[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Teilzeitgehälter werden selbstverständlich von den Banken akzeptiert, ein fünf Jahresvertrag sollte auch kein Problem sein. Schwierig werden solche Dinge erst wenn man alles Einkommen in einen Topf wirft und dann am Schluss immer noch eine sau knappe Finanzierung rauskommt.
 
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Sollte man aber für sich selbst auf dem Schirm haben, dass nach fünf Jahren ggf. ein Gehalt wegbricht. Da hilft es nichts, wenn die Bank das vorher akzeptiert. Die fordern ihre Rate auch nach fünf Jahren und einem Monat. Wenn es nichts exotisches ist, wird man aber auch da sicherlich schnell wieder was finden in dem Jahr was mit ALG 1 überbrückt wird.
 
Sagt mal habe ich die letzten Jahre was verpasst auf dem Arbeitsmarkt?

Ich suche mir grad einen neuen Arbeitgeber und bin erschrocken was da an Gehalt geboten wird. Ich bekam und bekomme Zahlen genannt niedriger als ich bereits vor 10 Jahren gezahlt bekam. Dann lese ich z. B. die Einstiegsgehälter für Absolventen verkündet durch die IG Metall (Broschüre) und bin entsetzt. Wenn ich die dort genannten 65.000 Euro für Hessen und Rheinland/Rheinhessen mal von 35 auf 40 hochskaliere wären das so um 74.000 Euro für einen Einsteiger. Geboten wurde mir (über 15 Jahre Erfahrung im RZ Bereich) in Mainz für eine IT-Stelle mit Forderung "abgeschlossenes Studium im Bereich Informatik" gerade einmal 53.000 Euro und das wäre das aller maximalste was geht. Stück weiter im MTK immerhin dann mal ein Angebot mit knapp über 60.000 Euro erhalten, aber auch da ist kein Spielraum nach oben. Dann schau ich nur mal aus Spaß beim unterbezahlten Öffentlichen Dienst rein und da kommt man mit E11 Stufe 6 schon auf über 67.000 Euro.... im unterbezahlten Öffentlichen Dienst!!

Was bringt es da wenn Unternehmen bei einem halben Dutzend Headhunter die gleichen offenen Stellen inseriert haben und man ganz dringend Leute sucht, aber am Ende niemanden für den Hungerlohn bekommt. Ein Gespräch war sogar einfach nur lächerlich - man will selbst Leute einstellen um die Abhängigkeit zu Freelancern zu verringern. Dem Bewerber für die interne Stelle wird dann aber im Monat das geboten was der Freelancer in einer Woche gezahlt bekommt! Also statt man sich bei einem bissle mehr trifft Absage und man bezahlt dann lieber weiter den Freelancer für das 3-4 fache??
 
Keine Sozialabgaben, Zahlung nur bei positiver Abnahme der Arbeit, geringere Lohnkosten sind schon Vorteile für den AG
 
Eine E11 Stufe 6 ist auch weit von Einstieg fern, dass erreicht man erst nach 15 Jahren. Passt also nicht vom Ansatz.
 
74T€ Einstiegsgehalt? :lol:

Dann schau mal in den Link hinter Broschüre. Warum sollte eine Gewerkschaft falsche Angaben verbreiten? Als ich damals mit dem Studium fertig war sagte man so mindestens 4.000 Euro/Monat mit Sonderzahlung so um 52.000-55.000 Euro/Jahr. Wenn man dann mal die 16 Jahre hochrechnet kommt das auch ungefähr hin bei Annahme von kleinen 2% Steigerung pro Jahr:

2004 = 4.000 Euro * 13,5 = 54.000 Euro
2005 = 4.080 Euro * 13,5 = 55.080 Euro
2006 = 4.162 Euro * 13,5 = 56.181 Euro
2007 = 4.245 Euro * 13,5 = 57.305 Euro
2008 = 4.330 Euro * 13,5 = 58.451 Euro
2009 = 4.416 Euro * 13,5 = 59.620 Euro
2010 = 4.505 Euro * 13,5 = 60.812 Euro
2011 = 4.595 Euro * 13,5 = 62.029 Euro
2012 = 4.687 Euro * 13,5 = 63.269 Euro
2013 = 4.780 Euro * 13,5 = 64.535 Euro
2014 = 4.876 Euro * 13,5 = 65.826 Euro
2015 = 4.973 Euro * 13,5 = 67.142 Euro
2016 = 5.073 Euro * 13,5 = 68.485 Euro
2017 = 5.174 Euro * 13,5 = 69.854 Euro
2018 = 5.278 Euro * 13,5 = 71.252 Euro
2019 = 5.383 Euro * 13,5 = 72.677 Euro
2020 = 5.491 Euro * 13,5 = 74.130 Euro

Annahme natürlich das Tätigkeit/Stelle x über all die Jahre nicht plötzlich in eine schlechtere Eingruppierung gerutscht ist.


Eine E11 Stufe 6 ist auch weit von Einstieg fern, dass erreicht man erst nach 15 Jahren. Passt also nicht vom Ansatz.

Ich habe vor langer Zeit schon im ÖD gearbeitet und war in Stufe 3. Mit dem Vergleich habe ich für mich nachgeschaut wo ich Heute stehen würde.
 
Die Angaben sind sicher richtig, aber haben nichts mit dem Durchschnittsgehalt eines Berufseinsteigers zu tun. Und vor 15 Jahren waren mindestens 4.000€ sicher auch nicht normal sondern ein vergleichsweise extrem hoher Einstieg. Und 13,5 Gehälter sind auch nicht normal.

Aber am Ende bekommst du die Realität ja gerade vor Augen geführt.
 
Das jemand tatsächlich 74t€ Einstiegsgehalt bekommt ist schon schwer vorstellbar.
Aber grade Einsteiger verdienen theoretisch im ÖD oder Staatskonzern meist mehr als im Privatsektor, bekommen den Job aber idR nicht.
In meiner Branche ists aber irgendwie auch so, dass 60t€ so eine Grenze sind über die die privaten nicht drüber wollen. In besonderen Positionen/Verantwortung gehts dann ab 100t€ weiter.
 
Ich habe vor 6 Jahren mit ca. 55k€ (Basisgehalt) als B.Sc. angefangen, die Kollegen mit M.Sc sind mit gleichen Gehalt eingestiegen, die Firma macht da keine Unterscheidung. Zu dem Zeitpunkt waren die 55k€ bereits deutlich über dem Durchschnitt. Andere Angebote lagen im Bereich 40k-48k. Wenn ich mir den Markt heute anschaue hat sich da nicht viel getan. Ein Freund hat vor zwei Jahren als M.Sc in der Halbleiterbranche eingestiegen mit recht spezifischen Skillset (ITler in der Entwicklung), da waren dann 64k€ drin. Das sind aber alles Positionen bei Firmen oder Bereichen die Limitiert und Begehrt sind, sicher kein Standard und für Vergleiche mMn absolut unbrauchbar.

Kommen wir zu deinem Thema. ITler mit 15 Jahren Erfahrung im RZ kann halt viel und gleichzeitig nichts sein. Die 54k klingen definitiv erstmal nach unterem Durschschnitt bei der Erfahrung. Die Frage ist halt wie sieht dein Skillset denn genau aus und bei welchen Firmen bewirbst du dich? Wenn ich so um mich herum schaue kommen die Kollegen die gehen alle sehr gut unter und auch ohne größere Probleme. Es ist doch aber kein Geheimnis mehr, dass Firmen seniore Leute für das Gehalt eines Einsteigers suchen. Aber wenn die Firmen wirklich wen mit entsprechenden Fachwissen brauchen zahlen sie auch entsprechend.
 
Also ich bin mit B.Sc 2016 mit 48k eingestiegen. Ich kenne keinen (IT Bereich) der mit 74k eingestiegen ist.
Habe Dual Studiert (Software Engineering) ,einige Kommilitonen waren bei SAP angestellt und sind dort ebenfalls mit 48k übernommen worden.
 
In der IT sind 74k als Basisgehalt zum Einsteig schon (sehr) selten. SAP Entwickler/Berater etc. müssen erstmal durch die ganzen Schulungen und vor allem Zertifizierungen. Danach kann man da gutes Geld verdienen aber ohne Erfahrung zahlt da niemand solche Gehälter. Kommst du direkt bei SAP unter zB sind die 50k-60k im Schnitt drin, die kleinen Häuser bieten die ersten 6-12 Monate mit recht wenig wegen der teuren Zertifizierungen und dann muss man schauen wo man bleibt. Entwickler ist halt auch wieder nur Buzzword. Auch hier fehlt dem gemeinen Student die Erfahrung der Industrie um wirklich Geld fordern zu können.

Wo richtig viel Geld fließt zur Zeit und in den letzten Jahren ist im Bereich BigData und Data Analytics bei zB Banken, Versicherungen aber auch Industrie. Nur sind das eher keine Informatiker sondern Mathematiker, Physiker etc. Da geht es gerne mit 70k-80k im Schnitt los.

Ich habe Dual Studiert und konnte mir zum Ende hin einen sehr guten Überblick über die Einstiegszahlen allerlei großer aber auch kleiner Betriebe machen durch eigene Erfarhungen aber auch durch viele Kommilitonen aus anderen Firmen. Es gibt für alles Ausnahmen und wenn man zB im Consutling arbeitet (wie ich) kann man das Gehalt mit Boni schon hochtreiben. Bei 20% Boni bin ich quasi mit 66k eingestiegen. Aber der gemeine Student, egal ob B.Sc oder M.Sc hat halt nahezu null Erfahrung, woher denn auch. Die Forderung nach großem Einstiegsgehalt weil man ja einen Master hat ist irgendwie tief verankert aber absolut unrealistisch.
 
man sollte anmerken, das ihr alle von großen buden redet und nicht von firmen unter 50 mitarbeitern. ohne irgendeinen tarif oder ähnliches sind 70k auch mit 10jahren berufserfahrung völlig utopisch in vielen regionen deutschlands.
ansonsten sind die top 1% der einstiegsjobs sicher nicht die referenz für alle, die gerade gucken, mit wieviel sie irgendwo anfangen können. beim gespräch vor 2jahren mit 10jahren berufserfahrung 60k genannt und ohne einarbeitung direkt loslegen guckt er mich nur dumm an. kollege war auch dort mit gleicher summe und wurde genausodumm angeguckt. war maschinenbau.

am besten werden die jobs bezahlt, wo man sich auch gut verkaufen muss. ein guter ein/verkäufer kann sich auch gut selbst verkaufen ^^
warum man sap soviel wert zustellt weis ich bis heute nicht. mit jeden den ich zu tun hatte, die irgendwie sap nutzen, waren davon voll angepisst. ich habe nur nen 4 wöchigen kurs auf sap und fand es als nutzer nun nicht sonderlich kompliziert in dieser zeit. der clou liegt wohl in der administration, die wohl nicht immer klappt?! h eute kein plan mehr davon...
 
Damit du Sap nutzen kannst, muss es erst gecustomized werden, Programme geschrieben werden, Berechtigungen eingerichtet werden. Wenn du das kannst, dann kannst du Geld verdienen. Wareneingang buchen, Bestellungen erstellen etc. kann jeder nach etwas Einarbeitung.
 
Außerhalb der IT hat sich irgendwie durchgesetzt/eingebrannt, dass SAP Leute sau viel Geld verdienen und ist eben zum Synonym für ein großes Einkommen in der IT geworden. Ähnlich wie Arzt oder Pilot aber das ist halt in der Realität lange überholt. Entsprechende ABAP Entwickler können ordentlich verdienen wenn sie entsprechende Skills haben oder eben Wissen was du auf dem Markt sonst nicht mehr findest. Der durchschnittliche SAP Berater / Admin / Entwickler ist aber nichts besonderes (mehr)
 
ich kenne da jemanden der macht debugger-hardware-programmierung, der ist sicherlich ca. bei 70k eingestigen. wie dem auch sei, 5-6 jahe später immer noch bei der firma und 6-stellig, ich weiß aber nicht wie viel. ein kollege von mir meinte, einer seine freunde macht SAP als selbstständiger, der soll bei 200k ca. sein.
 
"Und einmal, im Ferienlager....." :rolleyes2:
 
Metall und Elektro Tarife (und die sind jetzt nicht als schlecht bezahlt verschrien) kann ja jeder nachschauen.
Für Anhaltspunkte kann ich aus eigener Erfahrung berichten:
Seite 2, ERA Hessen.
E5: frisch aus der Ausbildung
E7: 5 Jahre Facharbeiter
E8: langjährige Facharbeiter, Frische Bachelors/Master/Meister
E11: Langjährige Ings, Fachidioten. Die Unentbehrlichen und Ungeliebten :)
E11+25% (minimum): Abteilungsleiter mit Personal- und Geschätsbereichverantwortung (40-45h/Woche). Je nach Verantwortung nach oben offen.

Die Tarifstufen dazwischen erklären sich selbst.

Das alles bei 35h, 30 Tage Urlaub, 13.5 Gehälter.


"Und einmal, im Ferienlager....." :rolleyes2:

Halte ich nicht für unrealistisch. Kumpel von mir schafft bei der Bahn als freischaffender im Bereich der Backend-Handyapp-Entwicklung Bahn Navigator. 140k€ ca.
Bedenke dass die Selbstständigen alle AN und AG Anteile (KV, Rente, Steuer usw.) selbst zahlen müssen. Netto ist das immernoch ne Menge, übern Daumen 66%, aber lang nicht so absurd wie die Zahl erstmal ausschaut. Kannst ja mal mit der ERA Tabelle vergleichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
es ist eh immer witzig. die neidgesellschaft ist so groß wenns ums geld geht, dann heißt es immer "der lügt"
edit: auch alleine in der arbeit, wie viele leute sich bei mir wegen ihrem gehalt ausheulen...und dann wird einer in der arbeit gehatet von dem die leute ausgehen, dass er 70-80k verdient.

das ist so lol.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach komm, das hat so gar nichts mit Neid zu tun.
Aber Aussagen wie " ein kollege von mir meinte, einer seine freunde macht SAP als selbstständiger, der soll bei 200k ca. sein. " ist doch nicht mal Hörensagen. Damit kann niemand was anfangen.

Dass man in spezialisierten Berufszweigen (" debugger-hardware-programmierung ") gutes Geld verdient bezweifelt wohl niemand.

Wenn ich jetzt aber sage, ich kenne Leute die machen irgendwas mit Bau und verdienen 200 k im Jahr, dann ist das genauso wertlos, denn so kann man keine Vergleichbarkeit herstellen.
 
Wenn man ne Weile verfolgt hat was er im Nachbarthread so fuer windige Storys von sich gibt zaehlt man einfach 1+1 zusammen und merkt dass da nichtmehr viel von der Wahrheit ueber bleibt. Hat im uebrigen nix mit Neid zu tun :d
 
Wie, so ungenaue Angaben? Bawder kann seine Crypto Einnahmen bis auf die zweite Dezimalstelle nach dem komma angeben :lol:
(ps: leicht übertrieben. Aber auf 10€ genau kann er das)
Der Lügenbaron...
 
ich kenne da jemanden der macht debugger-hardware-programmierung, der ist sicherlich ca. bei 70k eingestigen. wie dem auch sei, 5-6 jahe später immer noch bei der firma und 6-stellig, ich weiß aber nicht wie viel. ein kollege von mir meinte, einer seine freunde macht SAP als selbstständiger, der soll bei 200k ca. sein.

Das Beispiel zeigt schön, dass man als ITler nicht hoch einsteigen muss um zu einem hohen Gehalt zu kommen. Ersterer hat halt einen recht speziellen (Nischen-)Skill und so jemand wird schnell unverzichtbar im entsprechenden Betrieb und gefragt auf dem Markt. Zweiteren muss man etwas aufpassen wo die Zahlen herkommen, die Frage was die 200k jetzt genau sind bleibt offen. Umsatz, Gewinn, Netto,...? . Ändert aber auch erstmal nichts an der Tatsache, dass man als selbstständiger Berater sehr viel Geld machen kann aber man darf halt auch nicht vergessen, dass da entsprechend Risiko und Mehraufwand dahintersteckt.
 
Wenn ich mir das hier so durchlese glaube ich sowieso dass hier viele Angestellte/Selbstständige/Freiberufler vermischen...

Ich "mache" auch einen lockeren Umsatz von ~120k in ~20-25 Wochen/Jahr...
Da ich aber in der GmbH "Angestellter" bin kommt am Ende halt trotzdem nur ~60k Brutto raus.
Dafür habe ich halt auch keine privaten Ausgaben mehr für Auto/Laptop/Handy/"Geschäftsessen" usw


€: was ich damit sagen will ist dass die Zahlen alleine in den Raum geworfen einfach nix taugen...
 
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