[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Zürich ist aber nun auch wirklich das Extrembeispiel, das ist das München der Schweiz. War nicht Zürich sogar in den Top3 der teuersten Städte der Welt?
 
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Der Mensch hat aber auch etwas dafür getan, und ich wollte nicht seine Verantwortung haben ;)

Was dafür getan? Verantwortung? Nee, so ist das nicht. Einfach nur Glück gehabt, denn in Deutschland gibt es auch bei Tarifunternehmen große Unterschiede. Generell jedoch verdient man deutlich mehr bei z.B. IGM. Ich kenne hier Facharbeiter, die mit >50k Brutto p.a. nach Hause gehen.

Darf man fragen wie alt du bist, was du machst und wie groß die Firma ist? Solche Bedingungen sind ja mal mehr als nur rar
So rar sind die Bedinungen gar nicht, ich kann allein in meiner Abteilung schon 3-4 nennen, die mehr verdienen und 2 von denen haben keine Führungsverantwortung. So wie ich auch nicht. Ich bin im techn. Vertrieb als Produktmanager speziell im Ausland tätig. Wobei ich viel vom Büro aus mache und nur noch ab und an reisen muss. Meine 35h sind auch eher speziell und haben sich so entwickelt, denn es ist eigentlich ein AT-Vertrag, aber bezahlt wird nach Tarif + Bonus. Mir gefällt es, denn ich muss keine Zeiten aufschreiben, aber ich kann auch ruhig früher gehen, wenn es passt. Achja, ich bin jetzt 29, bin aber schon 7J. im Unternehmen, da ich damals dual studiert habe ;).

Eigenheim, neues Auto, Weltreise, neue Möbel, Rücklagen für Autoreparaturen und Co, damit einen das nicht so hart trifft? :) Da fallen mir schon ein paar Sachen ein.

Bei uns wird ab sofort jeder irgendwie möglicher Euro zurückgelegt, da wir am Wochenende in einem Musterhauspark waren und nun beschlossen haben asap ein Eigenheim zu kaufen oder bauen. Mal schaun, wie sich das finanzieren lässt :)
Das mit dem asap Eigenheim würde ich mir sehr gut überlegen. Das kann wirklich darin ausarten, dass man nur für das Haus lebt. Denn die Alternative ist der Kompromis und eine kleinere Immobilie, die auch eher unzufrieden macht. Ich verstehe hier viele Finanzierer nicht, da sie zum einen das Wohlgefühl beim Eigenheim anpreisen, aber gleichzeitig Schulden für 20-30J. in Kauf nehmen und exorbitante Zinsen zahlen.

Immer wieder schön wie Kinder die daheim wohnen anderen erklären was das Leben so kostet und wie man es angehen muß ;)
Jepp, das kenne ich auch. Allerdings bin ich auch eher später ausgezogen, da ich anfangs viel beruflich reisen musste. Da hätte sich eine Mietwohnung gar nicht gelohnt und ich habe daher lieber auf die ETW gespart. Aber das mit den Kosten im Leben ist echt krass. Auch nach Jahren noch wird man ständig überrascht, wenn mal eine Rechnung eintrudelt oder wieder ein paar Haushaltskäufe anstehen.
 
Die Zweitwohnsitzsteuer, wenn es sie denn gibt, fällt für jeden an. Die hat mit dem Arbeitsstatus nichts zu tun.

Wieso meinen Studenten eigentlich immer, sie müssten gar keine Steuern zahlen. Selbst wenn man als Student entsprechend viel arbeitet und/oder verdient, muss man Lohnsteuer und sozialabgaben zahlen.
 
Nicht überall. Ich habe einen Zweitwohnsitz, für den ich keine Steuern zahle. (Und auch nicht muss :fresse:)
 
Bielefeld hätte auch Zweitwohnsitz-Steuer verlangt. Deswegen ist das jetzt mein Erstwohnsitz :motz:
 
Aktualisiert :

280 miete inkl dsl, Telefon, Strom und Heizung (Hälfte)
Ca 100 für Lebensmittel
40 bu + Rente
10 jeden Monat aufs Sparbuch vom Patenkind
10 vereinsbeitrag pro Monat

Miete zahlen Eltern
Bafög 220
Arbeite stundenweise für ein großes unternehmen von Zuhause aus, Erfassung von Chemikalien, SDB anfordern, Betriebsanweisungen verfassen etc..
Da ist zwischen 50 und 400 Euro alles möglich.

Solange das Konto insgesamt immer voller wird statt leerer, mache ich wohl alles richtig :rolleyes:
 
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Steuern? Als Student? :coffee:
Jep, die Höhe hängt von der jeweiligen Stadt ab. Ich wüsste aber auch nicht, warum man als Student unbedingt einen Zweitwohnsitz braucht. Ich kenn aber einen, der nach seinem Magister-Studium dann eine hohe Rechnung bekommen hat...

Edit. Im Übrigen haben die Studentenheime bei mir in der Stadt das sofort dem Bürgeramt gemeldet... :d
 
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Glaube rechtlich muss man sich nach spätestens 1 Woche ummelden. Die Frage ist nur wer das dann auch prüft. Die Stadt hat es bei uns z.B. nicht gejuckt - haben auch nicht gefragt wann genau man umgezogen ist.
 
Offiziell hat man nur ne woche Zeit (oder man macht einen Termin telefonisch, der kann glaub ich dann auch später sein).
Die kommen darauf wenn irgendwelche, mit dem Amt zusammenarbeitende, Organisationen (Krankenkasse, Finanzamt, glaube auch GEZ o.ä.) die neue Adresse erhalten. Dann wirds teuer. Habe fast 3 Jahre in einer Wohnung gewohnt ohne gemeldet zu sein. Lag aber wohl auch daran, dass ich eine Mitbewohnerin hatte die gemeldet war. Vielleicht war das dann als "vermietet" registriert oder so^^
 
wie lange man zum ummelden zeit hat, steht im meldegesetz des jeweiligen bundeslandes. in bayern z.b. 1 woche, wird aber woanders auch so sein vermute ich. und zweitwohnsitzsteuer gibt es sowohl bei eigentum als auch bei miete, das spielt keine rolle, wohnsitz ist wohnsitz. wer wo eine immobilie hat, die aber nur vermietet und nicht tatsächlich dort wohnt zahlt nix, sollte klar sein. sich nicht fristgerecht ummelden ist eine owi und kostet bußgeld. kann je nach schwere des verstoßes aber auch teuer werden.
 
Naja Wischwasser in den Straßengulli schütten ist auch ne owi und kostet Bußgeld... wird auch nie geahndet.

Bei Rot über ne Ampel gehen wenn kein Auto in der nähe ist, ist auch ne owi..

Sovieles ist ne owi.

Dass die meisten Städte da ein Auge zudrücken liegt daran, dass man es schlicht schwer kontrollieren kann. Viele - gerade Studenten - vergessen es im Stress der ersten Studienwochen (und genau genommen kümmert es einen großteil der größeren Studentenstädte sogar einen Scheissdreck, ob Studenten überhaupt zu Studienbeginn eine bezahlbare Unterkunft finden.. das wird immer in die Verantwortung der Unis abgeschoben). Da denke ich als letztes dran, der Stadt was gutes zu tun und mich sofort umzumelden.

Fakt ist, die sind froh wenn sich Leute ummelden. Und wenn sich rumspricht, dass eine Stadt zum Beispiel grundsätzlich ein hohes Bußgeld verhängt, gibt es viele "noch nicht angemeldete" die sich dann erst recht nicht mehr ummelden.

Wenn es den Städten bei der Ummeldung nur um die Steuern geht die sie bekommen, dann sollten die sich doch erstrecht dafür einsetzen, den Datenschutz hoch anzusetzen.
Wenn mir das Einwohnermeldeamt versichern kann, dass meine Daten in keinem Fall weitergegeben werden - weder an die GEZ, noch an irgendwelche andern Vereine, Kirchen, etc. Dann bin ich der letzte der sich nicht ummeldet.
Ich mache es einzig und allein nicht, weil man dann sofort wieder die Rundfunkgebühreneinzugszentrale an den Hacken hat.
Ich habe zwar eine Befreiung wegen BaFög, aber das BaFög-Amt braucht bei dem Ansturm von Studenten sehr viel Zeit (meine Schwester hatte 11 Monate auf ihren Bescheid gewartet). Der RGEZ ist das egal - sobald ein Befreiungszeitraum abgelaufen ist, berechnen die automatisch den Beitrag. Und das versuche dann mal rückwirkend wiederzubekommen..
 
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Ja, diese Verteilung ist leider Bestandteil des Kapitalismus und das wird sich in Zukunft eher verschärfen als bessern. Auch in Deutschland haben wir zunehmend diese Tendenz. Das merkt man auch vor allem an den regionalen Unterschieden selbst innerhalb mancher Bundesländer. Zwischen den Bundesländern wird es noch extremer. Hier in Stuttgart ist >10% Arbeitslosigkeit unvorstellbar, während es in vielen neuen Bundesländern eher höher ist :(.

Wer nimmt denn derzeit exorbitante Zinsen in kauf? Sind doch eh extrem nieder ;)
Haha, ich hatte mir schon gedacht, dass meine Aussage missverständlich sein könnte. Denn du meinst den Zinssatz, ich aber die absoluten Zinsen, die gezahlt werden. Diese hängen nämlich von Kredithöhe, Laufzeit, Zinssatz und Tilgungshöhe ab ;). Z.B. zahlt man bei 250k Kredit bei 3% Zinssatz und 20J. Laufzeit insgesamt ~80k Zinsen. D.h. fast 1/3 der Summe wird zusätzlich der Bank geschenkt. Bei 10 Jahren Laufzeit sind es hingegen 15% zusätzlich an Zinsen an die Bank. Der Unterschied sind halt 1400€ vs. 2400€ mtl. Rate.

Ist halt immer die Frage, wie viel Geld man bereit ist der Bank zu schenken. Aber ich habe den Verdacht, dass nahezu kein Häuslebauer diese Rechnung aufstellt. Denn gerade hier im Schwabenländle wird teilweise 80% finanziert und der eher sparsame Schwabe schenkt der Bank bereitwillig viel Geld. Bei meiner Wohnung werden es ca. 13% der Kreditsumme sein (sofern ich nicht Sondertilgung mache), die ich an Zinsen zahle. Da aber meine Kreditsumme eher niedrig ist, kann ich gut damit leben. Das geht aber nur, weil in meinem Fall 10J. zu Abzahlung reichen.

Ich würde mir niemals einen Kredit nehmen, der mich 20J. bindet. Mein maximum liegt bei 10-15J. Dann kommt das Haus halt eher später oder gar nicht. Stehe ja nirgends geschrieben, dass man in seinem Leben ein Haus bauen muss :).
 
@Jlagreen

Kein Immokredit bindet dich 20 Jahre. Nach 10 Jahre hast du ein Sonderkündigungsrecht-->IMMER
 
heute gelesen ca 10% der Akademiker in Deutschland arbeiten für unter 10€ die Stunde...
Das ist übel, allerdings ist das mit Statistiken immer so eine Sache..

Warum einige Ausbreiten was sie bekommen (nicht verdienen) wird mir immer ein Rätsel sein :)
 
Ja. Das ist bei mir im Moment auch so. Mache gerade ein Masterpraktikum, bin jedoch mit meinem Bachelor ja auch schon Akademiker :fresse:
 
Naja, wenn ich mir meine Kommilitonen mal so angucke... Fraglich ob die überhaupt mal Arbeit bekommen, die ihrem Titel gerecht ist :fresse:
 
Sind die ganzen Geisteswissenschaftler nicht auch alle Akademiker? Ich glaube kaum, dass 10 Prozent der Ingenieure unter 10€/Stunde arbeiten.
 
Würd mich auch stark wundern, wenn es so viele Ings geben würde die unter 10€ pro Stunde arbeiten!
 
Im echten Leben zählt Netto nicht - du verdienst schließlich Brutto (auch wenn du nur vom Netto was hast ^^)
 
Im echten Leben zählt nur das Netto!

Zum Vergleichen der Gehälter ist aber Brutto sinnvoller. Die 4000€ netto von Jlgreen hätte ich bei SK3 schon im 2. Berufsahr. Um in SK1 auf die 4000€ netto zu kommen, muss ich noch einige Jahre arbeiten und die Karriereleiter etwas hochklettern.

Und auch für den Lebensstil ist das Netto nur bedingt aussagekräftig. Bei dem Beispiel von SK3 hat man dann ja auch noch eine Frau, die von dem Geld mitleben muss. Wenn ich alleine so viel Netto hätte, könnte ich ganz anders leben.
 
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