Die Produktion von Trinkwasser ist ebenfalls vorab dimensioniert und auf eine gewissen Abnahme ausgelegt. Das lässt sich nicht alles beliebig nach unten skalieren.
1. Das Wasser darf nur eine bestimmte Zeit in der Rohrleitung "verbringen" bevor es beim Kunden genutzt wird. Der Maßstab für die Qualität des Trinkwassers nach TVO wird nicht dort angelegt wo es das Wasserwerk verlässt, sondern an der Übergabestelle von der Straße zum Haus.
Längere Verweilzeit in der Leitung erhöht den Einsatz von Desinfektion (Chlor zB) oder macht Spülungen nötig. Die Kosten werden umgelegt.
2. Durch die feste Dimensionierung der Anlagen sind die kosten nicht sehr variabel. Die Gebühren sind so ausgelegt, dass die Produktionskosten gedeckt sind. Sparen jetzt 50% der Kunden 30% ihres Verbrauchs, fehlen dem Versorger 15% der Einnahmen um die Anlage zu finanzieren. Also wird der Preis angehoben. Das schmälert für dich die Ersparnis und verteuert für alle anderen die nicht die Möglichkeiten zum Einsparen haben effektiv die Kosten pro Jahr.
Du sparst also auf Kosten der Allgemeinheit.
Wasser ist nicht wie Strom, dass man sich den günstigsten Anbieter raussuchen kann. Ebenso ist Wasser lokal gebunden und lässt sich nicht so einfach über Strecken transportieren wie Strom. STrom speist du irgendwo ein und entnimmst ihn irgendwo.. egal wo du an die Steckdose gehst, der Strom ist quasi immer gleich.
Bei Wasser ist das eben anders