[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Bei den Praktika ist was Wahres dran, aber der Rest? Erststudium abgebrochen, Begründung ist "da waren zu viele Louis Vitton Taschen"? Klingt sehr reflektiert.

Die Medien / Kommunikationsbranche ist halt völlig überlaufen, deshalb können sich die Unternehmen diese Praktika-Praxis überhaupt erst leisten - aber das weiß ich auch vorher. Wenn ich nicht bereit bin, in so eine Ellenbogenbranche zu gehen, wo man immer 200% geben und andere ausstechen muss - hey, dann muss ich was anderes machen. Sich im Nachhinein im Internet ausheulen hilft aber nicht.
 
Musst du mir nicht sagen ich komme aus der Medienbranchen und habe Jahre nach dem Studium immer noch kein richtigen Job.
Aber die ganzen Informatiker und MINT Leute können das natürlich nicht verstehen.
Würde es keine Medien geben würden nämlich alle rumheulen.
 
So läufts heutzutage. Und die vielen kommentare geben recht was alles schief läuft.
Ausbeuterland.

https://theblackshirtblog.wordpress.com/2015/01/21/danke-fur-fast-nichts/

Den hatte ich schon gepostet...IMHO ist er reichlich naiv, aber zu deinem Kommentar dazu: Meine Schulzeiten sind jetzt bald 10 Jahre vorbei, und auch dann gab es solche Kommentare was alles schief läuft. Womit sich Geld verdienen lässt, womit eher weniger, wo Verschwendung herrscht etc.
Angeblich wird immer alles schlimmer. Nein. Es bleibt gleich, weil sehr wenige bereit sind für Veränderungen. Weil Veränderungen immer bei einem selbst anfangen müssen. Aber das ist ja unbequem, das sind ja Veränderungen. Also arrangiert man sich mit jammern. Jammern ist bequem, es tut niemandem wirklich weh, und man muss selbst nix tun. Schuld sind ja die anderen. Oder "das System".
 
Wäre der Artikel Mist würden nicht so viele Leute zustimmen.

Wie gesagt. Es ist bequem.

Würde es keine Medien geben würden nämlich alle rumheulen.

Wie sag ich das, ohne dass es persönlich wird...An einem Punkt sollte man merken, dass die Mehrheit nicht unbedingt immer richtig liegt. Jeder Journalist, und jeder der was mit Medien zu tun hat sollte - in meinen Augen - die eigene Meinung hinterfragen und hinten anstellen. Er will informieren. Das können nicht alle. In Kommentaren darf persönliche Meinung hervorschimmern. Das würde ich für professionell halten. Leider sind Journalisten und Medienschaffende oft so von der Wichtigkeit ihres Berufsstands überzeugt, dass es eigentlich nicht genug von ihnen könnte. Das führt zu drei krassen Strömungen, die charakteristisch für den Medienbetrieb der letzten Jahre sind. Zum einen "unprofessionelle" Medienschaffende, die sich nicht als solche begreifen, und im Internet residieren und bewusst oder unbewusst ein Massenpublikum ansprechen - oder eben nicht. Die zweite sind etablierte Medien, die ihre eigene Wichtigkeit und Qualität immer mehr betonen, gleichzeitig aber qualitativ massiv abbauen da die Budgets zurückgefahren werden, da weniger Publikum angesprochen wird ... das bleibt weg weil es sich falsch informiert fühlt...etc. Und die dritte Strömung ist die, dass VIELE, sogar SEHR VIELE in die Medien-Studiengänge strömen, um im Journalismus zu landen und dann ernüchternd feststellen, dass da seit 10 Jahren Jobabbau herrscht. Aber es werden immer mehr...Obwohl Gruppe 2 sie brauchen könnte...

Ich weiß noch, dass wir Mitte/Ende der 90er von der Schule aus bei der lokalen Zeitung waren. Ein Riesenbetrieb und mitten im Wachstum. Zig Printstraßen, nonstop am Laufen. Noch zu diesen goldenen Zeiten wurde uns als Unterstufe-Schülern schon berichtet, welches die Einstiegshürden für Journalismus sind. Und die waren damals schon ziemlich unmenschlich. Zwei Jahre Minimum Arbeiten für Lau...
Mittlerweile sind einige Jahre ins Land gezogen, und ich meine dass mit solchen Berichten niemand mehr einen Blumentopf gewinnt. Die Branche und die Arbeitsbedingungen sind bekannt. Mehr als bekannt. Wer sich drauf einlässt, weiß genau, worauf er sich einlässt.

Wer weiß wo er hin will, macht seinen Weg. Ich muss sagen, ich hab in der Hinsicht einen Lebenslauf der wirklich straight-forward ist. Ohne irgendwelche Karriere-Coaches, Berufsberatung und Schielen auf Beamtenposten. Das hat mir weder von der Spaßfraktion noch von der Streberfraktion Sympathien eingebracht, nur ist die erste mit shice-Jobs auf der Suche nach einem Ziel die zweite plagt sich mit halben und viertelten Forschungsstellen an der Uni ab um am Ende vor dem abrupten Karriereende zu stehen.
 
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Kann man (kann ich) so unterschreiben - besonders den letzten Absatz :bigok:

Meckern ist immer einfach, etwas ändern ist ja mit Arbeit verbunden. Sehe ich immer im GEZ-Thread. Alle meckern und motzen, klagen oder die Zahlung verweigern machen nur ganz wenige Leute ;)
 
eben, dann lass es 2500 - 2600 brutto sein am schluss und was da bei einem single mit stkl. 1 übrig bleibt, langt locker zum leben wenn man es mit wohnung, auto usw. nicht übertreibt und innerhalb seinen verhältnissen bleibt
Mein Kumpel hat Alls Single auch knappe 2500€ brutto, netto 1680€+400€ Zulage... Finde ich nicht wenig
 
Mein Kumpel hat Alls Single auch knappe 2500€ brutto, netto 1680€+400€ Zulage... Finde ich nicht wenig

reicht locker für ein gutes leben

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Nimm mal die Zulage weg, dann sieht das schon anders aus ;)

dann hat er knapp 1.700 euro netto. ist natürlich total wenig und reicht nicht aus zum leben (ironie=off)

muss man 2000+ verdienen, damit es zum leben reicht? ich versteh da manche von euch euch echt nicht.

wenn ich 1700 verdiene und davon 1200 - 1300 fixkosten abziehe, dann bleibt immer noch genug zum auf die seite legen übrig. wer natürlich mit dem gehalt eine wohnung für 800 euro hat oder ein auto welches ihn 500 im monat kostet oder 300 beim feiern auf den kopf haut, dem kann keiner mehr helfen. aber unter normalen umständen reicht das schon.
 
Zuletzt bearbeitet:
Musst du mir nicht sagen ich komme aus der Medienbranchen und habe Jahre nach dem Studium immer noch kein richtigen Job.
Aber die ganzen Informatiker und MINT Leute können das natürlich nicht verstehen.
Würde es keine Medien geben würden nämlich alle rumheulen.

Es soll natürlich nicht niemand mehr Medien machen - aber Angebot / Nachfrage muss halt stimmen, und das tut es im Moment nicht mehr. Übrigens haben z.B. Biologen und Chemiker (zumindest ohne Promotion) genau die gleichen Probleme, das ist kein "Medien & Co" exklusives Problem.
 
wer schon am essen und heizen sparen muss trotz arbeit hat für deine genannten sachen erst recht kein geld...
das sind dann eher leute die noch spazieren gehen und flaschen sammeln weil sie sich nimmer zu helfen wissen.

Naja, ich versuche Prinzip bedingt soviel wie möglich an Heizung Strom und Wasser zu sparen. Einfach weil ich keinen Bock habe mehr als nötig dafür zu berappen. Beim essen ists ähnlich...ich gehe zB nicht außerhalb essen wenns nicht nötig ist.

Arm fühle ich mich dabei nicht.


Wobei ich kenne auch Leute die mekkern und das Handy nicht zahlen können, aber sich pizza heim liefern lassen weil die Frau grad wie jeden Tag keinen Bock hat sich 20min in die Küche zu stellen.
 
wenn ich 1700 verdiene und davon 1200 - 1300 fixkosten abziehe, dann bleibt immer noch genug zum auf die seite legen übrig. wer natürlich mit dem gehalt eine wohnung für 800 euro hat oder ein auto welches ihn 500 im monat kostet oder 300 beim feiern auf den kopf haut, dem kann keiner mehr helfen. aber unter normalen umständen reicht das schon.

Interessanterweise scheinen ja, dem Wortlaut einiger Gespräche nach, Summen unter zweieinhalb Riesen Netto eh nicht Nennenswert zu sein.

Ich kenne auch aus dem Bekanntenkreis Personen, die trotz Vollzeitjob und Nebenjob keine 1300 Euro Netto auf der Tasche haben und damit Kids (Alleinerziehend) oder Family ernähren können. Natürlich gibt es da keinen Dubaiurlaub für alle, oder ständig nen Telefon für 1000 Euro.

Aber die leben trotzdem nicht, wie die Hempels unter dem Sofa.

Einige Menschen müssen mal im Dreck gelegen haben um festzustellen, was wirkliche Not ist.

Ich habe schon Leuten finanziell ausgeholfen, die in ihrer Garage gewohnt haben, weil sie sich durch Trennung und Jobverlust nichts mehr leisten konnten.

Der eine oder andere hier sollte vielleicht mal seine eigene Lage glücklich schätzen und sich nicht an den bunten Werbebildern unserer Konsumgesellschaft messen.
 
Moin!

Ich habe zur Zeit knappe 1900 Netto, Wohne noch Zuhause was aber, sobald ich eine Festanstellung habe, geändert werden soll. Prinzipiell kann man mit den 1900 euro Leben, wenn man nicht ständig was neues haben wollen würde....hier mal ein neuer TV, da mal ne Soundbar oder Bluray. Klamotten will man auch nicht gerade von H&M haben....und schon wird das Geld knapp am ende vom Monat...ich Spare natürlich noch 400 euro und haue die 1900 euro nicht Komlett raus.

Ich ziehe den Hut vor Menschen, die mit weniger klar kommen. Ja ich weiß, ich zahle im Monat Prozentual zu viel für mein PKW, das will ich Reduzieren...aber so der Mega Sprung wird leider nicht drin sein, weil man ja auch wieder ein Speziellen PKW Wunsch hat...

Geplant ist, wenn ich den neuen Wagen habe 200 euro zusätzlich zu den 400 zu Sparen. Wären dann 600. was zumindest schon mal in richtung 1/3 geht...
 
Also als ich damals mit der Ausbildung fertig war, hab ich weiterhin gelebt wie in der Ausbildung.

Nur dass ich ca 1700€/mon für Autoteile und sonstiges Spielzeug ausgegeben habe :fresse: war lustig :)
 
Moin!

Ich habe zur Zeit knappe 1900 Netto,
Wohne noch Zuhause
und schon wird das Geld knapp am ende vom Monat..


dann machst du was falsch sry, soviel kohle verdienen, daheim wohnen und dann am ende vom monat probleme kriegen.

hab mal haus, familie usw, das ist kein vergleich zu deinem aktuellen status ;)
 
Also als ich damals mit der Ausbildung fertig war, hab ich weiterhin gelebt wie in der Ausbildung.

Nur dass ich ca 1700€/mon für Autoteile und sonstiges Spielzeug ausgegeben habe :fresse: war lustig :)

naja gut so Übertreiben muss man es jetzt nun auch wieder nicht :fresse:

Aber ich kaufe zum Beispiel kein Billig mist....zwar auch nicht das High End Gerät...aber die Mittelklasse. Was ja auch schon je nachdem ins Geld gehen kann....solang ich das nicht Zurückschraube, werde ich immer bei 1900 euro heulen, dass es nicht reicht^^


EDIT:
@ Roach13

wird ja nicht eng, in normalen Monaten komme ich locker hin...nur der Januar wurde jetzt etwas eng. Durch die ganzen Geschenke^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, billig mist wars bei mir ja auch nit. Zumindest finde ich nicht dass ein krümmer für 650€ billig ist oder ne airbox aus GFK für 450 :d.

Naja dat is jetz eh schon rum. Jetzt ist das Haus dran :P
 
n
@ Roach13

wird ja nicht eng, in normalen Monaten komme ich locker hin...nur der Januar wurde jetzt etwas eng. Durch die ganzen Geschenke^^

dann schreib es auch so, das hat sich für mich jetzt so angehört, wie wenn das doch mal öfters passieren kann.
 
Interessanterweise scheinen ja, dem Wortlaut einiger Gespräche nach, Summen unter zweieinhalb Riesen Netto eh nicht Nennenswert zu sein.

[...]

Der eine oder andere hier sollte vielleicht mal seine eigene Lage glücklich schätzen und sich nicht an den bunten Werbebildern unserer Konsumgesellschaft messen.

Wahre Worte...!
 
dann hat er knapp 1.700 euro netto. ist natürlich total wenig und reicht nicht aus zum leben (ironie=off)

das kann man so und so sehen... Ich bin bei meiner Wohnung zB recht wählerisch, da komm ich mit 500 Euro Warmmiete nicht hin... Kommt halt immer auf die eigenen Ansprüche an (und die sind in der breiten Masse scheinbar leider recht niedrig, was zumindest den Wohnraum angeht (Hab ich so das Gefühl)).
 
Die meisten hier scheinen ja eh im Osten auf dem Land zu leben. Hier bekommt man 60m² warm kaum unter 800€, wenn man nicht am AdW wohnen will.
 
Interessant - 1900€ Netto, zuhause wohnen und nur 400€ wenn überhaupt sparen...
Ich hatte knapp 1700€ Netto, hatte zuhause gewohnt - von dem Geld habe 750-1000€ im Monat zurück legen können, und ich hatte auch ein sehr gutes, neues Auto sowie aktuellen PC etc. Da muss man schon viel sinnlos auf den Kopf hauen, meiner Meinung nach...

Gesendet von meinem Nexus 4 mit der Hardwareluxx App
 
Ich glaube eher, dass jemand einmalig so viel Geld/so hohe Ausgaben hatte und sich mal eben hier damit profilieren musste ;)
 
Interessant - 1900€ Netto, zuhause wohnen und nur 400€ wenn überhaupt sparen...
Ich hatte knapp 1700€ Netto, hatte zuhause gewohnt - von dem Geld habe 750-1000€ im Monat zurück legen können, und ich hatte auch ein sehr gutes, neues Auto sowie aktuellen PC etc. Da muss man schon viel sinnlos auf den Kopf hauen, meiner Meinung nach...

Gesendet von meinem Nexus 4 mit der Hardwareluxx App

joa mag sein, dass ich den Cent nicht zweimal rum drehe. Aber das ist für mich Lebensqualität nicht überlegen zu müssen ob ich in der Stadt was trinke, esse, Kino gehe oder ob ich zu Penny fahre und mir ne Tiefkühlpizza hole.

Abgesehn davon, sobald ich das neue Auto habe, Spare ich auch 600 euro. 1000 euro werde ich nicht schaffen, aber war auch nie mein Ziel^^
 
das kann man so und so sehen... Ich bin bei meiner Wohnung zB recht wählerisch, da komm ich mit 500 Euro Warmmiete nicht hin... Kommt halt immer auf die eigenen Ansprüche an (und die sind in der breiten Masse scheinbar leider recht niedrig, was zumindest den Wohnraum angeht (Hab ich so das Gefühl)).

dann muss man es sich halt auch leisten können wenn man sonderwünsche hat. dann ist das kein problem. aber jemand der 1700 netto hat als jemand hinzustellen, dem es hinten und vorne nicht reicht (wenn er in allen dingen die verhältnismäßigkeit zu seinem gehalt beachtet) und der sich permanent einschränken muss ist einfach nicht richtig. klar ist mehr immer gut, aber wenig ist das dann trotzdem nicht. gibt genug die weniger haben und die schaffen es auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jeder geht für sich einen anderen Weg, warum den steinigen wählen, wenn der frisch polierte da ist... ;)
 
wie lange geht die befristung denn noch?
 
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