SanDisk stellte bereits 2009 seine NAND Speicher Produktion ein und das damalige Joint Venture mit Toshiba wurde aufgelöst.
Nein, die
ursprüngliche Vereinbarung eines Joint Ventures zwischen SanDisk und Toshiba ist von 1999. Damals wollte man zusammen 512 Mbit und 1-Gbit NAND Chips entwickeln und SamDisk hat da seine Multi Level Cell Architecture für seine NOR Chips eingebracht. Dies Joint Venture wurde dann mal Flash Forward genannte, inzwischen scheint sich der Name geändert zu haben, aber es wurde gerade erst End Januar bis 2034 verlängert:
Tatsächlich scheint SanDisk aber selbst nie NAND hergestellt zu haben, dies passierte im Rahmen des Joint Ventures mit Toshiba (nun Kioxia) und letztere scheinen die Verantwortung für die Fertigung zu haben, denn da steht auch: "As part of this renewed agreement, Sandisk will pay Kioxia USD 1.165 billion for manufacturing services and continued availability of supply." Ohne das Joint Venture müsste SanDisk wohl erst eigene Fab bauen um weiterhin NANDs verkaufen zu können.
Bereits seit 2019 ist Kioxia ein eigenständiges Unternehmen.
Schon 2018 entstand Kioxia als Ausgliederung der NAND und SSD Sparte von Toshiba, weil Toshiba Geld gebraucht hat. Deshalb haben sie die Sparte als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert und einen Großteil der Anteile verkauft.
Im Übrigen hat Micron die Marke "Crucial" eingestellt
Bin mal gespannt wie lange dies so bleibt oder ob sie die Marke nicht bald wiederbeleben müssen, denn die KI Nachfrage scheint so nicht ganz so rosig zu sein, wie Micron wohl gehofft hat. Einmal hat Google wohl ein Verfahren gefunden um den RAM Bedarf für KI um den Faktor 6 zu reduzieren und dann scheint es so, als wäre es keine festen Abnahmeverträge die OpenAI im Oktober mit Samsung und SK Hynix geschlossen hätte. OpenAI muss also nicht die etwa 40% von deren DRAM Wafern abnehmen, wenn z.B. der Ausbau der Rechenzentren stockt, können sie wohl auch weniger nehmen und damit wären dann ggf. mehr Wafer verfügbar.
Der Ausbau der Rechenzentren schon bisher nicht wie erwartet zu laufen und die Weltwirtschaft dürfte wegen des Folgen des Golfkriegs in einen Rezession rutschen. Dazu kommt, dass viele der Investitionen von den Golfstaaten gekommen sind, man wird sehen ob die noch das Geld und den Willen haben wie erwartet weiter in KI zu investieren. Obendrein dürften die massiv gestiegenen Energiepreise die Wirtschaftlichkeit von Rechenzentren nicht gerade verbessern und in den USA wächst der Widerstand von Anwohnern gegen Rechenzentren in ihrer Gegend.
Es könnte also sein, dass Micron seine DRAMs und NANDs dann nicht alle alleine an Unternehmenskunden verkauft bekommt und sich schon bald wünschen wird, wieder ein Endkundengeschäft zu haben. Ich werde sie dann nicht mehr kaufen, denn sie haben uns ja nun gezeigt, wie wenig wert sie auf uns private Endkunden legen und wohl beim nächsten mal wieder Samsung SSDs kaufen, die sind derzeit erstaunlicherweise auch recht günstig. Auch weil Samsung als großer und breit aufgestellter Konzern nach dem Platzen der KI Blase die besten Überlebenschancen hat. Denn sollte von dem nun von KI Firmen gehorteten DRAM und NANDs plötzlich auf den Markt kommen, weil die geplanten KI Rechenzentren am Ende doch nicht gebaut werden, so könnten die Preise massiv fallen und die DRAM und NAND Hersteller Probleme bekommen. Während OpenAI offenbar nur Kaufoptionen abgeschlossen und gar nicht wirklich Ware gekauft hat, haben andere KI Firmen aufgrund der Nachricht nämlich wirklich massiv Ware eingekauft um nicht ohne dazustehen und einiges auf Lager haben um ihre Rechenzentren dann auch ausstatten zu können,
Wir leben in turbulenten Zeiten und dies gilt auch für den Speichermarkt.