MLO, MU-MIMO und die Realität

Kommt AUCH drauf an wo man sich mit dem Client befindet. Und was der Gerät so hergibt. Bisschen weiter weg hat man bei 5Ghz mit 80Mhz plötzlich besseren Durchsatz als mit 160Mhz...
 
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Noch mal bissl getestet...
Ein Transfer vom PC an 2.5 GBit LAN zum Laptop (6 GHz Wifi 7) sowie ein gleichzeitiger Transfer vom Smartphone (5 Ghz Wifi 7) zum Laptop.
Damit erreiche ich mit 2,8 GBit pro Sekunde das maximum was man mit 2x2 320 Mhz Wifi 7 erwarten kann. Soweit so cool

Schalte ich das 5 Ghz Band ab, sodass Smartphone und Laptop im 6 Ghz Band funken, komme ich noch auf 1,2 GBit Transferrate, also 2,4 Gbit in Summe auf dem Band. Mehr wirds auch nicht wenn ich den PC noch vom Laptop saugen lasse. Also die theoretischen ~ 5 Gbit auf einem Band (2x 2x2 320 Mhz) bekomme ich aktuell nicht hin.
 
@X909
Ich nehme an das Laptop hing am Netzteil?

Wie nochmal sahen die nicht-Summe im ersten Fall? Irgendwie ging das unter.
 
Akkubetrieb aber das macht keinen Unterschied... wenn Last drauf ist funkt es mit voller Leistung.

Was meinst Du mit nicht-summen? LAN auf 6 GHz WLAN 2,35 GBit, und 5 Ghz WLAN auf 6 Ghz WLAN so 1,6-1,8 GBit rum. Beides gleichzeitig macht dann 2,8 Gbit auf dem 6 Ghz client (d.h. die einzelnen Transfers werden langsamer aber die Summe höher).

Bei mir funkt tatsächlich alles genau so wie es soll, störungsfrei und schnell. Aber schon krass wie stark 6 Ghz (und teilw. auch 5 Ghz) dämpft. Fullspeed gibts quasi nur direkt am Router, da kannst auch ein Kabel nehmen. Hab den Router hinter einer Kaffeetüte versteckt und im Realbetrieb so 2-3m Abstand zu den Clients im selben raum. Gibt immernoch die 2,35 GBit auf 6 Ghz (da der PC mit 2,5 Gbit LAN limitiert) aber die Brutto-Datenrate steht dann schon bei um die 4 GBit statt bei 5880.

Und dieses MU-MIMO bringt offensichtlich null zusätzliche Bandbreite. Oder es lag an meinem Testsetup. Jedenfalls teilen sich Smartphone und Laptop die Bandbreite wenn sie im selbem Band funken. Da ist nichts mit je 2x2 und Verdoppelung der Gesamtbandbreite. Wundert mich extrem, dass die Multi-Antennen-Funkerei dann auf die einzelnen Clients so gut funktioniert (2x2 bringt ja volle Bandbreite wie in der Theorie) wo die Antennen dort ja quasi räumlich überhaupt nicht getrennt sind.
 
Und dieses MU-MIMO bringt offensichtlich null zusätzliche Bandbreite.
Ja. Das ist beim Plaste bisschen weniger Blockade untereinander, wenn zig Clients irgendwas wollen. Ist halt äh... nett, aber für Benches meist ungeeignet.
Jedenfalls teilen sich Smartphone und Laptop die Bandbreite wenn sie im selbem Band funken.
Jou. Die stören sich gegenseitig minimal weniger. Das ist alles.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte ja schon gesagt, dass MIMO im Heimbereich nicht das hält, was es verspricht.

Du hast im WLAN in einem Band eine einzige Kanalbreite, die die nutzt. MIMO nimmt das nur und unterteilt die.
160MHz werden zu 2x 80MHz usw. usf.
Der Trick dabei ist, das man bei gleichzeitiger Nutzung zwar weniger Einzelbandbreite hat, dafür aber keine Warteeffekte.
Mit einem 1x1 gibt es Warteeffekte. Teilnehmer 1 nutzt WLAN, alle anderen warten, Teilnehmer 2 nutzt das WLAN, alle anderen warten, klassisches Zeitmultiplexen.
Bei 2x2 kann der eine auf Subkanal 1 arbeiten, der andere auf Subkanal 2.
Das ist am Ende sowas wie 2 einzelne WLANs, sprich jeder ist für sich. Der Unterschied ist, wenn nur einer da ist, dann kann der Subkanal 1+2 nutzen.
Es ist also mitnichten so, dass auf 2 Antennen auf der selben Frequenz (Subkanal) funken, spondern eben 1 für Subkanal 1 und die andere für Subkanal 2 zuständig ist.
Das Beamforming kommt dabei auch garnicht zum Einsatz, weil die Geräte das garnicht können. Ich hatte ja schon geschrieben, was man dafür bräuchte.
Das kommt in einer ganz anderen Geräteklasse zum Einsatz.

Und ich wiederhole mich, das ist alles Marketingblabla, damit die Kunden eben, trotz mangelnder Innovation, gefühlt was neues brauchen, weil steht ja drauf.
FOMO nennt man das.
Ich weiß, dass ich nichts verpasse.
Für mich relevante Kaufargumente sind 1. mehrere Interfaces im selben Band (z.B. 2x 6GHz) in Kombination aller WLAN-Frequenzen in Kombination mit der maximal möglichen Kanalbandbreite gemäß Standard.

Meine Umgebung hat ~ 2 Dutzend WLAN-Geräte pro WLAN-Domäne, die primär keinen Kabelanschluss haben oder der use case keinen erlaubt
Da bringt MIMO nichts, also sowas von nichts, intelligenter ist hier die Trennung von Klimbim in 2,4G und der Rest in 5G. Vergleiche oben den Aufbau von WLAN-Netzen und FrequenzMGMT.

Von mir aus können die Hersteller noch 32x32 MIMO draufschrieben, das ist in etwa so relevant wie der Sack Reis, der ständig umfällt.

EDIT:
Am Ende hast du durch Praxis mehr praktische Anwendung von WLAN gelernt als es in einem Grundkurs zu WLAN passiert.
Du kennst die Theorie dahinter nicht, dafür aber die Wirkung.
 
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Nur verstehe ich eins noch nicht, ein einzelnes Gerät mit 2x2 und 320 Mhz auf 6 Ghz, respektive 160 Mhz auf 5 Ghz erreicht doch tatsächlich die beworbene Bandbreite (bzw. eben die üblichen 60% vom Brutto Wert). Also muss in dem Fall das spielchen mit den mehreren Antennen gleichzeitig auf der selben Frequenz doch funktionieren, oder stehe ich aufm Schlauch?
 
Ich würde da eher weniger auf "Bandbreite" als auf Durchsatz achten...

PS:
Und wir haben noch garnicht darüber gesprochen wie goil es OFDMA tut :sneaky:
 
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Wie/wo kann ich das 1x1 einstellen? Weder in der Box noch im Gerätemanager der Clients kann ich das umstellen... aber ich gehe davon aus, dass sich der Durchsatz dann halbiert. 2,7 Gbit auf 1x1 320 Mhz geht doch selbst theoretisch nicht, oder?

Ich spreche übrigens immer über Durchsatz. Also die von mir genannten Werte oben sind gemessene Datenübertragungsraten zwischen den Clients.
 
Musst du mal schauen, ob du irgendwo was wie SU-MIMO gibt oder evtl. gibt es nen erweitertes Tool für die NIC im Lappi.
Evtl. gibt es auch nen Profimenü oder sowas.

320MHz als single Stream macht ~2,5gbit/s, effektiv.
Wenn die FB 2x 320MHz Streams machen könnte und das der Client auch könnte, dann wärst du bei 5gbit/s.
Aber scheinbar kann die nur in dem einen Band MIMO, ohne dass sie Kanäle, die noch frei wären (in Summe sind maximal 3 machbar) dazu nimmt..
Sprich also, die unterteilt die 320MHz Torte und nimmt nicht noch nen extra Stück Torte dazu.

Das ist übrigens das, was Enterprisegeräte machen und warum die 10GBE im Uplink haben. Denn die können die dann 2x 320MHz oder 3x 320MHz machen.
Sowohl in Komnination oder aber eben 320MHz für Client 1 und andere 320MHz für Client 2.
Neben dem Umstand, dass das für die anderen Bänder auch gleichermaßen gilt.
(und das natürlich ganz ohne MLO)

EDIT:
Man kann sich das so vorstellen, dass die FB wohl den eingestellten Kanal nur unterteilen kann (Aufteilung in einzelne Streams/Antennen), aber nicht etwas hinzunehmen kann (hinzufügen von weiteren (320MHz) Kanälen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Aahhh ok.. also wenn 320 Mhz 1x1 die 2,8 GBps Nettodurchsatz bringt, dann erklärt sich mein Benchmark. DAchte dafür braucht man schon 2x2. Die FritzBox zeigt 5880 GBps Verbindungsgeschwindigkeit an (das ist ja 2x2) und ich dachte man erreicht generell nur max. 60% dessen als effektiven Durchatz.
 
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