[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Habe im März erst das Zweitgespräch für die andere Stelle. Schaue mal was da geht, Tendenz steht aber auf Abschied.
 
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wie schon gesagt gibts etwa 60% vom letzten netto. wer sowenig verdient, das 60% vom letzten netto unter hartz 4 sind, hat einen ziemlich miesen stundenlohn. selbst mit den mindestlohn kommt man mit dann 60% je nach region über hartz4.
Also sagen wir mal du verdienst 10€/h bei 37,5h die Woche, sind das ~1600 Brutto?, was unter 1200€ netto sind.
60% davon sind das gradmal 720€. In Mainz hat man, wenn ich das richtig gehört hab, vor 5 Jahren mal eben 400€ für die Wohnung bekommen + Regelsatz und andere Aufwendungen
Selbst wenn du 2000€ brutto verdienst, sind das knapp 1400 netto und 60% 840€ und selbst da kann man sicher aufstocken für was auch immer man so bekommt ;)

Klar sind das keine Spitzengehälter, aber über ML
Also scheiße laufen, kann es immer :)
 
es gibt eben zwei seiten der medaille. wenn es einen mieter gibt ist da auch ein vermieter. soll der etwa seine wohnung für 500€ vermieten weil dort jemand mit 70 jahren wohnt und die nachbarn wohnen für 2.000€? willkommen in der realität.
Die Realität besteht aber nicht aus Bonzen, im Gegenteil die sind nur eine kleine Minderheit. Armutsrentner und Mindestlohnbeschäftigte stellen bald schon die Mehrheit. Die derzeitige Situation ist ja nur ein kleiner Vorgeschmack darauf, wenn in den nächsten zwei Jahrzehnten der Großteiler der Baby Boomer Generation in Rente geht.

Soll man die auch alle nach Ostdeutschland abschieben?
 
Ist jemand von euch Schöffe? Sagt man sowas seinem AG, oder wie verhält man sich da?

Hintergrund: bei uns in der Stadt gibt es nicht genug Freiwillige, sodass zufällig ausgewählte Leute, die die Anforderungen erfüllen und nicht einen der Ablehnungsgründe erfüllen, zu Schöffen ernannt werden können. Man ist dann zur Teilnahme an den Verfahren verpflichtet, die können ohne einen nicht stattfinden usw. Läuft für fünf Jahre, 12 Verhandlungen pro Jahr. Das kann Arbeitgebern doch nicht gefallen...
 
es gibt eben zwei seiten der medaille. wenn es einen mieter gibt ist da auch ein vermieter. soll der etwa seine wohnung für 500€ vermieten weil dort jemand mit 70 jahren wohnt und die nachbarn wohnen für 2.000€? willkommen in der realität.
Lässt sich aus dem Kinderzimmer leicht tönen.
Das Problem ist nicht ob eine Wohnung 500 oder 1000 kosten kann, sondern, dass gezielt so saniert wird, dass aus zwei Wohnungen mit 500 eine wird, die dann für 1500 angeboten wird. Guck dir doch mal neubauten an. Sogar im Ruhrgebiet geht der Hang zur 150qm Luxuswohnung statt zweimal bezahlbaren 75qm.. Die lange Angebotsdauer liefert Rückschlüsse auf die geringe Nachfrage.

@Fimbultyr

Imho wirst du nicht von Fleck weg verpflichtet. Aber frag doch mal deinen Arbeitgeber, ob du dich freiwillig melden kannst. Mein Vater war viele Jahre Schöffe - klang schon so als sei das teilweise echt interessant gewesen.
 
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Ist jemand von euch Schöffe? Sagt man sowas seinem AG, oder wie verhält man sich da?

Hintergrund: bei uns in der Stadt gibt es nicht genug Freiwillige, sodass zufällig ausgewählte Leute, die die Anforderungen erfüllen und nicht einen der Ablehnungsgründe erfüllen, zu Schöffen ernannt werden können. Man ist dann zur Teilnahme an den Verfahren verpflichtet, die können ohne einen nicht stattfinden usw. Läuft für fünf Jahre, 12 Verhandlungen pro Jahr. Das kann Arbeitgebern doch nicht gefallen...
Auf die Schnelle:

§ 45 Abs. 1 a DRiG
Niemand darf in der Übernahme oder Ausübung des Amtes als ehrenamtlicher Richter beschränkt
oder wegen der Übernahme der Ausübung des Amtes benachteiligt werden. Ehrenamtliche Richter
sind für die Zeit ihrer Amtstätigkeit von ihrem Arbeitgeber von der Arbeitsleistung freizustellen. Die
Kündigung eines Arbeitsverhältnisses wegen der Übernahme oder der Ausübung des Amtes ist
unzulässig. Weitergehende landesrechtliche Regelungen bleiben unberührt.

Hört sich nach einem typischen Fall von "dumm gelaufen" für den Arbeitgeber an.
 
Vorerst geht es ja nur um die hypothetische Möglichkeit.

Und natürlich kann das spannend sein, ich habe aber auch schon Artikel solcher Schöffen gelesen, die das belastet hat. Mal sehen.
 
wie schon gesagt gibts etwa 60% vom letzten netto. wer sowenig verdient, das 60% vom letzten netto unter hartz 4 sind, hat einen ziemlich miesen stundenlohn. selbst mit den mindestlohn kommt man mit dann 60% je nach region über hartz4.

frag mal azubis :p
 
Wenn man solche Sprüche hört, warum überhaupt arbeiten gehen, wieso sich die Mühe machen, um dann sofort abgeschoben zu werden, wenn man nichts mehr "leistet"
 
Und in anderen Ländern ist auch die Verbrechensrate höher. In anderen Ländern muss man dir auch einen Job besorgen. In anderen Ländern hat man nicht mal fließend Wasser. Wo war noch mal das Argument?

Du verzichtest wohl auch freiwillig auf Gehalt, denn in anderen Ländern verdient man ja weniger.
 
Er meint wohl dass einem Geringverdiener wenn er sich über seinen Lohn beschwert sofort nahe gelegt wird, nach unten zu vergleichen damit er sieht wie gut es ihm geht.

Mit deutschem Mindestlohn lebt es sich gut in der Tschechei
Mit tschechischem Mindestlohn lebt es sich gut in Ungarn
Mit ungarischem Mindestlohn lebt es sich gut in Bulgarien
Mit Bulgarischem Mindestlohn bist du in Simbabwe der König persönlich

So ähnlich möchte man es den Leuten weismachen, auf der anderen Seite gab es hier im Thread schon wilde Diskussionen wie ein angehender Ing. denn mit NUR 40k p.a überleben soll. Dem sagte keiner nimm dir mal ein Beispiel an deinem ungarischen Kollegen der mit 20k ein Spitzengehalt verdient, und das erst mit vielen Jahren der Erfahrung, nicht zum Berufseinstieg. Da wäre beinahe der Klingelbeutel umgegangen und man riet jedem Berufseinsteiger ab sich für Dumpinglöhne zu verkaufen.


Deutschland ist einfach ein totales Niedriglohnland geworden, wenn Leute Vollzeit arbeiten und dann so wenig verdienen dass sie noch Geld vom Staat zum Aufstocken brauchen und egal ob sie nun 0 oder 45 Jahre arbeiten sowieso nur Mindestrente bekommen...da versteh ich das sehr gut wenn man gleich HIV bezieht und sich Luxus dann schwarz erarbeitet. Dafür darf man sich dann auch als Exportweltmeister feiern.
 
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Jupp so meinte ich es. Du hast es aber eloquenter ausgedrückt.
 
Haha das mit HIV in der Schreibweise sehe ich so auch zum ersten Mal :fresse:

Gesendet von meinem One Plus 5 mit Tapatalk
 
Deutschland ist einfach ein totales Niedriglohnland geworden, wenn Leute Vollzeit arbeiten und dann so wenig verdienen dass sie noch Geld vom Staat zum Aufstocken brauchen und egal ob sie nun 0 oder 45 Jahre arbeiten sowieso nur Mindestrente bekommen...da versteh ich das sehr gut wenn man gleich HIV bezieht und sich Luxus dann schwarz erarbeitet. Dafür darf man sich dann auch als Exportweltmeister feiern.

Das Problem ist, dass in den letzten Jahren die Lebenshaltungskosten extrem gestiegen sind. Die Miete ist in dem Zeitraum seit ich angefangen habe zu arbeiten - prozentual - stärker gestiegen als mein Bruttolohn im gleichen Zeitraum, und das als Berufseinsteiger. Ich kann das wegstecken, andere nicht so; Die meisten Branchen hatten verhältnismäßig angepasste Löhne. An anderen gibt es quasi nur den Mindestlohn, wobei das tw. schon eine enorme Steigerung war.

Was man allerdings nicht verwechseln darf: Minijobs sind nie als vollwertige Einnahmequelle gedacht gewesen, sondern als Rahmen für Zusatzverdienste, Teilzeitmodelle oder Zweitjobs. Ich befürworte es, wenn Leute zumindest soviel Arbeiten, auch wenn sie keine Vollzeitstelle bekommen und nur den Rest zur Grundsicherung aufstocken. Arbeit ist DER Integrationsfaktor ins soziale Leben in Deutschland, folglich ist keine Arbeit zu haben ein Faktor dazu quasi aus der Gesellschaft auszuscheiden. Da geht es nicht um Geld, sondern um die sozialen Kontakte. Wer Vollzeit arbeitet bekommt nach aktuellem Mindestlohn rund 1030€ netto - das ist schon ein anderes Kaliber als die 416€ Hartz IV + Wohnung. Wobei halt die Wohnung der Faktor ist der da derzeit am stärksten reinhaut und finanzielle Spielräume gibt es da auch nicht. Wobei ich da meine, dass wer dauerhaft auf diesem Niveau arbeitet, irgendwas falsch macht.
An den Entwicklungen sind die Arbeitnehmer (oder ein Teil derer) aber tw. auch mitschuld. Ich sehe zunehmend, dass Gewerkschaften und Betriebsräte alleine auf die Jobsicherheit und die steigenden Löhne ihrer Mitglieder achten, aber das große Bild nicht im Kopf haben, technologische Entwicklungen verschlafen und so die Basis der Industriebetriebe enorm gefährden.

Zur Rente ... klar wird die künstlich verschlechtert. Aber das ist ein anderes Thema. Jemand der zwar sein Leben lang gearbeitet hat, aber nur auf dem Niveau das eine Mindestsicherung seiner eigenen Existenz gewährleistet hat kann nicht erwarten, dass die Rente ihm ein gesteigertes Einkommensniveau bietet. Hier kommt auch wieder der Faktor Miete als gewaltiger Kostenfaktor ins Spiel.
 
Von den 1030 € gehen noch Lohnsteuer weg, Rundfunkgebühren und Mehrkosten fürs Ticket.Die Mehrkosten durch Kleidung und Ernährung lasse ich mal weg.
 
Zur Rente ... klar wird die künstlich verschlechtert. Aber das ist ein anderes Thema. Jemand der zwar sein Leben lang gearbeitet hat, aber nur auf dem Niveau das eine Mindestsicherung seiner eigenen Existenz gewährleistet hat kann nicht erwarten, dass die Rente ihm ein gesteigertes Einkommensniveau bietet. Hier kommt auch wieder der Faktor Miete als gewaltiger Kostenfaktor ins Spiel.

Nur weil man in Rente geht, wird die Miete aber nicht günstiger.
 
Von den 1030 € gehen noch Lohnsteuer weg, Rundfunkgebühren und Mehrkosten fürs Ticket.Die Mehrkosten durch Kleidung und Ernährung lasse ich mal weg.

Netto ist bereits nach Abzug Lohnsteuer... ;)

Und so wahnsinnig Mehrkosten sind Kleidung und essen auch nicht. Oder trägt man nichts und isst nichts, wenn man zuhause ist?!?
 
Zuhause rumgammeln strapaziert Kleidung durchaus weniger.
Muss aber auch sagen, dass ich bspw im Urlaub mehr esse und sich das wohl die Waage halten dürfte
 
Welche Kündigungsfrist hat man hier als Arbeitnehmer bei 4Jahren zugehörigkeit? Normal gilt ja 4 Wochen, außer es steht explizit anders.
Ist für eine Freundin und die Kündungsfloskeln sind aus einen Tarifvertrag.

abb1.jpg
 
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Welche Kündigungsfrist hat man hier als Arbeitnehmer bei 4Jahren zugehörigkeit? Normal gilt ja 4 Wochen, außer es steht explizit anders.
Ist für eine Freundin und die Kündungsfloskeln sind aus einen Tarifvertrag.

Anhang anzeigen 427910

Steht doch eindeutig da? 6 Wochen zum Quartalsende. Bis zum 19.05.2018 kann Sie zum 30.06. kündigen. Da das aber jeweils ein Samstag ist, sollte sie spätestens am 18.05.2018 die Kündigung vorlegen. Zum Ende dieses Quartals wäre sie ein paar Tage zu spät dran.
 
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Netto ist bereits nach Abzug Lohnsteuer... ;)

Und so wahnsinnig Mehrkosten sind Kleidung und essen auch nicht. Oder trägt man nichts und isst nichts, wenn man zuhause ist?!?
Wenn man arbeitet, dann isst man mehr. Ja auch das berühmte Brötchen fällt bei 22 Arbeitstagen ins Gewicht. Und ich Wechsel meine Klamotten täglich früher eher alle 2 Tage. Und daheim trage ich doch weniger.

Schichtarbeit ohne Zuschlag, bei denen man dann nur am We waschen und einkaufen kann, ist übrigens auch was lustiges. Gerade wenn man so fürstlich bezahlt wird.
 
Blöde Frage, aber müsste da nicht drin stehen, dass das (auch) die Kündigungszeiten für den Arbeitnehmer sind?
 
Ich denke auch dass payday genau darauf hinaus wollte. Die Kündigungsfristen sind meiner Meinung nach für den Fall dass der AG den AN kündigt
 
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