[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Als Associate hängst du unter nem Manager der die Verantwortung trägt. Meistens ist das sowas wie Teamleiter, also zwischen Senior Consultant und "echtem" Manager / Abteilungsleiter.
Je nach Firma kann das schon ne vernünftige Position sein. Der Titel ist aber eh nicht standardisiert und bei einigen Firmen ist ja eh jeder Manager. Am geilsten ist es wohl bei Banken, da ist jeder Dulli ein Vice President :d
 
Leibeigener der richtigen Manager, man darf die ganze Kacke ausbaden, bekommt aber trotzdem nicht das Gehalt, das für die Arbeit angemessen wäre.
 
Wir nennen die IT Abteilung gerne Rechentechnik :)
 
Rechenschiebertechnik wäre bei uns manchmal ganz angemessen. Ich habe letztes Wochenende "herzlichen Glückwunsch zum einjährigen Jubiläum" in ein Ticket reingeschrieben.

Es geht um einen Punch Out Katalog im SAP, wenn ich die Artikel in die Beschaffungstransaktion übergebe kommen nur die Titel und der Preis automatisch mit, die Artikelnummer zur eindeutigen Zuordnung müssen händisch eingetragen werden und dazu ein Screenshot vom Warenkorb...

Das korrekt zum Laufen zu kriegen, war wohl nicht drin und es ist kein kleiner Klitschenkatalog, Großhandel.

Naja, man spart sich das ganze und merkt es sich für die (irgendwann) kommende 4HANA Umstellung. Ich bin gespannt.
 
Jedes Unternehmen hat diese eine Excel-Tabelle, die niemals verloren gehen darf, weil das gesamte Unternehmen und dessen Prozesse darauf beruhen.
 
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Mit SAP wird es auf jeden Fall schlechter.

Wie das so groß werden konnte, ist mir ein absolutes Rätsel! Das kostet unzählige Stunden durch umständliche Bedienung. Nicht zu vergessen das doch einfache Fehlbedienung Stunden „verschwinden“ oder „entstehen“ können.

Da muss man noch ein komplettes Bediensoftwarepaket erstellen lassen, damit man es sinnvoll benutzen kann.

Das Ding ist ein Grauen! Kann es nicht empfehlen.
 
Ich hab 0 Erfahrung mit SAP, außer mal für die Zeiterfassung beim letzten AG, wir machen jetzt aber auch in ner anderen Abteilung SAP. Bei der Kritik frag ich mich aber jedes mal, liegts an SAP, oder liegst an Firmen die Bullshit Prozesse haben und die nicht umstellen wollen? :d

Wollte einer meiner letzten AGs beim Ticketsystem auch, weil ihm an ITIL angelehnte defaults nicht gefallen haben. Also auch mit 0 technischem Background hinter der Anpassung, nur ein "das gefällt mir nicht". Mit Protest ist es dann zum Glück nicht passiert, aber genau sowas stell ich mir da immer als erstes vor.
 
In der damaligen Firma wollten sie SAP einführen. Haben in 3 Jahren circa 10+ Millionen in Sand gesetzt/investiert und bis dato gibt es immer noch nichts Neues. Es ist wohl auch einfacher die Prozesse in der Firma an SAP anzupassen, als umgekehrt. :LOL:
 
Es ist wohl auch einfacher die Prozesse in der Firma an SAP anzupassen, als umgekehrt.
Gibt ja genügend Beraterbuden die genau damit ihr Hauptgeschäft machen. Als Associate Manager :d
 
wir haben jetzt SAP Concur zum Reisen buchen, weil das Amadeus-System (Optik von von 2002, aber lief) zu langweilig war - deutsche Sprache, die Datumsdefaults sind amerikanisch, Längeneinheiten auch - nicht überall kann man das umschalten... Hotels, die vorher regelmäßig sehr günstig waren, plötzlich nicht mehr aufzufinden (...). Reiseantrag geht standardmäßig auf "Fehler" - das soll so sein!

Verantwortet wird es vom SAP-Team bei uns, die haben jetzt irgendwas von Oracle als Ticketsystem (Tickets gehen rein und dann "Ticket ist angelegt"), weil .... An wen man sich bei Problemen wenden soll, geht nicht aus der SaaS-UI hervor, die Hilfe im SaaS verlinkt auf das indische Callcenter (obwohl wir die special-compliance-EU-edition haben...)

Ich denke das Problem ist B2B-IT im Großunternehmen. Gutbezahlte Vertriebler, gutbezahlte EInkäufer, niemand muss Verantwortung übernehmen, solange das Kerngeschäft iwie läuft. Nachdem das außerhalb Chinas überall so läuft, war das lange kein Problem... Ein neuer Manager meinte dann letzthin beim Thema US-Cloud auf die Frage "ja, was erhoffen wir uns davon, wenn das jetzt mehr kostet und wir jetzt schon sehen, dass uns das die gleichen Leute verkaufen, die uns Broadcom verkauft haben": "jaaa, jaaa, das ist schwierig, aber es gibt keine Alternative. Das hat' auch nicht der Vorstand allein entschieden, da waren viele Menschen beteiligt!"
 
SAP Concur kenne ich auch noch - Katastrophe.

Gerade trudelte noch eine Absage ein - und ich bin doch irgendwie froh drum. Bei den Gesprächen gingen irgendwie immer mehr Alarmglocken an. Die Größte war wohl, dass es nur die Mitarbeiterebene und darüber den einen Geschäftsführer gibt, sonst nichts. Wie der 35 Leute führt so, keine Ahnung.
 
Da gibt's bestimmt Fachexperten, die dann die "Nicht-Experten" inhaltlich führen dürfen. Natürlich für nen feuchten Händedruck.
Anschiss, aka personelle Führung, gibt's dann vom GF.
Verwaltet wird das von der Sekreteuse, aka der Frau vom GF.

Geht doch nichts über schlanke Führungsstrukturen. :d
 
Ich denke das Problem ist B2B-IT im Großunternehmen. Gutbezahlte Vertriebler, gutbezahlte EInkäufer, niemand muss Verantwortung übernehmen, solange das Kerngeschäft iwie läuft.
Ich würd jetzt gern was anderes sagen, aber selbst wenn ich mir anschaue wie das bei uns intern läuft, kann ich dem nur zustimmen :shot: Das ist dann so die SAP Experience?


US-Cloud ist n sehr interessantes Thema imho aktuell, bei uns siehts da auch sehr düster aus. Ganze Geschäftsbereiche (auch meiner) bauen grundsätzlich drauf auf, Geschäftsführung geht auf Nachfragen dazu eigentlich kaum ein. Also konkret gar nicht, gibt dann irgendwelches Palaver von wegen das wir ja jetzt anbieten, AI für Kunden bei uns zu hosten.

Was das heißt wenn das orange Riesenbaby im nächsten Tantrum wirklich mal M$ hier lahmlegt oder um den Faktor 100 verteuert, werden wir sehen. Datenschutz brauchen wir glaub ich gar nicht drüber reden :fresse:
 
Ist ähnlich wie bei der damaligen Bumsagentur, deswegen waren alle Alarmglocken an.
 
Ja hört sich furchtbar an.
 
mit etwa 20 Jahren SAP Erfahrung bei Partnern und dem Konzern selbst:

SAP ist ein Standardsoftware Vendor - irgendwie ist das nie Teil der Diskussion. D.h. SAP Software soll 80% von Kundenanforderungen abbilden (durch Standards; Templates; Customizing...), der Rest ist out-of-scope. Erfahrungsgemäß geht es in Pro/Contra SAP Meta-Ebenen-Diskussionen um:
- die 20% der Features, die nicht im SAP Standard Scope sind
- die Bedienung / Userexperience

Ich hatte in meiner Berufserfahrung primär mit deutschen und EU-Unternehmen in diversen Rollen/Funktionen zu tun: kleine Feuerwehreinsätze Fachberater; GoLives; Manager SteerCo; Projektsponsor; Projektmanager. Wirklich sehr simplifiziert muss ich sagen, dass die öffentliche Kritik oder Wahrnehmung an SAP eben nicht das komplette Bild betrachtet oder eigentlich ursächlich beim Kunden liegt.
Meine (noch mal: sehr simplifizierte) Beschreibung sollte im Allgemeinen und für die letzten 15 Jahre gültig sein. Natürlich gab es in diesem Zeitraum unzählige Integrationsprobleme oder strange Featurediskussionen; primär durch Zukäufe (Concur; Success Factors; Ariba; Qualtrics..); Technologiewechsel (Netweaver/ECC6.0/AnyDB -> HanaDB; S/4HANA; BTP; Joule....) und eben der unfassbar schieren Größe und global-wirtschaftlichen Bedeutung von SAP.

Selbst als jemand, der wenig Berührung mit SAP hat, kann man anerkennen, wie weites gehend störfrei und geräuschlos 84% des weltweiten Handelsvolumen IT-seitig generiert wird.
 
Wir bauen gerade unseren eigenen SAP Klon, und das ist ne noch größere Shitshow als das Original.

Man muss aber einfach auch mal sagen (der Beitrag über mir hats ja schon angedeutet), dass die Bedienbarkeit von SAP der allerletzte Schrott ist.

Concur treibt mir jedenfalls auch regelmäßig Tränen in die Augen.
 
Mangels anwenderfreundlicher Bedienung im ERP wird bei uns geplant viel mehr über API's zu managen. Das wird dann alles vieel besser.

Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, der daran denkt, dass die API auch wieder nur eine Middleware ist und man auch da wieder ein Frontend für die Anwender benötigt was teilweise noch entwickelt werden muss, was dann ja aber total anwenderfreundlich sein wird, da die Anwender selbst die Anforderungen an die Software festlegen.

Wenn ich dann aber die Masse der Anwender betrachte, die einfach nur solange irgendwo drauf drücken bis das rauskommt was sie selbst brauchen (und einen Sch****) drauf geben, ob das auch richtig ist, kommen mir doch arge Zweifel.

Statt also nur eine (große) Baustelle zu haben (ERP) wird für jede Abteilung und jeden Bereich etwas eigenes entwickelt. Ich freu mich schon drauf dann demnächst etliche Baustellen zu bearbeiten. :LOL:

7 von 10 Anwendern verstehen nicht mal wie man sich ordnungsgemäß von Terminalservern abmeldet, speichern Dokumente lokal und nicht im DMS oder auf zentralen (dazu eingerichteten) Ablagebereichen. Warum es wichtig ist für alle Bereiche unterschiedliche Passwörter zu haben und es keine gute Idee ist meiner Vertretung meine Passwörter (z.B. Anmeldedaten an den PC) zu geben, ist ebenfalls eine weit verbreitete Wissenslücke.
 
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