Nach etwa 5 Jahren wurde es Zeit für ein Update, das dieses Jahr jedoch
relativ spärlich ausfiel.
Dafür spendierte ich der Workstation im Juni 2024 eine
ASUS ProArt RTX 4080 Super OC für ca. 1.100 €. Es hat mich damals dazu verleitet, weil ich die ausufernden Grafikkartenpreise nicht mehr verarbeiten konnte

und weil ich verzweifelt nach einer performanteren Karte suchte, die noch in mein altes Gehäuse passte ohne gleichzeitig einen Grafikkarten-Ständer zu brauchen. Die ProArt war schließlich der Sweet Spot, auch was Preis-Leistung anging.
Der Anstoß des jetzigen weiteren Umbaus war der subtile Hinweis der KI des persönlichen Vertrauens, dass mein mittlerweile 13 Jahre altes Netzteil, was ich im
Unraid-Server nutze, jederzeit hochgehen und dabei meine Festplatten mit in die ewigen Jagdgründe mitnehmen könnte. Meine Daten also in unmittelbarer Gefahr seien. Obendrein müsste ich auch mal mein Server-Mainboard erneuern, weil dort die Kondensatoren auch erwartungsfroh darauf warten, in Rente zu gehen. Das sei aber nicht ganz so kritisch, weil dann zwar der Server nicht mehr laufen würde, aber die Daten noch sicher wären. Also lag die Priorität auf dem neuen Netzteil.
Dabei kam nun natürlich unweigerlich der Gedanke, doch einfach die Hardware der Workstation zumindest teilweise in den Server umzuziehen und eben eher neues Zeug für die Workstation zu kaufen - also auf AM5 usw. zu heben. Nach 2 Tagen ausführlicher Recherche landete ich dann bei Gesamtkosten von ca. 2400 € und frug mich, wieviel ich davon eigentlich im Alltag spüren würde. Nahezu nichts. Der einzige Flaschenhals in meiner Workstation wäre der Ryzen 5600X, auf den ggf. meine RTX 4800 Super warten würde. Da ich seit Monaten aber ohnehin nichts zocke, wäre auch das kein dringend zu behebender Notstand. Also war die Quintessenz, dass ein Workstation-Update momentan keinen Sinn ergibt - vor allem, bei diesen Preisen.
Damit war nun aber auch der Umzug des DDR4-RAMs (und ggf. anderer Dinge) in den Server hinfällig, weil ich das ja erstmal alles noch in der Workstation brauche. Also habe ich mal geschaut, was nur ein Update des Servers (Board+CPU+Kühler-Kit+RAM) kosten würde und landete irgendwo bei 700-900 €, ebenfalls ohne spürbare Verbesserung (er dient als reines Datengrab mit ein paar kleinen Dockern, nix wildes). Anders wäre es, wenn ich dort Plex laufen und wild Videos transcodieren würde. Aber das ist nicht der Fall. Also war die naheliegendste Variante, lediglich das Netzteil zu ersetzen, nur nach einem Ersatzboard desselben Sockels zu schauen und den Rest wie gehabt weiter zu verwenden.
Nach längerer Überlegung entschloss ich mich, kein neues Netzteil für den Server zu kaufen, sondern das in der Workstation (Corsair AX850) für den Server zu nutzen und mir ein neues für die Workstation zu besorgen. Dabei wollte ich der Workstation nach ebenfalls 13 Jahren auch mal ein aktuelles Gehäuse spendieren und siehe da, Lian Li hat kürzlich erst ein echt hübsches herausgebracht, das
Lian Li Lancool 217.
Das passende Netzteil war letztlich ein
Corsair HX1500i Shift. Von der Power zwar völlig überdimensioniert, aber gerade das macht es so genial: nicht nur brauche ich mir absolut 0 Gedanken mehr über künftig noch stromfressendere CPUs/Grakas zu machen, sondern es bleibt selbst bei Volllast (~480 Watt) momentan vollständig passiv und damit absolut still und hat dabei noch dazu die bestmögliche Effizienz von 94 %. Die seitliche Kabelführung und Auslesemöglichkeit via Onboard-USB sind dabei ein angenehmer Bonus.
Der Umbau war grundsätzlich kein großer Akt. Nach dem Umzug der Workstation jedoch die Ernüchterung, dass mich die originalen Lian Li-Lüfter nicht zufrieden stellten, sondern irgendwie ständig ein wenig auf- und abdrehten. Es herrschte keine Ruhe mehr. Wohlgemerkt: mein altes Lian Li stand offen und es war ruhig. Also habe ich kurzerhand 4x
Noctua NF-A14x25 G2 PWM chromax.black (3x für die Front, 1x Rear) bestellt und (da die G2 Variante der 120 mm Noctua Lüfter in schwarz noch nicht verfügbar ist) vorläufig die beiden
Noctua NF-A12x25 PWM aus dem alten Gehäuse ausgebaut, geputzt und damit die unteren Lian Li-Lüfter ersetzt.
Dann natürlich noch kurz im BIOS die Lüfter eingestellt und was soll ich sagen? Ein herrliches Träumchen an Ruhe. Im Alltag laufen die Lüfter zwischen 530 und 850 RPM. Bei Volllast zwischen 850 und 1600 RPM (da hört man sie dann natürlich) - beim 15-minütigen Lasttest (parallel Cinebench Multi-Core-Test & 3DMark "Port Royal" Endlosschleife) sehr gute Temperaturen:
- CPU: 63,1° C @ 4.650 MHz bei 77,8 Watt
- GPU: 76,3° C, VRAM: 74° C, Hot-Spot: 95,3° C
- Board: VRM: 32° C, Chipsatz: 58° C
- Netzteil: 47,4° C bei 451 Watt OUT zu 479 Watt IN (94 % Effizienz bei 32 % Aulastung)
Trotz allem waren es immer noch
568 € für das bissl Quatsch:
- Lian Li Lancool 217: 120 €
- Corsair HX1500i: 294 €
- 2x Noctua NF-A14x25 G2 PWM Sx2-PP chromax.black, Doppellüfter-Set á 77 €: 154 €
Irgendwann kommen noch ca. 70 € für die beiden unteren Noctuas in schwarz oben drauf. Damit wären allerdings gehäuseseitig die nächsten 10-15 Jahre geklärt.