[Sammelthread] Gigabyte MC12-LE0 (AM4, B550, servertauglich: IPMI, Dual Lan, ECC)

Vorvorwort:
Danke an @pumuckel für das ursprüngliche Erstellen des Threads. Ich habe mich bereit erklärt den Thread zur Pflege zu übernehmen und um neue Inhalte zu ergänzen. Der ursprüngliche starter bleibt vorerst als Spoiler im letzten Abschnitt angehängt, damit keine Inhalte verloren gehen.

Vorwort:
Erstmalig in Erscheinung ist das Gigabyte MC12-LE0 kurz vor Weihnachten 2023 auf mydealz getreten. Mit einem Preis von <50€ Neuware war es ein no-brainer, um noch einen günstigen Server auf AM4-Basis zusammen zu stellen.
Zuletzt ab Nov.2024 sind die Preise jeedoch durch die Decke gegangen und es ist bedauerlicherweise kein wirklich günstiges Brett mehr zu bekommen. Insofern sollte man gut überlegen/durchrechnen, ob es nicht doch sinnvoller ist auf eine neuere Plattform wie z. B. AM5 zu setzen. Am (21.10.2024) lag der Preis noch bei ~60, wobei spitzenpreise bei 30€ lagen. Ähnliche Boards (AsRock Rack) und auch der Nachfolger MC13 liegen meist bei >300 €.

Von Gigabyte ist es als mATX Enterprise-Workstation-Motherboard eingestuft und eignet sich insbesondere wegen IPMI/BMC auch für den Servereinbau.

Eine nett gemeinter Hinweis vorweg: Wenn du neu bist wärst du nicht der erste, welcher mit dem Updateprozess (BMC & BIOS) und der Hardwareauswahl (Kompatibilität) Probleme hättest. Lies gerne den Starter, bevor du mit Planung und Umsetzung startest.

Viele Dinge werden auch im Thread diskutiert, es ist jedoch mein Bestreben die wichtigsten Dinge im Starter als zentrales Nachschlagewerk zu sammeln und würde dich bitten zunächst einmal dort nach deinem Problem zu suchen oder auch die Suchfunktion des Threads nach ähnlichen Beiträgen zu nutzen. Ich bin über jeden Hinweis zu fehlenden Inhalten im Starter dankbar und ergänze dieser gerne.



Inhaltsverzeichnis​

  1. Das Angebot
  2. Technische Daten
  3. Prozessor Support
  4. Anleitungen & Guides
    1. BIOS und BMC Update
    2. Reset BMC Passwort
    3. Effiziente PCIe Lane-Nutzung (Tipps)
  5. Bekannte Probleme
  6. FAQs
  7. Verbrauchswerte
  8. Linksammlung
  9. Vorheriger Starter


1. Das Angebot Nach oben

Das Board ist alleine oder oft für wenige Euro mehr mit einem kleinen Gelid Kühler erhältlich. Erster Händler, welcher es zu einem sehr günstigen Preis angeboten hat war piospartslab über ebay bzw. den eigenen Onlineshop. In beiden Fällen konnte man in Kombination mit Gutscheincodes nochmals günstigere Preise erreichen. Die meiste Zeit ist/war dieser Händler auf einem der Verkaufswege am günstigsten und ist nicht bei geizhals gelistet.
Wenn einem das Board zusagt, jedoch weniger Leistung braucht oder noch weniger ausgeben möchte und bastelwillig ist kann ein Blick auf das Nachbarboard mit SoC quadcore Epyc MJ11-EC1 lohnen.

(ehemals Bestpreise, aktuell am teuersten)(ehemals Bestpreise, aktuell am teuersten)
Nur Mainboard MC12-LE0geizhalsebay PiospartslapPiospartslap
Mit Gelid KühlerRAM-KönigeBay PiospartslapPiospartslap

In der Vergangeheit gab es sowohl bei eBay als auch Piospartslab immer mal wieder Rabattgutscheine. Die Zeit scheint vorbei.

Erste Erwähnung im Luxx:


2. Technische DatenNach oben


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mc12-le0_blockdiagram-1027390689-png.1035466

  • mATX B550 AM4 Board für 3000-5000 AMD Ryzen (Achtung: keine 3000er Zen+ Picasso!)
  • bis zu 128 GB unbuffered (UDIMM) ECC oder non ECC (DDR4 2133-3200) (Achtung: KEIN registred/RDMM und KEIN LRDIMM!)
  • 2 x 1GbE LAN ports (Intel® I210-AT)
  • 1 x 10/100/1000 dedizierter management LAN port
  • Integrated in Aspeed® AST2500
    • "mini" onboard GPU zur Administation
    • 2D Video Graphic Adapter with PCIe bus interface
      1920x1200@60Hz 32bpp
  • Erweiterungsslots
    • 1 x PCIe 4.0 x16 (Gen4 x16 bus)slot from CPU
      • CPUs: Bitfuraction 8/8, 8/4/4 und 4/4/4/4 möglich
      • APUs: Bitfuraction nur 8/8 und 8/4/4 bzw 4/4/8 möglich
    • 1 x PCIe 4.0 x4 (Gen4 x4 bus)slot from CPU
      • (im Gegensatz zu anderen Boards direkt von der CPU = weniger Latenz und Probleme) ... die meisten Boards nutzen die Anbindung für die NVMe [@pumucke]
    • M.2 slot (über Chipsatz angebunden):
      • M-key
      • PCIe 3.0 x1 (max brutto 0,97 GByte/s)
  • Aspeed® AST2500 management controller
    GIGABYTE Management Console (AMI MegaRAC SP-X) web interface
    • Dashboard
    • HTML5 KVM
    • Sensor Monitor (Voltage, RPM, Temperature, CPU Status …etc.)
    • Sensor Reading History Data
    • FRU Information
    • SEL Log in Linear Storage / Circular Storage Policy
    • Hardware Inventory
    • Fan Profile
    • System Firewall
    • Power Consumption
    • Power Control
    • LDAP / AD / RADIUS Support
    • Backup & Restore Configuration
    • Remote BIOS/BMC/CPLD Update
    • Event Log Filter
    • User Management
    • Media Redirection Settings
    • PAM Order Settings
    • SSL Settings
    • SMTP Settings
  • nur bedingt für normale Desktop Systeme zu empfehlen
    • sehr wenig I/O-Ports (2x USB 3.1)
    • VGA nur für onboard Grafik, keine Bildausgabe einer APU
    • kein onboard Sound


3. Prozessor SupportNach oben

ACHTUNG: Die Tabelle vertauscht immer wieder die Spalten APU und ECC! Ich arbeite an der Fehlersuche.

CPUPassmark
multicore
Passmark
singlecore
Support?APUECC (+/Nein)iGPU
Intel N10055041943Nein
i5-850095812452Nein
3100115982420QVL-+
4650G Pro161662653QVLAPU++
3600177482567QVL-+
3600x189192652QVL-+
i5-12400193633519Nein
E5-2690v4194702074Nein
5500 (kein ECC)193983058APUAPUNeinN
5600G (kein ECC)198743190APUAPUNein+
5650G Pro207713252yAPU++
5600215763258y-+
5600x218883361QVL-+
3700x225422660QVL-+
5700 (kein ECC)242683250?APUNeinN
5700x266583382y-+
5800X3D283043233siehe #2.893 @JVN-
i5-13500318543884Nein
3900x326202706y-+
5950x455993468QVL, *Kühlung beachten-+

Grafischer Vergleich (danke @Haldi):
1730624072696.png


*Beim 5950X und teilweise auch anderen "großem" CPUs mit vielen Kernen wurde von Instabilitäten berichtet, da die Spannungsversorgung wohl realativ knapp bemessen ist. Unterschiedliche Nutzer haben die CPU mit unterschiedlichen Methoden stabil bekommen:
  • Wasserkühlung
  • Top-Blower (Thermalright baut große, leise)
  • Undervolting
  • Begrenzung der Leistungsaufnahme (PBO?)
  • hoher Airflow im Gehäuse
  • die Spannungswandler sind beim silbernen Kühlkörper links unter dem CPU Sockel (stimmt das?)


4. Anleitungen / GuideNach oben

4.1 UpdatesNach oben

Treiber, BIOS/UEFI und Firmware Updates gibt es auf der Herstellerseite.
Es gibt zwei Möglichkeiten das BIOS und die BMC Firmware zu upgraden: per UEFI oder BMC. Ich habe nur letzteres verwendet, andere finden das Update per UEFI einfacher.

per BMC:
  • eine unterstütze CPU einsetzen (bei mir ging es auch mit einem 5650G, welcher nicht auf der QVL steht)
  • einen Ramstick in Slot A1
  • Managment Lan mit Router verbinden
  • Board Starten (es muss laufen für den Update Prozess)
  • IP des Managment Interfaces Herausfinden (z. B. über ein fritzbox Menü)
  • mit der IP mit einem anderen Recher im gleichen Netzwerk verbinden
  • die Zugangsdaten stehen auf dem Karton und auf dem x16 PCIe Slot
  • die Flashvorgänge können bis zu 15 Minuten dauern, in der Zeit auf keinen Fall vom Strom trennen!
  • bei mir war nach erfolgreichem BIOS Update ein komplett stromlos machen des Boards für mehrere Minuten erforderlich
  • wenn man nur eine CPU hat, welche erst ab einerhöheren BIOS-Version unterstützt wird wäre meine Präferenz zuerst das BIOS zu updaten (wegen möglichem "BMC Passwort Brick")
  • BIOS Update
  • BMC Update
per UEFI (von @pumuckel):
  • eine CPU die auf der QVL ist einsetzen (aber die meisten 3er und 5er non -APUs klappen)
  • einen Ramstick in Slot A1 (hier sind 2133er wohl problemfreier als 3200er)
  • Tast/Maus/mon anschließen
  • System starten und abwarten (erster Start dauert etwas)
  • Achtung: der Browser sollte keinen Popup/script Schutz haben (notfalls einfach kurz ausmachen)
  • dann entweder per BMC oder per UEFI den BMC updaten (kann locker > 15 Min dauern, achtet auf die grüne "Heartbeat LED") - Full Flash
  • dann (wenn nötig) kurz restarten
  • dann das Bios entweder per BMC oder per UEFI updaten
  • dann runterfahren
  • Power trennen vom Board für 1-2 Minuten (aka das Netzteil abziehen)
  • nach 1-2 Minuten wieder anstecken und Spass haben

4.2 Reset BMC PasswortNach oben

Bei mir konnte ich mich bei einem von drei Boards nach einem BMC Update nicht mehr einloggen. Andere berichten von ähnlichen vorfällen. Ein Rücksetzen des BMC-Passwortes brachte abhilfe.

Ich habe gerade keine Zeit einen ganzen Guide zu machen, aber dir PDF dort sollte helfen:

Alternativ:
Ich versuche erstmal diesen Weg aus dem L1Tech Forum...

How to reset BMC / MegaRAC SP-X / IPMI passwords / login details on Gigabyte Motherboards
For the ones who still wonder how to use it and need an idiot-proof guide:
  1. download ipmicfg for UEFI from supermicro’s website
  2. put it on a FAT32 formatted USB drive
  3. start your machine and boot via UEFI shell
  4. connect your USB drive
  5. once u r in the shell, type “map -r” to see which name your drive has (usually “FS0:” or “FS1:”)
  6. enter your drive by typing the drive name, in my case, it was “FS0:”
  7. navigate to the impicfg folder containing the IPMICFG.efi file with command cd
  8. now you can list all users by using the command “user list”, together with the file name: “IPMICFG.efi -user list”
  9. take note of the user ID
  10. set a new password with the command “-user setpwd < user ID > < password >” together with the file name “IPMICFG.efi -user setpwd < user ID > < password >”
and voilá, you changed the password now and access your account. enjoy your new access to the GIGABYTE Server Management Platform!


4.3 Effiziente PCIe Lane-NutzungNach oben

Vorab nochmal die bemerkung, dass die kompatiblen Ryzen APUs generell nur PCIe 3.0 mit der halben Bandbreite von PCIe 4.0 bieten.
  • Der PCIe4.0 x4 Slot ist hinten offen, sodass hier auch größere Karten (10Gbit Ethernet oder GPU z.B.) mit weniger Lanes und entsprechend geringerer aber oft auch ausreichender Bandbreite betrieben werden können. Hier sollte man im Einzelfall nochmal prüfen/nachfragen ob bei einer bestimmten Karte Leistungseinbußen zu erwarten sind.
  • Der PCIe3.0 x1 M.2 Slot ist lediglich mit PCIe3.0 x1 über den Chipsatz angebunden, was jedoch für viele Anwendungen ausreicht. Insbesondere einfache Sata Controller oder auch bis zu 5 Gbit Ethernet. Hier besteht die möglichkeit M.2 Riser Karten auf full Size PCIe zu nutzen oder auch direkt M.2 Karten mit einem Sata Controller oder 2,5 Gbit oder auch 5 Gbit Ethernet Adapter, um sich Lanes der CPU für andere Verwendungszwecke frei zu halten.
  • Der PCIe4.0 x16 Slot lässt sich kostenintensiv über teure und verbrauchsstarke Karten mit aktiven PCIe Switches quasi nach belieben aufteilen. Eine deutliche günstigere Möglichkeit bietet hier Bitfurcation. Die APUs mit PCIe 3.0 lassen sich in x16, x8x8 und x8x4x4 aufteilen. Die CPUs mit PCIe 4.0 in x16, x8x8, x8x4x4 und auch x4x4x4x4 aufteilen. Bei PCIe 4.0 sei angemerkt, dass das Signal bei der Nutzung von Riser Karten/Kabeln anfälliger ist.
    Eine Sehr kostengünstige (Aliexpress <10€, bei Ebay und Amazon <20€) Möglichkeit bietet ein passiver Adapter, welcher z. B. als "PCIe X16 To X8+X4+X4 Expansion Riser Card Extended Card PCIE4.0 M.2 PCIE Adapter" bezeichnet wird. Dieser wird in den x16 Slot eingesteckt und für 8 Lanes auf einen physischern x16 Slot und jeweils vier Lanes auf zwei M.2 Slots. Die M.2 Slots können dann für zwei NVME SSDs oder mit bereits genannten M.2 Controllerkarten genutzt werden. "PCIe X16 To X8+X4+X4 Expansion Riser" kommt jedoch ohne Slotblech und erfordert ggf. eine kreative Lösung. Besonders bietet sich hier die Nutzung mit einer Low-Profile GPU oder Controllerkarte an.
  • Möchte man tatsächlich 4 NVME mit maximaler Geschwindigkeit im x16 PCIe Slot nutzen bietet sich die ASRock RB4M2 4x M.2 M2 NVMe Quad SSD zu PCI-Express PCIe x16 Adapter Konverter Karte für aktuell 15€ an. Nutzt man die Karte mit einer APU, kann man hier nur 3 NVMEs anschließen.


to-DO:


5. Problembehandlung Nach oben

  • Reset BMC-PW
  • 5950X Abstürze


6. FAQsNach oben

  • Es müssen alle 8 Pins des CPUs-Anschlusses verbunden werden, damit alle Funktionen des Mainbaords fehlerfrei laufen.
  • Lüfterprofil
  • Stromverbrauch zu hoch (im BIOS gemessen, Systeamatisches Abklemmen von Komponenten, Minimalkonfiguration, 30W Thread)
  • KVM-Konsole öffnen
  • Web-BIOS aufrufen


7. VerbrauchswerteNach oben

  • 5600x Idle: 22W (@ebniv )
  • 5650G Idle: 16W (@ebniv)
  • die Liste soll später ergänzt werden, evtl. auch als Tabelle oder Online Sheet
Low Power Fetischisten könnten im folgenden Link Inspiration suchen. Wie man an den beiden Messwerten erkennen kann ist das MC12 bisher eher durch einen erhöhten Verbrauch (wegen dem BMC und u. A. den chiplet CPUs) aufgefallen.


8. LinksammlungNach oben



9. Früherer StartbeitragNach oben

Danke an @pumuckel für das ursprüngliche Erstellen des Threads. Ich habe mich bereit erklärt den Thread zur Pflege zu übernehmen und um neue Inhalte zu ergänzen. Der ursprüngliche Starter bleibt hier vorerst (oder auch für immer) angehängt, damit keine Inhalte verloren gehen.
------------- Vorwort, Credits und Angebote

Vorwort:


Wer mir ein vergleichbares NEUWARE Mainboard zu dem Preis mit den Features nennen kann, der darf dies gern tun.... bisher fand ich keines unter 200-400€
hingewiesen darauf hat @sch4kal zuerst im Marktplatz Link Thread

Vergleichbare MBs (ab 390€ mit PCIe 4.0):





Unterstützte CPUs: AMD 3000er und 5000er (und mit F15 wohl auch APUs mit intern - aka für VMs nutzbarer aber nicht extern - nutzbarer IGP)

Bestpreise lagen um die 35€ für das Board (ultra low war mal 27€ bei 4 Stück inkl kühler)


mit low profile Kühler:


ohne low profile Kühler

(hier die Gutscheine beachten!)



im Webshop von Pio (Ergänzung auf Userwunsch):

(hier die Widerrufsbelehrung beachten!)





------------- Zur Hardware

Gigabyte Mainboard MC12-LE0​


880.png


MC12-LE0_BlockDiagram-1027390689.png



mAtx B550 Am4 Board für 3000-5000er AMD CPUs
bis zu 128GB unbuffered ECC oder non ECC (DDR4 2133-3200) (ACHTUNG: KEIN REGISTERED ECC sondern unbuffered ECC)

2 x 1GbE LAN ports (Intel® I210-AT)
1 x 10/100/1000 management LAN

Integrated in Aspeed® AST2500
2D Video Graphic Adapter with PCIe bus interface
1920x1200@60Hz 32bpp


Expansion Slots

1 x PCIe x16 (Gen4 x16 bus) slot from CPU (Bifurcation 4/4/4/4 fähig mit NON -APUs)

Kommentar: setzt hier also normale CPUs ein . der 5600 (non x) ist imho hier ein sweetspot oder auch ein gebrauchter 3600x/3700x/3900x ...
generell würde ich bei 65W CPUs bleiben oder entsprechend die CPU limitieren (cTPU)

APUs können keine 4/4/4/4 bifurcation

1 x PCIe x4 (Gen4 x4 bus) slot from CPU (im Gegensatz zu anderen Boards direkt von der CPU = weniger Latenz und Probleme)
... die meisten Boards nutzen die Anbindung für die NVMe


1 x M.2 slot (über Chipsatz angebunden): (imho gut für ne kleine 128/256GB M2 SSD fürs OS - sowas bekommt ja nachgeworfen aus EDU stores und viele davon haben oft eh nur 2x PCIe 3.0)
- M-key
- PCIe Gen3 x1 (max brutto 0,97 GByte/s)
- Supports NGFF-2242/2280 cards




Board Management

Aspeed® AST2500 management controller
GIGABYTE Management Console (AMI MegaRAC SP-X) web interface


  • Dashboard
  • HTML5 KVM
  • Sensor Monitor (Voltage, RPM, Temperature, CPU Status …etc.)
  • Sensor Reading History Data
  • FRU Information
  • SEL Log in Linear Storage / Circular Storage Policy
  • Hardware Inventory
  • Fan Profile
  • System Firewall
  • Power Consumption
  • Power Control
  • LDAP / AD / RADIUS Support
  • Backup & Restore Configuration
  • Remote BIOS/BMC/CPLD Update
  • Event Log Filter
  • User Management
  • Media Redirection Settings
  • PAM Order Settings
  • SSL Settings
  • SMTP Settings

------------- Kühlerempfehlung

Top Blow der die Spawas links unter dem CPU Sockel abdeckt (Thermalright baut nette)
.. damit ist der silberne Kühlkörper links unter dem CPU Sockel gemeint

------------- Bios, BMC Firmware, Treiber

offizielle:

BMC: 12.61.21
Bios: F15


hier: https://www.gigabyte.com/de/Enterprise/Server-Motherboard/MC12-LE0-rev-1x#Support



die einfachste Weise das Board auf den aktuellen Stand zu bringen:

eine CPU die auf der QVL ist einsetzen (aber die meisten 3er und 5er non -APUs klappen)
einen Ramstick in Slot A1 (hier sind 2133er wohl problemfreier als 3200er)
Tast/Maus/mon anschließen
System starten und abwarten (erster Start dauert etwas)

Achtung: der Browser sollte keinen Popup/script Schutz haben (notfalls einfach kurz ausmachen)

dann entweder per BMC oder per UEFI den BMC updaten (kann locker > 15 Min dauern, achtet auf die grüne "Heartbeat LED") - Full Flash
dann (wenn nötig) kurz restarten
dann das Bios entweder per BMC oder per UEFI updaten
dann runterfahren
Power trennen vom Board für 1-2 Minuten (aka das Netzteil abziehen)
nach 1-2 Minuten wieder anstecken und Spass haben



es geht auch komplett per BMC aber für viele ist das schwieriger als es rein mit CPU und Ram gleich zu machen
ich z.B. hab grad 2 Boards von F06 (Auslieferungszustand) direkt auf aktuelle BMC und BIOS F15 per BMC (mit CPU/Ram eingesetzt) ohne Probleme geupdated (21-9-2024)


------------- Reset des BMC Passwort



... hier das PDF beachten


------------- Q&A


Passmark Scores ausgewählter CPUs zum Vergleich :

i5-8500: 9581 (6 Core S1151)
3600: 17776 (Zen2)
3600x: 18227 (Zen2)
i5-12400: 19557
E5-2690v4 : 19619 (S2011-3)
5600: 21592 <------ P/L

5600x: 21926
3700x: 22598 (Zen2)
5700x: 26738
i5-13500: 32250
3900x: 32678 (Zen2)
5950x: 45633 (hier muss aber wohl manuell die Spannung begrenzt werden (glaube unter 1,4V)) - aber gute Performance/W/€


------------- Links zu anderen Forendiskussionen


STH: https://forums.servethehome.com/ind...oard-mc12-le0-re1-0-amd-b550-am4-ryzen.42579/
L1T: https://forum.level1techs.com/t/gigabyte-mc12-le0/183692/21



------------- User Anmerkungen (selbst nicht geprüft)

@BobbyD:
  • Das BMC Passwort steht auf dem (Anmerkung: brauner Außenkarton an der Seite) Karton
  • Fürs BMC-Update über das BMC ist folgende Datei auszuwählen: "rom.ima_enc" Mode:BMC
  • Fürs BIOS-Update über das BMC ist folgende Datei auszuwählen: "image.RBU" Mode:Bios
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Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich mich richtig erinnere, hab ich meinen 5950x auf den MC12LE0 erst so richtig stabil bekommen, als ich PBO ausgeschaltet hab. Jedenfalls wars irgendwas, was die Leistungsaufnahme eingeschränkt hat. Davor war jedes Booten ein Glücksspiel - mal ging’s, mal nicht. Lief nach erfolgreichem Boot dann sogar über Wochen stabil, bis der dann das nächste Mal nicht reproduzierbar in die Grätsche ging. Aktuell hab ich mit der Begrenzung ne Uptime von mehreren Monaten.
 
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Wenn ich mich richtig erinnere, hab ich meinen 5950x auf den MC12LE0 erst so richtig stabil bekommen, als ich PBO ausgeschaltet hab. Jedenfalls wars irgendwas, was die Leistungsaufnahme eingeschränkt hat. Davor war jedes Booten ein Glücksspiel - mal ging’s, mal nicht. Lief nach erfolgreichem Boot dann sogar über Wochen stabil, bis der dann das nächste Mal nicht reproduzierbar in die Grätsche ging. Aktuell hab ich mit der Begrenzung ne Uptime von mehreren Monaten.
Ich bedanke mich für die schnelle Antwort.

Was mich überrascht, ist, dass die 88 W so lange problemlos und absolut stabil gelaufen sind, teilweise sogar mehrere Stunden unter Dauerlast, z. B. mit HandBrake. Erst nach dem Batterietausch traten plötzlich die Probleme auf. Einen direkten Zusammenhang kann ich allerdings nicht erkennen.

Wie gesagt, ich habe PBO inzwischen auf Manual gestellt und nutze nun ein 65W TDP Limit, wie es hier von einigen empfohlen wurde. Wie hoch sind TDP bzw. die maximale Leistungsaufnahme eigentlich, wenn PBO komplett beim 5950X deaktiviert ist?
 
Ist der P_BIXBY_SOC_RUN Wert bedenklich?
Das ist eine interessante Frage, weil dieser Sensorwert mit einem fuer ein X570-Chipset (Codename "Bixby") naheliegenden Namen auf einem B550-Board (Codename "Promontory") meiner Einschaetzung nach gar nichts zu suchen haben sollte :d

Hast du beide Exemplare nebeneinander liegen und kannst augenscheinliche Unterschiede auf den Platinen ausmachen?
 
Wie sieht eigentlich der 2nd Hand Markt aus im Moment?

Ich finde nur ganz wenige davon, ziemlich teuer.
Liegt das daran, dass der EK so günstig war, dass den Kram keiner verkauft? Weils so ein günstiges aber potentiell nützliches Assat war? Speziell auch weil die Käuferschicht, die das Zeug gehamstert hat (Homelab Dudes) idR. genug Cash für diese Spielerei haben und der Gewinn potentiell nicht juckt?

Interessiert mich bloß... weil so wirklich geil ist das MC12 ja wiederum nicht, die Ausstattung ist doch ziemlich eingeschränkt und für ein Daily Driver NAS ist mir B550+5xxx-G-PRO CPU einfach lieber.
Der PCIe 4.0x4 Slot, direkt von der CPU, ist ziemlich interessant wegen PCIe Passthrough, liegt halt nur blöd unter dem x16, aber ginge schon.
USB 10-20G hats keins, also nix mit USB 10G NIC, PCIe ist halt knapp und M.2 ist nur 3.0x1 am Chipsatz (als Bootdrive eh nicht verkehrt).
Warum das MC12 nur so mittelmäßig geil ist, haben wir hier ja über 100 Seiten erlebt, die Ausstattung ist halt nicht soo vielseitig.


Hab auch noch eins in OVP (ungetestet, wird schon gut sein) hier liegen als Reserve (eins verwend ich ja im Testserver, wo grad der KI Kram läuft).
Werd wohl behalten, bissl DDR4 bekommt man schon und ne AM4 CPU auch (mir wird eh ein 5900X über bleiben).
Insofern kein Bock auf Verkauf, auch wenn ich ein paar € Gewinn machen würde, potentiell ist das "haben" irgendwie wertvoller... einem wirklich guten Freund tät ichs schenken auch, so isses nicht...



Insofern ein Board, das man liegen hat und eigentlich verkaufen könnte weil mäßig brauchbar, allerdings verkauft mans nicht, weil man es irgendwie gern rumliegen hat...
=> Gehts den meisten hier so, die noch auf MC12s sitzen?



PS: Wie ich dazu komme? Hab im Homelab Forum manchmal etwas Mitleid mit Leuten, die kein MC12 kaufen konnte, da stelle ich mir die Frage dann manchmal... fühl mich dann immer schlecht, weil bei mir ein Reserve MC12 rumgammelt (und möglicherweise nie ne CPU sehen wird), welches jemand anders eigentlich gut brauchen könnte (und ich noch nicht mal Verlust machen würde).
 
Das MC12 gab es in diversen Ausführungen. Entsprechend teuer waren die Boards dann. Das MC12-LE0 ist die absolute Sparversion, aber hat zu dem Zeitpunkt vielen Leute gereicht für das, was sie vorhatten und haben.
Die Kritik am Board lasse ich gelten, aber das wird dann eher im gewerblichen Bereich stören und der Bereich gibt dann für die höheren Versionen einfach mehr aus.
Was die User angeht, die keins gekauft haben: Nun, es war schon lange genug im Angebot, nicht immer zum absoluten Tiefstpreis, aber doch sehr lange unter 80€ verfügbar.
Alternativ kann man auch B450 Boards hernehmen, wenn man kein ECC benötigt und BMC etc. Entsprechende Steckkarten dazu, fertig.
Für ein Board mit Fernzugriff und ECC Support war es extrem günstig ja, und ich wüßte aktuell kaum "Nachfolger" oder Alternativen und solage die Situation mit dem DDR5 anhält sehe ich auch keinen Grund, warum jdm sein MC12 ausmustern sollte.

Ich für meinen Teil bin froh das Board zu haben und wenn es so lang läuft wie damals mein N40L Microserver von HP, dann hat es seinen Dienst hervorragend getan. DIe Rechenleistung wird vermutlich noch 10 Jahre für ein NAS mit voller Funktion ausreichend sein.
 
Mir geht es ähnlich, ich bin froh, dass es bei mir problemlos läuft und denke, dass das so noch einige Jahre laufen wird. Für den Spar-NAS für zu Hause mit ordentlich Leistung dank ausgemusterter Gaming-CPU und dabei den grundlegenden Funktionen wie BMC und ECC-Support, damals zum Spottpreis, eigentlich ideal.
 
Das MC12 gab es in diversen Ausführungen. Entsprechend teuer waren die Boards dann. Das MC12-LE0 ist die absolute Sparversion, aber hat zu dem Zeitpunkt vielen Leute gereicht für das, was sie vorhatten und haben.
Jein. Das MC12-CE0 ist ein Threadripper Board. Auch sehr "speziell" "skinny", sprich sehr spartanische Ausstattung.
Wüsste nicht, welche es sonst gäbe, bin über keine anderen besseren MC12 AM4 gestolpert.
Für ein Board mit Fernzugriff und ECC Support war es extrem günstig ja,
Ja, stimmt. Aber diese Masse an MC12-LE0 war 100%ig aus irgend einem Vertragsrücktritt / Projektausstieg von einem OEM.
Ich hab zwar keine brauchbaren Infos, wo das MC12-LE0 je verwendet worden wäre (auch Claude findet nix), aber egal.
Das Ding war offenbar als Konvulut biligst "verschrottet" worden, ging ja über recht wenige Kanäle/Händler ind ie Welt.
und ich wüßte aktuell kaum "Nachfolger" oder Alternativen und solage die Situation mit dem DDR5 anhält sehe ich auch keinen Grund
Naja, es gibt durchaus entsprechend "popelig" ausgestattete kleine Asrock Rack, die kosten auch ein vielfaches (auch als AM4 schon). Auch als DDR5 noch billig war, gabs weit und breit nix.
warum jdm sein MC12 ausmustern sollte.
1) Weil er noch 1-3 rum liegen hat (hier wurde viel über den Bedarf gekauft)
2) Weil es sich für unzureichend herausgestellt hat (speziell Schnittstellen)... (ich bin mit ATX B550 Riptide + 5750G + NanoKVM z.B. bestens unterwegs, für meinen Zweck kann das viel(!) mehr). (Klar, auf DDR5 geht man nicht, wenn man DDR4 ECC hat, aber Asus&Asrock können alle ECC, Cezanne-Pro war relativ lange preiswert verfügbar, durch die 55er Neuauflage allemal).



Geht aber nicht darum, obs MC12 jetzt gut oder schlecht ist, mich wundert nur, dass man so wenig 2nd Hand findet.
 
Haben ist besser als brauchen. Wer das Board nahe am Mindestpreis gekauft hat (wie ich 3x), stört sich im Zweifel auch nicht daran, wenn dieses „niedrigpreisige Hardware-Kapital“ ungenutzt im Schrank oder sonstwo liegt. Denn FALLS man es doch brauchen kann, wäre eine Ersatzbeschaffung viel teurer.

Von meinen drei ist nur eins wirklich in Betrieb. Die anderen beiden sind zwar bestückt und verbaut (1x Server, 1x HTPC), waren auch mal zeitweilig in Nutzung, stauben aber gerade eher zu. Wenn ich die abgeben wollte, müsste ich also auch ein neues Zuhause für zwei CPUs und ca. 64GB RAM finden. Gut, wahrscheinlich würde ich damit sogar Gewinn machen können, aber sollte ich doch wieder was brauchen, mache ich im Zweifel mit einer Ersatzbeschaffung extrem Verlust.

Da ich schlecht voraus plane, umgekehrt heutzutage Spontananschaffungen preislich extrem unattraktiv sind, verstärkt sich der erste Satz als Motto nur noch mehr.
 
Geht aber nicht darum, obs MC12 jetzt gut oder schlecht ist, mich wundert nur, dass man so wenig 2nd Hand findet.
Weil es halt doch unglaublich gut ist in der Summe der Eigenschaften.
Ich will dir deine Einwände gar nicht ausreden, die sind zurecht, aber dennoch musst du mal das Gesamtpaket sehen: Für eine Consumer-Plattform bekommst du richtig viele Enterprise-Features und das halt in Summe für wenig Geld. Halte dir mal vor Augen, dass ganz viel "Home-Labber" mit LowEnd-Mini-PCs unterwegs sind. Da bietet ein Brett wie ein MC12-LE0 schon eine Welt mehr Power, Komfort und ja, auch Schnittstellen.
 
Also wenn man mal ehrlich ist, sind an dem Board doch nur das Remote Management, ECC und ggf. der direkt an der CPU angebundene x4 Slot interessant, sowie natürlich zeitweise zeitweise extreme niedrige Preis.
Ich meine ich hab irgendwas um 40€(?) bezahlt und mit Remote Management kosten die Boards eher das 10fache.

Mir reicht die Ausstattung für meine Vorhaben allerdings auch:
- 2x Sata SSDs im Mirror für Boot
- 3x HDD im Raid-Z1
- 2x M.2 im ZFS Mirror
- 1x 10g LAN
- 1x USB für die Thread Antenne
 
Ich habe auch aus Redundanzgründen 2 von den Boards gekauft.

Das erste hat meinen alten HPE Microserver Gen8 als Heimserver ersetzt und ist seitdem im Dauerbetrieb. Wenn beim Microserver mehr als 16GB RAM möglich gewesen wären, hätte ich den wahrscheinlich überhaupt nicht ersetzt, obwohl da nur eine uralte Quad-Core Xeon CPU verbaut war. Das Ding hatte ich 8 oder 9 Jahre im Einsatz.

Für meinen Heimserver benötige ich nicht wirklich viel Leistung, nur die 16GB RAM waren wegen Virtualisierung ein spürbares Bottleneck.

Jetzt mit einem 5650g habe ich massiv mehr Rechenleistung und mit aktuell 32GB RAM doppelt soviel Speicher (den ich bei Bedarf noch erweitern kann). Remote-Konsole und ECC waren für mich die wichtigsten Features um den Microserver abzulösen.

Daher gehe ich davon aus, dass der Server sicher wieder um die 10 Jahre in der jetzigen Konfiguration laufen wird.
Sollte das Board irgendwann kaputt gehen, wäre ein adäquater Ersatz sicher unverhältnismäßig teuer (im Gegensatz zu RAM/CPU die man gebraucht sicher später auch noch günstig kaufen kann).

Und genau deshalb war die Überlegung, ein zweites Board auf Halde zu legen. Bei dem damaligen Preis musste ich da nicht lange überlegen. Ein Verkauf mit potentiellen Gewinn würde aus meiner Sicht keinen Sinn ergeben, denn das Risiko bei einem Boardausfall dann teuer aufrüsten zu müssen ist mir zu groß.
 
Hehe, bei mir hat es auch den Gen8 beerbt, der nun als Backup bereit steht. Der würde für meinen Anwengungszweck auch nach wie vor reichen, aber bei so zentralen Komponente wie "Homeserver" wollte ich nicht warten bis was kaputt geht und ich mit instant kümmern muss.
 
Hehe, bei mir hat es auch den Gen8 beerbt,
bei mir den Gen7 mit dem Dual Core Athlon.

Es bleibt halt gut, hat ausreichend leistung und viele kleine Features, die man sich im Home Server wünscht. Rest kann man sich basteln.
 
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