[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Eine bAV kann man immer enpfehlen, gibt es auch als Hybrid (klassisch und Fondsgebunden). Gibt halt Vorteile in Sachen Garantie und Rendite.

Das Entkoppeln von BU und Rente ist immer besser als in einem Vertrag
 
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Die beste Altersvorsorge sind und bleiben Immobilien. Selbst in nicht praller Lage (Ruhrpott) sind vermietete Wohnungen bares Wert, und der Wert bleibt auch nach einem Währungscrash. Man muss es sich natürlich erstmal leisten können, was soviel heißt wie: Erben.

Nun, das kommt eigentlich nur darauf an, wieviel man dafür zahlt. Wenn man günstig einkauft, dann hat man schonmal gewonnen, denn im Einkauf liegt der Gewinn.

Bei Immobilien sollte man sich im besten Fall ein wenig auskennen, denn einfach so auf lustig Immobilien kaufen geht meistens daneben.

Ich denke, dass in den nächsten 5 Jahren die Preise für die Immobilien wieder etwas sinken werden, da es größten Teils einfach zu teuer geworden ist. Ich kenn ja die Marktsituation in anderen Ländern nicht wirklich, aber bei uns ist das jedenfalls zu beobachten.

Wenn jemand ne sanierte Altbau-Wohnung in Wien haben will als Wertanlage, der soll sich melden :d
 
Ok, ich rechne zusammen:

* 3k/Jahr über den Riester
* 1.6k in RV/LV
* 6k/Jahr Fonds
* 12-16.8k/Jahr sonstiges
====
22.6-27.4k/Jahr sprich im Schnitt 2k/Monat plus Haus/Wohnung im Moment an Aufwänden. Ganz ok. :d

Was machst du beruflich, und wie alt bist du, wenn ich fragen darf? (sorgt zwar nur für schlechte Laune bei mir, aber egal... :) )

Das kommt in etwa hin, zu den 2k kommen noch 800€ Tilgung für die Wohnung. Bleiben 1200€ für den Rest pro Monat, da ich so knapp 4k € Netto in Stkl. 1 habe. Das reicht auch ganz gut, meist bleiben davon auch noch 100-300€ zusätzlich übrig, falls ich mal in einem Monat keine wirklichen Konsumausgaben habe (wenig Ausgehen, etc.). Daher sind bei mir fast alle Spareinlagen per Dauerauftrag bis auf das Aktiendepot, das erhält Cash abhängig vom Kontostand am Monatsende.

Diesen Monat gibt es dann auch noch etwas Urlaubsgeld, das wandert entweder direkt ins Aktiendepot oder mal schauen, was ich damit mache :).

Und zu deiner Frage: Ich bin gerade 29 geworden und bin als Ing. im Außendienst tätig, d.h. Spesen kommen meist auch noch hinzu, die verballere ich aber komplett :fresse:. Vor allem wurden bei uns jetzt Spesensätze verdoppelt sofern man Economy fliegt, das ist super, in manchen Ländern gibt es nun 80-100€ steuerfrei pro Tag für Verpflegung. Mit 20€ komme ich in fast jedem Land aus und so bleiben auch 4-stellige Spesenbeträge pro Jahr über.

Generell jedoch bin ich auch der Ansicht, dass Geld allein nicht glücklich macht. Aber es beruhigt sehr, vor allem merkt man mit dem Alter zunehmend, dass viele Dinge ohne Geld einfach nicht gehen. Ich kann mir heute gar nicht mehr vorstellen, wie ich als Student mit einem Bruchteil auskommen konnte. Ironischerweise bin ich wieder berufsbegleitender Student (MBA) und die Sache läuft nun anders ab. Z.B. brauchte ich gerade ein paar Bücher, also habe ich gestern mal eben für 100€ welche bestellt. Bei solchen Summen denke ich meist gar nicht mehr nach, Bekannte mit ihren 1500€ Netto hingegen haben es da richtig schwer. Ich bin deswegen auch sehr dankbar für meine Situation, aber Glück allein war es auch nicht, etwas dafür tun mussteich schon ;).

Da würden bei mir die Alarmglocken schrillen. Wie soll das funktionieren? Wer leiht sich so teures Geld, dass >8% Rendite p.a. machbar sind?

Weißt du eigentlich, was Private Equity ist? Das sind Unternehmensbeteiligungen abseits der Börse, aber auch Infrakstrukturen, Immobilien, etc. Generell geht es da um sehr hohe Summen in Mio.-Höhe. Als Kleinanleger kommt man da nicht direkt rein, nur über geschlossene Fonds, weil der Fonds dann als institutioneller Anleger investiert. Die Sache muss lange und geschlossen laufen, denn das Kapital wird ja investiert und man beteiligt sich direkt in Unternehmungen. Da kann es nicht kurzfristige Kapitalabflüsse geben. Die Renditen in solchen Bereichen übersteigen die 8-10% p.a. idR bei weitem, allerdings eben auch eher für die institutionellen Anleger, die Kleinanleger bekommen halt auch nur einen kleines Stück vom Kuchen ;). Ich bin da auf 2 Fonds verteilt, einer investiert in den deutschen Mittelstand und der andere in Infrakstruktur/Immobilien im Zuge des weltweiten Bevölkerungswachtums. Letzterer vermietet Objekte jedoch nicht, es geht eher darum Projekte zu realisieren und diese anschließend zu verkaufen (z.B. Einkaufscenter, Hotels, Verkehrsanbindungen, etc.). Das Risiko ist natürlich hoch, aber anders kommt man an solche Renditen nicht.

Rentenvorsorge finde ich ein wichtiges Thema. Da ich erst relativ frisch im Berufsleben bin, muss ich mich damit gerade befassen. Ne betriebliche AV gibt es bei uns, die wohl auch ganz gut ist (hab das selber noch nicht durchgerechnet, was am Ende bei rumkommt). Zur Zeit überlege ich, was ich noch abschließen soll. Im Moment hab ich jeden Monat ca. 1000€, die irgendwo angelegt werden sollten.
Da du scheinbar gerade erst angefangen hast, ist mein Tipp ganz klar, dass der Großteil des Geldes eher kurz- bis mittelfristig angelegt sein sollte. Du wirst in den nächsten Jahren Kosten haben und Reserven sind daher immer gut.

Von den 1000€ würde ich max. 300€ jetzt in langfristige Verträge legen, der Rest sollte wirklich ins Tagesgeld. Dort erstmal einen Puffer von 3-5x Nettogehälter ansparen (wobei ich nicht unter 10.000€ Cash halten würde).
Und was dann noch übrig bleibt, dass würde ich dann versuchen gewinnbringend zu investieren und hier kommt man idR an der Börse nicht vorbei. Bis zum Überschuss jedoch hast du dann ja genug Zeit mit Musterdepot und Literatur Wissen aufzubauen und Erfahrung zu sammeln ;).

BU: hab ich schon (BU-Rente bis 67: 1600€ inflationsbereinigt),
Das ist sehr gut! Zum einen eine eigenständige BU und vor allem bis Renteneintritt. Viele BUs laufen nur bis 60 oder gar 55, dabei ist in solch einem Alter einen krankheitsbedingte BU wesentlich höher als in jungen Jahren.

Riester: Ist ganz nett. Die Versteuerung zum Renteneintritt ist zwar irgendwie doof aber dafür kann man die Beiträge jetzt (teilweise) von der Steuer absetzen. Was mich hier stört sind die derzeit extrem niedrigen Garantiezinsen. Daher zögere ich sehr stark mit einem Abschluss.

Rürupp: Hier gilt eigentlich das selbe, wie bei Riester. Eins von beiden werde ich wohl irgendwann abschließen (schon wegen der Pfändungssicherheit) aber derzeit sind die Bedingungen so unterirdisch ...
Riesterrente ist wirklich eine komische Sache. So richtig alles erklären konnte mir da bisher noch kein Berater. Vor allem scheint sich fast keiner mit der Nachbesteuerung auszukennen. Jedoch ist klar, dass man idR im Rentenalter einen niedrigeren Steuersatz hat. Zumindest nach aktuellem Stand sind ja Kapitalerträge gesondert betrachtet und unterliegen der Abgeltungssteuer. Riesterrente hingegen wird dann eben auf das Einkommen voll angerechnet, das dann halt aus Rente und Betriebsrente besteht.
Bei vielen Berechnungen ist es auch so, dass sich Riesterrente wohl nur dann lohnt, wenn man ziemlich lange lebt (90+). Allerdings fehlen mir Beispiele mit Teilauszahlung, z.B. habe ich einen Vertrag, bei dem ich 30% des Kapitals auszahlen lassen kann bei Renteneintritt. Gute Produkte soll es wohl von DWS geben, wobei ich da auf Bank- oder Fondssparplan setzen würde, langfristig besser als eine Versicherung. Ich habe damals leider einem Berater vertraut und nun ist ein Wechsel halt ziemlich teuer.

Immobilien: Langfristig wird da wohl auch Geld reinfließen. Nach nicht mal 6 Monaten im Beruf fehlt mir hier aber definitiv noch Eigenkapital.
Bei Immobilien würde ich ganz strikt zwischen selbstgenutzt und vermietet unterscheiden. Selbstgenutztes Eigentum kann ggf. zur Altersvorsorge beisteuern, wenn es abbezahlt ist und der Unterhalt nicht zu teuer ist, so dass man wirklich Miete spart. Vermietete Immobilien hingegen sind ja Kapitalanlagen mit Rendite, d.h. man erwartet Zinsen. Wichtig ist nur, dass man dies nicht mit einem Sparbuch verwechselt. Vermietete Immobilien können ggf. viel Aufwand bedeueten, wenn man die Verwaltung selbst macht. Neben Mietern, sitzen einem ja auch die Eigentümer im Nacken (sofern kein Haus), d.h. man muss sich schon darum kümmern.
Dies ist der Grund wieso ich derzeit bewusst keine vermieteten Objekte anvisiere, weil ich einfach keine Zeit für die Verwaltung habe. Außerdem warte ich ab bis die Zinsen steigen und mit Ihnen der Immobilienwert sinkt. Hohe Zinsen sind bei Vermietungen nicht ganz so ein Problem, da steuerlich absetzbar.

Fondsparen: Das werde ich wohl sehr zeitnah abschließen und da jeden Monaten 100-200€ einzahlen.
Grundsätzlich eine sehr gute Idee, sofern die richtigen Fonds gewählt werden. Allerdings gibt es diese leider kaum, da Vergangenheit nicht unbedingt ein Indikator für die Zukunft sein kann. Wenn ein Fonds z.B. in Rohstoffe investiert, sah er die letzten Jahre super aus, aktuell hingegen gar nicht. Allerdings könnten es nun auch wieder Einstiegskurse sein. Generell ist bei sehr langem Anlagehorizont der Cost-Average-Effekt durchaus eine feine Sache, aber ich würde zusätzlich absichern. Wenn sich da mal ein 4-stelliger Betrag angesammelt hat, würde ich diesen mit StopLoss absichern, um Gewinne zu realisieren. Und wenn es dann zum Kurssturz kommt und dieser nachhaltig ist (z.B. 2003 + 2007), dann würde ich den erhaltenen Betrag splitten und mit Raten wieder günstige Anteile kaufen. Der Sparplan läuft unbeirrt weiter, so kann man nämlich auch Gewinne mitnehmen und antizyklisch investieren. Z.B. hat der DAX in einem Jahr +30% gemacht, im Jahr aber einige Schwankungen hinter sich, hätte man diese ausgenutzt, wäre man mit deutlich mehr Gewinn rausgekommen ;).
Wichtig ist aber, dass man vor allem auf Gebühren achtet, d.h. einen Broker wählt, der Rabatt gibt oder in z.B. ETFs investiert. Generell empfehle ich Index-ETFs als langfristiges Investment, denn dass es einen DAX oder Dow Jones in 30J. nicht mehr gibt, ist ziemlich unwahrscheinlich.
 
Weißt du eigentlich, was Private Equity ist?
Ja ...
Das sind Unternehmensbeteiligungen abseits der Börse, aber auch Infrakstrukturen, Immobilien, etc. Generell geht es da um sehr hohe Summen in Mio.-Höhe. Als Kleinanleger kommt man da nicht direkt rein, nur über geschlossene Fonds, weil der Fonds dann als institutioneller Anleger investiert. Die Sache muss lange und geschlossen laufen, denn das Kapital wird ja investiert und man beteiligt sich direkt in Unternehmungen. Da kann es nicht kurzfristige Kapitalabflüsse geben. Die Renditen in solchen Bereichen übersteigen die 8-10% p.a. idR bei weitem, allerdings eben auch eher für die institutionellen Anleger, die Kleinanleger bekommen halt auch nur einen kleines Stück vom Kuchen ;). Ich bin da auf 2 Fonds verteilt, einer investiert in den deutschen Mittelstand und der andere in Infrakstruktur/Immobilien im Zuge des weltweiten Bevölkerungswachtums. Letzterer vermietet Objekte jedoch nicht, es geht eher darum Projekte zu realisieren und diese anschließend zu verkaufen (z.B. Einkaufscenter, Hotels, Verkehrsanbindungen, etc.). Das Risiko ist natürlich hoch, aber anders kommt man an solche Renditen nicht.
das erklärt allerdings überhaupt nichts, da man heutzutage keine 8-10% auf den Tisch legen muss, um an Geld zu kommen, wenn es nicht absolute Ramschpapiere sind. Egal, wie langfristig man anlegt. Geschlossene Fonds haben wirklich einen "hervorragenden" Ruf. Deiner hat ja wenigstens nicht in Schiffe investiert, aber man munkelt, die Immobilienpreise sind auch schon wieder eine Blase. Ich habe dann davon die Finger gelassen. Wie gesagt, bei zweistelligen Renditeversprechen (garantiert ist ja überhaupt nichts [i.d.R. stehen die Projekte, in die investiert wird, überhaupt noch nicht fest wenn man einsteigt] und das Risiko geht bis hin zum Totalverlust, im besten Fall muss man sogar weiter zahlen, obwohl der Fonds schon pleite ist) klingeln bei mir die Alarmglocken.

Edit: Ich will es dir nicht madig machen. Ich persönlich meine nur, dass ein guter geschlossener Fonds riskant ist und ein schlechter (z.B. mit Nachschusspflicht) absoluter Schrott. Denke, das wird dir bei der Rendite auch selbst klar sein. Ich bin absolut kein Finanzexperte sondern habe auch nur nachgelesen, weil mir soetwas angeboten wurde. Für 10% Rendite muss man doch irgendwie schon in ziemlichen Mist investieren, wo keine Bank für Geld geben will. Sonst sehe ich nicht den Grund, warum das Geld nicht von einer x-beliebigen Bank zu 5 oder 6% bei der derzeitigen Zinslage kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh man alles Experten hier, ich glaube dafür bin ich zu einfach gestrickt.
Die Waisen Rente meiner Tochter wird einfach aufs Sparbuch gepackt, was sie mit 18 bekommt.
Das was ich spare sind im schnitt 650€ die kommen aufs Bargeld Konto, das gesparte aus mein leben als ich noch kein Rentner war ist auf ein simplen Sparbuch
 
Durch Hebel(Kredite) etc. ist alles möglich :) nur halte ich da die 8-10% schon fast wieder für niedrig.
 
Sind die % denn p.a.? Weil ich kann mit DAX-Aktien ja auch >30% bekommen, nur halt in 20 Jahren :d
 
Oh man alles Experten hier, ich glaube dafür bin ich zu einfach gestrickt.
Die Waisen Rente meiner Tochter wird einfach aufs Sparbuch gepackt, was sie mit 18 bekommt.
Das was ich spare sind im schnitt 650€ die kommen aufs Bargeld Konto, das gesparte aus mein leben als ich noch kein Rentner war ist auf ein simplen Sparbuch

Mal darüber nachgedacht zumindest für den Eigenbedarf eine Immobilie zu kaufen? Auf dem Sparbuch wirst du kalt enteignet, für die Tochter macht es natürlich durchaus Sinn, aber für dich?;)

Und das mit dem Verwaltungsaufwand bei vermieteten Immobilien stimmt durchaus, Verwandte von mir überlegen deshalb auch ob sie die ~60 Wohnungen die Sie haben verkaufen und das Geld anders anlegen... Andererseits bleiben da nach Steuern und anderen Ausgaben auch ein hoher 5-stelliger Betrag pro Jahr übrig, das ist als Zusatzrente auch nicht zu verachten (sind eh Rentner und haben nichts anderes zu tun:d), und wie gesagt; Nach nem Währungscrash gibt es das äquivalent in der neuen Währung weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe eine bezahlte Eigentumswohnung
 
Weil du dann nicht an schwachsinnige Versicherungsregeln gebunden bist ;)

Gesendet von meinem GT-I9305 mit der Hardwareluxx App
 
Ja, ein wenig muss schon sein, denn nach 40J. will ich die Beine so richtig hoch strecken:

1. Betriebsrente:
-> 5% des Jahresbrutto vom AG Zuschuss, bei 6% Verzinsung
-> netter Bonus, beachte ich aber nicht, außerdem wird bald gekürzt :(

2. Riesterrente:
-> 2100€ p.a. in Fondsgebundene Versicherung
-> Steuererstattung von ~900€ p.a. wird in der Regel gespart/reinvestiert
-> Nachbesteuerung ist kacke, aber im Rentenalter ist der Steuersatz idR deutlich niedriger
-> weiß nicht, ob ich es nochmal abschließen würde, aber nun lasse ich es laufen

3. Private Rentenversicherung und LV (vor 2005):
-> 1100€ p.a. mit 3% Dynamik in RV
-> volle Kapitalauszahlung mit 65 möglich
-> 500€ p.a. in LV
-> beide steuerfrei, Garantiezins ~3-3,5%

4. Immobilien:
-> Eigentumswohnung, Wert ca. 150.000€
-> >60% abbezahlt, Rest in spätestens 6-7J.
-> Ziel bis Renteneintritt: 1 Haus + 2-3 vermietete Wohnungen

5. Fondssparpläne:
-> 500€ pro Monat in diverse Fondsparpläne
-> langfristiger Horizont, ggf. bis Renteneintritt

6. Rest:
-> 300€ pro Monat in Private Equity (10J. u 20J.) mit Zielrendite von 8-10% p.a.
-> 200-300€ pro Monat in Tagesgeld, stetige Reservenbildung
-> je nach Ausgaben 500-800€ pro Monat Cash in Aktiendepot, Zielrendite 5-8% p.a.


Vom DRV hatte ich letztens ein Schreiben, dass ich voraussichtlich mit 2600€ Rente rechnen kann, falls ich weiterhin so viel einzahle wie bisher. Das ist aber Brutto und bei meinem Eintritt wird das zu 100% versteuert, bleiben davon bei Stkl. 1 gerade mal 1650€ Netto. Dank Inflation (2% p.a. auf 40J) sind es dann noch gute 700€ wert. Mein Ziel im Rentenalter sind aber heutige 2500€ Netto, was nach Inflation 5500€ entsprechen würde. d.h. mir fehlen dann im Alter satte 4800€ :fresse:.
Wenn ich nun also sagen wir mal so gut bin und 5% p.a. erwirtschafte, was nach Steuern ca. 3,7% p.a. sind, dann brauche ich ein Kapital von ~1,6 Mio. €. Das klingt krass, ist es auch, ist aber auch mein Plan. Im Rentanalter will ich Millionär sein, denn nur so kann ich meinen Lebensabend genießen. Das Ziel ist eine lineare Zunahme des Vermögens, d.h. jetzt nicht alles verprassen, dafür ein kontinuierliches Wachstum des Wohlstands ;).

Sicher wird das Leben mir den ein oder anderen Strich durch die Rechnung machen, aber wenn ich es grob schaffe, bin ich auch zufrieden. Und falls ich frühzeitig den Löffel abgebe, ist es auch nicht schlimm, denn dann werden sich Nachkommen über die finanzielle Spritze freuen :).

Wow, das hört sich sehr durchdacht an, Respekt. Wenn ich Ahnung von dem ganzen Finanzkrams hätte, dann hätte ich auch schon irgendwelche Anlagen.
Mein Versorgungswerk schickt mir jährlich auch Hochrechnungen über meine Rente. Liest sich alles gut von den Summen her. Sollte ich vielleicht doch noch was privates zusätzlich abschließen?

free
 
Wer ein gutes Einkommen hat muss und sollte sich auch informieren über gute Anlagestrategien. Grundlegend kann aber fast immer ein 1/4 in Risiko (z.B. Aktien), 1/4 in Sicherheit (z.B Sparbuch), 1/4 in Wertanlagen (Immobilien, Edelmetalle) und 1/4 in Bar halten.

Mann muss aber auch erwähnen das man mit 4.000€ Netto natürlich viel mehr Optionen und Möglichkeiten als mit 1500€.

Wer eine gute gesetzliche Rente erhält bzw. die Hochrechnung sollte auch immer mal die Inflation berücksichtigen. Wenn man hier noch die echten Preistreiberei berücksichtigt wie Mieten, Strom und Benzin, können z.B. 1500€ in 30 Jahren mal locker nur 600-700€ heutiger Kaufkraft entsprechen.


Sent from my iPhone 4S
 
Zuletzt bearbeitet:
Da gibts ganz nützliche Rentenrechner online, mit denen man komfortabel rechnen kann, was zum Renteneintritt real bleibt. Ich würde da auch immer mit langjährig 3% Inflation berechnen, damit sollte man auf der sicheren Seite sein.
 
Ja ...

das erklärt allerdings überhaupt nichts, da man heutzutage keine 8-10% auf den Tisch legen muss, um an Geld zu kommen, wenn es nicht absolute Ramschpapiere sind. Egal, wie langfristig man anlegt. Geschlossene Fonds haben wirklich einen "hervorragenden" Ruf. Deiner hat ja wenigstens nicht in Schiffe investiert, aber man munkelt, die Immobilienpreise sind auch schon wieder eine Blase. Ich habe dann davon die Finger gelassen. Wie gesagt, bei zweistelligen Renditeversprechen (garantiert ist ja überhaupt nichts [i.d.R. stehen die Projekte, in die investiert wird, überhaupt noch nicht fest wenn man einsteigt] und das Risiko geht bis hin zum Totalverlust, im besten Fall muss man sogar weiter zahlen, obwohl der Fonds schon pleite ist) klingeln bei mir die Alarmglocken.

Edit: Ich will es dir nicht madig machen. Ich persönlich meine nur, dass ein guter geschlossener Fonds riskant ist und ein schlechter (z.B. mit Nachschusspflicht) absoluter Schrott. Denke, das wird dir bei der Rendite auch selbst klar sein. Ich bin absolut kein Finanzexperte sondern habe auch nur nachgelesen, weil mir soetwas angeboten wurde. Für 10% Rendite muss man doch irgendwie schon in ziemlichen Mist investieren, wo keine Bank für Geld geben will. Sonst sehe ich nicht den Grund, warum das Geld nicht von einer x-beliebigen Bank zu 5 oder 6% bei der derzeitigen Zinslage kommt.

Das System kann nicht über Banken laufen, weil Banken Sicherheiten und regelmäßige Zinszahlungen verlangen. Wie aber soll das funktionieren, wenn das Geld in ein Unternehmen oder ein Immobilienprojekt investiert ist? Dem Unternehmen oder Projekt einfach die Geldmittel entziehen? Dann ist das ganze Vorhaben zum Scheitern verurteilt. Außerdem treten PE Fonds ja eben gerade selbst als institutionelle Investoren auf, sind also quasi ein Kapitalgeber anstatt einer Bank. Der Unterschied ist, dass die Bank nur an den Zinsen interessiert ist, während PE Manager am Erfolg des Projekts orientiert sind und Mitbestimmung einfordern bzw. beraten.

Private Equity ist sehr risikoreich, das stimmt, kann aber für sehr hohe Renditen sorgen. Daher sollte man auch nur einen kleinen Teil investieren. Leider geht es da um Summen, die man als Kleinanleger nicht hat, daher geht es nur gebündelt in geschlossenen Fonds. Ziel ist es eben sich an einem Unternehmen oder einem Projekt zu beteiligen während es noch quasi in den Kinderschuhen steckt. Und eben nicht an Renditeversprechen (Mieten, Schiffe, Windräder, Container, etc.). Wenn das Unternehmen/Projekt sich dann entwickelt, wird die Beteiligung auch im Wert steigen und so können exponentielle Renditen erzielt werden. Z.B. hat Peter Thiel in 2004 $500.000 in Facebook investiert, beim Börsengang wurden daraus $45 Mio.. Das ist natürlich ein krasses Beispiel, aber es gibt im Mittelstand auch in DE immer wieder Unternehmen, die ihren Wert innerhalb weniger Jahren verfielfachen. Nur kann man sie meist nicht an der Börse handeln, da ist dann das PE, die einzige Möglichkeit. Oder beim Thema Infrastruktur, ich reise seit mehreren Jahren regelmäßig nach Istanbul. Was sich da alles getan hat in den letzten Jahren, ist der Wahnsinn und wenn es in der Türkei mit dem Wachstum vorbei ist, finden sich andere Länder, z.B. ist Nordafrika auch stark im Kommen. Der Vorteil von PE ist, dass es außerhalb der Börse agiert, d.h. wenn Aktien fallen, stört das PE nicht, nur Krisen sind bedrohlich, aber die bedrohen eh fast jede Anlage.

Sind die % denn p.a.? Weil ich kann mit DAX-Aktien ja auch >30% bekommen, nur halt in 20 Jahren :d
Ja, die 8-10% sind p.a. gerechnet, wobei das auch nur theoretische Werte sind. PE sind etwas speziell, denn normalerweise gibt es regelmäßig Ausschüttungen, an denen man dann beteiligt wird. D.h. es gibt keinen Zinseszins in dem Sinne, sondern einfach Auszahlungen je nach Entwicklung. Die 8-10% p.a. sind daher nur Modellrechnungen, denn mitunter kann eine Ausschüttung deutlich höher oder niedriger ausfallen, das hängt vom Einzelfall ab.
Und mit DAX-Aktien sollte man in 20J. deutlich mehr als 30% machen, denn sonst hätte man auch in Festgeld investieren können. Durch antizyklische Käufe sollte man die 8-10% p.a. auch mit Aktien locker schaffen. Problem sind halt die regelmäßigen Korrekturen, die auf die Gesamtzeit die Rendite schmälern. Z.B. hat der DAX in 1J. ca. +30% gemacht, man hätte aber durch aktives Handeln deutlich mehr rausholen können. Aber so ist das an der Börse, hinterher ist man immer schlauer ;).

Warum soll ein Bank/Fondssparplan besser sein als eine Versicherung?
Weil vor allem die Gebühren deutlich niedriger sind. Bei Versicherungen zahlt man die ersten 2-3J. quasi nur Gebühren. Außerdem ist der Garantiezins mittlerweile sehr tief, da gibt es einfach bessere Alternativen.


Und das mit dem Verwaltungsaufwand bei vermieteten Immobilien stimmt durchaus, Verwandte von mir überlegen deshalb auch ob sie die ~60 Wohnungen die Sie haben verkaufen und das Geld anders anlegen... Andererseits bleiben da nach Steuern und anderen Ausgaben auch ein hoher 5-stelliger Betrag pro Jahr übrig, das ist als Zusatzrente auch nicht zu verachten (sind eh Rentner und haben nichts anderes zu tun:d), und wie gesagt; Nach nem Währungscrash gibt es das äquivalent in der neuen Währung weiter.
60 Wohnungen ist etwas zu krass :eek:. Die würde ich sofort verkaufen oder zumindest einen Teil und mich als Rentner vor allem mehr der Börse widmen, das macht viel mehr Spass als sich das Geheule der Mieter anzuhören. Natürlich nicht alles an die Börse bringen, ein Teil muss ja zur Sicherung der Rente dienen, aber halt etwas Spielgeld ;).


Wow, das hört sich sehr durchdacht an, Respekt. Wenn ich Ahnung von dem ganzen Finanzkrams hätte, dann hätte ich auch schon irgendwelche Anlagen.
Mein Versorgungswerk schickt mir jährlich auch Hochrechnungen über meine Rente. Liest sich alles gut von den Summen her. Sollte ich vielleicht doch noch was privates zusätzlich abschließen?

free
Es schadet nie mehr vorzusorgen. Ich weiß jetzt nicht, wie das beim Versorungswerk ist, aber ich bin mir relativ sicher, dass deine Rente auch Brutto sein wird. D.h. das was du liest, wird noch zu 100% versteuert (du gehst sicher auch nach 30J. oder später in Rente). Hinzu kommt die Frage, ob die Inflation berücksichtigt ist oder nicht. Selbst niedrige Inflationsraten wie wir sie jetzt haben, halbieren die Kaufkraft in Jahrzehnten.

Bevor du dir jedoch konkrete Gedanken über Anlagen machst, solltest du erstmal prüfen, ob und wieviel du pro Monat tatsächlich übrig hast. Und dann bleibt die Frage, wie viel du davon fest binden kannst (z.B. Rentenverträge) und wie viel du wohl eher kurz- bis mittelfristig brauchen wirst. Erst dann machen Anlageentscheidungen Sinn und dann solltest du dich damit näher befassen. Denn von Beratern rate ich ab, besser selbst informiert und nur in Anlagen investieren, die man versteht. Und wenn es dann nur Festgeld ist, was solls, wenigstens ärgert man sich dann nicht über direkte Verluste (die Inflation sieht man ja nicht auf dem Konto).
 
Weil vor allem die Gebühren deutlich niedriger sind. Bei Versicherungen zahlt man die ersten 2-3J. quasi nur Gebühren. Außerdem ist der Garantiezins mittlerweile sehr tief, da gibt es einfach bessere Alternativen.
Mir war nicht bewusst das wir plötzlich klassische Rentenversicherungen mit einem Bankensparplan vergleichen.
Ich bin immer von einer Fondsgebundenen Versicherung oder einem Hybrid ausgegangen, verglichen mit einem Bankensparplan oder einem Fondssparplan.
Die Steuern die ich mir spare, ebenso die Fondsgebühren plus das ich Kickbacks erhalte macht es für den Normalverbraucher deutlich attraktiver.

Und wenn du schon den Garantiezins hier vorbringst, solltest du auch wissen wie die Überschüsse teilweise bei finanzstarken Versicherungsunternehmen sind (4%p.a.) und wenn man dann bei einer Hochrechnung sich das anschaut liegen diese teilweise bei über 5%. Das bekommst du heute bei keiner Bank und auch nicht mit so einem geringen Risiko
 
60 Wohnungen ist etwas zu krass :eek:. Die würde ich sofort verkaufen oder zumindest einen Teil und mich als Rentner vor allem mehr der Börse widmen, das macht viel mehr Spass als sich das Geheule der Mieter anzuhören. Natürlich nicht alles an die Börse bringen, ein Teil muss ja zur Sicherung der Rente dienen, aber halt etwas Spielgeld ;).
Statt zu verkaufen, einfach jemanden diese Arbeit bezahlt machen lassen. :)
Um an Geld zum spekulieren zu kommen, kann man aktuell auch einfach die Wohnungen beleihen bzw. eben als Sicherheit nutzen.
Wenn es klappt hat man doppelte Einnahmen, ohne dass man die Wohnungen verkauft hat.
 
*Ein ungutes Gefühl" :)
"Fleisch zwischen den Zähnen" :p
 
Zuletzt bearbeitet:
Die sind froh wenn sie den PC anmachen und Word aufkriegen, ich glaube Börse wäre keine gute Idee. ^^
 
Statt zu verkaufen, einfach jemanden diese Arbeit bezahlt machen lassen. :)
Um an Geld zum spekulieren zu kommen, kann man aktuell auch einfach die Wohnungen beleihen bzw. eben als Sicherheit nutzen.
Wenn es klappt hat man doppelte Einnahmen, ohne dass man die Wohnungen verkauft hat.

Genau so siehts aus, wer so viele Wohnungen selbst verwaltet hat einfach zu viel Langeweile :p
 
Wobei wenn sie Rentner sind ;) ist diese Beschäftigung ja auch nicht schlecht und hält fit.
 
mittlerweile bekomm ich nur mehr 550euro,

aber nächstes Monat Vollzeit arbeit + lkw schein Prüfung :)
 
Hallo zusammen,

würde gerne mal wissen, in wie weit ihr eine Berufsunfähigkeitsversicherung empfehlt. Sollte ich eine abschließen?
 
Subjektive Meinung: Nur bei Risiko behafteten Berufen und auch nur mit besser bezahlten Gehalt.
..oder wenn Du bereits mit Angstschweiss auf der Stirn die Arbeit antrittst. ;)

Denke aber, dass es diesbezüglich bessere Anlaufstellen gibt, die deine Frage beantworten können.
 
Subjektive Meinung: Nur bei Risiko behafteten Berufen und auch nur mit besser bezahlten Gehalt.
..oder wenn Du bereits mit Angstschweiss auf der Stirn die Arbeit antrittst. ;)

Denke aber, dass es diesbezüglich bessere Anlaufstellen gibt, die deine Frage beantworten können.

Unfälle machen nicht den größten Anteil als Grund für Berufsunfähigkeit aus. Vor allem psychische Erkrankungen und Störungen des Bewegungsapparates (--> u.a. Rücken) sind Gründe. Dies kann JEDEN unabhängig vom ausgeübten Beruf treffen. Jeder 5. Arbeitnehmer in Deutschland wird berufsunfähig.

Ich persönlich habe aber auch keine Bu-Versicherung, bin mir aber des Risikos bewusst: Sollte irgendwas passieren, stehe ich ohne Absicherung da (vom Staat hierbei mal ganz abgesehen).
 
Hallo zusammen,

würde gerne mal wissen, in wie weit ihr eine Berufsunfähigkeitsversicherung empfehlt. Sollte ich eine abschließen?

Also wenn du dich gut um siehst kannst du eine BU finden die nicht nur die Arbeitsunfähigkeit "absichert" sondern gleichzeitig eine Rentenversicherung ist. Das hat zwei Vorteile
Erstens du kannst sie steuerlich absetzten
Zweitens zum Renteneintritt bekommt man den größten Teil der Einzahlungen wieder zurück
Von daher würde ich so eine Versicherung, insofern die Konditionen stimmen immer empfehlen!

Gesendet von meinem GT-I9300 mit der Hardwareluxx App
 
Erstmal danke an alle!
Letzteres klingt doch gut! Zwei Fliegen mit einer Klatsche! Werde mich da mal umhören!
 
Genau das sollte man eben nixht machen.

Man soll immer Risiko und Sparen trennen. Zum einen zahlt man deutlich mehr um einen adäquaten Schutz zu bekommen.
Des weiteren werden Rentenversicherungen als erstes gekündigt wenn es einem schlecht geht, dadurch verliert man seinen BU-Schutz.
Das ist im übrigen keine Versicherungsmeinung sondern die von Warentest

Als Tipp, suche dir immer eine Versicherung aus, die im FrankeBornberg Rating (das Unternehmen untersucht Bedingungen) das Rating "FFF" erreicht haben. Somit hast du zwangsläufig eine BU die in Warentest ebenso mit "Sehr gut" abgeschlossen hat. Und somit auch eine BU Versicherung die gut für den Kunden ist (keine Verweisung usw).

Wenn du dich beraten lässt frag mal nach den Morgen und Morgen Leistungsquoten und Prozessquoten der Versicherungen nach.
Die Leistungsquote sagt aus, wieviele von 100 beantragen Leistungen auch gezahlt werden (optimal sind defintiv keine 100, meist zwischen 70 und 80%).
Die Prozessquote sagt aus, von wievielen abgewiesenen Leistungen ging der Kunde vor Gericht und wieviel davon davon bekam das Unternehmen recht (hier sind 100% gut)
 
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