Aus dem PCGH 270K Plus Test.
Schauen wir uns die harten PCGH-Fakten an. Wir reden hier vom
Microsoft Flight Simulator oder dem absoluten CPU-Zerstörer
Star Citizen. In diesen echten Simulationen wird im Hintergrund nicht nur ein bisschen bunte Grafik vorbereitet, sondern ein halbes Universum berechnet: komplexe Physik, Objekt-Tracking für abertausende Entitäten und tiefe KI-Routinen.
Ein Ryzen 7 9700X – also im Grunde ein 9800X3D, dem man den magischen L3-Cache-Schnuller weggenommen hat – säuft hier gnadenlos ab. Er ist in diesen Szenarien messbar langsamer als Intels Core Ultra 9 285K und zieht laut Tests teilweise sogar gegen die kleineren Ausbaustufen (wie die 5er Serie) den Kürzeren. Warum? Weil 8 Kerne und 16 Threads für solche Engines schlichtweg ein architektonischer Witz sind. Die CPU hängt bei 100 % Auslastung im Dauer-Asthma-Anfall, während die Engine verzweifelt auf freie Threads wartet. Der viel gelobte 3D-Cache nützt dir absolut nichts, wenn dir schlicht die Rechenwerke fehlen, um die parallele Last abzuarbeiten.
Die Argumentation der AMD-Jünger ist so absurd, als würde man einen Smart Fortwo mit einem 40-Tonnen-Sattelschlepper vergleichen.
Der AMD-Fanboy stellt sich triumphierend neben seinen Smart (den 7800X3D) und brüllt über den Parkplatz:
"Schau mal, ich brauche nur 4 Liter auf 100 Kilometer, dein LKW (Intel 285K) säuft 35 Liter! Ich bin 195 % effizienter!"
Ja, herzlichen Glückwunsch. Aber wir sind hier auf einer Großbaustelle namens
Star Citizen und müssen 50 Tonnen Schutt (Berechnungen) abtransportieren. Der Intel-LKW zieht die Ladung mit roher Gewalt und massig Hubraum (24 Kerne) in einer Tour weg. Der AMD-Smart braucht dafür 100 Fahrten, bricht sich zwischendurch die Achse und blockiert den kompletten Betriebsablauf.
Effizienz bringt dir absolut gar nichts, wenn die absolute Leistung nicht reicht, um den verdammten Job zu erledigen.
Und dann dieses unerträgliche Märchen vom
"Wir sind doch im Gaming eh immer im GPU-Limit". Das ist schlichtweg Ignoranz gepaart mit technischem Unverständnis.
Wer in
Star Citizen eine RX 7900 XT oder künftig Kaliber wie eine RTX 5080 verbaut, wird weinend vor seinem Afterburner-Overlay sitzen. Was nützt dir eine sündhaft teure High-End-Grafikkarte, die bei 60 % Auslastung Däumchen dreht und auf Daten wartet, weil der 5800X3D oder 9800X3D vorne die Datenpakete nicht schnell genug schnüren kann? Nichts. Du hast einen sauteuren Ferrari gekauft, aber AMD zwingt dich, ihn im ersten Gang auf einem Feldweg zu fahren. Die Engine von
Star Citizen bräuchte – wie KI-Prognosen und Engine-Analysen zeigen – eigentlich eine CPU, die doppelt so schnell ist wie das, was wir heute haben, um die GPUs wirklich von der Leine zu lassen.
Ja, Intels Brechstangen-Taktik frisst Strom. Ein 285K (oder auch kommende Nova Lake Modelle, wenn sie nicht künstlich auf Effizienz kastriert werden) saugt im Powerlimit absurd viel Watt aus dem Sockel. Aber wen interessiert das im absoluten High-End-Bereich? Wer Angst vor Abwärme hat, soll sich ein Office-Notebook kaufen.
Ein echtes Endgame-System baut man nicht um einen mickrigen Luftkühler herum. Man knallt massive, frisch vorgestellte Hardware Labs Vendetta Radiatoren ins Gehäuse, verschlaucht das Ganze sauber mit dickem EPDM und flutet den Custom-Loop mit Koolance 702. Wenn die Kühlung auf Industrie-Niveau arbeitet, ist das Powerlimit der CPU kein Problem mehr, sondern eine Einladung. Man kühlt das Biest brachial runter, lässt alle Threads im Takt-Himmel frei drehen und zersägt mit purer Brute-Force den Flaschenhals, an dem die 8-Kern-Ökos gerade jämmerlich ersticken.
Soll er sich doch seinen Effizienz-Orden an die Brust heften, während seine Grafikkarte vor Langeweile in den Standby geht, weil sein hochgelobter Achtkerner die Hintergrundphysik nicht gerechnet bekommt. Bis Zen 7 irgendwann mal die Leistung bringt, um solche Engines ansatzweise zu füttern, regiert im absoluten Grenzbereich die brutale Kern-Gewalt. Alles andere ist realitätsfremde Träumerei von Leuten, die lieber Benchmark-Balken streicheln statt echte Next-Gen-Titel zu spielen.