[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

jede normale firma kann einen arbeitnehmer dauerhaft nicht halten können, wenn die eltern wegen jeden scheiß zuhause bleiben. "unser" kind verdient ja besser als so mancher hier, so das wir auf eigenes geld verdienen nicht mehr ganz so angewiesen sind. frau arbeitet nur paar stunden und kann diese so hinschieben wie sie will. also ist unser auch wirklich oft zuhause, wo andere ihr kind locker noch in den kindergarten geben. selbst die erzieher wundern sich schon. "er hatte doch gar nichts, bringen sie ihn doch..." während er mit 39 fieber zuhause im bett liegt. wir fragen uns allerdings auch, wie man das normal mit job und kind machen soll. und dann die teils ennormen kosten für den kindergarten und schließzeiten ohne sinn und verstand. dachte man früher noch "bis 6-7jahre alter kann man außerhalb der ferien in den urlaub fahren und geld und nerven schonen", ist das bereits im kindergarten vorbei, da die in den ferien grundlos 3 wochen dichtmachen und man natürlich dann ferien braucht. richtig interessant wirds dann, wenn die kinder in die schule kommen. 12 wochen ferien im jahr vs max 6 wochen urlaub im jahr. alleinerziehend alleinlebens in einer fremden stadt ohne oma und co wird leicht interessant...

thema hatten wir bei meiner urlaubsplanung anfang des jahres auch. die ersten 3 ferienwochen im sommer urlaub eingetragen, da kindergarten zu. abgelehnt vom chef, da in der zeit die inbetriebnahme meiner maschine geplant ist. tja wieder zurück diskutiert, das es völlig egal ist was er möchte, ich muss aufs kind aufpassen, da der kindergarten zu hat. ich kann ihn dann ja mitbringen, was die sache aber nicht einfacher macht.
ende vom lied: ich bekam den urlaub...

word!

Ich kenne den von Dir genannten Spagat nur zu gut von beiden Seiten. Einerseits muss ich eine Firma managen und hier gefühlt "ständig" auf div. Elternteile verzichten, weil wieder mal ein Kind krank geworden ist (=Wochenplanung kaputt = Aufträge bleiben liegen = Mehrarbeit notwendig = teurer...), auf der anderen Seite kriege ich meinen eigenen Urlaub nicht geplant, weil die Firma mich braucht. Wenn meine Frau ab Herbst noch berufstätig ist, wird die mögliche gemeinsame Urlaubszeit noch mehr gestutzt (=Urlaub sauteuer, weil nicht frühzeitig zu buchen).
Unsere Volkswirtschaft ist einfach null auf Familien ausgerichtet.
 
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wie soll diese ausrichtung denn aussehen ? meiner meinung nach arbeitet man einfach zuviel. bei ner typischen 40stunden woche ist die arbeitszeit von 6uhr morgens mit aufstehen, fertigmachen und losfahren bis 17.00uhr wieder zuhause sein, und das 5 von 7 tagen pro woche. ja andere länder arbeiten mehr, weniger urlaub bla bla bla... ändert aber nix daran, das eigentlich keinerlei zeit bleibt für die kinder. macht man noch überstunden, kann es passieren, das man die kinder sonntagabend bis samstag morgen nicht wach sieht. das KANN nicht richtig sein...
das verhältnis allgemeine lebenshaltungskosten - gehalt ist ja auch angeglichen. würde jeder plötzlich 1000€ mehr verdienen, würde alles am ende auch 1000€ mehrkosten. folgerichtig könnte man mit zb 30stunden pro woche genau das "gleiche" verdienen.
und selbst wenn man nix ändern würde, die kalte progression schlägt nicht mehr so hart zu. ich arbeite jetzt 80% der 40stunden woche (also 4x 8stunden) und bekomme netto 86% ausgezahlt. würde ich freitags voll arbeiten (also +20%), ich bekäme nur 14% mehr gehalt. wo liegt da die logik, das ich für das ruinieren meiner work life balance auch noch bestraft werde?
 
Ich seh es sehr ähnlich. 40 Stunden arbeiten ist einfach unsinnig, ob Familie oder nicht. Leider erkennen viele Firmen noch nicht, dass einige Mitarbeiter in einer 4 Tage Woche, bei gleicher Bezahlung gleich, wenn nicht sogar mehr leisten könnten.

Und die ganze Thematik mit der möglichen Stunden pro Tag ist ja auch sowas von hirnrissig, wenn ich überlege, was das bei meiner letzten Firma für ein Aufruhr war.
 
wie soll diese ausrichtung denn aussehen ?
Ich kann Dir keine durchdachte Lösung vortragen, die allgemeingültig bei beiden Seiten (AG & AN) auf Akzeptanz stoßen würde.

meiner meinung nach arbeitet man einfach zuviel. bei ner typischen 40stunden woche ist die arbeitszeit von 6uhr morgens mit aufstehen, fertigmachen und losfahren bis 17.00uhr wieder zuhause sein, und das 5 von 7 tagen pro woche. ja andere länder arbeiten mehr, weniger urlaub bla bla bla... ändert aber nix daran, das eigentlich keinerlei zeit bleibt für die kinder. macht man noch überstunden, kann es passieren, das man die kinder sonntagabend bis samstag morgen nicht wach sieht. das KANN nicht richtig sein...
Sehe ich genauso. Mein Kurzer hat mich im März auffällig blöd und fragend angeschaut, als ich ihn zum 1. mal aus dem Kindergarten abgeholt habe (hatten Kurzarbeit im März = Freitags frei). Das sind genau die Familienmomente, die Deine Aussage treffen. Kann man natürlich nur nachvollziehen, wenn man Familie hat.

Aber aus 1 Vollzeitstelle 2 Teilzeitstellen zu machen, ist halt nicht so einfach darstellbar leider.
 
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Ich brauch da keine Familie dafür um das nachvollziehen zu können.
Wenn mein AG es mitmachen würde und ich mir -14% Gehalt leisten könnte, würde ich sofort auf 4 Tage/Woche verkürzen oder auch 3 Tage/Woche - wobei das natürlich Finanziell einfach nicht tragbar wäre (für mich).
 
Finanziell wäre es bei mir kein Thema, aber in Gedanken sind die meisten AG einfach noch nicht soweit.
 
Finanziell wäre es bei mir im Moment egal weil monatlich etliches über ist. Kürzer treten scheidet aber halt im Hinblick auf die zu erwartende Rente später auch aus. Und keiner kann sagen wie es weitergeht...
 
geht vielen Menschen so, was habe ich, wenn ich mal in Rente bin, egal, ob ich mich bis dahin zu Tode ackere, Hauptsache die Rente stimmt. Oder das Erbe, oder oder oder

Bis dahin noch ausreichend anhäufen, damit man gut da steht. Aber das muss halt jeder für sich entscheiden.
 
Gut bei mir hier in der Stadt (Süddeutschland 3,3 % Arbeitslosen Quote) sehe ich jeden Tag Leute die in der Innenstadt im Mülleimer nach Flaschen suchen.
Das motiviert mich schon sehr Gas zugeben und was für mich und die Familie zu erwirtschaften muss ich sagen.
 
Was hat die momentane (schöngerechnete) Arbeitlosenquote mit Armut oder Altersarmut zu tun? Richtig, gar nichts.

Ich sehe das auch so, es macht keinen Sinn sich 45 Jahre oder mehr kaputt zu machen und wenig Freizeit zu haben, nur damit man sich mit 70 ein tolles Altersheim leisten kann, bis man mit 76 Jahren ins Gras beißt.
Aber kann ja jeder machen wie man will.
 
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Die Rente ist nicht das einzige Ziel.ich möchte aber nicht gezwungen sein bis ich in die Kiste hüpfe arbeiten zu müssen weil ich vorher zu faul war es durchzuziehen. Lottogewinn oder exorbiante Lohnsteigerungen werden auch nicht kommen um ein Vermögen aufzubauen um das abfedern zu können.
 
No offense aber das werden in naher Zukunft durch autonomes Fahren und Digitalisierung die ersten Jobs sein, welche von Maschinen uebernommen werden.
4k Netto dafuer? No way.
Eben nicht, selbst da würden die Führerstände besetzt bleiben. Überwachen muss einer ja die Systeme und bei Störungen muss auch einer handeln. Dieser Wunschtraum autonome fahren vom Mehdorn wird bei dem aktuellen investitionsstau auch noch mindestens 30 Jahre dauern und zuerst im Fernverkehr realisiert werden.
 
mehr als vierÜberstunden pro Tag (5 Tage Woche?) ?????
5 Tage Woche exestiert nur auf dem Papier. 6 Tage Wochen sind häufig, dann müssen wir einen Tag frei haben. Laut Tarifvertrag haben wir zwei freie Wochenenden im Monat, wo die Arbeitgeber mit den Gewerkschaften ausgehandelt haben, daß es auf ein freies Wochenende gekürzt werden darf wegen dem Personalmangel. Morgen habe ich Planruhe und wegen der nachtschicht den restlichen heutigen Tag frei.
 
Gut bei mir hier in der Stadt (Süddeutschland 3,3 % Arbeitslosen Quote) sehe ich jeden Tag Leute die in der Innenstadt im Mülleimer nach Flaschen suchen.
Das motiviert mich schon sehr Gas zugeben und was für mich und die Familie zu erwirtschaften muss ich sagen.
So funktioniert das System: immer mehr Kohle nach oben schieben und allen Angst machen, sie könnten am Ende weniger haben. Wie ging noch gleich der Witz mit dem Banker und den Keksen? :d

@Draco: Unsere Wirtschaft ist doch nur auf eines ausgelegt: Geld, oder besser gesagt, Wert.
 
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Tja Personalmangel halt, es werden über 1000 Lokführer gesucht und keiner will es machen.

Für jeden Monat 2800€ netto würd ich umschulen. :fresse: Signalsysteme und alles was mit LST zu tun hat kann ich eh auswendig.
 
die 750€ netto mehr wären mir den mehraufwand an arbeitszeit nicht wert...
auf der couch ist es auch recht nett ;)
aber wenn es für ihn ok ist,und ein sicherer arbeitsplatz ist es dann auch zumindest.
 
Finanziell wäre es bei mir im Moment egal weil monatlich etliches über ist. Kürzer treten scheidet aber halt im Hinblick auf die zu erwartende Rente später auch aus. Und keiner kann sagen wie es weitergeht...
Wer sagt dir dann ob du deine Rente überhaupt erlebst?

Ich bin persönlich heilfroh, auf 34 Stunden pro Woche runter gegangen zu sein, 40 Stunden und mehr würde ich nie mehr machen. Habe auch so mein Auskommen und viel wichtiger viel Freizeit, was bringt es mir mit 65 als alter Mann mit viel Geld in Rente zu gehen? Von körperlichen Gebrechen die in dem Alter wahrscheinlich sind ganz zu schweigen (bei einem Büromenschen ist es sicher anders aber ich arbeite körperlich). Da sterb ich mal lieber arm und hab dafür was erlebt als umgekehrt. :d Bin auch niemand der Unsummen in irgendwelche seltsamen Vorsorgeprogramme steckt, 2,50€ im Monat gehen in eine Vorsorge vom Betriebsrat aber da habe ich jetzt keine ernsthafte Planung damit.
 
ich kann heute umfallen und das war es,kann aber auch sein das ich hundert werde.
aber ich möchte von 67-tag x nicht in mülltonnen wühlen und flaschen sammeln gehen.
und dein satz mit "viel geld in rente gehen" ---> mach dir keine sorgen das wird eh nicht passieren.
bis zu dem zeitpunkt wenn ich ihn erlebe ist die rente vollversteuert und diverse sachen kommen bestimmt noch zusätzlich im laufe der jahre dazu.
mit in saus und braus leben wird es garantiert nichts. in anderen ländern (Niederlande oder Österreich zb) bist du halt besser abgesichert als hier in Deutschland, die können unbesorgter ihre letzten Tage geniesen.
 
In Deutschland gibt es auch eine Grundsicherung im Alter, also MUSS niemand im Müll suchen oder Flaschen sammeln ;)

Aber ansonsten sehe ich es ähnlich. Bissl zurück legen fürs Alter ist ja in Ordnung, aber jetzt auf viel verzichten, damit ich es im Alter mal schön habe, aber vielleicht gar nicht mehr fit genug bin, etwas zu erleben? Nein danke
 
Sprich doch mal mit den Menschen die ganz unten gelandet sind. Die Grundsicherung gibt es auf dem Papier, ja. Am Ende ist es auch nur ein Versuch was scheitert aufgrund der hohen Lebenserhaltungskosten/Mieten.
 
Aber ansonsten sehe ich es ähnlich. Bissl zurück legen fürs Alter ist ja in Ordnung, aber jetzt auf viel verzichten, damit ich es im Alter mal schön habe, aber vielleicht gar nicht mehr fit genug bin, etwas zu erleben? Nein danke

Sehe ich ähnlich, aber wie viel ist bissl?
Je höher das Einkommen, desto höher die Rentenlücke die man nicht vergessen darf.
 
@jolo, Ich denke ich habe da halbwegs einen Einblick.... ;)

Klar ist es nix um reich zu werden, aber ich bleibe dabei. In Deutschland MUSS niemand auf der Straße leben oder im Müll suchen...

@ty, stimmt. Aber in meinem Falle zB gibt's die gesetzlichen Rente sowie eine Betriebliche. In Summe ist das was raus kommt nicht so schlecht. Klar, weniger als aktuell, aber die Ausgaben sind dann ja auch andere.
 
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Würdet ihr euch die Reisekosten fürs Vorstellungsgespräch (knapp 100€) erstatten lassen wenn das Gespräch erfolgreich war?

Ich meine... zu dem Zeitpunkt hat man noch nichts für die Firma getan, die Firma hat Zeit für den Bewerber investiert und der Ausgang entsprach dem gewünschten Ergebnis.

Bin da etwas hin und her gerissen, Formular liegt schon vor, weiß nur nicht ob ich es einreichen soll.
 
Sprich doch mal mit den Menschen die ganz unten gelandet sind. Die Grundsicherung gibt es auf dem Papier, ja. Am Ende ist es auch nur ein Versuch was scheitert aufgrund der hohen Lebenserhaltungskosten/Mieten.

Viele der von dir angesprochenen Personen kennen sich halt wie wahrscheinlich >90% nicht mit der Systematik aus, wem was wie wo und wann zusteht. Es scheitert ja schon an den notwendigen Antragsunterlagen geschweigedenn der Anträge
Ganz oft sind auch solche Personen nun im Boot, die vor zig Jahren Eigenständig waren, im Saus und Braus gelebt haben und einen Scheiß für die Rente getan haben.
 
Also ich bin mal Insgesamt 400km für ein Vorstellungsgespräch gefahren, das habe ich mir erstatten lassen. Die 100km für ein anderes habe ich nicht erstatten lassen (hätte ich auch gekonnt).
 
@Draco: Unsere Wirtschaft ist doch nur auf eines ausgelegt: Geld, oder besser gesagt, Wert.
Zweifellos, ja.

Wer sagt dir dann ob du deine Rente überhaupt erlebst?

Ich bin persönlich heilfroh, auf 34 Stunden pro Woche runter gegangen zu sein, 40 Stunden und mehr würde ich nie mehr machen. Habe auch so mein Auskommen und viel wichtiger viel Freizeit, was bringt es mir mit 65 als alter Mann mit viel Geld in Rente zu gehen? Von körperlichen Gebrechen die in dem Alter wahrscheinlich sind ganz zu schweigen (bei einem Büromenschen ist es sicher anders aber ich arbeite körperlich). Da sterb ich mal lieber arm und hab dafür was erlebt als umgekehrt. :d Bin auch niemand der Unsummen in irgendwelche seltsamen Vorsorgeprogramme steckt, 2,50€ im Monat gehen in eine Vorsorge vom Betriebsrat aber da habe ich jetzt keine ernsthafte Planung damit.

Dennoch halte ich eine gewisse eigenverantwortliche Zukunftsvorsorge - egal wie sie aussehen mag - für sinnig. Deinen heutigen Lebensstandard wirst du in etwa mit 65+ auch gern weiterführen wollen. Wenn du Zitat "arm stirbst" mag das für Dich okay sein, aber bitte die theoretische Möglichkeit des Nicht-Sterbens auch in Betracht ziehen. Denn dann bist du u.U. in der Gruppe der veramten Rentner, die sich dann ärgern, nicht vorgesorgt zu haben.

Ich persönlich kaluliere auch nicht mit einer gesetzl. Rente in ~30 Jahren. Aber ich plane fest die 65+ zu überstehen und will dann nicht auf vernünftiges Wohnen, Mobilität und kleinere Genüsse (wie z.B. Urlaubsreisen) verzichten wollen.

Sehe ich ähnlich, aber wie viel ist bissl?
Je höher das Einkommen, desto höher die Rentenlücke die man nicht vergessen darf.

Das kann man nur individuell beantworten. Aber grundsätzlich steigen die Möglichkeiten mit höherem Einkommen, etwas für die Vorsorge zu tun.
 
Meine Vorsorge sieht so aus, dass ich meine Rücklagen selbst verwalte und somit eine möglichst große Summe/Wert am Ende meiner Arbeitsphase bilde.

Nicht vorsorgen heißt ja auf gut deutsch Vollgas auf Konsum ohne jeglichen Invest leben. Heißt alles Mieten, teuer den Alltag leben und keine werterhaltenen Güter erwerben.
 
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