Der wird nicht mehr auf die Straße kommen. Der soll verkauft werden. Spätestens dann muss man ihn ja mal starten.
Wie kommt denn dann Kraftstoff ins Öl?
Ich dachte eigentlich, wenn der Wagen mal regelmäßi bissl läuft wäre das dann ganz gut damit alles geschmiert bleibt etc?
Wie schon geschrieben wurde, kondensiert Kraftstoff und Wasserdampf an den kalten Zylinderwänden.
Bei der Verbrennung von Kraftstoff entsteht als eines der Verbrennungsprodukte auch Wasser. Auf einen Liter verbrannten Kraftstoff kommt ungefähr 1L Wasser. Wasser! Nicht Wasserdampf.
Im Leerlauf ist der Brennraumdruck gering, was dazu führt, dass es sein kann, dass die Kolbenringe nicht richtig an die Zylinderwand gepresst werden und du mehr Blowby hast. Dadurch wird dann das Kondensat in Richtung Kurbelgehäuse geblasen und gelangt in das Öl.
Zusätzlich bildet Wasser mit Verbrennungsrückständen manchmal so schöne eckelige und ätzende Substanzen. Gut, das ätzend hat sich minimiert mit der Reduktion des Schwefelanteils im Sprit. Willste aber trtozdem nicht im Schmierkreislauf haben.
Wenn ich einen meiner Oldis länger abstelle, dann vorher frischen Ölwechsel. Schuss Öl in jeden Zylinder und von Hand durchkurbeln. Ventildeckel ab und Ventiltrieb nochmal ordentlich mit Öl einschmieren. ansaugseitig und auspuffseitig abdichten mit öligem Lappen. Tank wird komplett entleert und mit einer Dose wachshaltigem Kettenfett komplett ausgesprüht.
Auch Tanks lagere ich lieber ungefüllt, als mit Sprit.
Die Vorgehensweise hat in den letzten 23 Jahren gut geklappt. Ein Fahrzeug steht seit 12 Jahren so eingemottet. In den ersten Jahren habe ich noch regelmäßig mit Endoskopkamera geprüft und konnte keine Änderung feststellen. Deshalb lasse ich es jetzt seit einigen Jahren völlig ungeprüft im Dornröschenschlaf.