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  1. #1
    Fregattenkapitän
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    Standard Reeven Justice (RC-1204)

    Zuallererst möchte ich mich bei Reeven für die Bereitstellung des Testsamples und den super Support bedanken.



    1. Einleitung
    Heute stelle ich euch einen Exoten vor – den Reeven Justice (RC-1204). Von der Firma bzw. Marke Reeven haben sicherlich noch nicht viele gehört. Es handelt sich dabei um eine relativ neue Marke. Wobei neu relativ ist, liegt die Gründung bereits acht Jahre zurück. Das Portfolie von Reeven ist ähnlich aufgestellt wie das von anderen Kühler-Herstllern. Das heißt, zu den angebotenen Produkten zählen CPU-Kühler, Computergehäuse, Lüfter und anderes Zubehör.
    Neben dem Justice als Single-Tower mit 120mm Lüftern, bietet Reeven eine Vielzahl anderer Varianten an. Im Lineup lässt sich weiterhin ein weiter Single-Tower mit 120mm Lüfter, einer mit 140mm Lüfter, einer mit 92mm Lüfter, ein Dual-Tower mit Mischbestückung (120mm + 140mm Lüfter) sowie Top-Blower mit 80mm, 92 oder 100mm Lüfter finden.
    Der Justice dürfte sich mit seinen Ausmaßen Leistungstechnisch unterhalb des Dual-Towers Okeanos und Single-Towers Ouranos als drittstärkster Kühler der Marke einordnen.

    Wer sich selber ein Bild machen möchte, findet die anderen Produkte hier: REEVEN | Home

    2. Unboxing & Details
    Der Kühler kommt in einer relativ schlicht gehaltenen, weißen Verpackung. Neben ein paar technischen Daten und Informationen sind auch Sicherheitshinweise auf der Verpackung abgebildet. Die kompatiblen Sockel sind auch abgedruckt, wobei der Sockel 1511 per Sticker ergänzt wurde. Ein Hinweis auf Sockel AM ist hier noch nicht zu finden. Ein Umrüst-Kit kann allerdings angefordert werden und Zukünftige Produkte sollen direkt mit dem Kit ausgeliefert werden.






    Im Karton befindet sich ein kleinerer, in dem sich der weitere Lieferumfang befindet, also Montagematerial etc.. Im Folgenden kann das Material sehen. Reeven setzt bei der Montage auf den verschiedenen Sockeln immer den Montagerahmen (oben links) ein, dazu später aber mehr. Neben dem eigentlichen Montagematerial ist auch eine Tüte mit Wärmeleitpaste enthalten, welche optisch und haptisch an die von Scythe erinnert. Die Gelben Klipse sind für die Montage eines weiteren Lüfters bestimmt. Enthalten ist weiterhin ein kleiner Ringschlüssel, damit man die Sechskant-Muttern festziehen kann.



    Kommen wir zum Kühler im Detail. Der Kühler selber ist sehr schlicht gehalten – der Lüfter bildet das optische Highlight.





    Guckt man sich den Kühler genauer an, so erkennt man, dass er symmetrisch aufgebaut ist. Dies bezieht sich auf die Anzahl und der Verlauf der sechs 6mm Heatpipes, als auch auf die Form der Aluminium Finnen. Die 53 Finnen scheinen auf den Heatpipes gesteckt zu sein. Die Abstände zwischen ihnen sind sehr gleichmäßig. Im Großen und Ganzen sind sie auch gut gestanzt, allerdings ist an der Ein oder Anderen Finne eine leichte Macke am Rand bzw. an der Kante zu erkennen. Dies fällt aber auch nur durch die Lichtbrechung auf.
    Die Verarbeitung der vernickelten Kupfer-Heatpipes ist trotz der „wilden“ Biegungen sehr gut. Die Vernicklung ist gleichmäßig und die Heatpipes wirken in den Biegungen nicht so stark geknittert, wie es oft bei anderen Kühlern vorkommt.




    Reeven setzt beim Justice auf eine vernickelte Kupfer-Bodenplatte. Der Kontakt der Heatpipes zur Bodenplatte scheint gut gelungen. Hier ist an keiner Heatpipe ein Spalt zu erkennen. Anders sieht dies bei der Abschlussplatte aus. Hier sind wiederrum teilweise leichte Spalte zu erkennen. Dies ist nicht so schlimm, soll der Deckel auch nicht zur aktiven Kühlung beitragen, sondern eigentlich nur die Rolle der Montageaufnahme übernehmen. Ob sich die Spalte beim Verbauen durch den Anpressdruck verringern, kann ich nicht sagen, da man dann keinen Einblick mehr hat.
    Der Kupferboden wurde rund abgedreht. Dies erkennt man trotz der Nickelschicht an den leichten, zentrischen Rillen. Der Boden ist vom Werk aus mit einem Sticker versehen, welcher im Übrigen genau dem von Scythe verwendetem entspricht. Auf der Detailaufnahme erkennt man jedoch, dass der Boden über drei kleine Macken verfügt. Ob diese bereits vor der Vernickelung vorhanden waren oder erst danach entstanden, lässt sich schwer sagen. Die kleinen Dellen sind jedoch nicht sehr tief und dürften lediglich einen optischen Mangel darstellen. Trotzdem könnte Reeven hier etwas an der Qualitätssicherung arbeiten.



    Die Oberseite des Kühlers finde ich sehr gelungen. Die oberste Finne ist aus etwas dickerem Aluminium gefertigt. Sie dient als optischer Abschluss und lässt die Heatpipe-Enden verschwinden. Die Finne ist selber mit einer Art Nieten mit den anderen Finnen verbunden und ist mit dem Marken-Schriftzug versehen. Die Oberfläche ist leicht gebürstet. Insgesamt wertet dieser Abschluss den gesamten Kühler auf und verleiht ihm eine schlichte Eleganz. Die beiden großen Löcher dienen der Montage des Kühlers, dazu später mehr.



    Wie man auf den Bildern zuvor bereits erkennen konnte, ist der Auffällige Lüfter mit farblich passenden Klipsen am Kühler befestigt. Diese Kunststoff-Klipse wirken zunächst etwas labil am Lüfter. Hat man den Lüfter jedoch am Kühler angebracht, so sitzt dieser bombenfest. Wie man erkennen kann, werden die Klipse einfach in die Löcher des Lüfters gesteckt. Dort haken sie sich dann an den Rahmen. Am Kühler werden die Klipse mit kleinen Leitstegen zwischen die Finnen geführt und haken sich dann am Rand an den Kühler. Die Montage des bzw. der Lüfter erleichtert diese Art der Befestigung, vor allem im verbauten Zustand, ungemein. Was man allerdings auch anmerken muss, ist, dass zwischen Lüfter und Kühler ein kleiner Spalt besteht. Die Luft könnte also auch aufgrund des Gegendrucks durch diesen Spalt am Kühler vorbeigedrückt werden. Ob dies tatsächlich geschieht und ob es sich dabei um einen echten Nachteil handelt, kann ich nur schlecht nachprüfen.
    Insgesamt macht der Kühler einen sehr wertigen und stabilen Eindruck. Die Finnen sind fest montiert, das Material ist vernünftig ausgelegt und bis auf minimale Macken an den Kanten der Finnen und am Boden ist die Verarbeitung ohne Mängel.




    Kommen wir nun zum Lüfter selber. Bei dem 120mm Lüfter (RY1225S15B-P) mit dem auffälligen gelben Rotor handelt es sich um ein PWM Lüfter. Das Kabel ist schwarz gesleevt und der Stecker ist ebenfalls schwarz. Besonders sind an diesem Lüfter auch die Stege der Motorbefestigung. Diese verlaufen nicht gerade, sondern sind in Rotationsrichtung geschwungen bzw. eingedreht. Der Lüfter verfügt über ein Gleitlager. Die Lebensdauer gibt Reeven mit 30000h an.
    Damit ich eine Dual-Fan-Bestückung testen kann, hat mich Reeven mit einem weiteren Lüfter ausgestattet. Auch hier handelt es sich natürlich um einen 120mm PWM Lüfter mit gelben Rotor.
    Kommt der beiliegende Lüfter beim Justice noch ohne Namen aus, so werden die gelben Lüfter im Verkauf mit Coldwing bezeichnet. Die beiden Lüfter haben trotz fast identischer Bezeichnung (RY1225S15B-P vs. RY1225S15B-RP) und beinahe identischer Optik leicht verschiedene Leistungsangaben. Dies Unterschiede habe ich in folgendem Spoiler untergebracht.
    Spoiler: Anzeigen

    Der leichte optischen Unterschied ist bei der Nabe erkennbar, welche beim Coldwing 12 nicht von einem Reeven-Sticker geziert wird. Persönlich finde ich den Lüfter ohne Sticker ansprechender. Zum Lieferumfang des Coldwing 12 gehören vier Lüfter-Montage-Schrauben sowie ein 3-Pin-zu-Molex-Adapter.




    Mit doppelter Lüfter Bestückung wirkt der Justice schon sehr gewaltig. Aufgrund der Höhe auf der die Lüfter angebracht werden, sollte der Kühler eigentlich mit keinem Bauteil kollidieren. Einzig ist bei hohem Ram drauf zu achten, dass dieser noch seinen Platz unter dem überstehenden Lüfter findet.




    3. Spezifikationen
    Kühler
    Maße (inkl. Lüfter) BxHxT: 131 x 162 x 84mm (131 x 162 x 105mm)
    Gewicht (inkl. Lüfter): 779g (935g)
    Heatpipes: 6x 6mm

    Lüfter
    Maße: 120 x 120 x 25mm
    Lüfterdrehzahl: 300 ~ 1500UPM
    Luftdurchsatz: 28,2 ~ 139,5m3/h
    Statischer Druck: 0,076 ~ 1,701 mmH2O
    Lautstärke: 4.0 ~ 29.8dBA

    Kompatibilität
    Intel: LGA 1150 / 1151 / 1155 / 1156 / 1366 / 2011 / 2011-V3
    AMD: AM2 / AM2+ / AM3 / AM3+ / FM1 / FM2 / FM2+

    Der neue Sockel AM4 wird durch ein Umrüst-Kit auch unterstützt. Das Kit kann kostenlos angefordert werden, insofern die beiden folgenden Punkte vorgelegt werden:
    1. Zahlungsbeleg eines AM4 Motherboards oder AM4 CPUs
    2. Zahlungsbeleg eines Reeven CPU Kühlers

    4. Montage
    Für Die Montage des Kühlers setzt Reeven auf ein eigenes System das (fast) für alle Sockel gleichermaßen genutzt wird. Dieses setzt sich aus der schwarzen Backplate, den verchromten Schrauben samt weißen Kunststoffhülsen, sowie der dem verchromten Montagerahmen zusammen. Bei Intel Systemen mit Sockel 1366, 115X und 775 wird das System wie folgend zu sehen benutzt, wobei natürlich verschiedene Löcher genutzt werden.



    Bei AMD Systemen der Sockel AM2(+), Am3(+), FM1 und FM2(+) wird das System wie folgt genutzt.



    Einzige Sockel 2011 verzichtet auf die Backplate. Hier werden in den originalen Montagerahmen Schrauben gedreht, auf denen dann jedoch wieder der Montagerahmen montiert wird.

    Hat man das System dann passend vorbereitet, kann der Kühler aufgesetzt werden. Oberhalb der Bodenplatte wird dann eine Strebe aufgelegt und mittels zweier Schrauben am Rahmen festgezogen. Die Besonderheit ist, dass der Schraubendreher durch die beiden Löcher im Top des Kühlers geführt werden muss. Diese Art der Montage findet man auch beim Cryorig H5 wieder. Sie erfordert etwas Fingerspitzengefühl und einen Kreutz-Schlitz-Schraubendreher mit genügender Länge. Ich fände es nicht schlecht, wenn Reeven ein passendes Werkzeug beilegen würde.



    Insgesamt ist die Vorbereitung zur Montage des Kühlers sehr einfach und wirkt sehr stabil. Der Platz um den Montagerahmen könnte jedoch etwas knapp sein. Ich weiß nicht inwieweit Reeven hier auf die Komptabilität geprüft hat ob der Rahmen immer passt. Auf meinem MSI Board mit großen Spawa-Kühlern passt er allerdings. Ich nehme mal an, dass der Platz um die CPU immer zu einem gewissen Grad für die Kühlermontage reserviert bzw. normiert ist.




    Wie man sieht, baut der Kühler relativ hoch. Dies wurde auch deswegen gewählt, da der blasende Lüfter oberhalb der Ram-Slots verläuft. Sehr hohe Speicher-Heatspreader könnte dann mit dem Lüfter kollidieren. Was auch noch anzumerken ist, dass die Ausrichtung des Kühlers bei Intel und AMD immer frei gewählt werden kann, insofern die anderen Bauteile des Mainboards kein Hindernis darstellen.

    5. Leistung
    Beim Test des Reeven Justice gibt es eine Premiere meiner bisherigen Tests. Denn ich habe einen CPU Wechsel vorgenommen, zuvor aber noch auf er alten CPU Tests durchgeführt. Somit kann ich für diesen Kühler nun Werte für einen Intel i3-4130T und einen i5-4690K vorzeigen.
    Ich verwende zwar Mittlerweile wieder Gehäuselüfter, diese lasse ich aber zu Vergleichbarkeit der Ergebnisse ausgesteckt, um einerseits ein eher schlecht belüftetes Gehäuse nachzustellen und andererseits weitere Geräuschquellen auszuschließen. Zum Auslasten der CPU nutze ich Prime 18.1 (small FFTs). Die maximal Werte wurden dafür nach 15min "Einbrennzeit" eine Minute lang mit CoreTemp 1.7 geloggt, die Idle-Werte nach weiteren 15min abkühlen. Beim angegebenen Wert handelt es sich um den Temperaturschied des wärmsten Kerns zur Umgebungstemperatur. Zwischenzeitlich musste ich einen Raumthermometer-Wechsel vornehmen, weswegen auch leichte Diskrepanzen entstanden sein können. Beachten sollte man allerdings auch, dass CoreTemp lediglich ganzzahlig Temperaturen misst. Die Umgebungstemperatur habe ich ebenso ganzzahlig Gerundet. Leichte Fehler in den Diagrammen sind daher nicht auszuschließen. Dies ist auch bei den Idle-Werten zu beachten. Ich versuche die Auslastung immer gleich zu wählen, trotzdem kann es vorkommen, dass eine minimale Lastspitze für einen sprunghaften Temperaturanstieg sorgt.

    Mein weiteres Testsystem sieht aktuell folgend aus:
    Mainboard: MSI Z87-G45 Gaming
    Ram: Corsair Vengeance LP 8GB
    Grafikkarte: XFX R9 270 DD
    Gehäuse: Aerocool P7-C1
    Netzteil: Xilence Performance A+ 430W
    SSD: Samsung 830
    HDD: Samsung HN-M101MBB

    i3 4310T



    Wie man sieht, profitiert der Kühler bei geringer Lüfterdrehzahl noch gut von einem zweiten Lüfter. Bei höherer Drehzahl wird der Unterschied geringer. Ich persönlich würde eher zwei Lüfter bei 700UPM laufen lassen, als einen bei 1200UPM. Lautstärketechnisch ist das ein sehr großer Unterschied zugunsten der geringeren Drehzahl. Weiterhin möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal anmerken, dass mit einer weiteren Belüftung des Gehäuses sicherlich bessere Werte erzielt werden können.

    Kommen wir nun zur Einordnung des Justice in das Feld meiner bisher getesteten Kühler. Dazu wurde der Justice, wie auch die anderen Kühler bzw. Lüfter auf der 50% Lüfter-Drehzahl betrieben.



    Erstaunlicherweise konnte sich der Justice im passiven Betrieb an die Spitze des Feldes setzen. Dies kann natürlich dem relativ großen Abstand zwischen den Finnen geschuldet sein.



    Beim Betrieb mit einem Lüfter, reiht er sich eher etwas weiter hinten ein, wobei man sagen muss, dass die Unterschiede generell sehr gering sind. Das der sich der Justice den 140mm Kühler geschlagen geben muss, damit war vielleicht auch zu rechnen. Dass der Cryorig M9 jedoch noch etwas davor liegt, verwundert mich dann doch.



    Bei der Dual-Bestückung liegt er Justice in etwas gleichauf mit seinem größeren Bruder. Dass der Fuma als Dual-Tower besser abschneidet war hier auch zu erwarten.

    i5 4690K
    Bei der Darstellung der Temperatur-Tests auf dem Intel i5 habe ich mir etwas Neues einfallen lassen. Ich werde, wie man im Folgenden sieht, nun immer alle vier PWM Stufen abbilden, damit der jeweilige Kühler noch besser verglichen bzw. eingeordnet werden kann. Da meine Mainboard-Lüftersteuerung leider keine feste Drehzahleinstellung zulässt, kann ich nur diese Möglichkeit anbieten. Damit die PWM Stufe jeweils selber eine Einordnung erhält, findet man dann später eine Tabelle mit der jeweils zugeordneten Lüfter-Drehzahl sowie einer subjektiven Einschätzung meinerseits bezüglich der Lautstärke.

    Der i5 wird von mir immer mit all Core Turbo betrieben. Im Serienzustand liegt eine Spannung von 1,07V bei 4x 3,9Ghz an. Bei den OC Werten wird der i5 mit 4x 4,4Ghz bei 1,17V betrieben.



    Den OC Test habe ich mit einfacher Lüfterbestückung relativ schnell abgebrochen, da die Temperaturwerte schnell jenseits von dem lagen, was ich der CPU auf Dauer zumuten würde. Der große Finnen-Abstand verhilft dem Justice bei geringer Drehzahl und Sandwich-Bestückung zu den besten Werten unter Last, abgesehen von der AiO.



    Zwar ist eine Sandwichbestückung bei höherer Drehzahl immer noch von Vorteil, jedoch setzt sich der Ouranos mit seinen größeren Lüftern nun vor den Justice. Dies liegt aber wohl auch an der höheren Drehzahl der anderen Lüfter bei dieser PWM Stufe. Was ich interessant finde ist, dass der Temperaturunterschied von etwa 5K zwischen einem und zwei Lüftern bei dieser PWM Stufe beim i3 und i5 zu finden ist. Eine gewisse Genauigkeit bei der Messung scheint also vorhanden zu sein.



    Bei etwas mehr Drehzahl kann sich der größere Ouranos etwas vom Justice absetzen. Die Unterschiede sind aber sehr klein.



    Bei voller Drehzahl gibt es eigentlich kaum noch Unterschiede zwischen den Kühlern. Die AiO bleibt aber mit Abstand in der Spitze.

    Genauere Informationen zu den Vergleichskühlern lassen sich in meinem jeweiligen Review finden:


    6. Lautstärke
    Zunächst möchte ich betonen, dass ich von Lautstärkemessungen nicht viel halte. Diese sind immer so stark Umgebungsabhängig, dass sie daheim nicht reproduzierbar sind und deshalb wenig Mehrwert liefern. Ich werde die Lautstärke also subjektiv beurteilen. Was für den einen als leise eingestuft wird, empfindet jemand anders als störend. Da ich bereits ein völlig passives System mein Eigen nennen konnte, empfinde ich bereits ein deutliches Luftrauschen als störend. Folgend also meine Meinung bzw. Einschätzung.
    Zum Setting: Alle anderen Lüfter werden angehalten oder auf minimaler Drehzahl betrieben. Dies entspricht zwar nicht immer den Realbedingungen, aber man kann die Geräusche besser orten. Der Rechner steht dabei unter meinem Schreibtisch direkt zu meinen Füßen. Wer das Gehäuse nicht kennt, kann in meinem User-Review sehen, dass es relativ luftig gestaltet ist.



    Spoiler: Anzeigen

    Nach meinem empfinden, lässt sich der Kühler bzw. der Lüfter des Reeven Justice auch noch mit einer Drezahl von etwa 700UPM leise betreiben. Eine Stufe höher ist das Luftrauschen zwar noch immer nicht laut, aber ich finde es bereits als störend.

    7. Fazit
    Der Reeven Justice kann in vielen Punkten überzeugen und hinterlässt bei mir insgesamt einen sehr positiven Eindruck. Seine Stärken liegen in der robusten Verarbeitung, der stabilen Halterung, der Kompatibilität, dem relativ schlichten Design (abgesehen vom eher auffälligen Lüfter) und dem durchaus leise betreibbaren Lüfter. Auch die Kühlleistung geht in Ordnung. Die Montage würde ich generell auch eher positiv ansehen, nur fällt sie etwas fummelig aus, da man durch die Löcher zielen muss. Auch das passende Werkzeug muss vorhanden sein, damit man den Kühler montieren kann. Die Lüfterbefestigung finde ich auch nicht schlecht. Sie ist nicht nur leicht zu bewerkstelligen, sondern hält erstaunlicherweise sehr fest, obwohl die Klipse nur leicht einrasten. Dass die Möglichkeit für einen Sandwich-Betrieb gegeben ist, ist generell positiv und hat beim Justice auch seine Daseinsberechtigung.
    Negativ sind mir lediglich die leichten Macken an den Lamellenkanten und dem Boden in Erinnerung geblieben. Hier könnte Reeven vielleicht noch etwas dran feilen.

    Den Preis sieht Reeven mit einer UVP von 35€ (exkl. Steuern) vor. Beim einzigen Händler in Deutschland wird er aktuell mit 39€ gelistet. Der Coldwing 12 schlägt mit einer UVP von 8,60€ (exkl. Steuern) zu Buche, ist in Deutschland aktuell aber gar nicht verfügbar. Mit dem anvisiertem Preis ergibt sich ein großes Feld an Konkurrenz. Als Vorteil könnte man jedoch nennen, dass im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten mit 6-Heatpipe, diese beim Justice verchromt sind und der Kühler auch als einer der Schwereren zählt. Ich sehe dies als Vorteil, da ich viel Masse mit viel Kühlfläche gleichsetze.
    Der Kühler verfügt über eine zwei jährige Garantiezeit, welche über den Händler abgewickelt wird.

    Positiv
    + robuste Verarbeitung
    + hohe Kompatibilität
    + stabiles Montagesystem
    + Dual-Bestückung möglich
    + Lüfterhalterung sehr einfach
    + Leistung
    + leise betreibbar

    Neutral
    * Design ohne Lüfter sehr schlicht, Lüfter eher auffällig

    Negativ
    - leichte Verarbeitungsmängel
    - nur eine kleine Tüte Wärmeleitpaste vorhanden
    - nur bei einem Shop in Deutschland erhältlich (Coldwing 12 gar nicht)

    Wie immer bin ich für Kritik oder Nachfragen offen. Die Vergleichslisten beim i5 werden die Tage nach und nach aktualisiert, wenn ich die anderen Kühler noch einmal aufgeschnallt habe.

  2. Die folgenden 3 User sagten Danke an Henn1 für diesen nützlichen Post:

    bLuBboO (28.03.17), GorgTech (28.03.17), intruder1961 (28.03.17)

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  4. #2
    Leutnant zur See Avatar von GorgTech
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    Schöner und ausführlicher Test. Hast du auch die Möglichkeit, den Kühler mit anderen Lüftern zu testen z.B. Noctua 120er? Vielleicht profitiert der Kühler von besseren Lüftern? Ansonsten könnte der Test fast als offizieller Hardwareluxx Test durchgehen

  5. #3
    Fregattenkapitän
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    Hehe, danke! Ne, meine Lüfterauswahl ist leider ziemlich beschränkt. Ich hätte lediglich noch Noiseblocker PL1 und Scythe Slip Stream PWM zur Hand.

  6. #4
    Kapitän zur See Avatar von bLuBboO
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    Danke für deinen Test.
    Der Kühler sieht wirklich sehr schlicht aus, da könnte der Hersteller nochmal Hand anlegen, etwas schwarz würde da schon viel verändern.

  7. #5
    Kapitänleutnant Avatar von gogoAustria
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    Da ich unter "Kühler" die ganze Einheit verstehe, also Finnen+Lüfter, verstehe ich nicht wie das Ding als "schlicht" durchgeht.
    Das ist schon ein ordentliches gelb, und der Aufkleber am Lüfter ist auch Geschmackssache. Mein Geschmack ists jedenfalls nicht, kenne auch wenig builts wo gelb vorherrscht. Die MSI Lightning Karten, und paar Zotac Modelle vielleicht.

    Interessant sind allerdings die Lüfterangaben.
    Der RM1225S15B-P scheint in allen Belangen besser zu sein, scheint zumindest so. Mehr Max. Airflow, Mehr Max. Druck, weniger Max. Lautstärke. Wundert mich tatsächlich bisschen.

    Achja, und die Verpackung übertrifft Scythe mit seinem "Oldschool" Look.
    Als würde man um die 2000er Wende herum einen Lüfter kaufen
    Geändert von gogoAustria (29.03.17 um 03:07 Uhr)
    Akustik-Schaumstoff unterm Tisch für weniger PC Lärm:
    KLICK

  8. #6
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    Ja, ich verstehe was du meinst. Wenn man allerdings bedenkt, dass passive Kühler ohne Lüfter daherkommen, so unterscheide ich bei einem CPU-Kühler zwischen dem Kühler und dem Lüfter. Und den Kühler an sich finde ich im vergleich zu z.B. den Cryorig-Modellen schon schlicht.

    Bei der Farbkombination dachte ich auch sofort an Zotac AMP!. Es gab auch mal Asus Boards mit gelben Elementen. Vielleicht wurde die Gestaltung nur so gewählt, damit man die Produkte eindeutig dem Hersteller bzw. der Marke zuordnen kann. Es gibt ja immerhin noch viele, die ein geschlossenes Gehäuse nutzen.

    Die Verpackung ist wirklich Old-School. Allerdings nicht von so vielen "Asiatisch angehauchten Elementen" wie bei Scythe. Die Tage wird ein Test des Reeven Ouranos folgen. Sei da mal auf die Verpackung gespannt

  9. #7
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      • Kühlung:
      • Ständig wechselnd
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      • Aerocool P7-C1
      • RAM:
      • Corsair Vengence LP
      • Grafik:
      • XFX R9 270
      • Storage:
      • Samsung 830 128GB,Samsung 1TB, WD 1TB Black extern
      • Monitor:
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      • Netzteil:
      • Xilence A+ 430W
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      • Notebook:
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    Update: Weitere Kühler von Scythe in die Vergleichsliste aufgenommen.

  10. #8
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      • Xilence A+ 430W
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