Dozer3000 bringt es auf den Punkt - ermüdend trifft es besser! Amüsant ist es wirklich nicht mehr, denn unser guter theGootch12 bringt diesen Unfug mit schöner Regelmäßigkeit auf die Tagesordnung, obwohl ihm die Zusammenhänge und die tatsächlichen Auswirkungen in diesen Duchflussregionen schon x-fach erklärt und die Irrelevanz aufgezeigt wurde. Da aber immer auch Neue User mitlesen, die sich so was sonst womöglich zu Herzen nehmen, bleibt nichts anderes übrig als solche Irrwege jedes mal erneut zu relativieren bzw. anhand der eigentlich hinreichend bekannten Tatsachen zu negieren.ich finde immer wieder die diskussionen um pro und contra durchfluss und kühlleistung so amüsant.
Da sitzt du jetzt selbst einem Trugschluss aufdas wasser wird im radiator gekühlt, jag ich es durch hat es weniger "zeit" gekühlt zu werden als würde ich es langsamer fließen lassen.
. Zeit spielt hier wirklich keine Rolle - wir reden hier über quasistationäre Vorgänge. Nur die Wärmeübergangskoeffizienten spielen ein Rolle. Da diese sich jedoch mit steigendem Turbulenzgrad asymptotisch einem geometrieabhängigen Grenzwert nähern, tut sich im von theGootch12 bevorzugten Durchflussbereich nachweislich einfach nichts Relevantes mehr in Punkto Kühlleistung. Der Wärmeübergang in den Kühlern verändert sich bei derartigen Flowrates nur noch in akademischen Größenordnungen. Im Radiator könnte man nun argumentieren, dass es dort ja dann aufgrund der größeren Querschnitte umso wichtiger sei, aber weit gefehlt - in Radiatoren ist das äußerst unkritisch, da hier nicht die Wasserseite den limitierenden Faktor darstellt (und zwar bei Weitem nicht). Selbst in einem Radi der wasserseitig rein laminar angeströmt wird, ist der Wärmeübergang vom Wasser zu den Rohren nahezu irrelevant. Hier limitiert nämlich die Luftseite erheblich stärker - wie man auch ohne großartiges Messequipment sehr eindrucksvoll an der Kühlleistungsskalierung mit der Lüfterdrehzahl nachvollziehen kann - nahezu vollständig unabhängig vom Wasserdurchfluss. Eine Verbesserung des Wärmeübergangs vom Wasser zu den Radiator-Rohren würde sich sozusagen erst nennenswert positiv auswirken, wenn auf der Luftseite bereits turbinenartige Lüfter arbeiten sind, denen der Hersteller zur Vermeidung von Schmerzensgeldzahlungen sicherlich bereits den nötigen Gehörschutz beigelegen würde
. Damit liegst du wiederum richtig - allerdings ist das nur in passiv-Systemen relevant, wo jedes zusätzliche Watt schadet. Da ist der Einfluss auch sehr gut messbar. In einem System mit ausreichend dimensionierten aktiv belüfteten Radiatoren machen sich die paar Wh mehr, die aufgrund der erhöhten Pumpenabwärme abzuführen sind, kaum bis gar nicht bemerkbar. Nichts desto trotz hat es keinen Sinn die Pumpe deshalb höher drehen zu lassen. Darüber kann man reden, wenn man sich in viel niedrigeren Durchflussregionen bewegt, aber nicht in Bereichen, wo es sowieso nichts mehr bringt. Insofern ist deine Taktik da goldrichtighinzu kommt meiner meinung noch je mehr die pumpe fördern muss, umso heißer wird, umso mehr wärme wird ans wasser abgegeben.
.Edit:
Was das Thema Lautstärke angeht, hat xandrus ja schon das Wichtigste gesagt. Zwar kann man auch darüber einigermaßen objektive Angaben machen, aber nicht ohne Messequipment und KnowHow. Wie die Geräsuchquelle dann allerdings wahrgenommen wird, hängt in der Tat auch einfach vom individuellen Gehör, dem Geräuschempfinden und den Gewohnheiten ab. Das lässt sich nicht normieren. Die üblichen Herstellerangaben zur Lautstärke sind jedenfalls absolut nichtssagend, da immer mindesten eine wichtige Angabe fehlt (in der Regel der Messabstand, bzw. das exakte Messverfahren) - deshalb sind auch keine Vergleiche anhand dieser Angaben möglich. Ich kann auch bei einen Düsentriebwerk mit Nachbrenner einen Messwert von 7dB(A) messen - ist nur eine Frage des Abstandes. Über den Frequenzgang und damit über dessen potentiellen "Nerv-Faktor" kann man so auch keine Aussage machen.
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