Depressiv war ich zum Glück nie. Die hatten mir als Kind schon immer eine Meise diagnostiziert, gepaart mit einer leicht asozialen Ader. Mit gut 25 war ich 8 Monate in der Klinik wegen einer besonders schweren schizophrenen Phase. Mit 30 rum dann noch mal. Wir waren aber auch selber schuld, hatten in den 90er keinen Rave ausgelassen. Hatte auch Phasen, wo ich nah am Hungertod war. Und wie meinte mal ein Arzt: nur weil man schizophren ist, heisst es noch lange nicht, dass man nicht auch tatsächlich verfolgt wird. Da kam einiges zusammen.
Habe das aber dank Medikamenten und ambulanter Langzeitbehandlung mittlerweile ganz gut im Griff. Schon länger keine akute Phase mehr gehabt. Ganz gutes Rezept ist da auch auf dem rechten Pfad zu bleiben, und sich nichts zu schulden kommen lassen. Musste mich im Laufe der Zeit auch von gewissen Freunden trennen, die in der Hinsicht wahrlich keine Grenzen kennen. Unglaublich in was für Geschichten ich da schon mit rein gezogen wurde, da willst Du echt nichts damit zu tun haben.