Geforce3M3
Neuro-Bierologe
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Es war ja nur ein Beispiel.
Hat mich halt mal interessiert.
Hast du verstanden, was Krümelmonsters, Drunkenmasters und bernis Posts aussagen?
Wenn der GTR ab Werk auf 98 Oktan ausgelegt ist, nun eventuell durch Tuning (ich habe das Video nicht gesehen) 100 Oktan (Shell V Power) oder gar 102 Oktan (Aral Ultimate) notwendig sind, dann erfolgt eine Leistungsminderung, wenn weniger Oktan getankt werden.
Das gleiche gilt natürlich auch ohne Tuning, wenn Benzin mit einer zu geringen Oktanzahl getankt wird. Es erfolgt dann keine Leistungssteigerung, sondern der Motor erreicht mit der billigen Plörre schlichtweg nicht seine mögliche Leistung.
Leistungssteigerung in Bereichen von 10% erhälst du, indem du mehr Luft/Sauerstoff in den Motor bekommst, nicht mit Aral Ultimate.
Mehr Benzin einspritzen ist einfach, da reicht eine Softwareanpassung oder eventuell andere Düsen, nur muss dafür eben erst einmal die vorhandene Luftmenge vorhanden sein, damit das Verhältnis stimmt.Es erfolgt aber erst einmal keine Leistungssteigerung bei einem Motor, der 95 oder 98 Oktan benötigt, wenn V Power oder Ultimate getankt werden.
Früher war das 91 Oktan Normalbenzin verbreitet, bevor flächendeckend 95 Oktan Super eingeführt wurde und das Normalbenzin abgelöst hat.
Ich meine, die Autos mussten dann auch nicht alle zum TÜV, aufgrund nun radikaler Leistungssteigerung, oder?
Von 91 auf 95 Oktan sind es 4 Oktan, d.h. der gleiche Fall wie von Super Plus auf Aral Ultimate.

In den auf 91 Oktan gebauten Motoren war dann selbst das 95 Oktan Benzin sinnlos, nur gab bzw. gibt es eben nichts schlechteres mehr hier.
Eine erhöhte Verdichtung und/oder schärfere Zündwinkel (d.h. Richtung früh) können bewirken, dass nun 95 Oktan, oder 98, oder 100, oder gar 102 notwendig werden. Das ergibt dann eine höhere Leistung bei gleichzeitig weniger Verbrauch, sprich einen besseren Wirkungsgrad. Eine bebliebte Tuningmaßnahme, die wirklich sinnvoll ist, wenn z.B. der Zylinderkopf mal runter muss.
Die Abgaswerte werden mit höherer Verdichtung ebenfalls besser (wenn mitunter auch nur sehr wenig). Das gleiche gilt für einen engeren Quetschspalt.
Zur Leistungssteigerung kann man dann sogar auch einen 70er oder 80 Jahre Motor der auf 91 Oktan ausgelegt war so hoch verdichten (inklusive eventueller Anpassung der Zündwinkel), dass er wirklich nur noch Aral Ultimate 102 Oktan fahren kann, da er ansonsten, einmal auf Temperatur und Stoff auseinanderfliegt. (Z.B. kann der Kolben am Rand brechen).
Kraftstoff mit zu geringer Oktanzahl kann dann zum Motorschaden führen, wenn die Motoren keine Klopferkennung bzw. Regelung haben und somit den Zündwinkel Richtung spät verschieben können.
Je höher die Klopffestigkeit des Benzins, desto schwerer ist es entflammbar. Daher kann man höher verdichten. Desto langsamer verbrennt es auch, d.h. "sauberer" und final sinkt die Verbrennungstemperatur, was im Endeffekt wiederum eine höhere Verdichtung erlaubt.




