Das kann ich mir nicht vorstellen, da PCIe 6.0 abwärtskompatibel ist und daher keine neuen Verbindungen vom Sockel zu den Slots erfordert.
Dass du dir das nicht vorstellen kannst, liegt schlicht daran, dass du Abwärtskompatibilität mit der physikalischen Signalintegrität verwechselst.
Dass PCIe abwärtskompatibel ist, bedeutet lediglich, dass eine alte PCIe-Karte mechanisch und logisch in einem neuen Slot läuft.
Es bedeutet aber ganz sicher nicht, dass ein alter CPU-Sockel plötzlich magisch die extremen physikalischen Anforderungen der nächsten Generation beherrscht.
Zu glauben, man bräuchte deshalb keine neuen Verbindungen, ist technischer Unfug.
Der Wechsel auf den TR6-Sockel ist bei PCIe 6.0 physikalisch absolut unvermeidbar. Mit PCIe 6.0 wird auf die sogenannte PAM4-Codierung umgestellt.
Das Signal wird nicht mehr über simple Nullen und Einsen übertragen, sondern über vier extrem feine Spannungsstufen.
Wer sich auch nur ein bisschen mit Elektrotechnik auskennt, weiß, dass so etwas extrem anfällig für Rauschen und Störungen ist.
Der TR5-Sockel kann das physikalisch überhaupt nicht sauber genug abschirmen.
Um das massive Signalübersprechen bei diesen Datenraten zu verhindern,
muss AMD das komplette Pin-Layout im Sockel neu strukturieren und zusätzliche Erdungspins zur Isolierung zwischen die Datenleitungen setzen.
Allein das macht das alte Layout unbrauchbar. Dazu kommt, dass der neue I/O-Die für die komplexe Signalverarbeitung und Fehlerkorrektur eine völlig andere,
stabilere Stromversorgung über das Pinout benötigt.
Abwärtskompatibilität hat noch nie einen neuen Sockel verhindert! Das haben wir schon beim Umstieg auf PCIe 4.0 und 5.0 gesehen.
Aber anstatt sich kurz mit der Realität der Signalübertragung zu beschäftigen, verkaufst du dein mangelndes Vorstellungsvermögen hier lieber als technisches Argument.
Das halte ich für ein Gerücht, denn die
Wafer der CPU Chiplets mit den kompakten Zen 6c Kernen sind ja schon in der Massenfertigung und daher kann es sich nur um den N2 und nicht den N2P Prozess handelt. Das passt einfach vom Zeitplan her nicht, es gibt ja noch nicht einmal ein Produkt aus der N2 Fertigung zu kaufen. Das erste wird erst im September (SoC der nächsten iPhones) erwartet. Bis der Prozess so weiter verstanden, angepasst und optimiert wurde, dass man damit höhere Taktraten erzielen kann, genau dies ist die P Variante nämlich, dauert es etwa ein Jahr. Mit ersten Produkte aus der N2P Fertigung wäre also erst etwa im September 2027 zu rechnen.
Es ist wirklich bemerkenswert, mit welcher Sicherheit man eine derart lückenhafte Kette von Denkfehlern aneinanderreihen kann.
Du hast weder die TSMC-Roadmap verstanden, noch weißt du, was die einzelnen Nodes bedeuten, und bei deinem Zeitplan hast du dich auch noch komplett im Jahr geirrt.
Erstens: AMD nutzt für die Zen-6-CCDs (auch für die dichten Zen-6c-Kerne) eine Split-Node-Strategie, die auf TSMCs neuen 2-nm-Prozess (N2) ausgelegt ist,
während der I/O-Die effizient in 3nm gefertigt wird. Für die High-Performance-Varianten der Chiplets kommt dabei der spezialisierte N2X-Prozess zum Einsatz.
Zweitens ist die Definition von N2P als bloßes Takt-Screwing durch nachträgliche Optimierung technischer Unfug. N2P bringt im Vergleich zum Standard-N2-Prozess echte,
tiefgreifende Optimierungen auf Nanosheet-Ebene, die von Anfang an im Chipdesign von Zen 6 eingeplant werden mussten.
Das N2P-Fertigungsverfahren reizt die vorderseitige Stromversorgung durch kluge Verfeinerungen maximal aus,
ohne dass dafür ein nachträgliches, stumpfes Aushärten des Prozesses nötig ist.
Drittens: In welchem Jahr lebst du eigentlich? Wir haben
Juni 2026. TSMC hat die N2-Massenfertigung längst plangemäß hochgefahren.
AMD hat die nächste Threadripper-Generation Mustang Peak auf Basis von Zen 6 im 2-nm-Verfahren gerade erst offiziell in ihren Dokumenten bestätigt.
Dass die Wafer jetzt in der Massenfertigung sind, untermauert den Launch-Zeitplan für die 2-nm-Generation perfekt, anstatt ihn zu widerlegen.
Aber Hauptsache, erst mal eine komplett falsche Jahreszahl in den Raum werfen und so tun, als hätte man die gesamte Foundry-Industrie durchblickt. Merkst du hoffentlich selbst, oder?