Das kommt darauf an. Umgebogene Pins sind nicht so schlimm - wenn das Lot entfernt ist, könnte man sie einfach mit einer Zange gerade biegen. Das habe ich aber noch nie gesehen, kenne keine Tastatur mit Cherry Switches bei der die Pins gebogen waren. Im Falle der von mir vorgeschlagenen Tastatur ist es ebenfalls nicht so, das habe ich mir schon angesehen.
Was in der Tat schwieriger sein kann, ist die Arbeit mit dem in jüngerer Zeit eingesetzten bleifreien Lötzinn. Das ist seit ein paar Jahren Umweltvorgabe und deutlich schwieriger handzuhaben. Neben der Tatsache dass es nicht so gut fließt, benötigt es auch höhere Temperaturen. Was in der Industrie mit ein wenig Aufwand zu verwirklichen ist, macht es für den Bastler schwierig, da entweder a) der Kolben nicht heiß genug ist oder b) er einen zweiten oder einen teuren, verstellbaren Lötkolben benötigt.
Dennoch habe ich schon mehrfach Tastaturen trotz diesem Zinn auseinandergelötet und mit ein wenig Geschick und Geduld kriegt man es bei einer TKL in ca. 2 Stunden hin.
Einige sind wirklich schwierig, weil die kreisrunde Lötstelle aus Metall nicht sehr fest am PCB sitzt, und gerne mal mit weggesaugt wird. Bei meinem ersten (lern)Projekt musste ich deshalb 3-4 "Bypässe" legen (Draht ziehen zur nächsten Lötstelle). Bei meiner zweiten Aktion ist dies jedoch nicht mehr vorgekommen. Jedes Brett und PCB ist anders.
Um die Frage abschließend für die von mir vorgeschlagene Tastatur zu klären könnte ich natürlich mal einen Schalter testweise auslöten! Wie gesagt hat sie ja schon keine Garantie mehr....
Ein Trick, den ich in Zukunft öfter anwenden werde ist, das alte Lot vorher schon mit eigenem bleihaltigen Lötzinn zu überziehen. Das verbessert die Flußeigenschaften und ich habe es bisher nur in Einzelfällen bei sehr widerspenstigen Lötstellen angewendet.