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  1. #1
    Fregattenkapitän
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    Standard Cryorig M9 - Kraftzwerg zum kleinen Preis

    Zu aller erst möchte ich Cryorig für die Bereitstellung des Kühlers danken!

    1. Einleitung
    Heute stelle ich euch den Cryorig M9 vor. Da ich bereits den H5 Universal getestet habe, gestatte ich mir, die Einleitung von dort im groben zu übernehmen:
    Cryorig ist bereits seit 2013 im Kühlersegment vertreten, wobei die Entwicklung der Kühler schon längerfristig läuft. Die meisten Mitarbeiter haben zuvor für bzw. bei anderen Namenhaften Herstellern gearbeitet. Da diese selber passionierte Übertakter und Modder sind, sollten beide Aspekte einen nicht unwichtigen Anteil bei der Entwicklung der Kühler einnehmen. Das Portfolio umfasst mittlerweile Kühler verschiedener Größen und Arten. Neben Tower-Kühlern mit 92mm, 120mm und 140mm Lüftern, gibt es auch zwei Top-Blower (92 und 140mm) sowie zwei AiOs (120mm und 140mm). Teilweise werden die Kühler in den Varianten "Universal" und "Ultimate" angeboten. Die Universal Modelle sollen, wie es der Name auch suggeriert, eine große Kompatibilität aufweisen, wohingegen die Ultimate Modell eine höhere Leistung erzielen sollen.

    Der Cryorig M9 siedelt sich mit seiner geringen Bauhöhe als kleinster Tower-Kühler in das Portfolio ein.

    2. Unboxing
    Auch die Verpackung des M9 finde ich sehr gelungen. Das Design ist sehr ansprechend und wirkt wertig. Eins wird hier schon deutlich: Der Kühler muss echt winzig sein. Zum Vergleich die Verpackung des H5.


    Ist auf der einen Seite nur groß der Name "M9" abgebildet, so werden auf der gegenüberliegenden Seite besondere Eigenschaften des Kühlers erwähnt. Dass dabei die Eigenschaften toll klingende Namen erhalten, ist mittlerweile ja üblich. Als besondere Eigenschaften werden die guten Kühleigenschaften, die hohe Kompatibilität bzgl. des Rams und die einfache Montage aufgeführt. Ich werde später noch einmal auf diese Features eingehen. Auf der Rückseite werden alle Technische Daten dargestellt. Diese habe ich unter 3. Technische Daten gesondert aufgeführt.


    Wie auch die anderen Modelle von Cryorig, erhält man eine Garantieerweiterung, wenn man den Kühler registriert. Die reguläre Garantie von 3 Jahren wird somit auf 6 Jahre verdoppelt und gilt dabei für den Kühler, als auch den Lüfter. Beim weiteren Öffnen blickt man durch ein kleines Loch auf die schwarze Abdeckung des Kühlers bzw. den dort eingravierten Schriftzug. Hinter dem Fach, welches den Kühler enthält, sind alle anderen Bestandteile des Lieferumfangs enthalten.
    Zum Lieferumfang des M9 gehören folgende Dinge: Eine Spritze mit Wärmeleitpaste (CP15), das Montagematerial sowie zwei weitere Klammern zur Befestigung eines weiteren Lüfters. Des Weiteren sind zwei weitere Gummi-Streifen enthalten, die den möglichen zweiten Lüfter entkoppeln sollen.


    Der Kühler sitzt fest in einer „Papp-Kammer“ und wird an den Seiten sozusagen durch eine weitere Lage Pappe, an der Front durch den Lüfter und auf der Rückseite durch die andere Kammer geschützt. Schäden können bei dieser Art der Verpackung eigentlich nicht auftreten.


    Als nächstes soll der Kühler selbst im Mittelpunkt stehen. Dieser fällt wirklich sehr klein aus. Zum Vergleich noch einmal der H5.


    Auf Grund seiner Größe werden auch nur drei Heatpipes eingesetzt. Die 6mm dicken Heatpipes kommen vernickelt daher. Die 40 Finnen bestehen aus Aluminium und der Deckel auf der Oberseite besteht aus schwarzem Kunststoff.


    Die Heatpipes verlaufen durchgehend von einer zur anderen Seite und sind etwas zur Seite des Lüfters orientiert ausgerichtet. Die Wärme der CPU nehmen sie dabei über eine vernickelte Kupfer-Bodenplatte auf. Die Bodenplatte ist bei Auslieferung mit dem Sticker versehen. Die Kontaktfläche ist nicht poliert, sondern verfügt über leichte Rillen. Cryorig wirbt auf der Produktseite mit der Kupfer Bodenplatte, dass diese effektiver sei, als HDT Kühler. Man erkennt hier auch einen Teil des Montagesystems, welches fest verbaut ist. Dies ähnelt sehr dem vom H5, nur, dass die Schrauben hier ohne Federn auskommen müssen. Dies wird dadurch bedingt, dass beim M9i nur Intel Sockel unterstützt werden und damit keine Höhenunterschiede bzw. Druckunterschiede bestehen können.



    Die angesprochene Kunststoffabdeckung auf der Oberseite kann, ähnlich wie beim H5, demontiert werden. Sie ist lediglich eingeklickt und dient der Abdeckung der Heatpipe-Enden, welche keine Kappen aufweisen. Möchte man den Kühler etwas an sein System anpassen, könnte man also z.B. die Abdeckung passend lackieren.


    Die Finnen des Kühler sind leicht asymmetrisch aufgebaut. Dies äußert sich dadurch, dass auf der Lüfter-Seite die Finnen abwechselnd horizontal etwas eingekürzt sind. Dieser Aufbau beinhaltet vermutlich das auf der Verpackung angekündigte Feature „Jet Fin Acceleration System“. Später mehr dazu.


    Im Gegensatz zum beiliegendem Lüfter beim H5, kann der Lüfter des M9 nicht separat erworben werden und hat auch keine eigene Bezeichnung. Darüber hinaus wird auch nicht genannt, auf welche Art Lager der Lüfter setzt. Aber auch beim Lüfter zeigen sich die kompakten Ausmaße des Kühlers indirekt. Muss der H5 Universal noch auf einen extra schlanken Lüfter setzen, damit die Ram-Kompatibilität gegeben werden kann, so kann der M9 diese auch mit „normalem“ 25mm Lüfter Garantieren. Was ich an dieser Stelle als leichte Kritik aussprechen möchte, betrifft die Länge des Kabels. Da der Kühler sicherlich für eher kompakte Rechner gedacht ist, ist eine Länge von knapp 30cm sehr übertrieben. Im Normallfall wird der Lüfter an einen PWM Anschluss neben dem Sockel eingesteckt. Ich würde mir wünschen, dass das Kabel entweder kürzer ausfällt oder aber abnehmbar mit verschiedenen (beiliegenden) Längen ausgeliefert wird. Außerdem wirkt der Lüfter nicht sehr Wertig bzw. könnte es auch ein NoName billig Lüfter sein. Bis auf die Aufkleber wirkt es so, als hätte Cryorig hier nicht selber Hand angelegt. Weitere Daten des Lüfters sind unter dem folgenden Punkt zu finden.

    3. Technische Daten
    Kühler Spezifikationen:
    Maße mit Lüfter: L87 mm x B102 mm x T124.6 mm
    Gewicht mit Lüfter: 425 g
    Gewicht ohne Lüfter: 345 g
    TDP 120 W

    Lüfter Spezifikationen:
    Maße: L92 mm x B92 mm x T25.4 mm
    Gewicht: 80 g
    Umdrehungen: 600 ~ 2200 UPM ±10 %
    Lautstärke: 26.4 dBA
    Luftdurchsatz: 82,2 m2/h
    Luftdruck: 3.1 mmH2O
    Strom: 0.11 A

    4. Features
    Wie erwähnt, verfügt der Kühler über mehrere, mit tollen Namen versehene, Features. Es handelt sich dabei um:
    • Jet Fin Acceleration System
    • Zero Interference
    • Quick Mount System


    Was verbirgt sich hinter diesen Namen?
    Das Jet Fin Acceleration System kommt auch beim H5 zum Einsatz, allerdings in anderer Form. Zunutze soll der Venturi-Effekt gemacht werden, welcher aussagt, dass sich die Geschwindigkeit des Volumenstroms umgekehrt proportional zum Rohrquerschnitt verhält. Beim M9 sind zwar keine Rohre vorhanden, aber der Effekt ist auch auf parallele Platten anwendbar. Er soll bei diesem Kühler in folgender Weise vorhanden sein. Auf der Lüfter Seite ist jede zweite Finne eingekürzt. Dadurch beträgt der Abstand dort in etwas 3,6mm (laut Cryorig). Nach (sehr) kurzer Strecke kommt dann jedoch eine weitere Finne, welche den vorherigen Raum auf nur noch etwa 1,6mm halbiert. Laut Cryorig wird dadurch also die Luft beschleunigt, da das selbe Volumen nun durch eine kleinere Öffnung gelangen muss. Allerdings wird hier vernachlässigt, dass das ursprüngliche Volumen auch halbiert wird. Denn die Masse von vorher wird wohl zu gleichen Teilen ober- und unterhalb der halbierenden Finne entlangströmen. Die Öffnung verringert sich also nur durch die Dicke der Finne jeweils in der Mitte. Nach dem Kontinuitätsgesetz

    V1*A1 = V2*A2 bzw. V2 = V1 * (A1 / A2)

    erhöht sich die Geschwindigkeit hier also maximal um den Faktor 1,125 (=3,6mm/ (2*1,6mm)), also 12,5%. Ob das wirklich etwas bringt ist fraglich, zumal die Kante der Finne, welche den Luftstrom teilt auch für eine Verwirbelung bzw. Abbremsung sorgt. Weiterhin erhöht sich die Fläche der Grenzschicht durch die Teilung des Stromes. Die Wandreibung dürfte die erhaltene Geschwindigkeit also auch ein wenig verringern.

    Mit Zero Interference meint Cryorig lediglich, dass keinerlei Bauteile die Montage des Kühlers verhindern. So wird auch garantiert, dass der Kühler mit jeglicher Art von Ram auskommt, egal wie ausladend dieser konstruiert sein sollte.

    Auf das Quick Mount System möchte ich im nächsten Abschnitt zu sprechen kommen.

    Hinter den kryptischen Namen verbergen sich also durchaus durchdachte Konzepte. Ob diese ihre Wirkung erreichen, kann natürlich nicht überprüft werden, da man dazu einen identischen Kühler ohne eben das eine spezielle Feature zum Vergleichen heranziehen müsste. Ich finde es allerdings interessant, dass Cryorig den Venturi-Effekt gewählt hat.

    5. Montage
    Kommen wir also zum Montagesystem. Da Cryorig mit diesem wirbt, soll nun geguckt werden, ob es hält, was es verspricht. Denn das Quick Mount System soll eine Montage in 4 Minuten ermöglichen. Die Montage bzw. das System sind nicht viel anders, als bei anderen Herstellern. Mittels des Videos auf der Produktseite, sollte auch jeder noch so unerfahrene Nutzer zurechtkommen. So zumindest meine Einschätzung. Man sollte aber anmerken, dass der bereits verbaute Lüfter zunächst demontiert werden muss, da man sonst nicht an beide bzw. Nur eine Schraube kommt. Außerdem liegt kein Werkzeug in Form eines Kreutz-Schlitz-Schraubendrehers bei (wie beim H5). Da hier aber genügend Platz auf beiden Seiten vorhanden ist, dürfte es keine Probleme mit üblichem Werkzeug von Daheim geben. Bei anderen Herstellern liegt meistens ebenso kein Werkzeug bei, daher sehe ich das hier auch nicht als Kritik. Da das System ansonsten ohne welches auskommt, stellt sich mir jedoch die Frage, ob es nicht auch mit Rändelschrauben oder dergleichen umsetzbar wäre. Eine völlig werkzeuglose Umsetzung könnte ein Alleinstellungsmerkmal sein.


    Was mir beim Einbauen etwas stören aufgefallen ist, war, dass die Backplatte stark angedrückt werden muss, damit die Schrauben des Kühlers in die Stege greifen.

    Im folgenden sieht man den Unterschied zwischen dem MultiSeg Quick Mount System des H5 (rechts) und dem Quick Mount System des M9 (links). Die Backplate ist beim M9 aus Kunststoff und nicht aus Metall. Auch wird sie nicht zunächst mittels Rändelschrauben befestigt, sondern arretiert sich sozusagen durch den Anpressdruck des Kühlers auf die CPU. Im Gegensatz zum H5 lässt sich der M9 allerdings auch bei stehendem Rechner verbauen.


    Alles in allem also wirklich nicht schwer. Als Verbesserungsvorschlag, würde ich Cryorig aber eine andere Schraube nahelegen. Kreutz-Schlitz ist in meinen Augen an der Stelle nicht sehr sinnvoll. Ich würde mir Imbus oder Torx wünschen, da die Gefahr des Verschleißens nicht so hoch wäre. Allerdings hätten dieses Werkzeug dann vermutlich auch nicht immer alle Käufer zur Hand.

    Wie man sieht, lässt der kleine Kühler in alle Richtungen genügend Platz, um auch an andere Komponenten zu gelangen.



    6. Leistung
    Aktuell kann ich mit meinem System den Kühler sicherlich bei weitem nicht an seine Grenzen bringen. Für den Kühler wird zwar keine maximale TDP angegeben, jedoch soll er mit allen aktuell erhältlichen CPUs zurechtkommen können. Mein i3 ist mit 35W angegeben. Ich werde demnächst wechseln und dann weitere Werte nachliefern.

    Mein Testsystem sieht aktuell folgend aus:
    CPU: i3-4130T
    Mainboard: MSI Z87-G45 Gaming
    Ram: Corsair Vengeance LP 8GB
    Grafikkarte: XFX R9 270 DD
    Gehäuse: Aerocool P7-C1
    Netzteil: Xilence Performance A+ 430W
    SSD: Samsung 830
    HDD: Samsung HN-M101MBB

    Ich verwende zwar Mittlerweile wieder Gehäuselüfter, diese lasse ich aber zu Vergleichbarkeit der Ergebnisse ausgesteckt, um einerseits ein eher schlecht belüftetes Gehäuse nachzustellen und andererseits weitere Geräuschquellen auszuschließen. Zum Auslasten der CPU nutze ich Prime. Die maximal Werte wurden dafür nach 15min "Einbrennzeit" notiert, die Idle-Werte nach weiteren 15min abkühlen. Beim angegebenen Wert handelt es sich um den Temperaturschied des wärmsten Kerns zur Umgebungstemperatur.

    Zunächst die Leistungswerte des M9 bei verschiedenen Lüfterdrehzahlen. Diese sind dadurch festgelegt, dass ich bei meinem MB nur feste Werte in 25% Schritten wählen kann. Wie man sieht, bringt die Erhöhung von 525 auf 1000Upm den größten Unterschied.


    Natürlich darf ein Vergleich mit anderen Kühlern nicht fehlen. Ich habe dabei versucht, dass für alle Kühler die gleiche Ausgangslage gilt. Man sieht, dass der kleine Kühler vor allem passiv Probleme bekommt. Dies ist nicht weiter verwunderlich, stellt aber ja auch sicherlich nicht das eigentliche Einsatzgebiet des Kühlers dar. Unter normalen Umständen, braucht er sich nicht verstecken. Er wurde dabei mit 1000Upm betrieben. Auch einen Dual-Betrieb habe ich durchgeführt. Als zweiten Lüfter habe ich dazu einen Noiseblocker XE1 (1400Upm) eingesetzt. Einen großen Vorteil hat man durch den Sandwich-betrieb allerdings nicht, zumindest nicht bei meinem Setup.


    Über die Leistung des M9 bin ich ehrlich gesagt positiv überrascht. Ich hatte angenommen, dass er deutlich hinter meinen anderen getesteten Kühlern zurückliegen würde. Durch diese Ergebnisse bin ich noch gespannter, wie er sich auf einem Quadcore schlagen würde.

    Genauere Informationen zu den Vergleichskühlern lassen sich in meinem jeweiligen Review finden:


    7. Lautstärke
    Zunächst möchte ich betonen, dass ich von Lautstärkemessungen nicht viel halte. Diese sind immer so stark Umgebungsabhängig, dass sie daheim nicht reproduzierbar sind und deshalb wenig Mehrwert liefern. Ich werde die Lautstärke also subjektiv beurteilen. Was für den einen als leise eingestuft wird, empfindet jemand anders als störend. Folgend also meine Meinung.
    Zum Setting: Alle anderen Lüfter werden angehalten. Dies entspricht zwar nicht den Realbedingungen, aber man kann die Geräusche besser orten. Der Rechner steht dabei unter meinem Schreibtisch direkt zu meinen Füßen. Wer das Gehäuse nicht kennt, kann in meinem User-Review sehen, dass es relativ luftig gestaltet ist.

    Ich empfinde den Kühler bei 525UPM als nicht hörbar. Bei 1000UPM ist er immer noch leise, allerdings bilde ich mir ein, ihn rauszuhören. Alles darüber wäre für mich eindeutig zu laut. Evtl. könnte man mit anderen Lüftern (z.B. Noctua) bei gleicher Lautstärke noch etwas mehr Kühlleistung rausholen.

    8. Fazit
    Wie auch beim H5 hat Cryorig beim M9 einen guten Job gemacht. Die Verarbeitung ist gut. Es sind zwar hier und da ganz leichte Kratzer zu erkennen, aber nur an Stellen, wo es nicht stört. Zudem ist das Konzept der Montage gelungen und auch für unerfahrene Benutzer verständlich. Konsequent ist Cryorig auch bei der Optik. Sie hätten den Kühler auch ohne Abdeckung herausbringen können, dann würde er sich aber noch etwas weniger von den anderen Kühlern abheben.
    Die Leistung geht für die geringe Größe in meinen Augen völlig in Ordnung. Meinen i3 kann er locker bewältigen. Wie es bei größeren CPUs aussieht, kann ich wiederum nur ahnen. Ich werde, hoffentlich, in naher Zeit dazu kommen, mein Kühlerroundup auch auf einem Quad zu testen. Die Kühlleistung liegt nicht einmal hinter der der deutlich größeren Kühler samt größeren Lüftern zurück.
    Die Lautstärke geht bis 50% Lüfterdrehzahl auch noch in Ordnung. Wie gewohnt, müssen kleinere Lüfter schneller drehen, um ein ähnliches Volumen wie größere Lüfter zu befördern. So richtig stören ist der Lüfter erst über 50%. Was mich etwas verwundert hat, ist, dass der Dualbetrieb keinen bzw. kaum einen Vorteil gebracht hat. Nett ist es trotzdem, dass man einen weiteren Lüfter montieren kann. Und noch etwas möchte ich zum Lüfter anmerken, was mir beim Vergleich zum NB aufgefallen ist. Wenn Cryorig schon die Optik mit einbezieht, dann könnten sie dem Lüfter, ähnlich wie beim H5, evtl. auch glänzende Lüfterblätter oder dergleichen verpassen. Nur matt wirkt einfach billig, darüber kann auch das Logo auf der Nabe nicht ablenken.

    Einige werden sich fragen, wozu man einen Kühler in dieser Größe braucht. Denn für kleine Gehäuse, bei denen das Netzteil oft über der CPU hängt, wäre er zu groß und in normalen Towern können im Normalfall 16mm oder größere Kühler eingesetzt werden. Ich habe mir die Frage auch gestellt, aber Schicke Gehäuse gefunden, in denen er sich gut machen würde und nur Kühler bis 130mm eingesetzt werden können. Dies sind z.B. das Jonsbo UMX1, das InWin 901 oder das Lian Li PC-Q37. Alle genannten lassen zudem einen Blick auf die Hardware zu, sodass nicht nur die Kompatibilität, sondern evtl. auch die Optik des Kühlers wichtig ist. Die Konkurrenz des M9 bewegt sich auf ähnlichem Preisniveau. Der Pure Rock Slim von Bequiet hat aber den Nachteil, dass Push-Pins benutzt werden und keine Wärmeleitpaste beiliegt. Fast genauso verhält es sich beim Scythe Byakko, welcher auch Push-Pins verwendet, aber eine kleine Tüte Wärmeleitpaste parat hält. In meinen Augen sieht dieser aber auch lange nicht so gut aus, wie der BeQuiet oder der Cryorig. Eine weitere Alternative könnte der Thermalright True Spirit 90 M Rev. A sein. Dieser scheint mit ähnlichem Umfang daherzukommen, allerdings sind die Heatpipe-Enden nicht verkleidet.

    Ich vermute, dass die Kühlleistung der genannten Kühler auf sehr ähnlichem Niveau liegt. Über die Lautstärke kann ich nichts sagen, da ich keinen der Kontrahenten zur Hand habe. Letztendlich denke ich, dass der Geschmack entscheidet.

    Positiv
    + Solide Verarbeitung
    + Montage sehr einfach
    + Design hebt sich etwas ab
    + Kühlleistung des Kühlers ist gut
    + Lüfter lässt leisen Betrieb zu
    + lange Garantie (nach Registrierung 6 Jahre)

    Neutral
    - Kein Werkzeug enthalten
    - Push-Pull Betrieb möglich - hat aber kaum Vorteil
    - Lüfter wirkt wenig wertig

    Negativ
    - Imbus oder Torx statt Kreutz bei den Montageschrauben wäre mir lieber
    - Länge des Lüfterkabels

  2. Die folgenden 2 User sagten Danke an Henn1 für diesen nützlichen Post:

    Knoddle (28.02.17)

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  4. #2
    Oberbootsmann Avatar von Knoddle
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    Sehr gut geschriebener Test. danke dafür. was ich aber vermisse ist die Angabe zu deiner Umgebungstemperatur. entweder ich habe diese überlesen oder sie fehlt.
    Ich bin nicht pessimistisch!
    Ich bin Optimist mit Erfahrung!




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  5. #3
    Fregattenkapitän
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    Hey, danke. Da meine Tests alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden sind, habe ich einfach den Temperaturunterschied zur Umgebungstemperatur angegeben. Im nachhinein sollte ich das evtl. anpassen und die Werte an einem Wert normieren.

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