinder, Mal ernst gefragt: was wäre denn deiner Meinung nach gerechtfertigt bzw nicht "zu wenig"? Nix für ungut, aber ich denke verdammt viele Menschen haben Verantwortung und weit weniger ;)
 
Nun du musst bedenken, das wir hunderte Menschen auf einmal befördern und ein kleiner Fehler schon in einer Katastrophe enden kann. Dazu kommen ach schnell mal 12 Stunden Schichten zusammen und da ist das Geld an sich zu wenig. Ein tausender brutto mehr wäre schon gerechtfertigt, da wir regelrecht Menschenleben in unserer Hand haben. Heute habe ich mit einer 9:56 Stunden Schicht eine normale Schichtlänge , kürzere Schichten sind eher eine Ausnahme und von den tariflichen zwei freien Wochenenden im Monat ist aufgrund des Personalmangels auch nur eins übrig.
 
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Ich hab auch Menschenleben in der Hand, wenn ich nen LKW fahre (Unfälle). Man muss es nicht übertreiben.
 
Die Jungs aus der Lebensmittelindustrie haben auch Verantwortung..
Die Leute die Schutzhelme herstellen ebenso...

Am besten allen 3,2k netto geben.

Und nach 3 Jahren heißt es wieder "so 1k mehr wäre schon angemessen für die Verantwortung"

Es fliegen btw. teilweise Copiloten für < 55k.


Die beste Begründung für mehr Gehalt ist:
Es findet sich niemand der die gleiche Arbeit für das Geld oder weniger macht.
 
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Ich hab auch Menschenleben in der Hand, wenn ich nen LKW fahre (Unfälle). Man muss es nicht übertreiben.

Du vergleichst doch nicht ernsthaft einen Lkw, der maximal 40t Gesamtgewicht haben darf mit einem Zug, der leer als Einzeltraktion schon 140t wiegt. Dazu hat man im Straßenverkehr keine weichen, wo man schon entgleisen kann, wenn man geringfügig zu schnell durch fährt.
 
Nun du musst bedenken, das wir hunderte Menschen auf einmal befördern und ein kleiner Fehler schon in einer Katastrophe enden kann. Dazu kommen ach schnell mal 12 Stunden Schichten zusammen und da ist das Geld an sich zu wenig. Ein tausender brutto mehr wäre schon gerechtfertigt, da wir regelrecht Menschenleben in unserer Hand haben. Heute habe ich mit einer 9:56 Stunden Schicht eine normale Schichtlänge , kürzere Schichten sind eher eine Ausnahme und von den tariflichen zwei freien Wochenenden im Monat ist aufgrund des Personalmangels auch nur eins übrig.

Und was macht da jetzt genau deinen Beruf verantwortungsvoller als andere? Sorry, aber ich kann das immer nicht verstehen, zumal es irgendwie immer von Lokführern kommt, dass ja NUR sie die Verantwortung für Menschenleben haben. Aber an sich ist es m.e. auch nicht wirklich mehr Verantwortung als jeder normale Job.... Und nur weil ein Zug entgleisen könnte, heißt das ja nicht, dass dieses Risiko permanent zugegen ist. :)

Ansonsten sagt der Feuerwehrmann "wenn ich nicht lösche, verbrennen alle im haus". Und die haben teilweise weit weniger als du ;)
 
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Du hast schnell um die 400 Personen im Fahrzeug, für die du die Verantwortung hast. Passiert etwas, woran du schuld hast und doch jemand dabei verletzt, bist du reif als TF. Tote hast du da auch sehr schnell wenn etwas passiert, egal ob im Zug oder ausserhalb( Beispiel eine Entgleisung und die Kiste landet in einem Haus welches an der Strecke steht), wenn du da Pech hast und es als Lokführer auch noch überlebst bist du nicht nur strafrechtlich dran. Entgleisen kannst du jederzeit, es gibt alleine kn kleinen Bahnhöfen mindestens zwei weichen. Auf freier Strecke stehen die auch, daher musst du nicht nur hauptsignale beachten sondern auch die weochensognale.
 
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Wesentlich mehr als 2600€ netto habe ich als Arzt im ersten Jahr ohne Zuschläge aber auch nicht^^ Also bei dem etwas anderen Verantwortungsprofil und dazu 13 Semester Studium find ich das schon lustig, dass du da noch mehr forderst^^
 
Du vergleichst doch nicht ernsthaft einen Lkw, der maximal 40t Gesamtgewicht haben darf mit einem Zug, der leer als Einzeltraktion schon 140t wiegt. Dazu hat man im Straßenverkehr keine weichen, wo man schon entgleisen kann, wenn man geringfügig zu schnell durch fährt.

:fresse: dieses Argument ist aber auch ziemlich banal.

Ihr seid alle ultra wichtig. Punkt.
 
Du hast schnell um die 400 Personen im Fahrzeug, für die du die Verantwortung hast. Passiert etwas, woran du schuld hast und doch jemand dabei verletzt, bist du reif als TF. Tote hast du da auch sehr schnell wenn etwas passiert, egal ob im Zug oder ausserhalb( Beispiel eine Entgleisung und die Kiste landet in einem Haus welches an der Strecke steht), wenn du da Pech hast und es als Lokführer auch noch überlebst bist du nicht nur strafrechtlich dran. Entgleisen kannst du jederzeit, es gibt alleine kn kleinen Bahnhöfen mindestens zwei weichen. Auf freier Strecke stehen die auch, daher musst du nicht nur hauptsignale beachten sondern auch die weochensognale.

Und?!? Das zu beachten ist doch aber Teil deines Jobs/Ausbildung?!? So wie ein Polizist bei Blaulichtfahrt den Verkehr beachten muss....

Wie gesagt, ich kann das ganze nicht nachvollziehen...
 
Richtig es ist Teil der Ausbildung aber du musst permanent aufmerksam sein. Eine hochstfahrzeit pro Schicht gibt es von Gesetzgeber auch nicht, die Gewerkschaften haben nur durchgedrückt, das die Fahrzeit in der Vorplanung die 8 Stunden nicht überschreiten darf. Die Schichten dürfen maximal 14 Stunden dauern und dann ständig 6 Tage Wochen und Wechselschichten. Wenn ich dann hier lese, was einige im Büro verdienen und dann sagen wir sollen nicht jammern, pack ich mir an den Kopf.
 
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