[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Immer wieder aller x Seiten das pauschale rumgetöne wieviel man mit seinem Bachelor verdienen muss um nicht als behindert zu gelten.

Ich hab erst vor wenigen Tagen einen Artikel gelesen, dass das durchschnittliche Haushaltseinkommen (oft also von 2 verdienern) in Leipzig bei 1650 Euro liegt. Davon abgesehen, dass ich mich hier auch frage wie man damit über die Runden kommen soll gibt es also stat. um die 50%, wahrscheinlich eher 60-70, die noch weniger haben. Kein Bachelor bekommt hier 40k.. Jedenfalls hab ich noch nie davon gehört, auch als Master muss man sehr viel Glück haben sowas als Einstieg zu bekommen.
 
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Wie gesagt, es kommt auf die Gegend an aber ich kenn keinen der mit nem MINT Bsc unter 40k eingestiegen ist (München/Ulm und Umland).
Wie man über die Runden kommt ist halt Sache des Lebensstils, aber 2 Personen mit 1650€ ist schon ne harte Nummer ich glaub ich würd damit nicht auskommen.
 
@NewUser:

Niemand hat behauptet, dass man sich alles im Leben locker leisten kann. Das geht auch mit ganz normalen Durchschnittsgehältern nicht. Ist das denn Dein angedachter Sinn des Lebens? Und Audi/BMW/Mercedes werden in den seltensten Fällen "gekauft" im Sinne von direkt komplett bezahlt und so interpretiere ich Deine Frage in diesem Kontext.
 
Für weniger als 40k schrieb ich ja, weil dann die Spanne zum Industriekaufmann zu klein wird. Ich kenne einige in meinem Umkreis (Umgebung Ruhrgebiet), die nach der Ausbildung im hohen 2XXX Brutto Bereich angefangen haben. Hängt halt in erster Linie vom Arbeitgeber und dessen Größe ab.

Ich bin jetzt als Industrielaufmann bei knapp 32k eingestiegen. Nach der 2. Erhöhung in 2 Monaten, also nach 8 Monaten, liege ich bei knapp 35k.
 
Nur dem Geld hinterher renne lohnt im Leben nicht.
Ihr solltet arbeiten um zu Leben. Nicht leben um zu Arbeiten.
 
wenn dich eat, sleep, work, repeat bis du irgend wann 80 bist und stirbst glücklich macht, dann ist doch gut.
du bist das ideal in unserem system.
 
So kannst du aber auch nicht unbedingt argumentieren. Eine Physiotherapeuten-Schule ist z.B. sehr teuer, dauert relativ lange (3 Jahre sind doch mit einem Bachelor vergleichbar), und trotzdem kriegt man nur einen Hungerlohn hinterher. Einfach nur, weil das Angebot der Nachfrage übersteigt. Und so ist es genauso mit den vielen Studenten. Es herrscht eine Abhschlussinflation, wenn es zu viele Absolventen gibt und im Studium selbst keine große Selektion stattfindet (weil es zu leicht war, viele durchgewunken werden etc.). Die Selektion muss dann auf der nächsten Ebene stattfinden, welches dann der Berufseinstieg wäre. Hier entscheidet sich dann, ob du für die meiste Zeit für 40k/a weiter arbeitest, weil du trotz Studium nur in der Lage bist, Aufgaben zu erledigen, die auch Gesellen machen können, oder du ergattest eine Stelle, wofür man auch wirklich hätte studieren müssen, die aber auch entsprechend entlohnt wird.

Die Physiotherapeutenschule mit dem Studium zu vergleichen ist schon sehr weit hergeholt. In der Physioschule beginnt schon die Ausbeutung der Arbeitnehmer im Sozialsystem durch das Sozialsystem selbst. Die Schule selbst kostet Unmengen und sackt dabei sämtliche Aufwandsentschädigungen in den Pflichtpraktika ein. Dazu kommen die Lebenshaltungskosten. Im Anschluss hast du ein mieses Einstiegsgehalt dass du mit Schulungen aufbessern kannst. Dementgegen stehen im Studium nur Kosten durch Lebenshaltungskosten und am Ende ein Einstiegsgehalt vom dem Physios nach 10 Jahren langsam träumen können. Und das hat noch nix mit Angebot und Nachfrage zu tun. Im einen Fall sind die Gehälter durch systematisch vorgegebene Kosten mehr oder weniger festgelegt, unabhängig von Angebot und Nachfrage. Bei Akademikern sieht das etwas anders aus...weniger systematisch.
Krass ist das ganze noch im Bezug auf Pflegefachkräfte. Eine Pflegefachkraft mit Leitungsfunktion braucht auch 3-4 Jahre Ausbildung, bei einem Gehalt das so mancher Werkstudent toppt.
 
wenn dich eat, sleep, work, repeat bis du irgend wann 80 bist und stirbst glücklich macht, dann ist doch gut.
du bist das ideal in unserem system.
Ich weiß nicht warum sowas hier immer so negativ aufgefasst wird. Es gibt wirklich Leute die ihren Job über alles lieben.
Mein Großonkel hat den Großteil seines Lebens an ner Uni in der Forschung gearbeitet (Physik) und das hat er mit Leib und Seele gemacht. Was ist falsch daran? Das hat doch nichts damit zutun das man Sklave des Kapitalismus oder wasauchimmer ist.

Und entgegen der Meinung vieler hier geht man an viel arbeiten nicht kaputt, da gehört einiges mehr dazu.
 
Hmm, also ich liebe meine Arbeit. Wenn ich jedoch mal im Lotto gewinnen sollte, würde ich auch sofort aufhören. Eat, sleep, work und arbeiten um zu Leben muss sich nicht beissen ;)
 
Vll nicht des Geldes sondern des Lebensstandards wegen. Irgendwo muss Geld herkommen. Wir können nicht alle Hartz IV beziehen wenn keiner mehr einzahlt..

Im öffentlichen Dienst sind etwas über 40k übrigens normal für Masterabsolventen. Entsprechende Stelle vorausgesetzt. Tiefer geht immer, höher nur mit Erfahrung, Dr. usw..
 
Zuletzt bearbeitet:
In erster Linie arbeitet man doch um Geld zu verdienen. Ich mache meine Arbeit auch gerne aber ich würde auch gerne ruhiger treten. Wenn man sich aber an die viele Kohle jeden Monat gewöhnt hat, dann macht man immer so weiter.

free
 
So sehr kannst du deine Arbeit ja gar nicht lieben wenn dus nur des Geldes wegen machst ;)

Warum geht man denn Arbeiten? Um sich was leisten zu können (Urlaub, Auto's, Hobby,...) Warum sollte man also Arbeiten gehen, wenn man sich das auch ohne Arbeit (9h am Tag von dem weg, was man eigentlich will!), leisten kann?
Dann kann man sein Ziel, wofür man eigentlich arbeiten geht, worauf man spart, tagtäglich ausleben und verfolgen...
Also ich würde nicht mehr arbeiten gehen, wenn ich es nicht nötig hätte und mir meine Wünsche/ Träume und den Lebensstandard weiterhin so leisten könnte. Was gibt es denn schöneres als erfüllte Freizeit mit seinen Liebsten, die man in dem 40h/ Wochensystem generell viel zu wenig sieht!?
 
Warum geht man denn Arbeiten? Um sich was leisten zu können (Urlaub, Auto's, Hobby,...) Warum sollte man also Arbeiten gehen, wenn man sich das auch ohne Arbeit (9h am Tag von dem weg, was man eigentlich will!), leisten kann?
Dann kann man sein Ziel, wofür man eigentlich arbeiten geht, worauf man spart, tagtäglich ausleben und verfolgen...
Also ich würde nicht mehr arbeiten gehen, wenn ich es nicht nötig hätte und mir meine Wünsche/ Träume und den Lebensstandard weiterhin so leisten könnte. Was gibt es denn schöneres als erfüllte Freizeit mit seinen Liebsten, die man in dem 40h/ Wochensystem generell viel zu wenig sieht!?

Ich würde mal sagen ganz ohne Arbeit werden es nur wenige Menschen aushalten. Einfach aus Langeweile, oder weil einem was am Herzen liegt, oder weil man etwas gut kann und es einen persönlich befriedigt, das zu tun. Das sind dann halt großteils nicht mehr die klassischen zeitvernichtenden Arbeiten, die sich jetzt Arbeit schimpfen. 15h/Woche in nem Tierheim helfen, oder Führungen in einem Park machen, oder Autos reparieren, oder alte Möbel aufarbeiten, oder einem kleinen Handwerk nachgehen, was einem Spaß macht, oder einen Angehörigen Pflegen oder eben auch "nur" die eigenen Kinder betreuen - das sind ja alles Arbeiten, die werden halt nur aktuell nicht als Arbeit wahrgenommen und entlohnt.
 
Da hast Du vollkommen Recht! Für diese arbeiten hat man aber neben seiner "richtigen" Arbeit nur echt nicht viel Zeit, bzw. gar keine. Viele Dinge werden hinten angestellt, verschoben oder garnicht gemacht, weil man jeden Morgen aufstehen muss, das Haus verlässt und erst am Abend wieder kommt... Irgendwie nervts
 
Warum geht man denn Arbeiten?
Wie gesagt, es gibt Leute die lieben ihren Job.
Manche Leute gehen gerne Chic essen, manche Spielen gerne PC Spiele und manche machen halt einfach unheimlich gerne das was sie in ihrem Job machen. Ich weiß nicht wie ich es noch erklären soll, verschiedene Menschen haben verschiedene Interessen.
Wundert doch auch keinen wenn manche Leute jede freie Minute ihres Lebens für ihr Hobby verwenden, warum ist das dann wenn man dann auch noch dafür bezahlt wird auf einmal was total abnormales und schlimmes?
 
Zuletzt bearbeitet:
Angestellter als SPS Programmierer 27 Jahre (seit 2 Jahren Industriemeister Mechatronik und Elektrotechnik, gelernt: Mechatroniker)

Netto 2400€

Kredit Eigentumswohnung 700€
Hausgeld 370€
Strom 60€
Essen 200€
Auto Kredit 170€
KFZ Versicherung 70€
Haftpflicht 6€
Rechtsschutz 6€
Hausrath 14€
Risikolebensversicherung 10€
Pflegeversicherung 14€
Arbeitsunfähigkeitsversicherung 50€
Sprit ca. 200€

Summe ca. 1900€

Rest wird meist als Rücklage angelegt.
 
Krass 370,- nur fürs Hausgeld...kommt mir sehr viel vor.

Bei uns in der Gegend zahlt man selbst mit Aufzug, Winter- und Gartendienst, Treppenhausreinigung, Strom und Versicherung max 250,-
Was istn bei dir alles drin?
 
Bei Eigentumswohnungen müssen auch oft Rücklagen gebildet werden. Wenn Dach, Aufzug, Tiefgarage oder sonstiges Allgemeingut repariert werden müssen. Ist zumindest bei uns auch so. Die Eigentümergemeinschaft stellt dafür normalerweise Budgetpläne auf.
 
Eigentumswohnung käme mir niemals in den Sinn.. Aber das ist ein anderes Thema.
Bin froh über jede Minute sie ich nicht so eng zwischen Nachbarn verbringen muss die unberechenbar werden können was Lautstärken usw angeht und auf die ich selbst auch Rücksicht nehmen muss.
 
Mann muss ja nicht ewig in der Wohnung bleiben aber wenn ich mit z.B. 25 eine Eigentumswohnung kaufe anstatt zu miete zu Wohnen ist es wenn man nicht gerade sehr viel Pech hatte eine gute Möglichkeit sein Geld anzulegen, im Gegensatz zu einer Mietwohnung bei der die Kohle dann einfach immer weg ist.

Hab mehrere Kollegen die sich so schnell wies ging ne Wohnung kauften und dann 5-10 Jahre später diese Wohnung mit sattem Gewinn verkauften und damit ne schöne Anzahlung auf ihr Häuschen machen konnten... ;)
 
Eigentumswohnung käme mir niemals in den Sinn.. Aber das ist ein anderes Thema.
Bin froh über jede Minute sie ich nicht so eng zwischen Nachbarn verbringen muss die unberechenbar werden können was Lautstärken usw angeht und auf die ich selbst auch Rücksicht nehmen muss.

Für Asis und junge Familien mit Kindern ist das hier zu teuer, die wohnen 2-3 Blocks weiter. Ist mir also egal. Häuser gibts noch genug in der Familie, wird man sehen, was daraus später wird.
 
Mann muss ja nicht ewig in der Wohnung bleiben aber wenn ich mit z.B. 25 eine Eigentumswohnung kaufe anstatt zu miete zu Wohnen ist es wenn man nicht gerade sehr viel Pech hatte eine gute Möglichkeit sein Geld anzulegen, im Gegensatz zu einer Mietwohnung bei der die Kohle dann einfach immer weg ist.

Hab mehrere Kollegen die sich so schnell wies ging ne Wohnung kauften und dann 5-10 Jahre später diese Wohnung mit sattem Gewinn verkauften und damit ne schöne Anzahlung auf ihr Häuschen machen konnten... ;)

Naja ich zahle das an miete was da an Nebenkosten für das Haus drauf gehen.
 
jeder hat andere Ansprüche an sein Haus/Wohnung/Bleibe. Als Student habe ich mich noch "zufrieden" gegeben mit dem 80er Jahre Bad in blau, heute sieht das etwas anders aus :)
 
Warum geht man denn Arbeiten? Um sich was leisten zu können (Urlaub, Auto's, Hobby,...) Warum sollte man also Arbeiten gehen, wenn man sich das auch ohne Arbeit (9h am Tag von dem weg, was man eigentlich will!), leisten kann?

Wenn das geht - gerne. Ich bezweifle aber, das mir plötzlich jemand ein paar hundertausend € schenkt, damit ich mir (in meinem Fall) ein paar Laser, Achsen, Scanner, Mikroskope etc. anschaffen kann - oder, je nachdem wo es mich noch hin verschlägt, einen LHC, NewHorizon Sonde oder oder oder. Es gibt natürlich Jobs (mal ganz plakativ: Putzkraft), die man nicht aus eigener Begeisterung etc. macht. Aber pauschal zu sagen, wenn man nicht muss, geht man auch nicht mehr, ist falsch. Was glaubst du, warum viele emeritierte Profs immer noch in der Uni rumhängen?
 
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Haus ist halt auch wieder mehr Arbeit und teurer als Wohnung, wenn man den Platz nicht braucht seh ich da kein sinn drin.

Nicht zwangsläufig, bei uns sind Wohnungen deutlich teurer als ein Haus (wenn auch wahrscheinlich durch die Lage bedingt: eine Wohnung ist zwangsläufig zentraler)
 
Hier schwirrten eben 40.000 EUR als Einstiegsgehalt im Raum. Ich halte das nicht für ein Spitzengehalt, aber für ein solides Einstiegsgehalt, wenn man frisch studiert hat und auch sonst ein einsetzbarer Arbeitnehmer ist. Ausgenommen Studienabgänger, die quasi brotlose Kunst studiert haben, da kann es auch erheblich weniger sein.

die hatte ich nach 25 Dienstjahren als A9 nicht und habe mir mehr als nur einmal die Knochen kaputt gemacht, nicht umsonst bin ich vorzeitig im Ruhestand seit 2008. Mein jetziges Ruhegehalt liegt bei knapp 2300€ netto. Da gehen private KV für mich und meine Frau und alle Kosten noch von runter. Für 2 Leute ist das nicht gerade toll, da meine Frau nicht arbeiten geht weil ihr Jurastudium ( unter anderem intern. Handelsrecht , Ironie nicht wahr ) hier nicht anerkannt wird.
 
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