[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Aber es ging doch um Praktika nach dem Studium, nicht um Pflicht Praktika?
oder hab ich da in geistiger Umnachtung was falsches gelesen?

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Ich bezoge mich auf BXP's ersten Teil.

Nach dem Studium sollte es sowas wie berufsbezogene Praktika (also wenn du in dem Fall im Bereich Medien studiert hast) nach dem Studium nicht mehr geben! Weil das, gerade unbezahlt, reine Ausbeute ist - man hat zT das Knowhow aber wird wie ein ungelernter der mal rein schnuppert behandelt. Das dürfte nicht sein, dann sollen sie dafür eine Art Trainee-Programm erstellen wo man wenigstens nach Mindestlohn bezahlt wird.
 
Meinst du, das das vor 20 Jahren anders war? Als ich vor 18 Jahren mit der Ausbildung fertig war, hab ich auch zig mal gehört, daß ich zu wenig Erfahrung habe. Gewonnen hatte ich, als ich darauf bei einem Vorstellungsgespräch mit:" Wie soll ich Erfahrung sammeln, wenn mir keiner die Möglichkeit dazu gibt?" geantwortet habe. Eine Woche später hab ich da meinen ersten Gesellenvertrag unterschrieben.

Sehr coole Antwort. Manchmal muss man eben den Maul aufmachen und den Personalern vor die Nase knallen. Zum Glück hatte ich das Problem nie, wurde nach der Ausbildung vom Betrieb übernommen und habe ihn dann erst 8 Jahre (also knappe 12 Jahre insgesamt) verlassen.
 
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Pures Glück, dass du mit so einer patzigen Antwort genommen wurdest.
Patzig aber ehrlich, es ist nunmal unmöglich bei anfang 20 jährigen, 30 Jahre Berufserfahrung zu erwarten.
@Turbo, aus meinem Ausbildungsbetrieb wurde aus meinem Jahrgang kein Azubi übernommen, weil kein Platz für weitere Gesellen mehr war. Es wurden im Jahr vor meiner Prüfung, zwei Fillialen geschlossen (u.a. auch die, wo ich meine Ausbildung angefangen habe) und das Personal in die Niederlassung übernommen.
Die Antwort ist mir auch erst heraus gerutscht, nachdem ich zum 4. mal den Spruch mit der mangelnden Berufserfahrung gehört habe.
 
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Patzig aber ehrlich, es ist nunmal unmöglich bei anfang 20 jährigen, 30 Jahre Berufserfahrung zu erwarten.
Sicher ist es unmöglich. Es zeigt aber auch, wie gut du unter Stress reagierst bzw. wenn du mit "Gegenwind" konfrontiert bist. Der Personaler weiß vermutlich sehr genau, dass du die Berufserfahrung gar nicht haben kannst. ;)
In dem Fall hättest du locker bleiben und es gewählter ausdrücken müssen. Kann aber auch von der Branche abhängen, ob die sowas wirklich direkt oder als Test meinen. In deinem Fall ging es ja gut, also wayne.

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Das wären dann schon einmal nahezu alle Studenten :fresse:
 
Wieso denn? Wichtig ist doch, was am Ende dabei rumkommt?

Edit: Rechnet man beim Stundenlohn eigentlich so Dinge wie ein festes Weihnachts/Urlaubsgeld ein?
 
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Wieso denn? Wichtig ist doch, was am Ende dabei rumkommt?

Edit: Rechnet man beim Stundenlohn eigentlich so Dinge wie ein festes Weihnachts/Urlaubsgeld ein?

Leute mit Doppel/dreifach 450€ Job werden so aber nicht richtig erfasst.
Merkel Ferkel feiert sich für geschaffene Arbeitsplätze, dass die alle prekär,, schlecht bezahlt und Teilzeit sind siehst du nur über die Arbeitsstunden.

nein

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Man verzichtet auf Heizen, Essen und Urlaub steht da. Aber den neusten Flachbildschirmfernseher und Spielekonsole und besten PC muss man haben.

Abgesehen von dem, was da zum Thema Multimediageräte steht(wovon in dem Artikel kein Wort steht). Es ist erbärmlich, das Arbeitnehmer zum Amt rennen müssen, weil sie zu wenig verdienen.
 
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Leute mit Doppel/dreifach 450€ Job werden so aber nicht richtig erfasst.
Merkel Ferkel feiert sich für geschaffene Arbeitsplätze, dass die alle prekär,, schlecht bezahlt und Teilzeit sind siehst du nur über die Arbeitsstunden.

nein

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Ja und? Wo werden die denn nicht richtig erfasst? Geht es nun darum, wie hoch das Einkommen ist oder nicht? Dabei ist es doch vollkommen unerheblich, wieviel man dafür tun musste.
 
Zokker, les den Artikel nochmal. Da geht es um Erwerbstätige nicht um ALG2 empfänger. Diese Leute gehen arbeiten, bekommen noch ergänzende Leistungen und leben dennoch unterhalb der Armutsgrenze!
 
Noch surrealer wäre ja noch, wenn diese Stellen noch per EGZ quersubventioniert wären.
 
Zokker, les den Artikel nochmal. Da geht es um Erwerbstätige nicht um ALG2 empfänger. Diese Leute gehen arbeiten, bekommen noch ergänzende Leistungen und leben dennoch unterhalb der Armutsgrenze!

Das ist mir schon klar. Ich kenne aber einige Erwerbstätige die jammern, dass sie kein Geld für gutes Essen oder für andere Grundbedürfnisse, aber haben dann zuhause ein 55" Fernseher stehen für 1000€ anstatt sich z.B. ein Mittelklassemodel zu kaufen und den Rest zu sparen oder anderweitig auszugeben oder eben für die Grundbedürfnisse.
 
Man verzichtet auf Heizen, Essen und Urlaub steht da. Aber den neusten Flachbildschirmfernseher und Spielekonsole und besten PC muss man haben.

wer schon am essen und heizen sparen muss trotz arbeit hat für deine genannten sachen erst recht kein geld...
das sind dann eher leute die noch spazieren gehen und flaschen sammeln weil sie sich nimmer zu helfen wissen.
 
Bin mir nicht sicher, ob das in den Keks-Thread soll, aber denke hier passts auch gut hin :)

Habe meinen Werkstudent -Vertrag erhalten und bin irgendwie unglücklich mit dem Gehalt / h...

Nach meinem Master (Fahrzeugmechatronik) bin ich in die Stadt meiner Freundin gezogen. Zuvor hatte ich mich informiert wie es dort Jobmßig für einen Ing wie mich bestellt ist und es ist nicht so rosig. Zugunsten unserer Beziehung und meinen Interessen mache ich momentan noch ein W-Ing-Studium (M. Sc.) oben drauf und es macht mir auch Spass - bereue nichts :) In NRW fährt man damit auch besser. Nur leider war es ebenfalls sehr schwierig trotz (oder wegen?) des Masters eine schöne Werkstudentenstelle zu bekommen ohne direkt immer 50 - 80 km pendeln zu müssen.

Nach mehreren Absagen habe ich endlich ein Jobangebot eines kleinen Startups im E-Commerce (3 Mitarbeiter). In der Branche habe ich keine Ahnung, aber ich kann ganz gut programmieren und sie waren von mir wohl überzeugt. Leider war ich aufgrund der langen Jobsuche etwas unsicher geworden und habe mich gehaltsmäßig meiner Meinung nach unter Wert verkauft. In München habe ich als Masterstudent 13€/h erhalten und die soll ich nun auch bekommen mit Gehaltserhöhung nach 5 Monaten auf 14€/h. Im Bewerbungsgespräch meinte ich erst das sei okay, weil ich eben im E-Commerce kein Plan habe (Kennen sie x y z? - "Hmm nein, was ist das?" :fresse: ) und da ist ja noch das Gehaltsgefälle Bayern -> NRW.. Trotzdem fuchst es mich etwas, wenn man im Internet von Beträgen zwischen 15 - 20 € /h liest und ich habe ja schon einen Master.

Ich weiss. Meine Schuld, aber ich wollte endlich nen Job und mich nicht von meinen Eltern durchfüttern lassen -.- Meint ihr, ich kann bezüglich der Gehaltserhöhung nach 5 Monaten nachverhandeln (diese war so auch nicht Teil des Bewerbungsgesprächs)? Erst mal zeigen was man kann und dann fordern, oder nachhaken, bevor meine Unterschrift auf dem Vertrag landet?
 
13-14 €/h als "Werkstudent" und dann noch Jammern... Du hast sicherlich einen Master, aber für ihren Berufszweig zählt der nicht wirklich. Und mit dem Gehalt lebst du sicherlich nicht "Masterlike", aber schlecht verdienst du damit auch nicht..
 
Und von Eltern durchgefüttert werden musst du bei knapp 2200 Brutto auch nicht
 
Ich weiss. Meine Schuld, aber ich wollte endlich nen Job und mich nicht von meinen Eltern durchfüttern lassen -.- Meint ihr, ich kann bezüglich der Gehaltserhöhung nach 5 Monaten nachverhandeln (diese war so auch nicht Teil des Bewerbungsgesprächs)? Erst mal zeigen was man kann und dann fordern, oder nachhaken, bevor meine Unterschrift auf dem Vertrag landet?
Ich denke wenn die Probezeit rum ist (in der Regel 6 Monate?), kann man nach einer moderaten Gehaltsanpassung fragen. Ansonsten gilt bei uns das Motto: bevor du mehr Geld kriegst, musst erst einmal zeigen was du kannst ;)
 
Und von Eltern durchgefüttert werden musst du bei knapp 2200 Brutto auch nicht
korrekt, wenn man denn 40h/Woche arbeitet ;) Zumal man gerade mal ~10% für Rentenversicherung etc. abdrücken muss. Als Student sind aber 15 Stunden schon viel und maximal sind 20 außerhalb der vorlesungsfreien Zeit erlaubt. Zudem rede ich von der Zeit ohne Werkstudentenjob - und diese wünsche ich zu beenden.

Bin nebenbei beeindruckt wie gering der Anteil von Studenten mit Nebenjob hier an meiner Hochschule ist. In München war dieser Anteil deutlich höher. Wahrscheinlich, weil dort viele zugezogen sind und hier der Großteil noch bei den Eltern lebt :fresse:
 
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Nur in der Vorlesungszeit sind maximal 20 erlaubt. Was du in deiner Vorlesungsfreien Zeit machst ist denne wurst.
 
Bin mir nicht sicher, ob das in den Keks-Thread soll, aber denke hier passts auch gut hin :)

Habe meinen Werkstudent -Vertrag erhalten und bin irgendwie unglücklich mit dem Gehalt / h...

[...]

Nach mehreren Absagen habe ich endlich ein Jobangebot eines kleinen Startups im E-Commerce (3 Mitarbeiter). In der Branche habe ich keine Ahnung, aber ich kann ganz gut programmieren und sie waren von mir wohl überzeugt. Leider war ich aufgrund der langen Jobsuche etwas unsicher geworden und habe mich gehaltsmäßig meiner Meinung nach unter Wert verkauft. In München habe ich als Masterstudent 13€/h erhalten und die soll ich nun auch bekommen mit Gehaltserhöhung nach 5 Monaten auf 14€/h. Im Bewerbungsgespräch meinte ich erst das sei okay, weil ich eben im E-Commerce kein Plan habe (Kennen sie x y z? - "Hmm nein, was ist das?" :fresse: ) und da ist ja noch das Gehaltsgefälle Bayern -> NRW.. Trotzdem fuchst es mich etwas, wenn man im Internet von Beträgen zwischen 15 - 20 € /h liest und ich habe ja schon einen Master.[...]

IMHO bist du mit deinem Gehalt als Werkstudent gut bedient. Als Werkstudent bist du Aushilfe, und musst dich daran messen lassen. Ich persönlich kenne - in Bayern - persönlich keine Werkstudenten, die eine Bezahlung jenseits von 13,5€/h bekommen.
Um nach Beruf bezahlt zu werden, wäre es vermutlich sinnvoller, dass du dir eine Teilzeitstelle suchst, bei der du auch entsprachend bezahlt wirst.

Gehaltsangaben im Internet zum Vergleich sind immer sehr mit Vorsicht zu genießen. Vor einigen Monaten hab ich eine "Gehaltsübersicht" für "Ingenieure" in ner Zeitung gesehen. Deutschlandweit mit Infografik etc. Angesichts der Zahlen bin ich etwas stutzig geworden, da mir die alle zu hoch vorkamen. Ich meine in der Automobilbranche wird man gut bezahlt, allerdings frag ich mich, wie Ingenieure in einer Stadt ohne größere Zulieferer oder Hersteller auf ein >>Durchschnittsgehalt<< von ~80.000€/Jahr kommen sollen. Quelle war ein Lohnvergleichsportal...
 
korrekt, wenn man denn 40h/Woche arbeitet ;) Zumal man gerade mal ~10% für Rentenversicherung etc. abdrücken muss. Als Student sind aber 15 Stunden schon viel und maximal sind 20 außerhalb der vorlesungsfreien Zeit erlaubt. Zudem rede ich von der Zeit ohne Werkstudentenjob - und diese wünsche ich zu beenden.

Bin nebenbei beeindruckt wie gering der Anteil von Studenten mit Nebenjob hier an meiner Hochschule ist. In München war dieser Anteil deutlich höher. Wahrscheinlich, weil dort viele zugezogen sind und hier der Großteil noch bei den Eltern lebt :fresse:

Oder weil sie genug Geld von den Eltern in den Hintern geschoben bekommen.
 
Bin mir nicht sicher, ob das in den Keks-Thread soll, aber denke hier passts auch gut hin :)

Habe meinen Werkstudent -Vertrag erhalten und bin irgendwie unglücklich mit dem Gehalt / h...

Nach meinem Master (Fahrzeugmechatronik) bin ich in die Stadt meiner Freundin gezogen. Zuvor hatte ich mich informiert wie es dort Jobmßig für einen Ing wie mich bestellt ist und es ist nicht so rosig. Zugunsten unserer Beziehung und meinen Interessen mache ich momentan noch ein W-Ing-Studium (M. Sc.) oben drauf und es macht mir auch Spass - bereue nichts :) In NRW fährt man damit auch besser. Nur leider war es ebenfalls sehr schwierig trotz (oder wegen?) des Masters eine schöne Werkstudentenstelle zu bekommen ohne direkt immer 50 - 80 km pendeln zu müssen.

Nach mehreren Absagen habe ich endlich ein Jobangebot eines kleinen Startups im E-Commerce (3 Mitarbeiter). In der Branche habe ich keine Ahnung, aber ich kann ganz gut programmieren und sie waren von mir wohl überzeugt. Leider war ich aufgrund der langen Jobsuche etwas unsicher geworden und habe mich gehaltsmäßig meiner Meinung nach unter Wert verkauft. In München habe ich als Masterstudent 13€/h erhalten und die soll ich nun auch bekommen mit Gehaltserhöhung nach 5 Monaten auf 14€/h. Im Bewerbungsgespräch meinte ich erst das sei okay, weil ich eben im E-Commerce kein Plan habe (Kennen sie x y z? - "Hmm nein, was ist das?" :fresse: ) und da ist ja noch das Gehaltsgefälle Bayern -> NRW.. Trotzdem fuchst es mich etwas, wenn man im Internet von Beträgen zwischen 15 - 20 € /h liest und ich habe ja schon einen Master.

Ich weiss. Meine Schuld, aber ich wollte endlich nen Job und mich nicht von meinen Eltern durchfüttern lassen -.- Meint ihr, ich kann bezüglich der Gehaltserhöhung nach 5 Monaten nachverhandeln (diese war so auch nicht Teil des Bewerbungsgesprächs)? Erst mal zeigen was man kann und dann fordern, oder nachhaken, bevor meine Unterschrift auf dem Vertrag landet?

Habt ihr kein Fraunhofer bei euch in der Nähe? Mit Programmierkenntnissen wirst du normalerweise gerne genommen, als abgeschlossener Master müsstest du um die 20€ die Stunde kriegen.
Ansonsten find ich 15€ für ein 3-Mann Startup im E-Commerce ganz gut, die Branche ist ja auch eher hartes Pflaster und als Quereinsteiger hat man es doppelt schwer.
 
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