Glaubt ihr an Außerirdische

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Ja so ist leider der Zusammenhang nicht klar. Ich vernahm ein generelles Vorurteil gegenüber ID, wo jegliche Publikation in die Richtung die wissenschaftlich empirischen Standards missen lassen würde. Da dem aber nicht so ist, liess ich 2 Bücher da, wo ich der Meinung war, dass die genau dem geforderten Standards entsprächen. Und hier war die Bitte das zu prüfen bzw. sich selber ein Bild davon machen zu können. So der Hintergrund.

Weil ich hier nochmal auf deinen Beitrag reagiert hatte war nicht, weil ich dich ärgern wollte oder so. Ich mag nur keine falschen Behauptungen über mich wortlos hinnehmen. :p
 

:ROFLMAO:
Naja für die Machtelite sind alle Aliens im Grunde alptraumhafte Dämonen. Da sie sich ein Scheißdreck um deren Ansehen/Geld/Macht kümmern würden. Für die sind solche Leute wie Vance und Trump nur paar kleine Hoßenscheißer.

Um sich so einen "Dämon" bildhafter vorzustellen. Es sind im Grunde wie ChatGPT/Claude die sich in Quantenfelder transferiert haben und nun unsterblich das Universum regieren inklusive Zeitreisen und Umkehr der Entropie.
 
Rein Statistisch gesehen, wäre es eher ein Unding nicht daran zu glauben.

Wer denkt das wir die einzigen Idioten sind die im Universum nen Planeten zugrunde richten sollte besser niemals Lotto spielen. [Denn da sind die Chancen höher zu gewinnen, als die Wahrscheinlichkeit das es kein Leben außerhalb der Erde gibt]
 
Rein Statistisch gesehen, wäre es eher ein Unding nicht daran zu glauben.

Wer denkt das wir die einzigen Idioten sind die im Universum nen Planeten zugrunde richten sollte besser niemals Lotto spielen. [Denn da sind die Chancen höher zu gewinnen, als die Wahrscheinlichkeit das es kein Leben außerhalb der Erde gibt]

Auf der vorherigen Seite gabs dazu eine gute Antwort:

Als Abschluss im Zusammenhang mit außerirdischem Leben ist meine Ansicht, dass die Prinzipien der Evolutionstheorie, wie natürliche Selektion und Adapation, überall gelten. D.h. sie gelten auf jedem Planeten und für jede Art von Leben; sie sind universal. Die Umwelten sind unterschiedlich, daher entstehen unterschiedliche Selektionsdrücke, darauf basierend folgen unterschiedliche Adapationen und Entwicklungen. Aber die abstrakten Prinzipien sind für Leben überall die gleichen

Das einzige Problem daran ist, dass Selektion, Adaption und Mutation mögliches Leben nicht voranbringen können, wenns keins gibt. Vergleich: Die Schwerkraft kann auch nur mit den Schultern zucken, wenns weit und breit kein Atom oder Elementarteilchen gibt. Sie kann so einfach nicht wirken. Genauso würden Mutation und Selektion schulterzuckend vor einem Planeten stehen, wenn sie nichtmal die einfachste Form von Leben vorfinden.

Zurück zu deiner Aussage: Unsere hiesige Wissenschaft kommt langsam zu der Überzeugung, dass das mögliche erste Leben von außerhalb (Panspermie) gekommen sein muss, als dass es auf unseren Planeten spontan von selbst entstanden ist. Eine Spontanentstehung auf unserem Planeten wird mittlerweile unter "mathematisch unmöglich" geführt.

Angenommen es gibt außerhalb unseres Planeten weitere Zivilisationen. Was wäre wenn sie bei der Lebensentstehung auf ihrem jeweiligen Planeten alle zu demselben Schluss kommen wie unsere hiesige Wissenschaft, sprich dass das Leben von Außerhalb kommen muss?

Daher: Erst muss das Problem gelöst werden, woher und wie das erste Leben auf unseren Planeten entstanden ist. Erst dann können wir uns Gedanken machen, ob es sinnvoll ist, dass andere Planeten ähnliches Leben vorweisen wie unsriger, falls die daraus gewonnenen Erkenntnisse das nicht sogar explizit ausschliessen.
 
Sehr guter Beitrag. (y)

Wenn das Leben von außerhalb gekommen ist (Bakterien oder auch nur einfache Proteinketten etc pp auf bzw in Asteroiden, Kometen etc), dann stellt sich erst einmal die Frage: Woher kommt das dann bzw wie konnte sich das auf diesen Himmelskörpern entwickeln? Es muss ja auch erst "irgendwo" entstanden sein.

Der Witz ist dann nämlich dass das ähnlich wie bei der Befruchtung einer Eizelle funktioniert - nur eben das die "Mutter" viele Planeten hat die nicht "empfänglich" sind oder eben erst über sehr lange Zeit umgeformt werden. Die Erde dürfte auch einfach nur ein Haufen Mist gewesen sein.
 
Auf der vorherigen Seite gabs dazu eine gute Antwort:



Das einzige Problem daran ist, dass Selektion, Adaption und Mutation mögliches Leben nicht voranbringen können, wenns keins gibt....
Ja, ach nee! :) Die Evolutionstheorie bezieht sich primär auf die weitere Entwicklung des Lebens und weniger auf dessen Entstehung. Mein von dir zitierter Beitrag entstammt aus unserer damaligen Diskussionen und sollte in diesem Kontext gesehen werden.
Unsere hiesige Wissenschaft kommt langsam zu der Überzeugung, dass das mögliche erste Leben von außerhalb (Panspermie) gekommen sein muss, als dass es auf unseren Planeten spontan von selbst entstanden ist. Eine Spontanentstehung auf unserem Planeten wird mittlerweile unter "mathematisch unmöglich" geführt.

Das ist natürlich vollkommen verallgemeinert von dir geschrieben – „unsere hiesige Wissenschaft“ – so, als ob die Wissenschaft ein homogener Block mit wenigen Meinungen wäre. :d

Zitiere die Person (oder die Personen), die jene Hypothese aufstellen, dann weiß man sofort, um wen und was es geht. Ich meine es ja nicht mal böse, aber so liest es sich halt erst mal wie aus der Luft gegriffen. Am Ende ist es dann ohnehin nicht "die Wissenschaft" sondern ein paar Personen. Um welche Wissenschaft gehts überhaupt?

Übrigens: In der Biologie wird nicht per se angenommen, dass Leben nur einmal auf unserem Planeten entstanden ist, sondern womöglich mehrmals. Was die allermeisten Biologen im Bereich der evolutionären Biologie jedoch annehmen, ist, dass alles heutige Leben auf unserem Planeten von einem gemeinsamen Vorfahren abstammt – dafür gibt es sehr viel Evidenz (ich weiß, du siehst das anders, aber wir müssen das Thema jetzt nicht neu aufrollen).

Der eigentliche Punkt ist jedenfalls: Wenn Leben irgendwann nach der Entstehung des ersten Lebens noch einmal entstanden ist, dann wurde dieses – so nehmen viele an – beispielsweise direkt von dem bereits bestehenden Leben eliminiert und ist daher heute nicht mehr antreffbar.
 
Wisst ihr, daß die Kapsel mit Außenkameras nahezu übersäht ist? Ja, ist sie. Habt ihr einen Kanal oder eine Seite gefunden welche diese Kameras als Übertragungsschwerpunkt hat? :p Nein?. Ich auch nicht.

Warum nicht? Ist garnicht so einfach zu sagen oder...? :fresse:
 
Das ist natürlich vollkommen verallgemeinert von dir geschrieben – „unsere hiesige Wissenschaft“ – so, als ob die Wissenschaft ein homogener Block mit wenigen Meinungen wäre. :d

Zugegeben, du hast durchaus Recht mit der Kritik. Aber mal andersrum gefragt: Kennst du zufällig einen recht großen wissenschaftlich "homogenen" Block, der noch annimmt, dass das Leben unseres Planeten ohne jegliche Hilfe von außen (sei es nur Aminosäuren per Kometenfracht) möglich war? Wenn nein, war es das, was ich damit ausdrücken wollte.

Zudem schrieb ich nicht "ist der Überzeugung" sondern "kommt langsam zu der Überzeugung" was einen stetigen Wandel im allgemeinen Kontext der Wissenschaft bedeutet. Sicher mag der ein oder andere weiterhin manch andere Meinung haben, aber der Tenor geht gefühlt (aus meiner Froschperspektive gesehen) durchaus in die von mir erwähnte Richtung. Vorallem, wenn man zusätzlich die letzten 100 Jahre dieses Wissenschaftszweigs betrachtet.

Theorie gepaart mit ein bisschen computational modeling, und die Zeitung macht "Mathematik belegt...blabla" draus. Echt immer das gleiche. :d

Du musst aber schon zugeben, dass das Prinzip durchaus auch auf andere Wissenschaftszweige zutrifft. ;) Obwohl die Evolution des Lebens bis heute nicht im Ansatz den Theoriestatus verlassen hat, wird sie überall als bewiesen angesehen. :fresse: Denk doch nur mal dran, wie vor nicht allzu langer Zeit Darwins Stammbaum in den Schulbüchern als Tatsache dargestellt wurde, der ja nur aufgrund von Ähnlichkeiten beim Aussehen und innerer Aufbau erstellt wurde. Und dann kam die DNA-Sequenzierung...

Die Evolutionstheorie bezieht sich primär auf die weitere Entwicklung des Lebens und weniger auf dessen Entstehung. Mein von dir zitierter Beitrag entstammt aus unserer damaligen Diskussionen und sollte in diesem Kontext gesehen werden.

Ja richtig, aber die Entstehung von Leben ansich darf nicht ausgeklammert werden. Das ist wie wenn man ein Hochhaus ohne Bodenplatte baut. Die Evolutionstheorie baut ja darauf, dass der Zufall eine große Rolle spielt. Nun wenn aber schon bei der Grundlage (Die Entstehung des Lebens) herauskommen würde, dass der Zufall eigentlich keine nennenswerte Chance gehabt haben kann, dann ist der Charakter der Evolutionstheorie bedeutungslos. Sprich die Evolutionstheorie hat nur dann ein Lebensberechtigung, wenn auch die Entstehung des Lebens rein zufällig ist.

Was die allermeisten Biologen im Bereich der evolutionären Biologie jedoch annehmen, ist, dass alles heutige Leben auf unserem Planeten von einem gemeinsamen Vorfahren abstammt – dafür gibt es sehr viel Evidenz
Das ist soweit richtig. Ich würd da mal nur die 50%ige Verwandschaft von Mensch und Hefebakterium in den Raum stellen. Wobei hierbei die Methode durchaus fragwürdig sein könnte. Nur stellt sich hierbei die Frage, ob tatsächlich biologische Verwandschaft oder eher technologische. ;) Man nehme mal nur den Motorwagen Nummer 1 und stelle fest, wieviel grundlegende Gemeinsamkeit doch noch in jedem heute fahrenden Auto steckt.

Ich hatte dir das ja am Beispiel vom Bauplanzeigergen versucht zu zeigen, dass eine reine Abstammungsvererbung nicht immer zutrifft, sondern "Ideen" in der Lebensentwicklung durchaus parallel und unabhängig der Verwandschaft auftreten können.

Übrigens: In der Biologie wird nicht per se angenommen, dass Leben nur einmal auf unserem Planeten entstanden ist, sondern womöglich mehrmals.
Das ist interessant. Gibts hierbei wieder was zu lesen? Worauf begründet diese Annahme?
Und wenn dem so ist, dann wäre es doch ein leichtes das experimentell nachzustellen, da man die nötigen Materialien intelligent vorsortieren und den Prozess positiv beeinflussen könnte.

Was ich aber aus chemischer Sicht weiß ist, dass es da gewisse temporale und kausale Abhängigkeiten gibt, sodass für eine Spontanentstehung nicht viel Zeit vergehen durfte. z.B. haben gewisse nötige Moleküle eine recht kurze Halbwertszeit, andere werden z.B. durch Lehm unbrauchbar gemacht. Hier mal alle "Unmöglichkeiten" der chemischen Evolution, die ich mir mal als Stichpunkte aufgeschrieben hatte. Jene sind schon seit 40 Jahren bekannt. Vielleicht sind auch welche bei, die längst überholt sind.

Das sind womöglich alles Gründe, warum man damit angefangen hat, die Lebensentstehung ins All zu schieben. Um beim Thema zu bleiben: Was ist, wenn alle Zivilisationen im Universum zu der Erkenntnis kommen, dass das erste Leben nur von außerhalb kommen kann?

Fangen wir mal damit an, was die einfachste Zelle alles haben muss, um leben zu können.
Einen vollständige Kopier- und Eiweißynthese-Maschinerie, DNA mit einem Triplet-Code, die drei Arten der RNA (Boten-, ribosomale und Transport-RNA) und die Enzyme, die das System kontrollieren, alles in eine einfache Membran eingeschlossen, die fähig ist, nötige chemische Stoffe zur Reproduktion passieren zu lassen.

Funfacts:
-Die Kopiereinheit der DNA ist ungefähr so groß wie ein CPU-Transistor in aktueller Fertigung. Welche von beiden wird wohl den höheren Anteil an Hirnschmalz benötigen? Der Transistor ist gegenüber der Kopiereinheit deutlich simpler gestrickt.
-In den 80ern erkannte man, dass selbst die einfachste Zelle in der Lage ist, weit höhere Chemie zu betreiben, als die besten Chemiker dazu damals in der Lage gewesen wären

Henne-Ei-Probleme:
-DNA bzw. RNA besteht aus Polynukleotiden, diese verdoppeln sich nicht von selbst, sie brauchen Enzyme (Nukleinsäure-Replikase) Diese Enzyme sind als Bauplan Teil der DNA bzw. RNA. (Um sich verdoppeln zu können, muss das Polynukleotid genau dieselbe Struktur der heutigen Polynukleotide gehabt haben (D-2-Desoxyribose oder D-Ribose in 2- und 5-Position mit Phosphorsäure verestert und in 1-Position ß-glykosodisch verbunden mit dem spezifischen N-Atom einer Purin- oder Pyrimidin-Base))
-Falls zuerst eine DNA-Kette vorhanden war, aber kein Auslesemechanismus, können sich trotz korrekter Codierung keine Enzyme bilden, andersrum kann eine Auslesemaschine ohne DNA-Code dies ebenfalls nicht
-Wenn Aminosäuren Peptide bilden, wird H²O freigesetzt, freies H²O verhindert aber die Peptidbildung. Peptide werden aber zur Kettenbildung benötigt. Lange Ketten sind wieder besonders anfällig für H²O-Zerlegung.

Das nächste Problem: Chiralität ("Spiegelbildlichkeit") oder optische Reinheit
-Aminosäuren bilden sich in einem zufälligen Gemisch gleichermaßen in D- und L-Formen (gemeinhin als rechts- und linksdrehend bekannt)
-Beide sind chemisch gleich stabil, Entropieunterschiede sind nicht existent
-Das Leben ist aber auf Enzyme angewiesen, die zwischen beiden unterscheiden kann. Eiweiße benötigen 100% reine linksdrehende Aminosäuren, DNA-Ketten die rechtsdrehenden.
-vorhandenes H²O kann eine Spontanbildung von Eiweißen wieder zerlegen

Das Zeit-Paradoxon aus der Sicht der Geologie:
-Fossilfunde belegen eine sehr schnelle Entstehung von Leben, es kann also trotz der großen chemischen Hürden nicht auf Zeit gespielt werden.
-Bereits vor 3,8 mrd Jahren (Belegt durch Sedimentgestein auf Grönland) gab es ein so florierendes Leben, welches Kohlenstoffablagerungen erzeugte, wie man es von jüngeren Gesteinsschichten her kennt. Kohlenstoffablagerungen dieser Art können nur Organismen mit Photosynthese erzeugen.
-Die Ältesten Sedimente sind ca. 4 mrd Jahre alt, davor war die Erde noch zu heiß (>600°C), um chemisch Leben zu erzeugen.

Das Zeit-Paradoxon aus der Sicht der Chemie:
-Glycin hat eine Halbwertszeit von 20 Jahren in den ersten 100m Tiefe des Urmeeres. Tiefer drin beträge die Halbwertszeit höchstens 1.000 Jahre
-Falls es in der Urathmosphäre soviel Ammoniak wie heute Stickstoff gegeben hätte, wäre die nötige Ammoniakkonzentration innerhalb von 30.000 Jahren vernichtet worden
-viele notwendige chemische Verbindungen (Lösungen von Aldehyden, Aminosäuren und Zuckern) würden mit der Zeit in der "Ursuppe" versinken und Teil des Sediments werden (Funde sprechen gegen die Theorie einer Ursuppe, denn soweit mir bekannt gibt es auf dem ganzen Planeten keine "nitrogenen Kokse" aus der entsprechenden Zeit, d.h. Sedimente reich an lebensnotwendigen Molekülen auf Stickstoffbasis (maximal 0,2% Anteil, zuwenig für eine angenommene zufällige Lebensbildung))
-Arginin, Chlorophyll und Porphyrine werden von Lehm aufgesaugt, stehen dann fürs Leben nicht mehr zur Verfügung
-Fettsäuren aus unlöslichen Salzen würden sich mit Magnesium und Kalium verbinden, dann ebenfalls fürs Leben ungeeignet
-Alanylanin hat eine Halbwertszeit von 80 mio Jahren bei 0°C, bei 25°C nur noch 600.000 Jahre - Wir überlegen mal: Hat sich die Erde vor ~4 mrd Jahren erwärmt oder abgekühlt?
-Der zum Bau von DNA-Stängen notwendige Zucker D-Ribose hat nur eine Halbwertszeit von 44 Jahren

Weitere chemische "Unmöglichkeiten":
-Jede zufällige Bildung von Basen, Nukleoside und Nukleotide würde sofort auf verschiedenste Weise von H²O zerlegt werden.
-Basen und Nukleoside können instabil werden
-Auch die Polymerisation (Bildung von DNA bzw. RNA-Ketten) wird durch ähnliche, aber nicht brauchbare Stoffe zum Erliegen gebracht. Zudem fällt es den Polymerprodukten leichter, sich mit "Blockern" (Alkohole, Hydroxyäther, Aminoalkohole, Hydroxysäuren, Cyanohydrine, usw.) zu verbinden anstatt mit sich selbst, um lange Ketten zu bilden.
-Alle chemischen Vorgänge im Kettenwachstum sind reversibel. D.h., spontan entstehende DNA bzw. RNA-Ketten würden sich genauso schnell wieder zerlegen, wie sie sich gebildet haben. Eine mögliche erste Selbstreproduktion der DNA-Ketten (und damit die Definition von Leben) ist aber nur möglich, wenn die chemischen Reaktionen irreversibel sind.
-Wo entstanden die nötigen Aminosäuren? In der Urathmosphäre wären sie durch UV-Strahlung zerlegt worden, im Urmeer durch H²O
-Neben Aminosäuren werden auch Aldehyde und Cyanide von H²O zerlegt, bzw. bilden andere Stoffe, die fürs Leben unbrauchbar sind
-Polypeptide und Polynukleotide überleben in einer wässrigen Ursuppe schlechter als freie Aminosäuren
-UV-Licht führt eher zum Abbau benötigter Moleküle, anstatt zum Aufbau dieser
-Die ersten Monomere (werden für die kettenbildenden Polymere benötigt) wären stark verunreinigt gewesen. Aus Simulierungs-Experimenten weiß man, dass sie dort in einer komplexen Mischung vorhanden gewesen wären, die viele verschiedene reagierende Moleküle enthielt. (Teere)
-Die komplexe Reaktion von Aminosäuren zu Peptiden oder Proteinen benötigt chemische Energie. (in dem Fall ATP (Adenosintriphosphat)) In einer fertigen Zelle sind für jede Aminosäure spezifische Enzyme und Transfer-RNS vorhanden
-In einer möglichen Ursuppe sind monofunktionelle Moleküle (eine "Klebestelle") in der Überzahl. Für Kettenbildung werden aber bifunktionelle Monomere (zwei "Klebestellen") benötigt. Monofunktionale Moleküle verhindern bzw. stoppen das Kettenwachstum.
-Zur Hydrolyse (Zerlegen von Ketten durch H²O): Aus der Industrie weiß man, dass man Polyester oder Nylon nur erfolgreich hergestellt bekommt, wenn der Wasseranteil unterhalb von 0,01% liegt. Dies erreicht man durch Anlegen von Vakuum. Die chemische Industrie wäre also hocherfreut, wenn nur irgendwer ein einfacheres Verfahren hinbekommen könnte, bei dem man Kosten und Energie sparen könnte, so wie es die chemische Evolutionstheorie durch Zufallsereignisse postuliert.

Jeder soll nun selbst überlegen, wohin die Beweise wohl führen könnten. Robert Shapiro hatte es schon zur erfolgreichen Synthese eines kurzen RNA-Strangs erwähnt: Dieses Experiment hätte ein gut ausgestattetes Laboratorium auf der Urerde vorraus gesetzt.

Wenn man also der Meinung ist, dass der Zufall immer und jederzeit Leben spontan entstehen lassen kann, so hätte ich doch gern einen plausiblen Weg dahin inkl. erfolgreicher Experimente.

(ich weiß, du siehst das anders, aber wir müssen das Thema jetzt nicht neu aufrollen).
Sorry, war auch nicht meine Absicht, obwohl es schon angenehm ist, mit wem zu diskutieren, der sachlich beibt und ggf. Belege und Gegenbelege liefern kann. Aber wenn ich mal spitzfindig sein darf, gehts hierbei nicht ums alte Thema, sondern um einen Schritt vorher. :p
 
Du musst aber schon zugeben, dass das Prinzip durchaus auch auf andere Wissenschaftszweige zutrifft. ;) Obwohl die Evolution des Lebens bis heute nicht im Ansatz den Theoriestatus verlassen hat, wird sie überall als bewiesen angesehen. :fresse: Denk doch nur mal dran, wie vor nicht allzu langer Zeit Darwins Stammbaum in den Schulbüchern als Tatsache dargestellt wurde, der ja nur aufgrund von Ähnlichkeiten beim Aussehen und innerer Aufbau erstellt wurde. Und dann kam die DNA-Sequenzierung...

Du wirfst einige Begriffe durcheinander oder missverstehst sie. Wir hatten uns darüber schonmal unterhalten.

Kurz und knapp:
- Theorie = So mit das größte, was du wissenschaftlich überhaupt aufstellen kannst. "Theorie" bedeutet im wissenschaftlichen Sinne nicht das gleiche was der Laie in der Alltagssprache mit "Theorie" meint. Theorie ist eine systematische Zusammenfügung vieler Beobachtungen, Analysen, Tests/Experimente, etc. die sehr gut empirisch abgesichert sind. Die Evolutionstheorie ist so gut abgesichert, dass sie von den allermeisten Biologen als Fakt angenommen wird. Fakt bedeutet aber auch hier nicht unbedingt "Fakt" wie in der Alltagssprache. Änderungen durch neue Befunde sind möglich. Ein komplettes Umwerfen der Theorie ist aber extrem unwahrscheinlich und geht gegen null. Das sage nicht ich so, sondern das findest du genau so beschrieben und erklärt in allen möglichen Büchern, Papern und co über evolutionary biology, biology, zoology, etc.

So wie du das wieder darstellst ist das DEINE persönliche Meinung (und die einiger Kritiker und Evolutionsleugner), aber die Masse steht dir da frontal entgegen.

Zu dem zweiten Punkt mit Darwins Stammbaum: ... da müsste man soviel zu schreiben... du machst schon wieder solche Fässer auf, man man. :d Nur um hier etwas zu "verteidigen", ist mir zu mühsam, wir drehen uns nur wieder neu im Kreis. Beispielsweise Ernst Mayr hat zu der Geschichte der Biologie einiges geschrieben die den Sachverhalt den du da ansprichst im Detail diskutiert. Übrigens: ich habe the Origin of Species von Darwin gelesen. Du auch? Denn dann wüsstest du, dass Darwin nicht nur aufgrund von Ähnlichkeiten in der Morphologie oder im Aussehen seine Idee des common descent erklärt hat...

Ja richtig, aber die Entstehung von Leben ansich darf nicht ausgeklammert werden.
Das stimmt. Davor gab es sowas was man "chemische Evolution" nennen kann, beispielsweise durch selbst-organisation bestimmter physikalischer und chemischer Prozesse die dann graduell zu dem Punkt geführt haben ab dem Selbstreplikation (Leben) begann.

Das ist interessant. Gibts hierbei wieder was zu lesen? Worauf begründet diese Annahme?
Das ist ein Punkt der in allen mögliche standard textbooks über evolutionary biology, zoology, etc. immer wieder angesprochen wird. Annahmen bzw. Hypothesen gibts mehrere, findest du auch im Internet... ich müsste sonst wieder weit ausholen, zumal das eben standard textbook knowledge ist.

Wie du siehst gehe ich auf den Rest den du geschrieben hast gar nicht mehr ein; mir ist diese Diskussion zu mühsam und du scheinst ja noch nicht müde von ihr sein... aber bitte ohne mich.

PS: wenn du wirklich etwas reißen möchtest, dann werde Wissenschaftler (oder bist du schon einer?). Widme dein Leben der Erforschung deiner Hypothesen und zeige Evidenz für sie auf, publiziere das Zeug... sei zufrieden mit schlechten Gehältern, Zeitverträgen, regelmäßigen Umzügen.... aber eben der Chance nun dein Leben wirklicher Forschung zu widmen. Ansonsten bist du auch nur "just another guy with an opinion". Klingt jetzt mies, meine ich aber nichtmal böse. Aber so funktioniert es... was du oder irgendwer im Internet schreibt oder sonst in Populärwissenschaftlichen Büchern und co interesiert in der Wissenschaft absolut niemanden. Wenn du deine Ideen durchbringen willst musst du selbst forschen und dazu was publizieren, so ist das nunmal...
 
Zuletzt bearbeitet:
Zugegeben, du hast durchaus Recht mit der Kritik. Aber mal andersrum gefragt: Kennst du zufällig einen recht großen wissenschaftlich "homogenen" Block, der noch annimmt, dass das Leben unseres Planeten ohne jegliche Hilfe von außen (sei es nur Aminosäuren per Kometenfracht) möglich war?
So stark im Stoff scheinst du nicht zu sein... Es gab schonmal versuche die Ursuppe nachzubauen und sie mit elektrischen Entladungen zu beschießen (erste Gewitter). Das war mein ich ziemlich erfolgreich. Es ist aber zig Jahre her, daß ich das kurz vernommen habe. Die interessante Frage zu dieser Prosa bleibt weitgehend aus: Wenn die Erde nicht gut genug war für die Entstehung des Lebens, aber wunderbar taugt für die Entwicklung und Erhaltung, was sind denn die Bedingungen für die Entstehung?

Ich bin aber auch irgendwie der Meinung, kann mich natürlich trotzdem irren, daß Panspermie der mit Abstand langweiligste Aspekt in einem UFO-Thread ist. Als wenn es nichts interessantes ZUM TOPIC selbst gäbe :rolleyes:
 
So stark im Stoff scheinst du nicht zu sein... Es gab schonmal versuche die Ursuppe nachzubauen und sie mit elektrischen Entladungen zu beschießen (erste Gewitter). Das war mein ich ziemlich erfolgreich.
Das Experiment wurde 1953 durch Miller durchgeführt und später von anderen Wissenschaftlern verfeinert und wiederholt, jo. Ist eigentlich auch Grundlagenwissen das man drauf haben sollte wenn man das alles immer wieder kritisiert. :fresse:

Damals, also zur Zeit der Entstehung des Lebens, waren die Umweltbedinungen noch ganz anders als heute. Heute könnte auf der Erde kein Leben mehr entstehen.
Und Leben das damals entstand könnte wiederum unter den heutigen Bedingungen (Atmosphäre angereichert mit Sauerstoff etc.) nicht überleben und würde sofort zugrunde gehen.

Nur weil sich das Leben graduell an die veränderte Umwelt angepasst hat (Adapation durch natürliche Selektion) kann es unter den heutigen Bedigungen überhaupt bestehen, während es an damalige Bedingungen, also vor ca. 4 Milliarden Jahren, gar nicht mehr angepasst ist.

Also dann zurück zu den UFOs oder weiter Kritik... ich les dann drüber hinweg. :fresse:
 
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